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Psalm 096

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Psalm 96


Singt dem Herrn ein neues Lied. Ps 96:1

Ein neues Lied soll erklingen, weil die frohe Nachricht vom Heil verkündet wird, das allen Menschen widerfahren soll. Wir jauchzen unserem Gott, der für uns Mensch wurde. Es ist ein Lied, das nie verklingt und sich immer mehr steigert, weil der Gegenstand unserer Freude ewig und un­ausschöpflich ist: Christus, der für dich und mich Mensch wurde und so Bruder und Freund wurde. Immer neue Wunder seiner Schönheit tun sich uns auf. Nie werden wir ein Ende hier auf Erden erreichen und sagen müssen: Jetzt haben wir ihn voll und ganz erkannt. erkannt. Immer aber Verkündigen wir das Heil, das ganz und gar in ihm ist und dass er uns in seiner Hingabe gebracht hat.

Verkündigt Tag für Tag sein Heil! Ps 96:2


Erzählt unter den Heiden von seiner Herrlichkeit, unter allen Völkern von seinen Wundern! Groß ist der Herr und hoch zu loben. Ps 96:3-4

So groß ist der Herr. Vor Krippe und Kreuz fallen wir verehrend nieder. Aus der Fülle des Herzens beten wir ihn an. Wir tun dies nicht, weil wir das müssen, sondern aus Dankbarkeit und Ehrfurcht vor seiner Liebe zu uns. Uns es drängt uns nach aussen. Wir erzählen anderen Menschen von Gott und welche Wunder er in unserem Leben gewirkt hat und es weiterhin tut. So groß ist der Herr, obwohl er doch so klein in der Krippe liegt. Gleich drei mal werden wir aufgefordert uns dem Herrn dazu bringen durch Lob, Ehre und Gaben angesichts seiner Pracht, seiner Stärke und seiner Herrlichkeit. So groß ist der Herr.


Gebt dem Herrn , was ihm gebührt; ihr Völker, erkennt seine Ehre und Macht! Ps 96:7

Das Wort Ehre kann von seiner Wortherkunft mit Gewicht übersetzt werden. Wenn ich bete „Ehre sei Gott“ meine ich damit, dass ich Gott Gewicht und Bedeutung in meinem Leben gebe. Andersherum: Wenn es in den Psalmen heißt, dass Gott meine Ehre wieder herstellt (Ps 3,4), bedeutet das, dass mein Gewicht, meine Wichtigkeit, von ihm allein kommt und nicht durch die Anerkennung der Mitmenschen, seien es nun durch Eltern, Partner oder Freunde. Anerkennung von anderen tu gut. Dennoch: Suche Rettung vor deiner Neigung, dich darum zu sorgen, wie du den anderen erscheinst. Sorge dich nur darum, wie du Gott erscheinst. Und glaube mir, Menschen, die immer daran denken, was andere von ihnen halten, wären sehr überrascht, wenn sie wüßten, wie wenig die anderen über sie nachdenken. Laßt uns Gott zu Ehren leben, dann ist Sterben uns Gewinn. Laßt uns in den fallen, der in uns ist!!!


Betet den Herrn an in heiligem Schmuck. Ps 96:9

Er kommt. Ps 96:13

Voll Freude sind wir über sein Kommen. Diese Freude bewegt uns ebenso zu ihm zu kommen, anbetend vor seiner Krippe, die schon den Geruch seines Kreuzes versprüht, in dem unser Heil liegt. Wir kommen zu ihm mit heiligem Schmuck. Dieser Schmuck ist unser Gebet von Herzen, ist der Schmuck der inneren Tugenden wie Glaube, Liebe, Hoffnung und Hingabe. Ja: Der Herr verlangt von uns keine großen Taten, sondern nur Hingabe an ihn. Er braucht unsere Werke nicht, sondern allein unsere Liebe. Gott hat Sehnsucht nach uns, nicht so sehr nach unseren ach so guten Werken, sondern nach uns als Mensch, den er liebt, jeden einzeln.


Der Herr ist König! Psalm 96:10

Dreimal fordert uns Psalm 96 auf, dem Herrn zum Lob ein neues Lied zu singen. Was anderes bedeutet dieses neue Lied als das Leben in der Gerechtigkeit Christi, ein Gott, der rettet. In heiligem Schmuck sollen wir ihn darum anbeten, kein äußerer Schmuck, sondern der Schmuck der inneren Tugenden wie Mut, Liebe, Mäßigung u.a. Dreimal heißt es im Psalm 96 wiederum, dass wir uns dem Herrn darbringen sollen durch Lob, Ehre und Gaben. Dieser Herr ist der König meines Herzens. Er wird mich in seiner Weisheit auf dem Pfad des guten Lebens (=Tugenden) lenken. Darum sind wir voll Freude oder wie es der Psalm noch eindrücklicher beschreibt: Der Himmel soll sich freuen, die Bäume im Wald sollen jubeln, wenn er kommt.


Der Herr ist König! Ps 96:10

Hätte ich es gleich verstanden, wie ich es jetzt verstehe, dass ein so großer König diesen kleinen Palast meiner Seele bewohnt, so will mir scheinen, dass ich ihn nicht so oft alleine gelassen hätte. Wenigstens manchmal hätte ich mich in seiner Gegenwart aufgehalten, und vor allem hätte ich darauf geachtet, dass mein Palast weniger schmutzig ist. Was für eine wunderbare Sache! Jener, der in seiner Erhabenheit tausend Welten und weitaus mehr ausfüllen würde, verschließt sich in einer so kleinen Wohnung! Der Hauptpunkt ist der, ihm diesen Palast uneingeschränkt zu schenken und ihn vollkommen leer zu machen, damit er ihn schmücken und ausstaffieren kann, wie es Ihm gefällt, so als wäre es Seine Wohnung. Er nimmt an, was jener Ihm schenkt. Doch Er gibt sich nur dann zur Gänze, wenn auch wir uns gänzlich hingeben. Teresa von Ávila