Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

9. Der Heilige Geist und wir (7.6)

Der Heilige Geist und wir haben beschlossen. Apg 15,28

Heiliger Geist, Geist des Vaters, im Namen des Sohnes Jesus gesandt, Geist dessen, der größer ist als alle und uns durch Christus geschenkt ist, der sich für uns klein gemacht hat. Heiliger Geist: Er läßt uns in der Gegenwart Gottes leben, im Hören auf sein Wort, frei von Verwirrung und Furcht, mit dem Frieden im Herzen, den Jesus uns hinterlassen hat und den die Welt nicht geben kann. Der Geist begleitet uns. Er ist der Meister, der uns formt: Er entzündet in uns die Liebe zu Jesus. Er erzieht uns zum Hören auf sein Wort, zur Betrachtung seines Antlitzes. Er paßt uns der Menschheit des Christus an: arm im Geist, betrübt, sanftmütig, hungernd nach Gerechtigkeit, barmherzig, mit reinem Herzen, Friedensstifter, verfolgt um der Gerechtigkeit willen. So wird Jesus dank des Wirkens des Heiligen Geistes der Weg, auf dem wir gehen.

8. Der Beschluss (6.6)

Wir glauben doch, dass wir allein durch die Gnade des Herrn Jesus gerettet werden. Apg 15:11

Der Entschluss ist klar: Heiden bzw. Nichtjuden müssen sich nicht beschneiden lassen, um den christlichen Glauben anzunehmen. Wir müssen nichts tun, um von Gott geliebt zu sein. Es ist uns bereits alles in Christus geschenkt. Es braucht nicht mehr, als allein darauf von Herzen zu vertrauen. Wer zu Christus findet, ist frei vom Gesetz Israels und lebt allein nach dem Gesetz des Christus. Gott überfordert niemanden mit Regeln, sondern will, dass wir in Liebe miteinander umgehen. Das aber ist das Gesetz des Christus.

Befreiung vom Gesetz besagt nicht, dass wir davon befreit sind, den Willen Gottes zu tun, sondern dass ein anderer, der Herr selbst, ihn in und durch uns tut. Corrie ten Boom

7. Die Streitfrage (5.6)

Paulus und Barnabas widersprachen, und es kam zu einer heftigen Auseinandersetzung. Apg 15:2

Es gibt Streit in Antiochia. Müssen sich die Nichtjuden beschneiden lassen oder nicht? Die aufgeworfene Frage war immens: Werden Christen allein durch den Glauben vor Gott gerecht oder durch eine Kombination aus Glauben und Gehorsam gegenüber dem mosaischen Gesetz des Judentums? Es kommt vorerst zu keiner Lösung. Paulus und Barnabas gehen zu den Aposteln in Jerusalem, um diese Streitfrage zu klären. Beim sogenannten Apostelkonzil gibt es heftige Wortwechsel. Petrus erinnert an die Ereignisse mit Kornelius. Sein Wort hat Gewicht! Er spricht sich gegen die Pflicht zur Beschneidung.

Warum wollt ihr jetzt Gott herausfordern und diesen Brüdern und Schwestern eine Last aufbürden? Apg 15:10

6. Weg in Gottes Reich (4.6)

Der Weg in Gottes Reich führt durch viel Leid und Verfolgung. Apg 14:22

Paulus und Barnabas sind zurück in Antiochia. Sie berichten von ihren Missions-Erfolgen, aber auch von ihren Kämpfen und Konflikten. Diese Botschaft darf nicht vergessen werden. Wir müssen bisweilen in dieser Welt kämpfen und Leid tragen. Wenn auch Gott mit manchen Leuten milder verfährt, so gibt er doch keinen der Seinen ein derartig sanftes Leben, das von Belästigungen völlig frei bliebe. Nicht nur Leid trug Paulus, sondern auch Verfolgung. Dennoch finden wir keine Haß-Worte gegen seine Widersacher. Darin ist er uns ein großes Vorbild.

Paulus und Barnabas blieben längere Zeit bei den Christen in Antiochia. Apg 14:28

5. Gütiger Schöpfer (3.6)

Gott, der den Himmel und die Erde gemacht hat […] Er hat uns Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und unsere Herzen erfüllt mit Speise und Freude. Apg 14:15;17

Paulus heilt einen Gelähmten. Die Bevölkerung glaubt darauf, dass er ein Gott sei. Paulus aber predigt ihnen den wahren Gott, der so völlig neu für diese Menschen war: Gott ist ein gütiger Schöpfer, der seine Geschöpfe trägt und unermüdlich um sie besorgt ist. Er tut uns Gutes. Wunderbarer Gott, der erfüllte Herzen schenkt und Freude in Fülle. Diese Freuden v.a. über geistliche Dinge sind nicht vorübergehender Natur und sind deswegen auch unverlierbar und ewig. Wenn wir das festhalten, werden wir davor bewahrt bleiben, die Ruhe für unsere Seelen in den äußeren Umständen zu suchen. Lasst uns dafür dankbar sein. Was von Gott, dem Geber jeder guten Gabe, auf uns herabkommt, wird von uns zu Ihm zurückgehen als Dank und Lob und Anbetung.

4. Vertrauen auf den Herrn (2.6)

Sie lehrten freimütig im Vertrauen auf den Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen und Wunder durch ihre Hände geschehen ließ. Apg 14:3

Das vorige Kapitel 13 zeigte wie Paulus Missionreise nicht nur Bekehrungen, sondern auch heftigen Widerstand hervorrief. Dennoch lehrten sie freimütig, d.h. Gründe zur Furcht waren vorhanden, aber sie vertrauten dem Herrn. Wenn sie auch fliehen, um sich nicht leichtsinnig in den Tod zu stürzen, so ist ihre Standhaftigkeit bei der Predigt des Evangeliums ein Beweis, dass sie die Gefahr nicht fürchteten, sondern in allem dem Herrn vertrauen. In allem! Vertrauen wir ebenso in allem (!) dem Herrn. In Sorge und Angst immer beten! Mut ist Angst, die gebetet hat.

In Mühen und Schwierigkeiten sein Herz weiten und seinen Mut vergrößern, denn dazu schickt Gott sie und lässt er sie zu. Franz von Sales

3. Voll Freude und Heiligen Geistes (1.6)

Die Jünger aber wurden voll Freude und Heiligen Geistes. Apg 13:52

Paulus muss (mal wieder) fliehen. Die zurück gebliebenen bekehrten Jünger aber wurden voll Freude und Heiligen Geistes. Freude erfüllte sie, weil der heilige Geist voll Gnade in ihnen wirkte. Diese Gnade allein macht uns wahrhaftig und völlig froh, so dass wir uns über allerlei widrige Umstände erheben können. So wenig ließen sich die Gläubigen durch Verfolgung verwirren und erschüttern. Wenn unser Glaube in Gott gegründet ist und in seinem Wort tiefe Wurzeln getrieben hat, wenn wir den Geist haben, wird er auch gegen alles Äussere unerschütterlich die geistliche Freude in unseren Herzen lebendig erhalten.

Freude und Zufriedenheit hängt nicht von den Umständen ab, sondern von einem selbst. Markus Mayer

2. Sündenvergebung durch Christus (31.5)

So sollt ihr nun wissen, dass es Jesus ist, durch den ihr Vergebung der Sünden erlangt. Jeder, der an ihn glaubt, wird frei von aller Schuld. Apg 13:38‭-‬39

Diese Verse sind der Höhepunkt einer längeren (lesenswerten) Rede des Paulus in Antiochia in Pisidien. Dazu Worte von Benedikt XVI: Der Geist Jesu Christi ist Macht der Vergebung. Er ist Macht der göttlichen Barmherzigkeit. Er ermöglicht einen neuen Anfang – immer wieder. Die Freundschaft mit Jesus Christus ist Freundschaft mit dem, der uns zu Menschen des Vergebens macht und der uns auch selbst vergibt, uns immer wieder aufhebt aus unserer Schwachheit und uns gerade so erzieht, uns die innere Verpflichtung der Liebe einsenkt, seinem Vertrauen mit unserer Treue zu antworten. Die Vergebung geht von seinem Kreuz aus; er verwandelt die Welt durch die sich hingebende Liebe. Sein am Kreuz geöffnetes Herz ist das Tor, durch das die Gnade der Vergebung in die Welt eintritt. Allein diese Gnade vermag die Welt zu verwandeln und den Frieden aufzubauen.

1. Ausgesondert für den Herrn (30.5)

Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu dem ich sie berufen habe! Apg 13:2

Mit dem 13. Kapitel beginnt der zweite Teil der Apostelgeschichte, dessen Merkmal der Missionsdienst des Apostels Paulus ist. Die Aussendung erfolgt durch den heiligen Geist, ungefähr 10 Jahre nach dem Berufungserlebnis von Paulus. Sie werden ausgesondert. Auch wir dürfen uns als „Ausgesonderte“ betrachten, wenn wir Gottes Wegen folgen, den dies heißt nichts anderes, als das wir den Lebensweg gehen, den Gott für uns bestimmt hat, wenngleich dieser oft dunkel und unverständlich ist. Dennoch: in unserem Vertrauen, dass er unseren Lebensweg lenkt, vertrauen wir ihm im Glauben alles an und stellen uns in seinen Dienst. Wir gehen den Weg in, mit und für Gott. Darum dürfen wir uns als Ausgesonderte betrachten für den Herrn.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste