Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Kurze Andachten Nr. 2

Einfachheit in der Liebe

Siehe, ich sende euch wie Schafe inmitten von Wölfen; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben. Mt 10,16

Damit wollte er sagen: Lernt von den Tauben Gott in aller Einfachheit lieben, d.h. das Wachsen in der Gottesliebe in aller Einfalt des Herzens fördern und bei allem, was ihr tut, nur ein Motiv, nur ein Ziel haben. Und nicht nur diese Einfalt in der Liebe lernt von der Taube, denn sie hat nur einen Tauber, für den sie alles tut, sie will nichts, als ihm gefallen, sie fürchtet nichts, als ihm mißfallen, lernt auch von ihr, eure Liebe ganz einfach auszudrücken und zu zeigen, denn sie tut nicht weiß Gott was alles, ist nicht überschwenglich in ihren Zärtlichkeiten, sie gurrt nur leise dem Tauber zu, fühlt sich in seiner Liebe geborgen und ist zufrieden, bei ihm sein zu dürfen. Franz von Sales

Freundlich zu jedem und allen

Liebe ist geduldig und freundlich. 1. Kor 13:4

Manche Leute sind der irrigen Ansicht, es sei Verstellung, Menschen, die uns unsympathisch sind, Beweise herzlicher Liebe und freundschaftlicher Gesinnung zu geben. Das stimmt aber nicht. Für die Abneigung können wir nichts, sie hat ihren Sitz im niederen Bereich der Seele. Wir handeln also nicht falsch, obwohl unser Gefühl nicht mit Wort und Tat übereinstimmt. Wie unsinnig handeln dagegen die Leute, wenn sie sich mit ihrer angeblichen Offenheit brüsten, weil sie ihre Feinde schief ansehen und das gerade und ehrlich heißen! Franz von Sales

Werden wie die Kinder

Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in dieses Reich kommen. Mt 18:3

Solange ein Kind noch ganz klein ist, ist es ganz Einfachheit, es hat nur eine einzige Erkenntnis: Die Mutter; nur ein Verlangen: die Brust der Mutter. An diese Brust gelegt und gebettet, ist es wunschlos. Die vollkommen einfache Seele hat auch nur eine Liebe: Gott. Und diese Liebe hat wiederum nur ein Verlangen: Ruhen an der Brust des himmlischen Vaters, dort als wahrhaft liebendes Kind wohnen, dem guten Vater alles Sorgen um das eigene Wohl überlassen. Sie ist nur noch auf eines bedacht: Sich dieses heilige Vertrauen zu erhalten. Franz von Sales

Umgang mit Abneigungen

Ich schlage meine Wohnung in eurer Mitte auf und habe gegen euch keine Abneigung. Lev 26,11

Auch wir wollen Gott darin folgen, keine Abneigung zu haben: Habe ich mit einem Menschen zu tun, der mir zuwider ist, so muß ich meinen Geist davon losreißen, an diese Abneigung zu denken, und tun, als wenn nichts wäre. Leider Gottes möchten wir aber nur zu gern wissen, ob dieser Widerwillen berechtigt ist oder nicht. O, auf derlei Untersuchungen dürfen wir uns nie einlassen. Denn die Eigenliebe, die niemals stirbt,  wird uns die Pille so geschickt vergolden, daß wir sie wirklich für gut halten, d.h. sie wird uns vorspiegeln, daß wir unsere guten Gründe haben, der betreffenden Person abgeneigt zu sein. Wir müssen in diesen Dingen sehr auf der Hut sein! Wir haben niemals einen Grund zur Abneigung und noch weniger, sie zu nähren. Franz von Sales

Sünden zudecken

Vor allem aber habt innige Liebe untereinander; denn die Liebe wird eine Menge von Sünden zudecken. 1. Petr 4:8

Viele Menschen kommen nicht mit dem leisen Gemurmel der Bächlein, sondern mit dem Tosen reißender Gebirgsflüsse, die alles mitschwemmen, was ihnen in den Weg kommt. Viele Menschen posaunen oft die Fehler und Sünden ihrer Mitmenschen nur so hinaus. Sie säen Zwietracht und sind voll Bosheit und tödlichen Hasses. Sie lassen den Abneigungen, die bei ihnen zu Haß ausarten, freien Lauf und betrüben und quälen ohne Unterlaß, wen sie nicht ausstehen können. Mein Gott! Wir müssen auf die Herzensruhe und den Frieden der Menschen mehr Rücksicht nehmen und die Fehler unserer Mitmenschen viel sorgsamer zudecken. Franz von Sales

Vollkommenheit des christlichen Lebens

Daher sollen auch die, welche nach dem Willen Gottes leiden, ihre Seelen ihm als dem treuen Schöpfer anvertrauen und dabei das Gute tun. 1. Petr 4:19

Die Vollkommenheit des christlichen Lebens besteht in der Gleichförmigkeit unseres Willens mit dem Willen unseres gütigen Gottes, der die oberste Regel und das Gesetz aller Handlungen ist. Um die Vollkommenheit zu erlangen, müssen wir daher stets überlegen und anerkennen, was der Wille Gottes ist in allem, was uns betrifft, damit wir fliehen, was wir nach seinem Willen meiden sollen, und beobachten, wovon er will, daß wir es tun. Man muß diesen Willen nicht nur in großen Heimsuchungen sehen, sondern sogar in kleinen Widerwärtigkeiten und in den geringsten Bedrängnissen, die uns in diesem armseligen Leben zustoßen können.

Ich nenne ein Beispiel für das, was ich sagte: Ich bereite mich darauf vor, den Tod geduldig zu ertragen, der mich nur einmal ereilen kann, und bereite mich nicht darauf vor, die Belästigung zu ertragen, die mir die Launen derjenigen bereiten, mit denen ich zusammenlebe, oder die Belastung des Geistes, die meine Stellung mit sich bringt, die sich hundertmal am Tag einstellt. Das ist es, was mich unvollkommen macht.

Seien Sie ganz Gottes

Ich bin dein. Ps 119,94

Seien Sie ganz Gottes, denken Sie an ihn, und er wird an Sie denken. Er hat Sie an sich gezogen, damit Sie ihm gehören und er wird für Sie Sorge tragen. Fürchten Sie nichts. Wenn sich die kleinen Küken unter den Fittichen ihrer Mutter sicher fühlen, wie müssen die Kinder Gottes sicher sein unter seinem väterlichen Schutz! Bleiben Sie daher in Frieden, weil Sie sein Kind sind; bergen Sie Ihr Herz, alle Müdigkeit und Entkräftung, die über Sie kommen, an der heiligen und überaus liebenswerten Brust des Erlösers, der sich für seine Kinder als Vater erweist durch seine Vorsehung und als Mutter durch seine gütige, zärtliche und herzliche Liebe. Franz von Sales

Gegen das Murren

Tut alles ohne Murren. Phil 2:14

Murren ist mehr als um Hilfe schreien; es schließt einen Vorwurf und Tadel gegen Gott in sich. Murren wir nicht in unserem Herzen und sagen wir nicht, unsere Lage sei unerträglich. Wie viele Leute wollten gern die ihre gegen die unsere tauschen! Es ist nicht so sehr unser Übel, was uns zu schaffen macht, als unsere Eigenliebe, die sich über alles ärgert und beunruhigt, wogegen sie Widerwillen empfindet. Im Winter beklagen wir uns über die Kälte und im Sommer über die Hitze; die Mücken beunruhigen uns auf dem Weg.

Heute auf Jesus warten

Denn wir warten darauf, dass sich unsere wunderbare Hoffnung erfüllt: dass unser großer Gott und Retter Jesus Christus in seiner ganzen Herrlichkeit erscheinen wird. Tit 2:13

Ich will mich von dem Wort für diesen Tag bewegen lassen, die gespannte Erwartung auf Jesus, der uns entgegenkommt, wiederzuentdecken und in meinen Alltag hineinzunehmen. Gespannt auf Jesus warten, ist etwas ganz Lebendiges und hat mit dem Alltag zu tun. Auch wenn die Herrlichkeit der Erscheinung des großen Gottes und Heilandes Jesus Christus erst noch kommt – bald oder später. Warten auf Jesus. Und das ganz aktiv, mit meiner ganzen Energie. Auch heute, mitten im Alltag. Pastor Johannes Helmer

Jeden Morgen neu

Schenke uns deine Liebe jeden Morgen neu! Dann können wir singen und uns freuen solange wir leben. Psalm 90,14

Egal was gestern war, welche Schwierigkeiten und Herausforderungen wir auch in der Vergangenheit zu meistern hatten, Gott schenkt uns seine Liebe und Gnade jeden Morgen neu. Ein jeder Tag ist ein Neuanfang mit neuen Möglichkeiten, neuen Erwartungen. Jeden Tag können wir mit Gott neu beginnen und vorwärts schauen und alles loslassen, was uns belastet, bei ihm. Sein Erbarmen hört nie auf. Jeden Tag aufs Neue vertrauen wir auf seine Treue. Wenn wir fallen, dürfen wir wieder aufstehen an seiner Hand, die uns wieder aufhilft und weitergehen. Ulrike Puintner

Loslassen

Wer an seinem Leben festhält, wird es verlieren. Wer aber sein Leben in dieser Welt loslässt, wird es für alle Ewigkeit gewinnen. Joh 12:25

Wir müssen unser Herz ganz leer machen, damit es ganz von unserem Herrn und Heiland erfüllt werde. Noch sind alle Ecken und Winkel voll von tausenderlei Dingen, die unwürdig sind, vor diesem höchsten Herrscher zu erscheinen, und die ihm, wie es scheint, die Hände binden und damit die Möglichkeit nehmen, uns die Güter und Gnaden zu schenken, die er uns in seiner Liebe zugedacht, wenn er uns wohl vorbereitet gefunden hätte. So wollen wir unsererseits alles tun, diesem überirdischen Brot (Mt 6,11) einen würdigen Empfang zu bereiten, uns vollständig der göttlichen Vorsehung überlassen, nicht nur für die zeitlichen, sondern besonders für die geistlichen Güter, und alles, woran unser Herz hängt, alle Wünsche und Neigungen dem göttlichen Willen zu Füßen legen, damit ihm alles ganz untertan sei. Seien wir versichert, der Heiland wird seinerseits halten, was er versprochen hat: Er wird uns in sich umgestalten, wird unsere Niedrigkeit erhöhen, bis sie mit seiner Erhabenheit vereint ist.

Umgang mit Leidenschaften

Lasst euch nicht von Leidenschaften und Begierden beherrschen wie Menschen, die Gott nicht kennen.1. Thess 4:5

Man verlangt von euch nicht, daß ihr frei von Leidenschaften seid; das liegt nicht in eurer Macht. Gott will sogar, daß ihr sie bis zum Tod spüren sollt. Was kann also denn ein Mensch dafür, daß er gerade dieses oder jenes Temperament, diese oder jene Leidenschaft hat? Den Ausschlag geben die Akte, die wir unter dem Druck der Leidenschaften setzen, denn die Akte hängen von unserem Wollen ab. Nehmen wir an, es überfällt mich der Zorn, so sage ich ihm: Fort, pack dich, kannst meinetwegen platzen, ich tu doch nicht, was du willst, nicht ein erregtes Wort soll mir entschlüpfen! Diese Macht hat Gott uns gelassen, sonst hätte er uns ja zu Unmöglichem verpflichtet, wenn er die Vollkommenheit verlangt; und das wäre eine Ungerechtigkeit, die es bei Gott nicht geben kann. Franz von Sales

Jesus ist unser Polarstern

Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt seine Seele, wer aber auf seine Wege nicht achtet, der muss sterben. Sprüche 19:16

Fragen wir nach dem Weg, dann sagt der eine: Da, links! der andere: Da, rechts! Und meistens sagt man uns das Falsche. Ihr aber braucht nichts zu tun, als euch tragen zu lassen. Ihr gleicht Reisenden auf dem Meer. Das Schiff trägt sie, sie ruhen aus und kommen doch vorwärts. Nicht einmal um den rechten Weg brauchen sie sich zu kümmern. Das ist Sache des Steuermanns, der immer den Polarstern vor sich sieht und so weiß, daß er die rechte Richtung hat, weshalb er den Fahrgästen zurufen kann: Nur Mut! Ihr seid auf dem rechten Weg. Folgt furchtlos diesem Polarstern, es ist der Herr. Franz von Sales

Gegen Unruhe und Hast

So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen. Hebr. 4,11

Ihr fragt mich, wie ich es mache, ruhig zu bleiben, während alles in aufgeregter Hast ist. Nun, ich bin nicht auf der Welt, um das Gehetze noch zu vermehren, das schon reichlich genug vorhanden ist. Wenn man mich fragt, wo ich wohne, dann freue ich mich, sagen zu können: Beim Gärtner. Halten Sie sich ganz fest in Gottes Gegenwart. Tun Sie es mit allen Mitteln, die Sie kennen. Hüten Sie sich vor Hast und Unruhe, denn nichts hindert den inneren Fortschritt mehr als dies. Versenken Sie ohne Gewalt und ganz ruhig Ihr Herz in die Wunden des Herrn. Haben Sie unbegrenztes Vertrauen, daß seine Barmherzigkeit und Güte Sie nie verlassen wird. Hören Sie darob nicht auf, sein heiliges Kreuz zu umfassen. Franz von Sales

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste