Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Deuteronomium Kap. 8 bis 25: Auslegung

Dt 8,2: Sich an Gottes Wege erinnern

Erinnert euch an den langen Weg, den der Herr, euer Gott, euch bis hierher geführt hat. Dt 8:2

Er hat geholfen. Er hilft. Er wird helfen. Er führt unsere Seelen durch dieses irdische Leben hin zu ihm. Erinnern reduziert sich so nicht auf die Vergangenheit, sondern macht uns fähig, uns auf die Zukunft hin zu öffnen: zuversichtlich und das Ziel vor Augen. Darum geht es: unsere Herzen im Blick auf die Vergangenheit zum Dank stimmen und für die Zukunft das Vertrauen auf Gott stärken. Heute. Jetzt. Hier. 

Glaube ist: mich daran zu erinnern, dass ich Gottes unbezahlbarer Schatz bin, auch wenn ich mich absolut wertlos fühle. Pamela Reeve

Dt 8,2: Führung durch Schwierigkeiten

Er ließ euch in Schwierigkeiten geraten, um euch auf die Probe zu stellen. So wollte er sehen, wie ihr euch entscheiden würdet: ob ihr nach seinen Geboten leben würdet oder nicht. Dt 8:2

Dankbarkeit im Herzen haben wir nicht nur für die Barmherzigkeiten Gottes, sondern auch für jede Prüfung, jede Schwierigkeit, die unserem Seelenheil dient,  die ebenso seiner Liebe entspringen und die seinen Segen für uns enthalten. Denn durch Prüfungen und Schwierigkeiten erfahren wir, wie nötig es ist, in ständiger Abhängigkeit vom Herrn zu gehen, in kindlicher Einfalt ihm anzuhängen. Durch sie erkennen wir seine wunderbare Geduld mit unseren Schwachheiten und Fehlern, seine Barmherzigkeit, in der er sich unser angenommen hat und die Fürsorge für alle unsere Bedürfnisse. Durch sie werden wir zum Guten verändert. Sie machen uns geduldig und rücksichtsvoll gegen andere, mildern unser Urteil und lassen uns die Handlungen anderer im bestmöglichen Licht sehen.

Dt 8,3: Leben aus den Worten des Herrn

Er legte euch Entbehrungen auf und ließ euch hungern. Dann gab er euch das Manna zu essen, das weder ihr noch eure Vorfahren kanntet. Er wollte euch damit zeigen, dass der Mensch nicht allein von Brot lebt, sondern vor allem von den Worten des Herrn. Dt 8:3

Wer weiß den Wert des Brotes mehr zu schätzen, ein Chemiker oder ein hungriger Mensch? Ohne Zweifel der Letztere. Jener kann seine verschiedenen Bestandteile feststellen und genau beschreiben, aber nur der Hungrige kennt seinen wahren Wert. Leben von jedem Wort Gottes ist die einzige gesegnete Haltung. Diese Haltung bringt die Seele durch das Wort in eine lebendige und persönliche Verbindung mit dem Herrn. Wie das Brot zur Erhaltung des natürlichen Lebens, so dient das Wort zur Erhaltung des geistlichen. Indem wir die Bibel zur Hand nehmen, finden wir alles, was wir brauchen: Licht, Nahrung, Leitung, Trost und Kraft. Dabei geht es nicht darum sie theoretisch zu studieren, die Bibel muss gelebt werden.

Dt 8,4: Schutz des Herrn

Deine Kleider sind nicht zerlumpt an dir, und deine Füße sind nicht geschwollen diese 40 Jahre. Dt 8:4

Wie leicht nehmen wir Gottes Schutz als selbstverständlich hin. Anscheinend nahm das Volk Israel auch keine Notiz von Gottes Schutz, denn sie merkten nicht einmal, dass ihre Kleider sich während der 40 Jahre langen Wanderung durch die Wüste nicht abnutzten und dass ihre Füße keine Blasen bekamen und nicht anschwollen. Das gilt uns zur Mahnung. Was ist bei uns gut gelaufen? Vergessen wir nicht, Gott für diese Wohltaten zu danken. Unser Vater wacht in treuer Liebe und Fürsorge über uns.

Bewahre die Gebote des Herrn, deines Gottes, dass du in seinen Wegen wandelst und ihn fürchtest! Dt 8:6

Dt 8,10: Für das Essen danken

Wenn du gegessen hast und satt geworden bist, dann sollst du den Herrn, deinen Gott, loben für das gute Land, das er dir gegeben hat. Dt 8:10

Das Tischgebet soll uns ständig an die Güte und Liebe Gottes erinnern. Gesättigt loben und preisen wir seinen heiligen Namen. Gott findet seine Freude darin, sich mit Herzen zu umgeben, die von dem Bewusstsein seiner Güte und Liebe erfüllt sind und deren Lippen von Lob- und Dankesliedern überströmen. Das schwächste Lob eines dankerfüllten Herzens steigt wie ein duftender Wohlgeruch zum Thron und zum Herzen Gottes auf. Wenn uns im Leben Gutes widerfährt, sollten wir darum danke sagen und Gott loben. Nicht allein, weil das recht und billig ist, sondern auch, weil es uns und anderen gut tut.

Dt 8,11: Nährt euer Gedächtnis

Hütet euch davor, ihn zu vergessen. Dt 8:11

Die Warnung vor dem Vergessen wiederholt sich im Buch Deuteronomium immer wieder. Wir wollen vor allem unser Gedächtnis nähren mit dem Leben unseres Erlösers Jesus, der Geburt, seiner Wunder, seiner Worte, besonders seines Leidens und Todes. Im Lesen des Evangeliums lernen wir ihn kennen. Im Lesen in der Schrift geben wir unsere Zeit Gott und empfangen sein heilendes, heiliges Wort. Johannes Chrysostomus sagt: Das Buch der Bücher gleicht einer Quelle, die beständig fließt und um so reichlicher strömt, je mehr man daraus schöpft. Also: ein wenig Zeit geben wir, maßlos dagegen empfangen wir sein In-Beziehung-treten mit uns! 

Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewusst, dass der Mensch überhaupt unendlich mehr empfängt, als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht. Dietrich Bonhoeffer

Dt 8,17: Allein aus Gottes Kraft

Wenn dieses Gute nun kommt, sagt nicht: Das haben wir aus eigener Kraft geschafft, es ist unsere Leistung! Dt 8:17

Moses mahnt zur Demut. Das Volk betritt das versprochene Land nicht, weil es das verdient oder sich erkämpft hätte, sondern weil Gott seinen Plan zur Vollendung bringt. Im Gebet lassen wir ihm den Vortritt. Ihm vertrauen wir im Kampf gegen unsere Feinde. Angst, Sorgen, Neid und Leistungsdruck sind riesig, scheinen unbesiegbar. Doch Gott ist auf unserer Seite! Für jeden persönlich tritt er ein! Dafür wollen wir ihm danken. Wir werden staunen, wie er uns geführt hat.

Denkt vielmehr an den Herrn , euren Gott, von dem ihr die Kraft bekommen habt. Dt  8:18

Dt 9,1: Vertrauen in Schwierigkeiten

Höre, Israel: Du wirst jetzt über den Jordan gehen, damit du hinein­kommst, um Völker zu überwältigen, die größer und stärker sind als du, Städte, groß und himmelhoch befestigt. Dt 9:1

Moses verschweigt nicht die Schwierigkeiten. Zu leugnen, dass Schwierigkeiten vorhanden sind, ist nicht Glaube, sondern Torheit und Schwärmerei. Mose sagte den Israeliten offen und ehrlich, was ihnen bevorstand, um sie dadurch vor jedem Selbstvertrauen zu bewahren, das im Augenblick der Prüfung immer zusammenbrechen wird. Sie sollten sich auf den lebendigen Gott stützen, der ein Herz, das auf ihn vertraut, nie beschämen wird. Es gibt zwei verschiedene Arten, sich mit Schwierigkeiten zu beschäftigen. Man kann sie vom menschlichen und vom göttlichen Standpunkt aus betrachten, im Geist des Unglaubens oder mit ruhigem und stillem Vertrauen auf den lebendigen Gott.

So sollst du heute wissen, dass der Herr, dein Gott, selbst vor dir hergeht. Dt 9:3

Wir bekommen dieses Land, weil wir so leben, wie es dem Herrn gefällt. Dt 9:4

Nicht wegen eurer Vollkommenheit und Aufrichtigkeit kommt ihr hinein! Dt 9:5

Dt 9,18: Die Fürbitte des Moses

Ich warf mich vor dem Herrn nieder und betete. Dt  9:18

Ein goldenes Kalb hatten sie sich gegossen und so schwere Schuld auf sich geladen. Mose Fürbitte dauert 40 Tage. Diese Fürbitte rettete das Volk. Wie erinnert uns die Fürbitte Moses an den gesegneten Dienst unseres großen Hohenpriesters, der immerdar lebt, um sich für sein Volk zu verwenden, und dessen Vermittlung zu unserem Wohl nie aufhört!

Dt 10,9: Der Herr ist ihr Erbteil

Der Herr ist ihr Erbteil. Dt 10:9

Der Stamm Levi wird bei der Landverteilung leer ausgehen. Sie sollen dem allein Herrn dienen. Das fehlende Land und die daraus resultierenden Einkünfte werden von Gott dadurch ausgeglichen, dass sie durch den Dienst für ihn reich beschenkt und zu Segensträgern für andere werden.  Dass Gott unser Erbteil ist, dürfen auch wir für uns in Anspruch nehmen. Denn als Kinder Gottes sind wir zugleich seine Erben. Wer Gott zum Erbteil hat, muss sich um seine Zukunft keine Sorgen machen. Das einzige, was er zu tun hat, ist im einfältigen Gehorsam Gott zu dienen. Der Weg  ist der Weg der wahren Glückseligkeit, und der Herr sei gepriesen, dass jeder, der ihn liebt, diesen Weg gehen kann.

Dt 10,16: Sich zu Gott hinwenden

Wendet euch von ganzem Herzen dem Herrn zu. Dt 10:16

Die Herzenszuwendung zum Herrn ist Gebet. Dieses Gebet ist dein mächtiges Werkzeug, dein Schlüssel, der das Herz Gottes öffnet, ja es ist dein Herz-zu-Herz mit Gott. Dieses Gebet berührt das Herz Gottes und bewegt ihn, dich zu erhören. Wende dich an das Herz Gottes weniger mit den Lippen als mit dem Herzen, mit deinem ganzen Sein. Der Herr lässt sich rühren und kommt dir zu Hilfe. Bete und hoffe. Wie häufig hat er dich schon erhört. Denke dankbar daran zurück. Das stärkt deine Zuversicht. Gerate nicht in Aufgeregtheit, denn sie dient zu nichts. Gott ist barmherzig und er hört dein Gebet und im Gebet hörst du ihn. Denke heute immer wieder an ein großes Ereignis in deinem Leben zurück, wo dich Gott gehört und erhört hat.

Dt 10,17: Vertreter Gottes

Er ist der große, mächtige und furchtbare Gott […] der den Waisen und Witwen zu ihrem Recht verhilft und auch den Fremden liebt, dass er ihn mit Nahrung und Kleidung versorgt. Dt 10:17-18

Hier redet Mose nicht nur von den Handlungen und Wegen Gottes, sondern auch von dem, was Gott ist. Gott ist höher als alles, mächtig und furchtbar. Aber Gott hat ein Herz für die Armen. Er denkt an sie und sorgt für sie ganz besonders. Sie haben ein besonderes Anrecht auf sein liebendes Herz und seine mächtige Hand. Unser Gott sorgt für alle, denen irdische Stützen und menschliche Hoffnungen fehlen. Und er bedient sich dafür vor allem den anderen Menschen. Es war so die Aufgabe des Volkes, sich in die Situationen und Gefühle anderer zu versetzen. Sie sollten die Vertreter Gottes sein, ihm darin dienen. Sie sollten ihn nachahmen, indem sie den Bedürfnissen der Witwen, Waisen und Fremden entgegenkamen und sie so erfreuten. Das hat sich bis heute nicht geändert.

Darum sollt auch ihr die Fremden lieben. Dt 10:19

Dient Gott und bleibt eng mit ihm verbunden! Dt 10:20

Dt 11,1: Lieben und hören

Ihr sollt den Herrn, euren Gott, lieben und auf ihn hören! Dt 11:1

Vor mir entsteht das Bild eines Hauses. Wie wichtig sind dichte, feste Wände, damit das Haus wirklich Schutz und Geborgenheit geben kann! Die Gebote sind wie Wände, im Kern das Doppelgebot der Liebe. Diese Wände sind fest gegründet auf dem Fundament. Und das ist Gottes Handeln über Jahrhunderte hinweg. Mose erinnert darum, wie Gott seinem Volk geholfen hat. Was Gott von uns Menschen erwartet, hat diese eine Grundlage: sein vorsorgendes Handeln. Unser Verhalten kann und soll eine angemessene Antwort sein auf die großen Werke des Herrn, die er zuvor getan hat.

Eure Augen haben all die großen Werke des Herrn gesehen, die er getan hat. Dt 11:7

Hört genau auf die Gebote, die ich euch heute gebe! Liebt den Herrn, euren Gott! Dient ihm von ganzem Herzen und mit aller Hingabe! Dt 11:13

Dt 11,16: Dienen

Hütet euch aber, dass sich euer Herz nicht verführen lässt, sodass ihr abweicht und anderen Göttern dient und euch vor ihnen niederwerft. Dt 11:16

Zuerst wird das Herz verführt. Das ist der Anfang alles Abirrens von Gottes Wegen. Die Füße folgen dann dem Herzen. Es ist daher nötig, über das Herz zu wachen. Solange es für den Herrn bewahrt bleibt, ist alles gut. Hat es sich aber einmal durch etwas anderes einnehmen lassen, so ist alles verloren. Das Abweichen des Herzens zeigt sich im Leben durch einen verschlossenen Himmel. Kein geistlich erfrischender Regen fällt und benetzt das dürre Land der Seele, jede Verbindung zwischen Himmel und Erde ist gleichsam abgebrochen. Darum: mehr als alles andere hüte dein Herz.

Er wird den Himmel verschließen, so daß kein Regen mehr fällt, und der Boden seinen Ertrag nicht mehr gibt. Dt 11:17

Dt 13,5: Nachfolgen und dienen

Ihm sollt ihr nachfolgen, vor ihm sollt ihr Ehrfurcht haben. Nur nach seinen Geboten sollt ihr leben und allein auf ihn hören. Ihr sollt ihm dienen und eng mit ihm verbunden bleiben! Dt 13:5

Der Wirbelsturm ist die Welt um uns herum, alles was um uns herum wirbelt und unsere innere Ruhe verhindert. Im Zentrum eines Wirbelsturms dagegen ist absolute Ruhe. Es gibt keinen sichereren Ort als das Zentrum des Willens Gottes. Ganzhingabe bedeutet stets darum bemüht zu sein, sich im Zentrums des Wirbelsturm auf zu halten. In diesem Zentrum ist auch der Frieden der inneren Ruhe zu finden.

Wer alles um meines Namens willen verlässt und auf mich schaut, der wird hundertmal soviel Ruhe, den Frieden des Herzens  auf irdische Weise empfangen, gerade weil er die Sorgen um das Irdische abgelegt hat. Ein solcher Mensch ist in allem gelöst und heiter. Hildegard von Bingen

Dt 14,21: Kein Aas essen

Ihr sollt kein Aas essen. Dt 14:21

Aas zu essen ist ein Bild dafür, der Welt und was sie zu bieten hat (Reichtum, Ehre, Besitz, Macht etc.) Bedeutung bei zu messen. Der Christ hat aber eine bessere Speise, als die Welt ihm bieten kann. Er nährt sich von dem lebendigen Brot, das aus dem Himmel ist und das Leben schenkt. Von diesem Brot zu essen bedeutet ganz sein zu werden und darin die Verbindung zu allen Geschwistern zu erkennen und diese Verbindung zu leben. Das ist Gottes Wille, der Segen bringt. In der heiligen Kommunion empfangen wir Christus in Brotsgestalt. In den Armen, denen wir begegnen, empfangen wir ihn in der Gestalt von Fleisch und Blut. Es ist derselbe Christus.

Wenn ihr sie gut versorgt, wird der Herr ,euer Gott, euch segnen und all eure Arbeit gelingen lassen. Dt 14:29

Dt 15,7-9: Um die Armen sorgen

Seid nicht hartherzig […] Verschließt euch nicht vor ihrer Not! Du sollst ihm deine Hand weit auftun. Stattdessen seid großzügig. […] Seid nicht geizig! Dt 15:7-9

Ein offenes Herz und eine weit geöffnete Hand entsprechen Gottes Wesen. Also nun, wie wir Gelegenheit haben, lasst uns das Gute wirken gegenüber allen. Das menschliche Elend umgibt uns in tausenderlei Formen. Überall finden wir gebrochene Herzen, gebeugte Seelen, unglückliche Familien. Witwen und Waisen begegnen uns täglich auf unseren Wegen. Wie verhalten wir uns ihnen gegenüber? Verhärten wir unsere Herzen und verschließen wir unsere Hände vor ihnen? Das Liebesgebot ist nicht nur das wichtigste, sondern auch das schwerste Gebot. Weil man es nicht einfach abhaken kann. Es fordert immer mehr von uns, denn Liebe ist nie einfach nur erfüllt. Liebe zieht uns immer zu mehr, zum Höheren, zu Gott

Gebt ihnen gern, was sie brauchen, ohne jeden Widerwillen. Dafür wird euch der Herr , euer Gott, bei all eurer Arbeit segnen und euch Gelingen schenken. Dt 15:10

Dt 17,1: Gott das Beste geben

Er verabscheut es auch, wenn ihr ihm kranke oder minderwertige Rinder, Schafe oder Ziegen opfert. Dt 17:1

Dass dieses Gebot überhaupt genannt wurde, weist wahrscheinlich darauf hin, dass einige Israeliten Gott minderwertige Tiere opferten. Die Darbringung eines fehlerhaften Opfers zeigte, dass das Herz nicht völlig für Gott schlug. Damals wie heute fällt es schwer, Gott unser Bestes zu geben. Doch unsere Opfergaben zeigen, was uns am wichtigsten ist. Wenn wir Gott mit dem abspeisen, was übrig bleibt, liegt es auf der Hand, dass er nicht die Mitte unseres Lebens ist. Geben wir Gott die Ehre, den ersten Anspruch auf unser Geld, unsere Zeit und unsere Gaben zu haben!

Dt 18,15: Der Prophet

Er wird euch einen Propheten wie mich senden, einen Mann aus eurem Volk. Auf den sollt ihr hören! Dt 18:15

In Apg 7,37 bezieht Stephanus den Vers auf Jesus. Das Kommen von Jesus Christus auf die Erde war Gottes Plan. Wie groß ist die Gnade, auf die Stimme eines solchen Propheten hören zu können! Es ist die Stimme Gottes, die durch den Mund des Menschen Christus Jesus redet, nicht im Donner, Blitz und flammendem Feuer, sondern mit einer zarten, sanften Stimme der Liebe und Barmherzigkeit, die mit besänftigender Kraft auf das zerbrochene Herz und auf den betrübten Geist herabkommt, wie die Tautropfen des Himmels auf eine dürre Landschaft. Doch vergessen wir nie, dass diese Stimme uns aus den Heiligen Schriften entgegenklingt

Dt 18,13: Treue zu Gott

Ihr aber gehört zum Herrn, eurem Gott. Darum haltet ihm allein die Treue. Dt 18:13

Das Gelobte Land bietet nicht nur Milch und Honig, sondern auch viele religiöse Abwege. Gottes Volk soll sich dem nicht anpassen. Das Volk soll sich an Gott halten. Das ist möglich, weil er rettet! Auch wenn wir uns von ihm entfernt haben sollten, bleibt die Lösung immer gleich: wieder eins werden mit ihm.  Der Wüstenvater Ägydius sagte: „Die Eine dem Einen!“ Das will heißen: die eine Seele dem einen Gott. Wenn viele Wünsche und Zuneigungen in einem Herzen sind, besteht die Gefahr, dass es vertrocknet. Wer nach der göttlichen Liebe verlangt, muß achtsam seinen Geist und seine Zuneigung für sie bewahren.

Dt 20,3: Habt keine Angst

Hört, ihr Israeliten! Ihr werdet heute gegen eure Feinde kämpfen. Habt keine Angst! Fürchtet euch nicht! Weicht nicht vor ihnen zurück und lasst euch nicht einschüchtern! Dt 20:3

Das tiefe Geheimnis der Kraft zum Vorangehen (gerade bei scheinbar unlösbaren Schwierigkeiten) liegt in dem Wissen um die Gegenwart des Herrn und in der Erinnerung an seine gnädigen Wege mit uns in der vergangenen Zeit. Gott stärkte die Zuversicht der Israeliten, indem er sie daran erinnerte, dass er immer bei ihnen sein würde und dass er sie bereits vor möglichen Gefahren gerettet hatte. Sie waren dazu angetan, alle Furcht und Mutlosigkeit zu verbannen und das verzagte Herz mit Mut und Vertrauen zu erfüllen. Auch wir können uns sicher fühlen, wenn wir daran denken, dass Gott stärker ist als alles andere

Der Herr, euer Gott, zieht mit euch in die Schlacht! Er kämpft auf eurer Seite und gibt euch den Sieg über eure Feinde! Dt 20:4

Dt 22,1: Suche nach dem Guten

Seht nicht untätig zu. Dt  22:1

Verweigert niemandem eure Hilfe! Dt 22:3

Liebe kennt kein Maß. Wie schwach aber bin ich häufig, emotional wie auch im Handeln, weit entfernt vom Vorbild Jesus. Gott sei Dank für seine Barmherzigkeit in Jesus Christus. Dann gilt es in Bescheidenheit seine Schwächen anzunehmen, das kleine Gute zu suchen im Tag, wozu man auch fähig ist es auszuführen, ohne Übertreibung und Ungeduld, dennoch im Bewußtsein, dass unser Verhältnis zu Gott ein neues Leben im Dasein-für-andere ist. Nehmt euch vor, in den belanglosen Dingen anderen zu Gefallen zu sein, in kleinen Dingen anders zu handeln als sonst. Ja: Nicht die unendlichen, unerreichbaren Aufgaben, sondern der jeweils erreichbare Nächste ist Gott in Menschengestalt

Nimm dir nicht zuviel vor. Es genügt die friedliche, ruhige Suche nach dem Guten an jedem Tag zu jeder Stunde, und ohne Übertreibung und ohne Ungeduld. Papst Johannes XX III

Dt 22,8: An andere denken

Wenn ihr ein neues Haus baut, dann sichert das Flachdach mit einem Geländer! Sonst seid ihr schuld, wenn jemand abstürzt und ums Leben kommt. Dt 22:8

Gott möchte, dass wir stets an das Wohl anderer denken. Das wird an diesem Beispiel ersichtlich. Beim Bauen ihrer Häuser sollten sie daher nicht bloß sich und ihre Bequemlichkeit, sondern auch die Sicherheit anderer berücksichtigen. Wie sind wir so geneigt, immer nur an uns, an unsere eigenen Interessen, Bequemlichkeiten und Vorteile zu denken! Wir tun alles nur für uns selbst, weil leider meistens das Ich Ursache und Ziel unserer Unternehmungen bildet.  Wir müssen in der neuen Schöpfung leben, um von der niedrigen Selbstsucht frei zu bleiben. Die beständige Beschäftigung des Herzens mit Christus ist das Geheimnis alles wirklichen praktischen Christentums. Nur wenn wir seinen Geist in uns wirken lassen und in seine Fußstapfen treten werden wir seinem Bild mehr und mehr gleichförmig werden.

Dt 25,13: Gerecht urteilen

Steckt euch nicht zwei verschieden schwere Gewichtssteine in die Tasche, um beim Wiegen zu betrügen! Dt 25:13

Wir klagen gleich über den Nächsten, wollen aber nicht, daß man sich über uns beklage. Was wir für andere tun, scheint uns immer zu viel, was andere für uns tun, zählt in unseren Augen nicht. Wir haben ein mildes, nachsichtiges und höfliches Herz für uns, gegen die anderen aber ein hartes, strenges und unerbittliches. Sei also gleichmäßig gerecht in all deinem Tun. Versetze dich immer in die Lage deines Mitmenschen und ihn an deine Stelle, dann wirst du richtig urteilen. Prüfe darum oft dein Herz, ob es gegen den Nächsten so gesinnt ist, wie du es von ihm erwartest, wenn du an seiner Stelle wärest, dann handelst du richtig. Franz von Sales

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste