Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Jesaja Kap. 40 bis 48: Auslegung

Deuterojesaja – Szenenwechsel

Die Kapitel 36-39 sind vor allem ein geschichtlicher Anhang zum ersten Teil des Jesajabuches. Der Text stimmt weitgehend überein mit  2Kön 18,13- 20,19. Es geht um die Belagerung und Rettung Jerusalems. Ich klammere ihn bei meiner Betrachtung aus.

Im Kapitel 40 gibt es im Buch Jesaja dann einen Bruch: Das Königreich Juda war zerschlagen, der Tempel verbrannt, Jerusalem zerstört! Ein Großteil der Bevölkerung wurde nach Babylonien deportiert. Die Situation ist mehr als schlimm. In dieser Zeit (Mitte 6. Jhd) tritt unter den Deportierten in Babylonien ein Prophet auf, dessen Name nicht genannt wird. Seine Worte wurden an die Aussagen Jesajas angehängt. Man nennt man ihn Deuterojesaja, d. h. Zweiter Jesaja.

In fast allen neutestamentlichen Schriften finden wir Zitate aus seinen Worten. In der Hoffnungslosigkeit der Deportation redet er von dem Gott, der sein Volk liebt und rettet. Als Werkzeug aus der Babylonischen Gefangenschaft wird der persische Eroberer Kyrus genannt, der 539 v. Chr. Babylon kampflos einnahm.

Neben Kyrus wird eine zweite Gestalt genannt: der Knecht Gottes. Die Gottesknecht-Lieder sprechen von Christus und sind einmalig in der Bibel.

Jes 40,3: Gott besucht sein Volk

Bahnt dem Herrn einen Weg durch die Wüste! Baut eine Straße durch die Steppe für unseren Gott! Jes 40:3

Gott kommt zu uns. Was für ein Trost! Er kommt als Hirte seiner Herde. Er nimmt ihre Schuld auf sich und begleicht sie. Diese prophetische Botschaft hat sich in Jesus Christus verwirklicht. Er hat den Anfang zu einem neuen, nicht mehr nur irdischen, sondern zu einem radikalen und endgültigen Exodus gesetzt: zum Übergang vom Reich des Bösen zum Reich Gottes, von der Herrschaft der Sünde und des Todes zu jener der Liebe und des Lebens. Sein Wort bleibt in Ewigkeit. „Ja, der Herr kommt als ein mächtiger Gott. Er herrscht mit großer Kraft.“  (Jes 40:10)

Du hast eine gute Nachricht zu verkünden. […] Seht, da kommt euer Gott! Jes 40:9

Jes 40,9: Gegen die Angst

Fürchte dich nicht. Jes 40:9

Fürchte dich nicht, ich habe dich beim Namen gerufen« (Jes 43,1), »Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir« (Jes 43,5), »Fürchte dich nicht, denn ich gieße Wasser auf den dürstenden Boden … ich gieße meinen Geist über deine Nachkommen aus« (Jes 44,2b–3a). Immer wieder kämpft der Prophet Jesaja gegen die lähmende Angst der Menschen seiner Zeit an. Mit ganzer Kraft, leidenschaftlich, verteidigt er diese Weltsicht des Glaubenden.

Jes 40,12: Gott kann!

Wer hat die Wasser mit der hohlen Hand gemessen? Wer hat den Himmel mit der Spanne abgegrenzt und den Staub der Erde in ein Maß gefasst? Wer hat die Berge mit der Waage gewogen und die Hügel mit Waagschalen? Jes 40:12 

Gott kann! Mit seiner hohlen Hand vermag Er die Wasser der ganzen Erde zu messen. Er ist allmächtig. Seine Hände sind gross genug, um alles zu halten. Wenn wir uns machtlos fühlen, können wir die Sorgen und Nöte unserem starken und weisen Gott anvertrauen. Er behält immer den Überblick über unser Leben. Wollen wir heute nicht aufs Neue lernen, Ihm unsere Sorgen abzugeben und auf seine Hilfe zu warten? Wie freut sich unser Gott und Vater, wenn wir Ihm unser Vertrauen schenken! Nie wird Er eins seiner Kinder enttäuschen, das Ihn beim Wort nimmt: «Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertraue auf ihn, und er wird handeln!» (Psalm 37,5).

Jes 40,26: Blickt nach oben

Blickt nach oben! Schaut den Himmel an: Wer hat die unzähligen Sterne geschaffen? Er ist es!  Jes 40:26

Die 70-jährige Gefangenschaft in Babylon war für das Volk Israel zermürbend. Sie hatten die Heimat, die Freiheit und ihre Hoffnung verloren. Die Mahnung für diese damals wie auch für uns: Blickt nach oben! Blickt auf zu dem, der die Sterne in ihren Bahnen lenkt. Er ist größer als unsere Not. Seine Gnade und Vergebung sind größer als unsere Schuld. Er hat eine Lösung und schenkt euch einen Neuanfang. Wenn wir auf uns und unsere eigenen Kräfte sehen, verlieren wir in dunklen Stunden schnell den Mut. Wenn wir aber betend, flehend, voller Vertrauen zu Gott aufsehen, bekommen wir neue Kraft. Wir brauchen nur zu beten, um getragen zu werden. Fassen wir neuen Mut, denn der Herr ist nahe. „Den Erschöpften gibt er neue Kraft, und die Schwachen macht er stark.“ (Jes 40:29)

Jes 41,10: Habt keine Angst

Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Jes 41,10

Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; schau nicht ängstlich umher, denn ich bin dein Gott; ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich stütze dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit. Jes 41,10

Die Leute von Juda haben den Untergang ihres Reiches als Niederlage ihres Gottes empfunden. Jesaja macht deutlich: Gott ist weiterhin der Herr der Geschichte. „Wer steht dahinter, wer bewirkt das alles? Ich, der Herr!“ (Jes 41:4). Sie sollen daher Mut schöpfen und allein ihm vertrauen. Darin liegt Segen. Von alle anderen Dingen, worauf wir vertrauen spricht Gott deutlich: Sie alle sind nichts als ein großer Betrug. Daher: Wenn du leben willst in Gott, lege die Vergangenheit in seine Hände, überlasse ihm die Zukunft und lebe jeden Augenblick, wie er kommt, in Fülle, nur lebe ihn im Vertrauen auf Gott!

Ein Hammer-Bibelvers, der im Leiden viel Kraft geben kann. Es lohnt sich, ihn mal genauer aufzugliedern: Sein Beistand: Ist es nicht ein starker Trost, dass Gott immer mit dir ist? Wenn Menschen weggehen, bleibt er da. Seine Treue: Wir dürfen in einer Beziehung zu Gott stehen, in der Er immer seine Treue erweist. Diese Treue Gottes ist Quelle der Freude, die uns auch im Leiden heflen kann, unseren inneren Frieden zu bewahren. Seine Stärkung: Gott ist deine Kraft, auch und gerade in deinem Leiden. Seine Hilfe:  Er hilft dir, wenn du nicht weißt, wie es weitergehen soll. Seine Unterstützung:  Er stützt dich mit dem Arm seiner Macht, wenn vieles dich niederdrücken will.

Die Angst verweist mich letztlich auf Gott als den eigentlichen Grund meines Lebens. Beispiel: Es kann sein, dass ich z.B. Krebs bekomme. Was ist dann? Ja, es ist furchbar schlimm. Definitiv! Aber auch in meiner Krankheit werde ich in Gottes Hand sein und nicht aus ihr heraus fallen. Wir können unsere Ängste überwinden, indem wir uns die Frage stellen: Was kann mir schlimmstenfalls passieren? Die Angst lädt mich ein, in dem Vertrauen zu leben, dass ich immer in Gottes Hand bin. Alles geht vorrüber (Streß, Krankheit u.v.m.), aber Gott geht nicht vorrüber. Er bleibt und ist immer da. Gott allein genügt. Wer Gott hat, der hat alles. Und irgendwann werden wir in unaussprechlicher Art und Weise bei ihm sein.

Gott: Er ist da. Er ist treu. Er stärkt. Er hilft. Er unterstützt dich.

Jes 41,13: Ich helfe dir!

Ich, der Herr, dein Gott, ergreife deine rechte Hand und sage dir: Fürchte dich nicht; ich helfe dir! Jes 41:13

Wenn eine besorgte Mutter mit ihrem kleinen Kind ausgeht, so hilft sie ihm und stützt es, wie das Kind es braucht. So verfährt auch der Herr mit unserer Seele. Unaufhörlich ist er um jene besorgt, die seine Kinder sind. Bald läßt er sie gleichsam vor sich hergehen, ihnen bei Schwierigkeiten die Hand reichend, bald trägt er sie durch Müh und Leid hindurch, die ihnen sonst unerträglich wären. Die Beharrlichkeit und Treue ist dabei die wichtigste Gabe, die wir in diesem Leben erhoffen können und zwar von Gott allein. Gewiß würde Gott die Gläubigen nie mahnen auszuharren, wenn er nicht auch bereit wäre, jedem dazu das Können zu schenken.

Jes 42,6: Licht der Welt

Durch dich schließe ich einen Bund mit den Menschen, ja, für alle Völker mache ich dich zu einem Licht, das ihnen den Weg zu mir zeigt. Jes 42:6

Die Gestalt des Knechtes Gottes begegnet uns bei Jesaja in Kap. 42 das erste Mal. Beschrieben wird vor allem die Art seines Wirkens: Er dient und herrscht nicht. Er wirbt und droht nicht. Er schreit nicht. Er wird kommen, um zu retten und zu heilen. Blinde sehen, Gefangene werden befreit. Das geknickte Schilfrohr wird er nicht abbrechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Dunkelheit wird zum Licht. Das wird wie ein neuer Schöpfungstag sein, an dem Gott noch einmal spricht: Es werde Licht! Das ist unser tiefste Grund jeglicher Freude. Im Alten Testament bleibt sein Name noch geheimnisvoll. Im Neuen Testament erkennen wir den, mit dem Gott sein Versprechen wahr gemacht hat: Jesus – das Licht der Welt

Singt dem Herrn ein neues Lied und rühmt ihn überall auf der Welt. Jes 42:10

Hab keine Angst, Israel, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst zu mir. Wenn du durch tiefes Wasser oder reißende Ströme gehen musst – ich bin bei dir, du wirst nicht ertrinken. Und wenn du ins Feuer gerätst, bleibst du unversehrt. Keine Flamme wird dich verbrennen. Jes 43:1‭-‬2

Jes 43,4: Liebender Gott

Darum, weil du kostbar bist in meinen Augen und wertgeachtet und ich dich lieb habe, so gebe ich Menschen für dich hin und Völker für dein Leben. Jes 43:4

Gott betrachtet uns mit Augen der Liebe, deshalb sind wir in seinen Augen teuer und wertvoll. Er sieht uns jetzt schon so, wie wir einst, geläutert von unseren Sünden, in der Herrlichkeit des Himmels sein werden. Er sieht uns jetzt schon in unserer künftigen Schönheit. Das ist der Blick Gottes auf uns. Was für ein Geschenk, diesen Blick Gottes auf uns zu kennen! Dieser Blick seiner barmherzigen Liebe heilt. Er heilt die Wunden der Sünde und den Schmerz, den die unbarmherzigen Blicke der anderen uns zugefügt haben. Dieser Blick Gottes auf uns vermag uns wieder aufzurichten, wenn wir im Blick auf unsere Schwachheit und Sünde verzagt und traurig am Boden liegen.

Jes 43,18: Nach vorne schauen

Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Jes 43:18

Bleibt nicht bei der Vergangenheit stehen! Schaut nach vorne, denn ich will etwas Neues tun!  Jes 43:18‭-‬19

Gott hat dich bei deinem Namen gerufen. Du gehörst ihm. Wenn du sinnbildlich durch reißende Ströme gehen musst, ist Gott da, du wirst nicht ertrinken. Wenn es sinnbildlich mal wieder brennt in deinem Leben, bleibst du unversehrt. Keine Flamme wird dich verbrennen. Gott ist dein Retter. Schaue daher nach vorne und vertraue. Gott ist dein Leben. Flüsse sollen fließen, wenn du drohst eine öde Gegend zu werden. Gott erhält dich. Gehst du einmal fehl, so vergibt er dir. Jetzt und in Zukunft ist er der Herr der Welt und deines Lebens.

Deine Vergangenheit ist wichtig. Sie hat dich zu der Person gemacht, die du heute bist, mit hellen und dunklen Stunden. Gedenke deiner Vergangenheit, Erinnerung ist etwas total Wichtiges, aber Vorsicht: Sei kein Gefangener Deiner Vergangenheit, grübelnd darüber was schief gelaufen ist oder wie es anders hätte kommen können, sondern sei der Architekt deiner Gegenwart. Nur das heute lässt sich unter Gottes Segen konstruktiv gestalten, nur hier ist das Reich Gottes, dessen Mitarbeiter du bist. „Man kann das Leben nur rückwärts verstehen, aber man muss es vorwärts leben.“ (Kierkegaard)

Jes 44,5: Dem Herrn gehören und dienen

Ich gehöre dem Herrn !  Jes 44:5

Die Zukunft macht uns immer wieder Angst. Für die Deportierten damals war das nicht anders. Jesaja sieht allerdings prophetisch die Wende. Babylon wird fallen und das Volk wird nach Jerusalem zurück kehren. Alles wird gut. Wenn du an deine Zukunft denkst, so denke an deinen Schöpfer! Er hat dich erschaffen. Darum brauchst du keine Angst zu haben. Dein Gott ist für dich da. Er will dir seinen Geist geben und Geborgenheit schenken. Du bist nicht allein, sondern gehörst und dienst dem lebendigen Gott. Immer wenn uns die Sorge um die Zukunft befällt, erinnern wir uns allein daran: Ich gehöre dem Herrn. Was kann da noch passieren? Er ist der Herr, der alles bewirkt. Er ist der Erste und der Letzte.

Ich habe euch geschaffen, ihr gehört zu mir und seid meine Diener! Niemals werde ich euch vergessen. Jes 44:21

Jes 45,8: Tauet Himmel den Gerechten

Ihr Wolken am Himmel, lasst Gerechtigkeit herabströmen und du, Erde, sauge sie auf und lass Heil und Gerechtigkeit hervorsprießen! Jes 45:8

Gott lädt zur Umkehr ein. Leidenschaftlich tut er das. In Jesus lässt er Gerechtigkeit vom Himmel herab strömen. Er ist die personifizierte Einladung zur Umkehr. Allein in ihm ist Rettung. Was müssen wir tun, wenn wir zu Gott umkehren? Nur eines ist nötig: dass wir uns ihm, unserem Gott, zuwenden, der sich uns allen gerne zuwendet und erfahrbar macht, dieser so nahe und zugleich so allmächtige Gott: „Ich bilde das Licht und schaffe die Finsternis. Ich wirke den Frieden und auch das Unglück lasse ich kommen. Ich bin der Herr, dies alles vollbringe ich.“ (Jes 45:7)

Jes 45:15: Verborgener Gott

Fürwahr, du bist ein Gott, der sich verborgen hält, du Gott Israels, du Erretter! Jes 45:15

Daraus ist zu entnehmen, dass die außergewöhnlichen Mitteilungen und Offenbarungen sowie die tiefen und erhabenen Erkenntnisse Gottes, die einer Seele in diesem Leben zuteil werden können, Gottes Wesenheit nicht kundgeben noch auch eine Ähnlichkeit damit haben. Denn in Wahrheit bleibt er der Seele immer verborgen und sie muss ihn trotz dieser erhabenen Gnadenerweise als verborgen ansehen, in seiner Verborgenheit ihn suchen und ausrufen: Wo hast du dich verborgen. Und in der Tat, wie die erhabenen Mitteilungen und die fühlbare Gegenwart kein Zeichen seiner gnadenvollen Anwesenheit in der Seele sind, so beweisen auch die Trockenheiten und der Mangel all dieser Gunstbezeugungen in keiner Weise seine Abwesenheit nach den Worten des Propheten Ijob: […] „Wenn er zu mir kommt, sehe ich ihn nicht, und geht er weg, merke ich es nicht“ (vgl. Ijob 9,11). Damit will er zu verstehen geben, dass die Seele, wenn sie einer außergewöhnlichen Mitteilung gewürdigt wird, sei es auf dem Wege einer sinnlichen Wahrnehmung oder einer geistigen Erkenntnis, nicht im Glauben leben soll, es bestehe hierin der Besitz oder die klare und wesenhafte Anschauung Gottes. Mag die Wirkung dieser Gunstbezeugungen auch noch so tiefgehend sein, so soll sie dies doch nicht als ein Zeichen ansehen, als sei sie inniger mit Gott vereint oder fester in ihm begründet. Ebensowenig darf sie annehmen, dass Gott, wenn sie dieser sinnenfälligen und geistigen Mitteilungen entbehrt und in Trockenheit, Finsternis und Verwirrung sich befindet, ihr ferner stehe als sonst. Was daher die Seele in diesem Verse vor allem im Auge hat, ist nicht bloß die Bitte um inbrünstige und fühlbare Andacht, da ja hierin ein deutlich gesicherter Besitz des Bräutigams in diesem Leben nicht besteht, es ist vielmehr das Verlangen nach der reinen Gegenwart und klaren Anschauung seiner Wesenheit, die sie im anderen Leben in ungestörter Sicherheit und voller Befriedigung zu besitzen hofft. Johannes vom Kreuz

Jes 45,22;24: Erlösung

Kommt zu mir und lasst euch retten. Nur beim Herrn gibt es Rettung und Hilfe! Jes 45:22;24

Als das Volk Israel von 597 bis 538 v. Chr. im Exil in Babylon schmachtete, fügte Gott die Weltgeschichte so, dass er den Perserkönig Kyros II. (559–530) »berief«, das Volk Israel aus der Knechtschaft zu befreien, indem er Babylon eroberte und die Israeliten in ihre Heimat entließ. Das erlebten die Israeliten als großartige Wundertat ihres Gottes, die zum Archetypus ihrer Gotteserfahrung wurde: Gott als der Befreiende, Erlösende. Noch näher kam Gott der Menschheit später im Erlöser Jesus Christus, auf den wir Christen unsere Hoffnung im Diesseits und auch noch im Jenseits setzen.

Jes 45,18: Vertrauen

Er ist es, der den Himmel geschaffen hat. Er gab der Erde ihre Form. Jes 45:18

Es läuft nicht nach unseren Wünschen. Schlimme Dinge passieren. Eine Krankheit, ein Unfall, Beziehungen brechen auseinander uvm. Im finsteren Tal lasst uns daran fest halten, nicht an Gott zu zweifeln oder gar gegen ihn zu murren. Besinnen wir uns täglich neu auf seine Zusagen. Ja, immer wieder ist er ist ein verborgener Gott und handelt, wie es ihm gefällt. Aber er handelt auf jeden Fall so, dass wir leben werden, befreit und erlöst. Darauf dürfen wir vertrauen.

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet. Jes 45,22

Jes 46,4: Der tragende Gott

Ich bleibe derselbe. Ich werde euch tragen bis ins hohe Alter, bis ihr grau werdet. Jes 46:4

Das Alter macht vielen Angst. Damit häufig verbundene Krankheiten und Hilfsbedürftigkeit können sehr belastend sein. Wie tröstend ist da die Zusage Gottes uns bis ins hohe Alter zu tragen. Das bedeutet aber auch demütig loszulassen, alles selbst unter Kontrolle zu haben und wiederum eben zu vertrauen, dass er alles in seiner göttlichen Weisheit lenkt und dies nicht nur im Alter, sondern in meinem ganzen Leben. Auch wenn alles um uns herum zusammen zu brechen scheint, kann uns das nicht von Jesus Christus trennen, der allein trägt.

Von Anfang an habe ich euch getragen, seit eurer Geburt sorge ich für euch. Jes 46:3

Ich bin euch nah.  Jes 46:13

Jes 47,10: Schauen auf den anderen

Du siehst wirklich nur dich selbst. Alles andere nimmst du nicht wahr! Jes 47:10

Nur einmal finden wir bei Deuterojesaja eine Gerichtsankündigung und zwar gegen die Babylonier, die sinnbildlich auch für eine ungute übersteigerte Selbst- und Weltliebe stehen. Sie sehen nur sich selbst. Wer dagegen nach dem Vorbild Christi leben will, muss die Augen des Herzens vor allem nach oben und zum Nächsten erheben, um die Haltung des Dienens ein zu nehmen. Wer an nichts hängt als am Herrn, der dient ihm fröhlich und gleichmäßig in allen Aufgaben.

Denk in der Tat daran, dass du dieselben Hände, die du zu Gott erhebst, um zu erhalten, worum du bittest, für das Vollbringen der guten Werke verwendest. Augustinus

Jes 48,6: Neues wird angekündigt

Von heute an will ich etwas Neues ankündigen, etwas, das ihr noch nicht wisst, weil ich es bisher geheim gehalten habe. Jes 48:6

Gott will eine persönliche Beziehung. Er will, dass sein Volk ihn persönlich kennt und anredet und liebt. Darum kündigt er Neues an: die Sendung seines Sohnes ist dieses Neue. Er wird uns zeigen, wie der Vater ist. Jesus selbst sagt: Wer mich sieht, sieht den Vater. Auf Jesus Christus läuft also alles hinaus! Er ist Lebensziel und  Kraftquelle in allen Lebenslagen.

Ich lehre euch, was gut für euch ist und zeige euch den Weg, den ihr gehen sollt. Jes 48:17

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

   * Whatsapp

   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste