Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Kurze Andachten Nr. 3

Gutes Tun

Wer Gutes tut, der ist aus Gott. 3. Joh 1,11

Ich lehre euch zunächst, dass man den Menschen Gutes tun kann, viel Gutes, unendlich Gutes, göttlich Gutes, ohne Worte, ohne Predigt, ohne Aufsehen, im Schweigen und indem man ein gutes Beispiel gibt … Was für ein Beispiel? … Das Beispiel der Frömmigkeit, der liebevollen Erfüllung der Pflichten gegenüber Gott, der Güte gegen alle Menschen, der Zärtlichkeit zu jenen, die uns umgeben, der heiligmäßigen Erfüllung häuslicher Pflichten. Charles de Foucauld

Gott lieben

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben. Lk 10,27

Wie gütig bist du, mein Gott, dass du mir Wurm erlaubst, dich zu lieben, meine Augen zu dir zu heben, an dich zu denken, dich zum Ziel meiner Wünsche zu machen, nach dir zu streben, nur für dich zu atmen, zu dir und deiner Liebe mein ganzes Herz, meine Seele, meine Kräfte, meinen Geist zu lenken. Welche Gnade! Welche Gunst! Aber es mir aufzutragen, es zum ersten deiner Gebote zu machen, so zum ersten, dass es alle anderen in sich umfasst. Ich soll dein einziges Gebot daraus machen, was für meine Seele die ganze Glückseligkeit ist, was für mich aus der Erde einen Himmel macht. Welch unsägliche Güte, welch Abgrund von Güte und Liebe! Wie gütig bist du, dass du liebst, oh mein Gott, oh gütiger Gott! Charles de Foucauld

Gebrochene Liebe leben

Liebt einander, wie ich euch geliebt habe. Joh 15:12

Ein Leben im Geist setzt voraus, dass wir an der unvergänglichen, ewigen Liebe Gottes zu uns festhalten und unser eigene zeitliche Liebe, die wir Eltern, Geschwistern, unseren Ehegatten und allen, die Teil unseres Lebens sind, entgegenbringen, zum Widerschein dieser ewigen Liebe Gottes werden lassen. Weder Vater noch Mutter können ihren Kindern vollkommene Liebe schenken. Weder Ehemann noch Ehefrau können einander unbegrenzte Liebe schenken. Menschliche Liebe wird stets irgendwo gebrochen sein. Wenn unsere gebrochene Liebe die einzige Liebe ist, dir wir schenken oder erwarten dürfen, könnten wir der Hoffnungslosigkeit verfallen. Leben wir aber unsere gebrochene Liebe als einen bedingten Abglanz von Gottes vollkommener, bedingungsloser Liebe, dann können wir einander unsere Grenzen vergeben und uns der Liebe erfreuen, die wir zu geben haben. Henri J. M. Nouwen

So sollst du anfangen

Ein fröhlicher Mensch strahlt über das ganze Gesicht, aber einem verbitterten fehlt jede Lebensfreude. Spr 15:13

Fang jeden Tag mit einem fröhlichen Gesicht an! Es besteht eine Wechselwirkung zwischen deinem Gesicht und deinem Herzen. Alles verändert sich, wenn sich dein Gesicht verändert. Du wirst nicht so müde bei der Arbeit, wenn du mit einem entspannten, fröhlichen Gesicht loslegst. Die guten und schönen Seiten des Lebens kannst du viel mehr genießen. Für die Menschen um dich geht eine Sonne auf. Und selbst wenn etwas danebengeht, hast du mehr Widerstandskräfte. Ein offenes, lachendes Gesicht ist ein Segen für alle deine Mitmenschen. Darum: Fang mit einem Lächeln an. Phil Bosmans

Gütig zu allen Menschen

Er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Mt 5,45

Seien wir gütig, seien wir sanftmütig in Gedanken, Worten und Werken. Retten wir die Seelen und vernichten wir sie nicht. Strenge und Härte würden sie vernichten, Zärtlichkeit gewinnt und rettet sie. Selbst wenn man schlecht mit uns umgeht, uns beschimpft, uns misshandelt, bleiben wir zärtlich. Zerreißen wir von unserer Seite nicht das Band der Nächstenliebe mit unserem schuldig gewordenen Bruder. Bekämpfen wir das Schlechte mit dem Guten. Überhäufen wir unseren Bruder mit Zärtlichkeit und Nächstenliebe mit Zeichen der Liebe. Früher oder später, sichtbar oder unsichtbar werden sie in seinem verhärteten Herzen Wirkung zeigen. Und selbst wenn sie keine Wirkung zeigen, gereichen sie immerhin zur Ehre Gottes der seine Güte walten lässt über Gerechte und Ungerechte. Charles de Foucauld

Das Beispiel Jesus

Er redete zu ihnen vom Reich Gottes und heilte die Kranken. Lk 9,11

Wie gut bist du, mein Gott, dass du dem Körper und zugleich der Seele Gutes tust! Wie gut bist du, uns durch dein wiederholtes Beispiel eine klare Kenntnis unseres Auftrags dem Nächsten gegenüber zu geben! Das Beispiel, ja das Prinzip Jesu ist es, zunächst der Seele, dann aber auch dem Herzen und dem Körper Gutes zu tun. Das Gute für die Seele ist für viele das Wichtigste, aber die Linderung für Herz und Körper ist eines der wirksamsten Mittel, das zu bewirken. Alles Gute, das dem Herzen und dem Körper oder der Seele getan wird, wird denen getan, die zu Jesus gehören, Teilen seines Leibes, Jesus selbst. Charles de Foucauld

Jesus nachahmen

Werdet also Nachahmer Gottes – ihr seid doch seine geliebten Kinder. Eph 5,1

Aber um ihn nachzuahmen, brauchen wir seinen Geist, seinen Geist, der uns erkennen lassen wird, was er dachte, was er liebte, was er tat. Dieser Geist, sein Geist, muss uns beseelen, uns seine Gedanken einhauchen, uns seine Ansichten, seine Liebe eingeben, seine Liebe zu Gott und den Menschen. Er muss uns seinen Mut einhauchen, um zu vollbringen, was er vollbracht hat, das, was er weiterhin in uns vollbringen will. Oh, mein Herr Jesus, sende uns Deinen Geist, sende ihn allen Menschen, Deinen Kindern, allen Menschen, für die Du gestorben bist, allen Menschen, die Du liebst, allen, weil Du willst, dass alle Dir folgen, dass alle Dich nachahmen, indem sie Dich lieben und Dir gehorchen. Charles de Foucauld

Neues Gebot

Ich gebe euch jetzt ein neues Gebot: Liebt einander! So wie ich euch geliebt habe, so sollt ihr euch auch untereinander lieben. Joh 13:34

Das ist wie Dein Testament, das ist Deine höchste Empfehlung: das ist ein neues Gebot, nicht grundsätzlich neu, aber neu durch die Inständigkeit, mit der Du es uns empfiehlst, neu durch die Ausweitung, die Du ihm gibst: „die Menschen lieben wie Du sie geliebt hast”, neu durch das Gewicht, das Du ihm gibst: „Daran wird man erkennen, dass Ihr meine Jünger seid”, neu durch die Feierlichkeit, mit der Du es aufstellst, indem Du daraus Dein wichtigstes Testament machst, den Ausdruck Deiner letzten Empfehlung in dieser Grabesnacht. Lieben wir Gott, der uns so sehr liebt, dass er sich uns schenkt, sich uns anvertraut, sich uns ausliefert, sich uns hingibt ganz und gar, der uns seinen Leib und seine Seele voll zu eigen. Charles de Foucauld

Mich dürstet

Nach diesem, da Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet! Joh 19:28

Mein Gott, Dich dürstet! Körperlicher Durst, denn Du bist vom Fieber niedergedrückt, Du hast Blut verloren, Du leidest unter unvorstellbar großen Schmerzen, Deine Kehle ist ausgetrocknet. Zu so vielen anderen Qualen kommt noch der quälende Durst hinzu. Noch mehr dürstest Du geistlich. Dein Herz verzehrt sich vor diesem geistlichen Durst, der Dich auf die Erde hinabsteigen ließ, Du allmächtiger Gott. Dieser Durst, der Dich 33 Jahre auf Erden leben ließ und aufgrund dessen Du auf diesem Leidensweg stirbst! Dich dürstet nach unserem Heil, unserer Heiligung, weshalb Du Fleisch annahmst, lebtest und starbst. Dich dürstet nach uns, mein Gott, Dich dürstet nach unserem Wohlergehen, nach unserem ewigen Glück, Du Gott der Güte! Dieser Durst ließ Dich diesen Weg gehen, hat Dich Dich an dieses Kreuz nageln lassen! Charles de Foucauld

Bedeutung der Gemeinschaft

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Gen 2:18

Der Mensch wird nicht so sehr im Augenblick seiner Einsamkeit als vielmehr im Augenblick der Gemeinschaft zum Abbild Gottes. Denn er ist von Anfang an nicht nur Abbild, in dem sich die Einsamkeit einer Person, die die Welt beherrscht, widerspiegelt, sondern auch und ganz wesentlich Abbild einer unergründlichen göttlichen Gemeinschaft von Personen. Das stellt vielleicht sogar den tiefsten theologischen Aspekt von allem dar, was sich über den Menschen sagen lässt. Das bedeutet für uns, dass die Suche nach der menschlichen Identität immer  durch communio hindurchgehen muss. Johannes Paul II

Was uns nottut

Das Wichtigste für das Heil der Welt ist es, viel zu lieben – im Leben und auch im Sterben. Aber machen wir uns da nichts vor. Eine solche Liebe hat ihren Preis. Man muss viel beten, um dahin zu kommen. Gott vertraut das Heil anderer nämlich nicht denen an, die meinen, etwas aus eigener Kraft bewirken zu können, sondern denen, die ihn durch sich wirken lassen. Nicht den Machern – denn ihre Aktivität kann immer das unheilvolle Ferment unseres alten Menschen in sich tragen. Sondern denen, die Gott durch sich wirken lassen die sich wie ein weicher Handschuh der Hand des Heiligen Geistes anschmiegen. Gott in uns: Das ist es, was nottut. Madeleine Delbrêl

Infos zum Impuls 

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste