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Psalm 018

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Psalm 18


Unsere Kraft ist er

Ich will dich von Herzen lieben, o Herr, meine Stärke! Ps 18:2

Gott ist letztlich die eigentliche Kraftquelle, die Quelle des Lebens, lebenspendendes Wasser, Brot des Lebens, der unsere Seelen führt und stärkt, vor allem wenn wir möglichst häufig online mit ihm sind. Das ist für mich das Bestaunenswerteste überhaupt: wir können immer, überall und in jeder Situation diese Beziehung aktivieren, online gehen zu Gott, aus dem wir einst hervor gegangen sind, geschaffen in Liebe in einer unverwechselbaren Einmaligkeit. Lasst uns stets mit ihm verbunden leben, nicht nur Sonntags. Der dreieine Gott verdient die inbrünstigste Liebe unser aller Herzen. Unser Gott ist die Stärke unseres Lebens, unseres Charakters, unserer Werke, unserer Hoffnungen, unserer Kämpfe und unserer Siege.


Sich an den Herrn hängen

Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter. Ps 18:3

Gott ist wie ein Fels. Er ist ein starker, fester Untergrund, kein rutschiger oder nachgiebiger Sand. Darauf kann man sicher stehen. Er gibt uns Halt. Gott ist wie eine Burg, die mich in Gefahren schützt, in der ich geborgen bin. Gott ist mein Retter in Jesus Christus. Für all das lasst uns dankbar sein. Wie erfreulich, mehr als man sagen kann, ist dies alles. Welche Freude muß diese Wahrheit im Menschen bewirken, daß unser Herr unser Erlöser und Retter ist und daß wir unser Leben von ihm erhalten.

Gepriesen sei der Herr! Ps 18:4


Zum Herrn beten

In meiner Bedrängnis rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott. Er hörte meine Stimme in seinem Tempel, mein Schreien vor ihm drang zu seinen Ohren. Ps 18:7

O welch Macht des Gebets. Die Gebete, die du auf der Erde sprichst, bewegen Gottes Arm im Himmel.Der Ruf und Schrei der bedrängten Seele gelangt unmittelbar zum Herrn selbst. Es ist der Ruf des Glaubens, der zu den Ohren der göttlichen Barmherzigkeit empordringt. Wir dürfen mit Zuversicht beten, weil unser Vater selbst auf unser Flehen horcht.

Das Gebet, das Gespräch mit Gott, ist das höchste Gut, denn es bedeutet eine Vereinigung mit ihm. Chrysostomus


Der Herr rettet

Er streckte seine Hand aus von der Höhe, er nahm mich, er zog mich aus grossen Wassern. Ps 18,17

David sieht sich selbst wie er beinahe ertrinkt. Gott rettet ihn. Ist das nicht ein Bild unserer Errettung?Durch unsere Sünden drohten wir zu ertrinken, weil sie uns immer weiter von Gott entfernten. Da hörten wir das Evangelium der Gnade. Wir lernten Jesus Christus kennen, der in die Welt gekommen ist, um Sünder zu erretten. Als wir im Glauben zu Ihm riefen, streckte Er seine Hand aus, zog uns aus dem Wasser und stellte unsere Füsse auf einen unerschütterlichen Felsen. Wir sind für Zeit und Ewigkeit errettet.

Er rettete mich. Ps 18:18

Der Herr wurde mir zur Stütze. Ps 18:19

Er befreite mich. Ps 18:20


Die Wege des Herrn bewahren

Ich habe die Wege des Herrn bewahrt und bin nicht abgefallen von meinem Gott. Ps 18:22

Das Tun des Guten und das Meiden des Bösen müssen in einem wahrhaft geheiligten Leben miteinander verbunden sein. Und dennoch passieren uns Fehltritte und wir sündigen. Aber sobald es mir zum Bewusstsein kommt, bringt mich diese Erkenntnis zum Stillstehen und zur Umkehr. Beachten wir: Ein gläubiger Mensch kann, obwohl ihm noch Unvollkommenheiten anhaften, doch völligen Herzens sein, sich in ungeteilter Aufrichtigkeit Gott hingeben, und das ist es, worauf der Herr sieht.

Ich lebte vollkommen nach seinem Willen und ging jedem Unrecht aus dem Weg. Ps 18:24

Ich hütete mich vor meiner Sünde. Ps 18:24


Gegenseitige Zuwendung

Wer zu dir steht, Herr, dem stehst auch du zur Seite. Wer nach deinem Willen lebt, den enttäuschst du nicht. Wer ein reines Herz hat, kann sich ganz auf dich verlassen. Ps 18:26-27

Wer offen und ehrlich gegen Gott ist, gegen den handelt er auch so. Wer mit ganzer Treue seine Pflicht gegen Gott zu erfüllen bestrebt ist, der wird Gott auch ganz treu finden in der Erfüllung seiner Verheißungen. Ist es deine Lust, ihm wohlzugefallen, so ist es auch seine Lust, dich zu führen. Hörst du, wenn er ruft, so wird er auch hören, wenn du rufst. Für den Aufrichtigen gibt es nur einen Gott, den Vater, und einen Herrn, Jesus Christus und mit einem Herzen dient er ihnen.


Licht in der Finsternis

Du zündest meine Leuchte an. Der Herr, mein Gott, macht meine Finsternis licht. Ps 18:29

Mitten in der dunklen Stunde geht uns ein Licht auf. Eine Leuchte wird angezündet und ist uns ein Trost. Es ist das Licht süß und den Augen lieblich. Ebenso vertreibt die Gegenwart des Herrn alle Düsternis des Leides und erfüllt uns mit Freude. In dieser Haltung können wir den Schwierigkeiten begegnen. Sicherlich, auf unserem Weg tauchen Mauern auf. Wir stehen plötzlich vor unlösbaren Problemen. Mit unserem Gott aber können wir auch diese schwierige Lebenslagen überwinden. Das bedeutet nicht, dass wir Problemen ausweichen oder dass wir sie kleinreden. Nein, es geht darum, sie demütig aus der Hand Gottes anzunehmen und mit seiner Hilfe den Glaubensweg weiterzugehen.

Mit dir, mein Gott, kann ich über Mauern springen. Ps 18:30

Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen. Ps 18:31


Wo sonst? Wer sonst?

Wer ist Gott außer dem Herrn, und wer ist ein Fels außer unserem Gott? Ps 18:32

Wer sonst schafft, erhält, versieht und regiert alles? Wer außer ihm ist vollkommen in all seinem Wesen und herrlich in all seinem Tun? Vor wem als vor Gott allein sollen alle sich anbetend neigen? Wer sonst hat auf deinen Dienst und deine Liebe Anspruch? Und wer ist ein Fels, außer unserem Gott? Wo gibt es sonst noch einen Felsen, darauf sich unerschütterliches Vertrauen gründen kann? Wo kann die Seele Ruhe finden? Wo ist Beständigkeit, wo Kraft? Fürwahr, bei dem Ewigen allein können wir Ruhe und Zuflucht finden.

Gott ist es, der mich umgürtet mit Kraft. Ps 18:33

Er beflügelt meine Schritte […] Selbst auf steilen Felsen gibt er mir festen Halt. Ps 18:34


Raum zu gehen

Du machst mir Raum zum Gehen, und meine Knöchel wanken nicht. Ps 18:37

Vertraue Gott! Rede mit ihm über alles. Schaue erinnernd in die Vergangenheit. Daraus Kraft und Zuversicht, dich der heutigen, vielleicht schwierigen Situation mutig zu stellen. Du machst mir Raum zum Gehen, d.h. auch wenn ich unsicher bin und den nächsten Schritt noch nicht erkenne, will ich es üben zu sagen: Du wirst auch heute für mich Wege finden, die mein Fuß sicher gehen kann.

Meine Knöchel wanken nicht, d. h. dass kein Unglück uns zu Boden werfen kann, auch wenn wir es bisweilen erdulden müssen. Wahr ist, dass Gott hilft in der Bedrängnis. Die Erfahrung der starken Hand des himmlischen Vaters wünsche ich dir heute.


Der Herr lebt

Der Herr lebt! Gepriesen sei mein Fels! Der Gott meines Heils sei hoch erhoben! Ps 18:47

Sein ist das ewige Leben. Der Herr, unser Gott, lebt. Lasst uns in ihm leben. Überall sollten wir sein Evangelium bezeugen, seinen Tod und seine Auferstehung im Herzen tragen und weiter geben. Im Himmel singen sie dem, der uns geliebt hat und gewaschen von den Sünden mit seinem Blut und die gleiche liebliche Musik sollte bei uns auf dieser Erde immerfort ertönen.

Darum will ich dich loben, Herr. Ps 18:50

Deinen Namen will ich preisen. Ps 18:50

Wie groß ist die Gnade. Ps 18:51