Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 14,22-24: Auslegung

Er stieg auf den Berg, um abseits zu beten. Und als es Abend geworden war, war er dort allein. Die Jünger waren schon weit draußen auf dem See, als ein Sturm heraufzog. Der starke Gegenwind peitschte die Wellen auf und machte dem Boot schwer zu schaffen. Mt 14:23-24

Welch Gegensatz. Hier Jesus allein auf dem Berg und ruhig im Gebet. Dort die Jünger allein gelassen im Boot auf dem See, verzweifelt gegen den Sturm ankämpfend. Der See symbolisiert unser gegenwärtiges Leben und die Unbeständigkeit der Welt. Der Sturm verweist auf jede Art von Schwierigkeit, die uns begegnet. Das Boot steht für die Kirche. Jesus sieht ihre Seenot und hilft dennoch erst einmal nicht. Es ist die große, manchmal wirklich bedrückende Frage, die Menschen stellen, die großes Leid, schwere Prüfungen erlitten haben: Wo war Gott in dieser Not? Warum nicht Hilfe jetzt und sofort. Auch wenn es oft keine Antwort auf diese Frage im konkreten Fall gibt, so gilt doch eines: Jesus will die Jünger dazu erziehen, mutig die Widrigkeiten des Lebens zu ertragen und dabei auf Gott zu vertrauen.

Ob Windstille oder Sturm, was kümmert es den Weisen? Er weiß, daß nichts von Dauer ist, daß hier nicht die Ruhestätte ist. In guten wie in schlimmen Tagen hält er unerschütterlich, beständig und entschieden an seinem Entschluß fest, nur nach dem Genuß ewiger Güter zu streben und zu verlangen. Franz von Sales.

Dadurch lehrt er uns, daß die Einsamkeit gut ist, wenn man zu Gott beten soll. Darum geht er auch in die Wüste, und bringt die Nacht mit Gebt zu, wodurch er uns lehrt, bei dem Gebte sowohl in Bezug auf die Zeit als den Ort die Stille zu suchen. Goldene Perle

Darum aber gebot er den Winden nicht sich zu legen, sondern er streckte die Hand aus und ergriff ihn, weil es seines Glaubens bedurfte. Denn wenn das Unsrige wankt, alsdann steht das Göttliche fest. Um zu zeigen, daß nicht der Wind, sondern seine Kleingläubigkeit ihm Gefahr bereite, setzt er hinzu: Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt? Dadurch zeigt er, daß ihm auch der Wind nicht hätte schaden können, wenn sein Glaube standhaft gewesen wäre. Goldene Perle

Tatsächlich gab es mehrere Gründe, warum Jesus dies tat. Er tat dies, weil er allein sein wollte, um zu beten; weil er der Menge entfliehen und sich ausruhen wollte; und weil er wollte, dass sich die Menge zerstreute, um einen messianischen Aufruhr zu vermeiden ( Johannes 6:15 ).

Während die Jünger in Gefahr waren und beinahe umkamen, betete Christus für sie: so ist er immer noch für uns zur Rechten der Majestät in der Höhe

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste