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Psalm 026

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Psalm 26


1. Aufrichtiges Gehen

Ich bin immer aufrichtig meinen Weg gegangen. Und weil ich auf den Herrn vertraue, werde ich nicht zu Fall kommen. Ps 26:1

Das aufrichtige Gehen unseres Lebensweges werden wir dann vollziehen, wenn wir immer und in allem Gott zu gefallen suchen. Aufrichtig und echt suchen wir nach seinen Wegen, die er für uns bereitet. Nie werden wir dabei fehlerfrei sein, aber aufrichtig ist dennoch unser  Glaube und unser Bemühen. Im Glauben vertrauen wir ihm. Dieser Glaube führt uns behütet auf der Pilgerschaft in dieser Welt und lässt uns nicht fallen, weil der vollkommene Gott uns so bewahrt. Gelobt sei Gott in Ewigkeit. Amen!

Ich aber gehe ehrlich meinen Weg. Erlöse mich und sei mir gnädig! Ps 26:11


2. Prüfung und Läuterung

Prüfe mich, Herr, und erprobe mich. Läutere meine Nieren und mein Herz! Ps 26:2

Wir brauchen Läuterung, die eine Veränderung unserer Seele bewirkt. Die Läuterung der Seele zielt vor allem auf ungute Verhaltensweisen und Anhänglichkeiten unserer Seele an verkehrte und schlechte Dingen ab. Der Herr prüft, erprobt und läutert mich, damit ich immer reiner werde im Tun der Liebe. So geläutert, kann ich bei Kränkungen mehr die Bosheit des anderen als das eigene zugefügte Unrecht bedauern, kann ich gern für den beten, der mir Unrecht getan hat, kann ich von Herzen die Schuld vergeben. So geläutert, zögere ich nicht, andere um Verzeihung zu bitten, übe mich im Mitleid und hüte mich vor unkontrolliertem Zorn


3. Gottes Liebe beständig vor Augen

Deine Liebe habe ich ständig vor Augen, und deine Treue bestimmt mein Leben. Ps 26:3

Unser Herz sollte im Inneren jeden Tag einen Platz suchen, einen inneren Raum, um sich dorthin inmitten der äußeren Arbeit bei jeder Gelegenheit zurückzuziehen, sich dort zu stärken und zu erholen. Führe dein Herz immer wieder in diese Einsamkeit, während du nach außenhin im Gespräch oder bei Geschäften bis. Diese geistige Einkehr kann in keiner Weise durch die Gegenwart vieler Menschen verhindert werden. Sie umgeben dich ja nur äußerlich, während dein Herz ausschließlich in der Gegenwart des Gottes bleibt. Gespräche sind ja gewöhnlich nicht so wichtig, daß man nicht von Zeit zu Zeit sein Herz davon zurückziehen könnte, um es in diese göttliche Einsamkeit zu führen. Zieh dich also zuweilen von allen Gedanken zurück in dein Herz, damit deine Seele fern von allen Menschen innigste Zwiesprache mit Gott halten kann.

Dabei stimme ich ein Loblied an und erzähle von all deinen Wundern. Ps 26:7


4. Gottesbegegnung an Orten

Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Herrlichkeit wohnt! Ps 26:8

Mit der Stätte deines Hauses ist der Tempel gemeint. Nun sind wir seit der Auferstehung Christi selbst der Tempel Gottes. So finden wir Gott nur in uns selbst und dort haben wir ihn lieb. Gott in uns selbst zu finden, dazu braucht es oft Orte, die uns dabei helfen. Weil wir Menschen sind, brauchen wir Orte, die es uns leicht machen, Gott wahrzunehmen. Orte, wo sein Wesen spürbar wird. Welche Orte das für dich sind, weißt du selbst besser als ich. Für mich persönlich ist das die Kirche, wo ich in Gemeinschaft mit meinen Geschwistern Gott begegne, ihn anbete und lobe!

Nach einer alten jüdischen Legende fragen Schüler ihren weisen Rabbi: Warum gehst du zum Beten in die Wüste, wenn Gott doch überall derselbe ist? Der Rabbi antwortet: Es stimmt: Gott ist überall, und er ist überall derselbe. Aber ich bin nicht überall derselbe. Deshalb gehe ich zum Beten in die Wüste.

Ich will den Herrn loben. Ps 26:12