Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Sprüche Kap. 11 bis 14: Auslegung

Kapitel 11

Spr 11,2: Ein weiser Mensch ist bescheiden.

Bescheidenheit: Weniger wäre manchmal mehr gewesen (Kant) Oder um es mit Abbas Poimen zu sagen: Alles Übermaß ist von den Dämonen. Ja, Bescheidenheit ist das Gegenteil von Vermessenheit. Du lebst heute in einer Gesellschaft der Mehr-Kultur.  Die Gefahr ist, dass du dich da reinziehen lässt. Bescheidenheit heilt deine Seele von dem Mehr, Größer und Besser. „Das wahre Glück ist die Genügsamkeit und die Genügsamkeit hat überall genug.“ (Goethe). Hüte dich also vor der Übertreibung und dem Übermaß im materiellen, wie auch im geistigen und spirituellen Bereich.

Spr 11,12: Ein vernünftiger Mensch hält seine Zunge im Zaum.

Zunge im Zaum halten: Bei den Betern ist die Zunge gleichsam die Hand, mit der wir Gottes Knie umfassen. Beflecke sie darum nicht, damit er nicht zu dir spreche: Selbst wenn ihr eure Gebete vervielfältiget, werde ich euch nicht erhören, denn: Tod und Leben sind in der Hand der Zunge und: Nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden. Hüte also deine Zunge mehr als deinen Augapfel. Die Zunge ist wie ein königliches Roß. Legst du ihr Zügel an und lehrest sie ebenmäßig einherschreiten, so wird der König darauf ruhen und sich darauf setzen. Läßt du sie aber ohne Zaum dahinstürmen und Seitensprünge machen, so werden der Teufel und die Dämonen auf ihr reiten. Chrysostomus

Spr 11,13: Wer klatschsüchtig ist, wird auch anvertraute Geheimnisse ausplaudern. Ein zuverlässiger Mensch behält die Sache für sich.

Spr 11,17: Ein barmherziger Mensch tut seiner eigenen Seele Gutes.

Barmherzigkeit üben: Ein Weg zum Glück besteht darin, dass wir raus kommen aus unserer Selbstumkreisung. Wer immer nur an seine eigenen Probleme und Sorgen denkt, der wird nie glücklich werden und der wird nur selten dazu kommen, Barmherzigkeit üben zu können. Barmherzigkeit ist auf den anderen bezogen. Er sieht ihn in seiner Not und lässt sich davon berühren. Er fühlt sich in dessen momentane Situation ein. Es geht darum, zu fühlen, als wäre ich der andere. Es geht darum, die Bedürfnisse und Wünsche des anderen zu erahnen. Fast automatisch erwächst daraus dann das Tun.

Barmherzig heißt einer, der ein betrübtes Herz hat, weil er die Betrübnis eines anderen Menschen wie seine eigene betrachtet und über das Leid des anderen trauert wie über sein eigenes Unglück. Remigius

Spr 11,19: Gerechtigkeit führt zum Leben; aber dem Bösen nachjagen führt zum Tode.

Gerechtigkeit üben: Das hebräische Wort für Gerechtigkeit Zedaka ist ein Beziehungswort, soll heißen, es geht darum sich in konkreten Beziehungen, zu Gott, zu den Mitmenschen und zur Umwelt, angemessen zu verhalten im Sinne der Gerechtigkeit. Das hört sich schnell abstrakt und fern an, beginnt aber in meinem unmittelbaren Umfeld: evtl. gibt es an der Arbeit jemanden der ungerecht behandelt wird. Gerecht sein heißt da: mich nicht raushalten, sondern den Mund aufmachen, den Konflikt riskieren und mich nicht resignierend darauf zurück zu ziehen, dass man ja doch nichts machen kann. Die Nächstenliebe ist immer mit der Gerechtigkeit verbunden.

Spr 11,21: Der Same der Gerechten wird errettet.

Spr 11,24: Manche sind freigebig und werden dabei immer reicher, andere sind geizig und werden arm dabei.

Wer austeilt, wird reicher! Wir wissen, dass uns alles, was wir sind und haben,  geschenkweise von Gott auf Zeit geliehen ist. Gott möchte, dass seine geschenkten Gaben weiter gegeben werden, so dass sie sich vermehren. Im Kern geht es dabei immer um das Weitergeben der Liebe. Reichlich von dieser Liebe austeilen, weitergeben, gerade auch da, wo kein Zurückgeben von vornherein zu erwarten ist, das gehört zu den Grundprinzipien des Reiches Gottes. Der Geber achtet dabei nicht peinlich genau auf seine Gaben, er ist nicht gewissenhaft oder vorsichtig, er gibt gern, reichlich und schießt dabei auch schon mal übers Ziel hinaus. Und diese Haltung wird von Gott belohnt!

Spr 11,25: Eine segnende Seele wird reichlich gesättigt, und wer anderen zu trinken gibt, wird selbst erquickt.

Kapitel 12

Spr 12,2: Ein gütiger Mensch erlangt Gunst von dem Herrn.

Gütige Liebe: Dein Herz öffnet sich und deine Liebe fließt so zu allen über. Die Weite deines Herzens spiegelt das Vertrauen in die Menschen wider. Hier wird keine Forderung sichtbar, sondern die Eigenschaft der Liebe verwandelt den Menschen und gibt ihm ein gutes Daseinsgefühl. Gütige Liebe zum anderen bedeutet, dass wir es gut mit ihm meinen. Wir wollen nur sein bestes und handeln dementsprechend.

Die Liebe ist das Wohlgefallen am Guten. Das Gute ist der einzige Grund der Liebe. Lieben heißt: jemandem Gutes tun wollen. Thomas von Aquin 

Spr 12,16: Wird ein Dummkopf gekränkt, macht er seinem Ärger sofort Luft. Der Kluge beherrscht sich, wenn er bloßgestellt wird.

Selbstbeherrschung: Das griechische Wort “egkrateia”, das als Selbstbeherrschung übersetzt wird, stammt von zwei anderen griechischen Begriffen ab – en und kratos. “En” bedeutet „in“ und “kratos” bedeutet „Kraft“ oder „Macht“. Aus diesen griechischen Wurzeln können wir sehen, dass egkrateia im Kern mit innerer Macht oder Kraft zu tun hat. Der Selbstbeherrschte ist in der Lage, bei Ärger nicht immer sofort und impulsiv zu reagieren, sondern bedacht und besonnen. Nicht immer gelingt das. Es ist immer wieder auch ein Kampf mit sich selbst, der Schweiß kostet. Aber dieser Kampf stärkt uns und bringt uns langfristig immer weiter zu einer inneren Ruhe in der Hingabe an Gott.

Spr 12,18: Die Worte eines gedankenlosen Schwätzers verletzen wie Messerstiche. Was ein weiser Mensch sagt, heilt und belebt.

Achte auf deine Worte: Abfällige Bemerkungen berauben andere Menschen ihrer Würde und schädigen ihr Selbstwertgefühl. Ich achte stets darauf, positiv über den anderen zu reden, gerade dann, wenn er mir auch nicht so liegt. Das hat heilende Wirkung auf unsere Beziehung. Ich bete stets darum, dass Gott mir hilft, das Schöne in der Seele des anderen wahrzunehmen. Und dennoch, nicht ausgesprochen, sondern in Gedanken, gelingt mir das dann auch wieder nicht. Momente, in denen ich bemerke, wie sehr ich auf Gottes unergründliche Barmherzigkeit angewiesen bin. Ob nun in Gedanken oder in Worten, achten wir darauf, den anderen nicht zu beleidigen, sondern achten wir seine von Gott verliehene Würde, gerade dann, wenn uns dieser Mensch mir auch nicht so liegt.

Spr 12,20: Wer Böses ausheckt, betrügt sich selbst damit, denn Freude erfährt nur, wer sich für Frieden einsetzt.

Frieden: Bewahrst du Frieden in dir, dann kannst du auch Frieden in anderen bewirken. Bemühe dich also zuallererst um deinen inneren Frieden. Denn wer mit sich selbst in Unfrieden lebt, den treibt es hin und her und dieser Unfrieden wirkt sich auch auf seine Umgebung aus. Dann sagen wir, was wir nicht hätten sagen sollen. Dann sehen wir immer auf das, was andere tun sollten und versäumen dabei zu sehen, wo es an uns liegt, etwas zu tun. Wenn also solche Gedanken über dich kommen, verrichte einen positiven Akt durch ein Herzensgebet, damit du wieder zu dir selbst kommst und so zum Herrn, der in dir wohnt und der dein wahrer Friede ist.

Ich sah auf Jesus, und die Taube des Friedens flog in mein Herz. Corrie ten Boom

Spr 12,25: Sorge im Herzen bedrückt den Menschen, aber ein freundliches Wort erfreut ihn.

Sorgen: Sorgen bedrücken uns. Sorgen um das Morgen, Sorgen um Menschen, gegenstandslose Sorge. Sorge kann mich davon abhalten, den nächsten Schritt zu gehen. Mancher bleibt vor lauter Sorgen immer da, wo er ist, wo er sich auskennt. Sorgen macht sich vor allem derjenige, der beständig im Morgen lebt. Der Christ aber, der wirklich an die Liebe und Fürsorge Gottes glaubt, der lebt im Heute. Der freut sich heute über die Gegenwart Gottes. Der freut sich heute über seine Wohltaten. Er ist da. Er bleibt da. Er hält mich. Er trägt mich. Er führt mich. Das ist für mich das freundliche Wort

Angst und Sorgen entstehen immer dann, wenn ich mir die Zukunft ohne Jesus vorstelle. Sarah Young

Spr 12,28: Wer Gottes Willen tut, ist auf dem Weg zum Leben. Ihm kann der Tod nichts anhaben.

Gottes Willen: Der Wille Gottes kann tief verborgen liegen unter vielen Möglichkeiten. Weil er kein System von Regeln ist, sondern in den verschiedenen Lebenslagen ein jeweils neuer ist, darum muß immer wieder geprüft werden, was der Wille Gottes ist. Herz und Verstand, Beobachtung und Erfahrung müssen bei dieser Prüfung miteinander wirken, weil es hier nicht um das eigene Wissen um Gut und Böse geht, sondern um den lebendigen Willen Gottes geht. Es steht nicht im menschlichen Verfügen, sondern allein in der Gnade Gottes, daß wir seinen Willen erkennen. Weil diese Gnade jeden Morgen neu ist, darum steht es mit diesem Prüfen des Willen Gottes so ernst.Weil das Wissen um Jesus und seiner Liebe etwas Lebendiges ist, darum entsteht mit jedem neuen Tag die Frage, wie ich heute und hier in diesem neuen Leben mit Gott, mit Jesus Christus bleibe und bewahrt werde. Eben diese Frage aber ist der Sinn des Prüfens, was der Wille Gottes sei. Bonhoeffer

Kapitel 13

Spr 13,3: Wer seine Zunge im Zaum hält, bewahrt sein Leben. Ein Großmaul richtet sich selbst zugrunde.

Zunge im Zaum halten: Fast jeden Tag stelle ich in der abendlichen Rückbesinnung fest, dass das ein oder andere Wort unnötig oder dekonstuktiv war. Hin und wieder ist es gut für dich zu schweigen. Worte beinhalten auch das Schweigen. Ja, du kannst auch durch dein bewusstes Schweigen sprechen. Die Zunge ist schwer zu kontrollieren. Worte sind schnell gesagt und stehen dann im Raum. Manchmal ist es einfach besser zu schweigen und nicht alles und jeden zu kommentieren, zu diskutieren, zu kritisieren u.a. Die Weisheit besteht wohl darin, zu erkennen, wann es sinnvoll ist, zu schweigen und wann es aber unausweichlich ist, zu sprechen, denn es gibt auch das furchtbare Schweigen der Guten.

Spr 13,3: Wer den Mund halten kann, bewahrt sein Leben. wer ihn zu weit aufreißt, bringt sich ins Verderben.

Spr 13,9: Das Licht der Gerechten wird hell brennen.

Licht und Öl: Das damalige Licht benötigte Öl, um zu brennen. Das Öl, welches das Licht nährt, ist ein Bild für den heiligen Geist. Durch dessen Ausgießung möchte Gott den verglimmenden Docht in uns wieder zu heller Flamme anfachen. Durch seine Kraft sind wir.Menschen des Tages seien und Lichter für unsere Zeit. Hell brennen wir durch das Licht Christi. In ihm vollbringen wir Werke, die vor der Welt leuchten sollen.

Wo der Glaube an den kommenden Heiland vorhanden ist, da wohnt auch eine brennende Liebe zu den Hausgenossen im Herzen. Wo die Lichter des Glaubens im Herzen brennen, da brennt auch das Licht der Liebe zu denen allen, die uns anvertraut sind. Friedrich von Bodelschwingh 

Spr 13,16: Der Kluge überlegt, bevor er handelt. Der Leichtfertige stellt seine Dummheit offen zur Schau.

Der Kluge überlegt: Das lateinische Wort für Klugheit ist prudentia und meint Voraussicht. Klugheit handelt nicht impulsiv, sondern schaut voraus, bedenkt mögliche Konsequenzen. Klug ist nur der, der den größeren Horizont hat, der über den Augenblick hinaus schaut und die Zukunft und mögliche Folgen bedenkt. Lebe vorausschauend. Achte in deinem Leben darauf, dass du nicht überstürzt handelst. 

Kapitel 14

Spr 14,8: Die Weisheit lässt den Klugen erkennen, welchen Weg er gehen soll.

Gottes Wegführung folgen: Die Bitte um Wegführung am Morgen ist wichtig. Danach geht es darum, zu Hören. Folgen und  Vertrauen sind gefragt. Gottes Geist gibt dir Führung, wie du den heutigen Tag gestalten sollst, wenn du dich für ihn öffnest. Er hilft dir, wenn du bereit bist, dir helfen zu lassen. Wie das konkret aussieht, ist individuell. Evtl. geht es darum hier jemanden zu vergeben, dort Milde walten zu lassen, woanders wieder jemanden zur Hilfe zu eilen u.s.w. Vergessen wir dabei nicht: Der Weg, den er führt, ist immer ein Segensweg, der zum Ziel führt (im Gegensatz zu unseren selbst gewählten Wegen)

Spr 14,12: Mancher Weg erscheint dem Menschen richtig, aber zuletzt führt er ihn doch zum Tod.

Spr 14,13: Auch hinter Lachen kann sich Kummer verbergen.

Herz vor Gott ausschütten: Der Mensch hat Angst, sich so zu zeigen, wie er im Herzen fühlt. Gott lädt uns ein, vor ihm echt und wahrhaftig zu sein. Wir dürfen unser Herz von Gottes Heiligkeit durchleuchten lassen. Wenn wir Kinder Gottes sind, so bedeutet das nicht, dass wir uns immer gut fühlen werden. Wir müssen uns auch nicht immer gut fühlen. Doch wir leben dann im Glauben daran, dass Gott uns liebt und uns die Erfüllung im Leben schenken wird. Der gute Mensch ist der Mensch, der mit Gott lebt und sich von Gott beschenken lässt.

Spr 14,14: Der Abtrünnige bekommt, was er verdient und ebenso der gute Mann durch das, was er tut. Spr 14:14

Spr 14,15: Der Kluge gibt auf seine Schritte acht.

Achtsamkeit der Schritte: Der Kluge denkt nach, bevor er Entscheidungen trifft und reflektiert darüber, wo sie ihn hingebracht haben. Er glaubt nicht jedem Wort, sondern prüft es im Lichte Gottes. Aber Vorsicht: Als Tugend der Entscheidung beinhaltet die Klugheit immer auch das Risiko der Fehlentscheidung. Nicht der ist klug, der niemals irrt, sondern der, der es fertigbringt, seine Fehler zu berichtigen, und dabei auch die Möglichkeit in Kauf nimmt, zehnmal neu zu irren, anstatt sich in bequemes Nichtstun zu flüchten. Das größte Hindernis auf dem Weg zur Klugheit ist daher die Überheblichkeit, die meint, schon alles zu wissen. Wer sich für wissend hält, der hört nicht mehr hin. Der nimmt nicht mehr wahr.

Spr 14,21: Wer seinen Nächsten verachtet, der sündigt, aber wohl dem, der sich über den Elenden erbarmt!

Erbarmen dem Nächsten: Die Barmherzigkeit beinhaltet zwei Aspekte: den anderen geben, helfen, dienen und ebenso vergeben, verstehen. Geben und vergeben heißt zu versuchen, in unserem Leben einen kleinen Widerschein der Vollkommenheit Gottes, der überreichlich gibt und vergibt, abzubilden. Wir müssen daran denken, dass wir alle ein Heer von Begnadigten sind. Wir alle wurden mit göttlichem Erbarmen angeschaut. Wenn wir uns nun ehrlich dem Herrn nähern und genau hinhören, werden wir möglicherweise einige Male diesen Tadel vernehmen: Hättest nicht auch du mit deinem Mitknecht Erbarmen haben müssen, so wie ich mit dir Erbarmen hatte?

Spr 14,26: Wer den Herrn ehrt, lebt sicher und geborgen.

Sicherheit und Geborgenheit: Wir leiden an Enttäuschungen, nicht eingetroffenen Erwartungen, unseren eigenen Grenzen, Krankheiten und allerlei mehr. Das alles zusammen lähmt die Freude am Leben. Sorgen und Ängste brechen in uns auf. Da ist es eine Hilfe, um Gott zu wissen, der alles in seiner Hand hat. So können wir mit allem, was uns bewegt jetzt schon im Vertrauen zu Gott uns äußern. Bei ihm finden wir eine Offenheit für alles, was uns bewegt und bedrückt. Er reißt uns aus dem Augenblick der Enge heraus. Er nimmt uns in die Weite seiner Herrschaft, die auf seine neue Welt ohne Not, Leid und Tod zustrebt.

Wer mit Gott im Vertrauen lebt, der ist nie allein. Er ist letztlich geborgen unabhängig von den äußeren Umständen.

Spr 14,29: Der Langmütige ist reich an Einsicht.

Langmut: Selig ist jeder Mensch, der die Langmut sich erworben hat. Der Langmütige ist allzeit in freudiger, heiterer und sehr fröhlicher Gemütsstimmung. Denn er setzt seine Hoffnung auf den Herrn. Der Langmütige ist frei von allem Zorne. Denn er hält Alles aus. Darum entbrennt er nicht sogleich in Grimm, läßt sich nicht zur Beleidigung verleiten und durch leere Worte nicht leicht aufregen. Wird ihm ein Unrecht zugefügt, so betrübt er sich nicht darüber. Wenn man ihm Vorwürfe macht, wird er darüber nicht mürrisch. Durch die Langmut weiß er allzeit sich in Ruhe zu erhalten. Bei Beleidigungen spricht er Segen aus, bei Streitigkeiten bleibt er friedfertig. Wer den Weg der Langmut und Geduld gefunden, der hat den Weg des Lebens gefunden. Ephräm der Syrer

Spr 14,30: Wer gelassen und ausgeglichen ist, lebt gesund. Doch der Eifersüchtige wird von seinen Gefühlen zerfressen.

Gelassen leben: An uns ergeht die ernste Mahnung uns zu bemühen, dass wir bei aller Wandelbarkeit der Ereignisse beständigen und unerschütterlichen Gleichmut bewahren. Mag alles um uns herum dauernd sich ändern, wir müssen unveränderlich fest dabeibleiben, stets auf Gott hin zu schauen, zu streben und zu arbeiten. Es ist dabei sicher gut, eine große allgemeine Sehnsucht nach der äußersten Vollkommenheit christlichen Lebens zu haben. Man sollte aber nicht im Besonderen darüber philosophieren, sondern nur über unsere Besserung und unseren Fortschritt von Tag zu Tag bei den täglichen Geschehnissen. Franz von Sales

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste