Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Wochenthema vom 30.1-5.2.2022 über den reichen Fischfang Lk 5,1-11

Samstag: Ihm nachfolgen

Und sie brachten die Schiffe ans Land, verließen alles und folgten ihm nach.Lk 5:11

Aufgrund des Glaubens verließen sie alles, um dem Jesus nachzufolgen. Glauben bedeutet alles zu verlassen, um in ihm die Frieden stiftende Zuversicht zu finden, dass er uns nie verlassen wird. In seiner unendlichen Güte wird Gott niemals jene verlassen, die ihn nicht verlassen wollen. Glaube ist dann eben, sich darauf zu verlassen, dass Gott Liebe ist und dass Gott einen Plan für mein Leben hat. Das tägliche „Alles-verlassen“ bedeutet gelassen zu bleiben in schwierigen Umständen, ruhend an seinem Herzen, wissend darum, dass er mich führt.

Freitag: Fürchte dich nicht

Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht; von nun an sollst du Menschen fangen! Lk 5:10

Jesus sprach. Unsere Worte gehen nicht ins Leere. Jesus hört sie und antwortet. Er spricht mit uns auf vielerlei Art und Weise. Und sein Wort ist immer aufbauend, führend, liebend. Hier nun spricht er: Fürchte dich nicht! Gott möchte gegenseitig liebend mit uns in Beziehung treten, nicht nach dem Prinzip einer kauernden Angst. Wir müssen uns nicht fürchten! Der Herr kennt uns und er ist da! Er nimmt uns an die Hand und führt uns nach seiner vollkommenen Vorsehung mal hier, mal dort hin, immer aber mit einer Sendung. Dieser Sendung folgen, in Demut und im Vertrauen auf ihn, ist unser Weg der Nachfolge. Der Segen wird nicht ausbleiben, wie es der wunderbare Fischfang uns lehrt.

Donnerstag: Der Reine begegnet dem Unreinen

Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: Herr, gehe von mir hinweg, denn ich bin ein sündiger Mensch! Lk 5:8

Petrus sah das Wirken Jesus. Wo sehe ich das Wirken Jesus in meinem Leben? Petrus fiel vor Jesus auf die Knie. Tun wir dies ebenso v.a. in der inneren Haltung. Petrus sprach. Immer wieder: Reden, reden, reden mit Jesus. Das allein schafft Beziehung. Petrus erkennt sein sündhaftes Wesen. Nur wenn wir unser Angewiesensein auf Erlösung erkennen und auch fühlen, können wir im aufrichtigen Glauben zu Jesus kommen. Petrus bittet den Herrn von ihm weg zu gehen, weil der Reine nicht dem Unreinen begegnen soll. Da sich der Herr Jesus uns nun als Bruder und Freund offenbart hat, müssen wir – Gott sei’s gedankt – nicht wie Petrus darum bitten, dass er weggehe, sondern können vielmehr beten: Komm näher zu mir Jesus, denn ich bin ein sündiger Mensch. Mache mich rein im Herzen.

Erschaffe mir, o Gott, ein reines Herz. Ps 51:10

Mittwoch: Großer Fischfang

Und als sie das getan hatten, fingen sie eine große Menge Fische und ihr Netz begann zu reißen. […] Sie kamen und füllten beide Schiffe, sodass sie zu sinken begannen. Lk 5:6-7

Die Fische sprangen nicht ins Boot. Sie fingen Fische (Aktiv!) Das zeigt ein wichtiges Prinzip: Wenn auch alles von Christus und seinem Wirken abhängt, so nimmt das nichts von unserer Verantwortung weg. Der Herr möchte gerne seinen Segen auf unsere Bemühungen legen. Aber das Tun, die Bemühungen jeglicher Art, muss von uns kommen. Christen sind immer tätige Menschen. In beide Schiffe wurde nun so viel Fisch verfrachtet, dass sie zu sinken drohten. Auch darin steckt ein erbauliches Ziel. Gottes Segen ist so gewaltig, dass er von uns nicht erfasst werden kann. Sein Segen wird nur durch die Anzahl und Größe unserer Gefäße beschränkt.

Bitte um Gottes Segen für Deine Arbeit. Erwarte aber nicht auch noch, dass er sie für Dich tut. Norbert Blüm

Dienstag: Auf dein Wort hin

Aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen! Lk 5:5

Das erste ist, die leeren Netze anzunehmen. Das zweite ist das Leben im Vertrauen auf das Wort Jesus. Auf sein Wort hin fahre ich wieder hinaus, trotz meiner negativen Erfahrungen und dem persönlichen Scheitern. Ich verlasse mich auf sein Wort und trotze allen Einwänden und Bedenken. Trotzkraft des Glaubens! Bitten wir um Vertrauen dort, wo alles verloren erscheint, um Hoffnung dort, wo unsere Kräfte versagen. Es ist ja nicht irgendein Wort, auf das wir vertrauend leben. Es ist das Wort schlechthin. Auf sein Wort hin wurde es Licht und wurden Sonne und Mond erschaffen. Auf sein Wort kam das Leben auf diese Erde. Auf sein Wort hin wurden Menschen geheilt. Auf sein Wort hin legte sich der Sturm. Auf sein Wort hin lebe ich, vertraue ich, glaube ich, hoffe ich, liebe ich!

Montag: Leere Netze

Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen. Lk 5:5

Die leeren Netze sind Teil unseres Lebens. Sie stehen für alles, wo wir gescheitert sind. Leere Netze erleben wir als Enttäuschung oder als persönliches Versagen. Es war für mich eine wichtige Erfahrung, dass diese leeren Netze angenommen werden müssen. Bevor das Halleluja Jesus lebt mit Herzen gesungen werden kann, muss der im irdischen Sinne schlichtweg Gescheiterte am Kreuz betrachtet werden, der in der Nachfolge möchte, dass wir uns ihm ganz bringen, also eben auch unser Scheitern, unsere Probleme, unsere leeren Netze. Das gilt es zu verinnerlichen und zu leben: Jesus ist der Hüter meiner Seele, sowohl auf der grünen Weide, wie auch im dunklen Tal.

Sonntag: Mit Christus hinaus fahren

Als er aber zu reden aufgehört hatte, sprach er zu Simon: Fahre hinaus auf die Tiefe, und lasst eure Netze zu einem Fang hinunter! Lk 5:4

Jesus ruft uns, hinauszufahren, d.h. hinaus in die Welt zu unserem Mitmenschen, um in Wort und Tat Zeugnis zu geben von der Macht seiner Liebe. Wir leben nicht einfach dahin, sondern folgen täglich diesem Ruf, wissend dass uns Gottes Vorsehung genau dort ins Lebens stellt, wo es eben nach seinem Willen sein soll. Wir fahren also auch heute hinaus und machen uns bereit, jeden Tag wie einen einzigartigen Tag zu beginnen, an dem wir best möglich Gott, den Nächsten wie uns selbst lieben mögen. Von Neubeginn zu Neubeginn hinaus fahren, sich Gott geben, ohne Versicherung und mit ganzem Herzen.

Mögest du Gott vertrauen, dass du genau dort bist, wo du vorgesehen bist, zu sein. Teresa von Ávila

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste