Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 13,44: Auslegung

Wiederum gleicht das Reich der Himmel einem verborgenen Schatz im Acker. Den Schatz findet einer, deckt ihn wieder zu mit Erde und geht dann hin in seiner Freude, verkauft all seine Habe und kauft den Acker. Mt 13:44 

Dieser „Eine“, das bist du. Der Acker ist dein Leben, der den Schatz enthält. Deinen Acker pflügst du mit dem Spaten. Dieser Spaten ist dein hörendes Herz. Der Schatz aber ist Christus und deine Beziehung zu ihm. Für diesen Schatz verkaufst du all deine Habe, d.h. du vertraust nur ihm. Er steht an erster Stelle. Wer sich für Jesus entscheidet, findet den größten Schatz, der allem übrigen Wert verleiht. Oder mit Augustinus: Hat einer vor, glücklich zu sein, dann muss er sich verschaffen, was Dauer hat, was kein Schicksalssturm ihm rauben kann.

Dieser Schatz im Acker ist so wertvoll, dass er alle bis in alle Ewigkeit unendlich reich machen kann, denn dieser Schatz ist Christus selbst, der Rettung, Vergebung, Liebe, Freude, Frieden, Tugend, Güte u.v.m. beinhaltet. Alles, was diese Welt für wichtig hält, ist letztlich wertlos im Vergleich zu dem Gewinn, Jesus Christus zu kennen und zu ihm zu gehören.

Der Schatz im Acker steht für das eigene Selbst, das ursprüngliche Bild Gottes von uns. Dieses eigene Selbst, findest du nicht in luftigen Höhen, in Idealen, an denen du immer wieder scheiterst, sondern du findest den Schatz in der Erde, im Schmutz, du musst dir die Hände dreckig machen. Erst wenn du geerdet in deiner Menschlichkeit stehst mit all dem Schwachen, offenbart sich in uns Gott. Ich spüre das immer wieder als Lehrer, der mit körper- und geistigbehinderten Schülern arbeitet. Neben all der Freude, die mir diese Arbeit bereitet, fordert sie mich bisweilen auch stark, bringt mich an meine Grenzen, konfrontiert mich mit meinen Schwächen und erdet mich dadurch und das ist gut so. „Wenn du siehst dass ein junger Mönch mit seinem eigenen Willen nach dem Himmel strebt, halte seine Füsse fest, ziehe ihn nach unten, denn es hat für ihn keine Nutzen“ (Smolitsch). Gott segne dich und diesen Tag und deine Menschlichkeit.

Der Schatz im Acker hat mich gefunden. Er wusste den Tag und wählte die Stunden. Dieter Trautwein

Wir sollen Gottsucher sein, aber immer gelassen statt verbissen. Jesus sucht nach mir, noch bevor ich auf die Idee komme, nach ihm zu suchen. Und oft kommen wir mit ihm in Kontakt, wo wir es gar nicht erwartet haben. Der Schatz findet mich. Dem mühelosen Auffinden des Schatzes wird bei der Perle (zweites Gleichnis) das mühevolle Suchen gegen über gestellt. Das heißt: alles fällt uns nicht in den Schoß! Das Himmelreich erfährt und erreicht nur der, der in seinem Leben auf der intensiven und kundigen Suche nach Gott ist. So ist es beides: ein sich finden lassen und ein offensives Suchen.

Diesen Schatz findet man umsonst; denn die Verkündung des Evangeliums geschieht umsonst. Aber das Recht, diesen Schatz mit dem Acker zu gebrauchen und zu besitzen, geschieht nicht ohne Kosten, weil man die himmlischen Schätze nicht ohne Verlust des Zeitlichen besitzt. Goldene Perle

So kaufte Jesus selbst um den größten Preis die Welt, um seine Kirche zu gewinnen, die der Schatz war, den er begehrte. Spurgeon

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste