Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Mt 11,29: Auslegung

Lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und demütig von Herzen. Mt 11,29

Die Sanftmut ist eine meiner Lieblingstugenden, weil sie so praktisch ist. Es vergeht bei mir kein Tag, bald keine Stunde, wo ich nicht vor der Wahl stehe allzu streng zu reagieren oder eben sanftmütig. Lernen können wir das, wie sollte es anders sein, von Jesus, der selbst noch am Kreuz in seiner Liebe die Sanftmut walten lässt. Sanftmut ist nach Gal 5,23 auch eine Frucht des heiligen Geistes. Beten und bitten wir für diese Frucht.

Die Demut macht uns vollkommen vor Gott, die Sanftmut dem Nächsten gegenüber. Schließlich muss man dem Nächsten gegenüber Milde bis zum äußersten walten lassen, selbst bis zur Torheit, und darf niemals Vergeltung üben. Franz von Sales

Die Vögel haben ihre Nester auf den Bäumen, um sich dorthin zurück zu ziehen, wenn sie dessen bedürfen. Der Hirsch hat sein Gebüsch und sein Dickicht, in dem er sich verbirgt und vergräbt und im Sommer sich der Kühle des Schattens erfreut. So muss auch unser Herz sich jeden Tag irgendeinen Platz suchen, den Kalavarienberg, die Wunden des Herrn oder einen Ort nahe bei ihm, um sich dorthin inmitten der äußeren Arbeit bei jeder Gelegenheit zurück zu ziehen, sich dort zu stärken und zu erholen und sich wie in einer Festung gegen die Versuchung zu verteidigen. Franz von Sales

Eines der besten Kennzeichen für die Güte der Eingebungen ist Friede und Ruhe des Herzens. Denn der göttliche Geist ist wohl gewaltig, aber von einer sanften, milden, friedlichen Gewalt. Dem Frieden des Herzens ist die Demut untrennbar verbunden. Demut nenne ich aber nicht einen Wortschwall, äußere Gesten, das Küssen des Erdbodens oder Verneigungen, wenn man diese Dinge ohne inneres Empfinden der eigenen Niedrigkeit tut. Denn all das ist nur ein eitles Getue schwacher Geister und muß eher eine Verzerrung der Demut als Demut genannt werden. Ich rede vielmehr von einer echten und handfesten Demut, die uns empfänglich für Zurechtweisungen, lenksam und bereit zum Gehorsam macht.

Demut bedeutet das gläubige Anerkennen Gottes. Es beinhaltet ein Bewusstsein unendlichen Zurückbleibens hinter der erstrebten Vollkommenheit. Von seiner altdeutsche Herkunft bedeutet Demut dienstwillig zu sein. Demut bedeutet sich in einer dienenden Haltung zu Gott zu befinden. Wir sind seine geliebten Werkzeuge. Von seiner hebräischen Herkunft dagegen bedeutet Demut „sich beugen“. Demut bedeutet, sich vor Gott zu beugen, ihn somit als Gott anzuerkennen und als Herr unseres Lebens. Das lateinische Wort für Demut „humilitas“ hat mit Humus zu tun, mit Erdnähe. Demütige Menschen stehen mit beiden Beinen auf der Erde, um zum Himmel zu blicken. Ein Glauben ohne Demut ist undenkbar. Es ist neben der Tugend der Liebe die Tugend schlechthin.

Es ist wirklich nicht gut, weder geistig noch körperlich, auf Zehenspitzen zu gehen. Franz von Sales

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste