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Psalm 004

Gottes Schutz in der Nacht

Antworte mir, mein Gott, wenn ich zu dir rufe! Ps 4:2

Versucht, euch den ganzen Tag öfter an Gott zu erinnern. Wenn ihr euch schlecht fühlt, wendet euch mit einem Gebet an Ihn: “Herr, ich fühle mich schlecht, hilf mir.” Wenn ihr euch gut fühlt, sagt: “Herr, Ehre sei Dir, ich danke Dir für diese Freude.” Wenn ihr euch Sorgen um jemanden macht, sagt: “Herr, ich mache mir Sorgen um ihn, hilf ihm.” Und so den ganzen Tag über, was auch immer mit euch passiert, verwandelt es in ein Gebet.” Hl. Ambrosius von Optina

Als ich in meiner Not nicht mehr weiterwusste, hast du mir den rettenden Ausweg gezeigt. Erweise mir auch jetzt deine Gnade und höre mein Gebet! Ps 4:2


Wer dem Herrn die Treue hält, steht unter seinem besonderen Schutz. Er hört mich, wenn ich zu ihm rufe. Ps 4:4

Worauf es am meisten ankommt und was am meisten zählt, ist die Treue. Die Treue im Kleinen Gott lohnt sie! Vielleicht lohnt er nichts so gern und nichts so sehr wie sie! Die großen Unternehmungen, die leidenschaftlichen Vorsätze, das Auf und Ab unserer Himmelsstürmereien – ach, wie viel Eitelkeit, Geltungssucht und Eigenwillen ist in all dem enthalten! Aber die täglich durchgehaltenen und ausgehaltenen zehn Minuten in Gottes Gegenwart zählen mehr als zehn Vorsätze. Hl. Theresa von Avila


Prüft euer Herz im stillen und schweigt! Ps 4:5

Bei all unserer irdischen Geschäftigkeit sollten wir nicht vergessen, wer uns erschaffen hat, von wem wir alles haben, wem wir alles verdanken. Wir sollten an ihn denken und unsere Herzen immer wieder zu ihm erheben. Wie unser Herz ist, ist wichtiger als alles andere. Hier sollen wir darum anfangen, hier sollen wir nach denken.

Bringt dem Herrn mit aufrichtigem Herzen Opfer dar und setzt euer Vertrauen auf ihn! Ps 4:6


Blicke uns freundlich an, damit wir wieder aufatmen können! Du hast mich wieder froh gemacht.Ps 4:7-8

Einzig Gott vermag uns Freude ins Herz zu geben. Darum wollen wir zu ihm rufen. Darum wollen wir über Gott und seine Wege in unseren Herzen nachdenken und ihm vertrauen. Er wird uns eine Freude ins Herz legen, die wir nie gekannt haben, die viel größer ist als die flüchtige Freude. Uns so endet der Psalm, wie er begonnen hat: mit dem Gebet zu Gott. Wir dürfen nicht vergessen, unseren Anker in Gott selbst zu werfen. Wir wollen an David lernen, mit Gott zu beginnen und mit Gott zu enden. Er beschützt uns. Er ist unser ein und alles. Habe ich Christus, habe ich alles.

Ich kann ruhig schlafen, auch wenn kein Mensch zu mir hält, denn du, Herr , beschützt mich. Ps 4:9


Ich werde mich in Frieden niederlegen und schlafen; denn du allein, Herr, lässt mich sicher wohnen.Ps 4:9 


Was mich angeht, mein Gott, bin ich so davon überzeugt, dass du über die wachst, die auf dich hoffen, und dass es einem an nichts fehlen kann, wenn er alles von dir erwartet. So habe ich mich entschlossen, künftig ohne jede Sorge zu leben und all meine Besorgnisse bei dir abzuladen: „Ganz und gar im Frieden lege ich mich nieder und schlafe ein; denn du allein, Herr, lässt mich in Sicherheit ruhen“ (vgl. Ps 4,9 Vulg.). Menschen können mich der Güter und der Ehre berauben; Krankheiten können mir die Kraft und die Möglichkeiten entziehen, dir zu dienen; durch die Sünde kann ich sogar deiner Gnade verlustig gehen; aber niemals werde ich meine Hoffnung verlieren; ich werde sie bis zum letzten Augenblick meines Lebens bewahren. Sollen doch alle Dämonen der Hölle in diesem Moment vergebliche Anstrengungen unternehmen, um sie mir zu entreißen: „Ganz und gar im Frieden lege ich mich nieder und schlafe ein“. Andere mögen in der Erwartung ihres Glücks, ihres Reichtums oder ihrer Talente sein; wieder andere mögen sich auf die Unschuld ihres Lebens oder auf die Strenge ihrer Bußübungen verlassen oder auf die Vielzahl ihrer Almosen oder auf die Glut ihres Gebets: „Du allein, Herr, lässt mich in Sicherheit ruhen.“ Herr, mein ganzes Vertrauen liegt für mich im Vertrauen selbst. Dieses Vertrauen hat noch niemanden getäuscht: „Wisset, dass niemand, der seine Hoffnung auf den Herrn gesetzt hat, jemals in seiner Hoffnung getäuscht worden ist“ Hl. Claude de la Colombière