Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Kurze Andachten Nr. 1

1. Heilige Gelassenheit

Festigt euer Herz in dieser heiligen Gelassenheit, nehmt alles an, was man euch geben wird, und verlangt nicht nach dem, was man euch nicht geben will. Mit einem Wort, laßt alles Wünschen, übergebt vielmehr euch und all eure Angelegenheiten ganz und gar der göttlichen Vorsehung. Laßt sie mit euch schalten und walten, wie sie will, so wie die Kinder sich ganz dem Belieben ihrer Amme überlassen. Mag euch die Vorsehung auf den rechten oder linken Arm nehmen, laßt sie tun, was ihr beliebt; Kindern ist dies ja auch ganz gleichgültig. Mag sie euch hinlegen oder aufheben, laßt sie nach ihrem Gutdünken handeln. Sie ist eine gute Mutter und weiß besser als ihr selbst, was euch frommt. Bemüht euch, soweit es möglich ist, euer Herz in der steten Bereitschaft zu halten, alles willig hinzunehmen, was euch die göttliche Vorsehung schickt.

2. Gut gelebter Tag

Wie war mein Heute? Eines scheint mir jedenfalls klar: Jeder einzelne Tag sollte ein gut gelebter Tag sein. Habe ich heute Frieden gestiftet? Habe ich jemanden zum Lächeln gebracht? Habe ich heilende Worte gesagt? Habe ich auf Verärgerung und Ressentiments verzichtet? Habe ich vergeben? Habe ich Liebe geübt? Das sind die eigentlichen Fragen! Ich muss darauf vertrauen, dass das bisschen Liebe, das ich jetzt aussäe, hier in dieser Welt und im kommenden Leben viele Früchte bringen wird. Henri J. M. Nouwen

3. Gegen das Vergleichen

Keine zwei Leben sind gleich. Oft vergleichen wir unser Leben mit anderen, um uns dann besser oder schlechter zu finden. Aber solche Vergleiche helfen uns nicht. Wir müssen unser eigenes Leben leben und nicht das von jemand anderem. Wir müssen uns trauen zu sagen: Das ist mein Leben. Das Leben, das mir gegeben ist. Und dieses Leben werde ich leben, so gut ich kann. Mein Leben ist einzigartig. Ich habe meine eigene Geschichte. Meine eigene Familie. Meinen eigenen Körper. Meine eigenen Fähigkeiten. Meine eigene Art, zu denken, zu reden und zu handeln – ja, ich habe mein eigenes Leben. Niemand anders steht vor den gleichen Herausforderungen. Henri J.M. Nouwen

4. Alles zur Ehre Gottes tun

Was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre. 1. Kor 10,31

Lassen wir alles Wünschen und Befürchten, überlassen wir uns dafür ganz der göttlichen Vorsehung, damit sie mit uns mache, was sie will. Wozu eher das eine als das andere wünschen? Sollte uns nicht alles gleichviel wert sein? Ihm angehören, seinen Willen lieben, das genügt, um ihm zu gefallen. Ich für meinen Teil verstehe nicht, warum wir uns zu einer Arbeit lieber hergeben als zur anderen, im Kloster schon gar nicht. Der Gehorsam macht doch jedes Amt, jede Tätigkeit, jede Verrichtung in Gottes Augen gleich angenehm und gleich wertvoll. Hätten wir die Wahl, so müßten wir gerade die niedrigsten Arbeiten am liebsten tun, und wenn es die ekelhaftesten wären. Haben wir aber nicht die Wahl, dann tun wir alles gleich gern. Ist unser Amt ehrenvoll in den Augen der Welt, dann bleiben wir klein vor Gott. Und dünkt unser Amt der Welt verächtlich, dann sei es uns ein Ehrenamt vor Gott. Franz von Sales

5. Jesus unser König

Und die Inschrift, die seine Schuld anzeigte, war darüber geschrieben: Der König der Juden.  Mk 15:26

Euer König bleibt derselbe, es ist der gekreuzigte Herr Jesus Christus, unter dessen Herrschaft ihr überall wohl geborgen seid. Er bleibt euer König, solange ihr ihn haben wollt. Seid also unbesorgt, nichts wird euch fehlen. Sorgt nur dafür, daß ihr in der Liebe und Treue wachset. Haltet euch dicht an seiner Seite, dann wird alles recht werden. Laßt euch alles von ihm lehren, laßt euch in  allem von ihm beraten. Er ist der treue Freund, der mit euch gehen wird, der euch lenken wird, der sich um euch annehmen wird. Von ganzem Herzen bitte ich ihn um diese Gnade. Franz von Sales

6. Zu viel Honig ist nicht gut

Spr 25:27: Zu viel Honig ist nicht gut – genauso wie das Streben nach eigener Ehre!

Welch Selbsttäuschung, mehr essen zu wollen, als man verdauen kann! Wir sind gar nicht imstande, all das Viele zu verdauen, das wir in Angriff nehmen. Und trotzdem wollen wir diese ängstliche Hast, recht viel zu tun, nicht ablegen. Sicher ist vieles gut, was wir in Angriff nehmen. Und wir sollen es auch Stück für Stück in Angriff nehmen, aber nur solange wir in voller Abhängigkeit von der Gnade Gottes bleiben, d. h. solange wir unser Vertrauen nicht auf all diese Dinge und unser Tun setzen, so gut es auch sein mag, sondern nur auf Gott, der allein unserem Arbeiten den Erfolg geben kann. Die innere Bescheidenheit sorgt also für die Ruhe und Beherrschtheit unserer seelischen Kräfte und bewahrt vor ängstlicher Hast.

7. Vertrauen in der Angst

Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich! Ps 56:4

Der Grund zum Vertrauen liegt ja in ihm, nicht in uns; wenn wir uns auch ändern, er ändert sich nie und ist immer gleich gut und barmherzig mit uns, ob wir schwach und unvollkommen oder stark und vollkommen sind. Ich pflege zu sagen: unsere Armseligkeit ist der Thron der göttlichen Barmherzigkeit. Je größer also unsere Armseligkeit, desto größer unser Vertrauen. Das Vertrauen ist das Leben der Seele, nimmst du ihr das Vertrauen, so jagst du sie in den Tod. Franz von Sales

8. Loslassen für Christus

Wer an seinem Leben festhält, wird es verlieren. Wer aber sein Leben in dieser Welt loslässt, wird es für alle Ewigkeit gewinnen. Joh 12:25

Loslassen ist das Grundmuster des Christseins. Ja, es ist geradezu die Definition für einen Christen: jemand, der sich selbst vollkommen losgelassen hat. Jemand, der alles aus der Hand gegeben hat. Der sich vollkommen an Christus verloren hat. Wer so in Christus beschenkt ist, wer so eine Sicherheit hat, dass für ihn gesorgt ist, der kann vertrauen. Der kann sich völlig hingeben, ohne Angst, verletzt oder benutzt zu werden. Es ist wie bei zwei Liebenden, die einander völlig schutzlos und nackt gegenübertreten können, die den Blick des anderen bis in die tiefste Seele zulassen und sich dabei liebevoll geborgen wissen. Ulrich Wendel

9. Umgang mit zorniger Erregung

Versündigt euch nicht, wenn ihr zornig werdet! Die Sonne darf über eurem Zorn nicht untergehen! Eph 4:26

Das Aufsteigen einer zornigen Regung und das Aufwallen des Blutes können wir nicht hindern. Aber auf eines müssen wir sorgfältig achten, daß sich, sobald der Aufruhr verebbt ist, keine bitteren Gedanken festsetzen, die es uns erschweren. Während des inneren Aufruhrs sollen wir nichts sagen und nichts unternehmen, so sehr wir uns auch dazu berechtigt glauben, sondern nur zäh an dem Vorsatz festhalten, uns ja nicht mitreißen zu lassen. Franz von Sales

10. Fallen und aufstehen

Der Gerechte fällt siebenmal und steht wieder auf. Spr 24:16

Wir müssen zwei gleich feste Vorsätze fassen: Nicht unruhig werden, wenn wir das Unkraut in unserem Garten wuchern sehen, zugleich aber den Mut haben, es ausreißen zu wollen. Die Eigenliebe stirbt nicht, solange wir leben, und sie bringt immer wieder ihr Unkraut hervor. Ab und zu in eine läßliche Sünde fallen, heißt nicht auch schon schwach sein, wenn wir nur sofort wieder aufstehen, wenn sich unsere Seele nur sofort wieder zu Gott hinwendet und sich ganz ruhig vor ihm verdemütigt. Wir dürfen nicht glauben, in diesem Leben ohne läßliche Sünde durchkommen zu können. Franz von Sales

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste