Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

Sprüche Kap. 1 bis 4: Auslegung

Das Buch der Sprüche entstand im Zeitraum vom 9.-3. Jh. v. Chr. Es ist eine Zusammenstellung von Weisheiten, die uns damals wie heute Wegweisung und Orientierung im Lebensalltag bieten können. Ziel ist das Einüben in eine an Weisheit orientierte Lebenshaltung.

Kapitel 1

Spr 1,7: Alle Erkenntnis beginnt damit, dass man Ehrfurcht vor dem Herrn hat.

Ehrfurcht vor Gott: Ehrfurcht vor Gott meint nicht Angst vor Gott zu haben, sondern beinhaltet die Sorge, jene Liebe, auf die unser Leben gegründet ist, mit Füssen zu treten. Ehrfurcht vor Gott ist dieses Bewusstsein für die eigene Verantwortung für das, was mir anvertraut ist. Dir ist etwas anvertraut! Lebst du in dieser Ehrfurcht vor Gott, dann wird er dich leiten in der Erkenntnis seiner selbst und damit in der Erkenntnis was gut und recht ist, zu tun hinsichtlich dessen, was dir anvertraut ist. Diese Erkenntnis, die er täglich neu schenkt, ist uns zugesagt und lässt in unserer Seele Ruhe und Sicherheit einkehren, lässt uns selbst im Unglück seine Geborgenheit erfahren, weil wissen: er lenkt und hilft uns. Gott liebt uns. Er weiß besser als wir selbst, was uns not tut.

Begreife ich, habe ich die Erkenntnis, die Weisheit, dass ich als kleiner Mensch, diesem großen Gott gegenüberstehe? Ein Gott, der mich geschaffen hat, der mich gewollt hat, der mir das Leben schenkte. Begreife ich, dass er mein Leben vorbestimmt hat und der weiß, wann mein Leben auf dieser Erde zu Ende ist, zu dem Zeitpunkt, an dem er mich ganz zu sich ruft. 

Spr 1,33: Wer aber auf mich hört, lebt ruhig und sicher, vor keinem Unglück braucht er sich zu fürchten.

Kapitel 2

Spr 2,1-5: Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir bewahrst, sodass du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz der Einsicht zuwendest; wenn du um Verständnis betest und um Einsicht flehst, wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschst wie nach Schätzen, dann wirst du die Furcht des Herrn verstehen und die Erkenntnis Gottes erlangen. Spr 2:1‭-‬5

Gabe der Weisheit: Die erste Gabe des Heiligen Geistes ist also die Weisheit. Es handelt sich aber nicht einfach um die menschliche Weisheit, die Frucht von Wissen und Erfahrung ist. In der Bibel wird berichtet, dass Salomo im Augenblick seiner Krönung zum König von Israel die Bitte um die Gabe der Weisheit ausgesprochen hat (vgl. 1 Kön “ 3,9). Und die Weisheit ist genau das: Sie ist die Gnade, alles mit den Augen Gottes sehen zu können. Sie ist einfach das: die Welt, die Situationen, die Zusammenhänge, die Probleme, alles mit den Augen Gottes zu sehen. Das ist die Weisheit. Manchmal sehen wir die Dinge nach unserem Gutdünken oder nach unserer Herzenslage, mit Liebe oder mit Hass, mit Neid… Nein, das ist nicht das Auge Gottes. Die Weisheit ist das, was der Heilige Geist in uns wirkt, damit wir alle Dinge mit den Augen Gottes sehen. Das ist die Gabe der Weisheit. Papst Franziskus

Spr 2,1: Höre auf mich und befolge meine Ratschläge!

Das Wort bewahren: In einer anderen Übersetzung heißt es, dass wir sein Wort „bei uns verwahren“ sollen, d.h. wir sollen es nicht nur Lesen, sondern in unser Herz aufnehmen. Ein guter Weg ist dabei bestimmte Worte der Schrift so sehr zu verinnerlichen, dass man sie auswendig kann. Ein Schatz, der dann ohne Buch oder Bibelapp immer parat und da ist. „Niemand kann dir die Bibeltexte rauben, die du auswendig gelernt hast.“(Corrie ten Boom). Aber Vorsicht: es geht nicht darum möglichst viele auswendig zu lernen, sondern lieber wenige, die aber dann im Herzen tragend.

Spr 2,2: Nimm dir die Lebensweisheiten zu Herzen.

Spr 2,5: Dann wirst du den Herrn immer besser kennen lernen und Ehrfurcht vor ihm haben.

Den Herrn kennen lernen: Wer sucht, wird mit Sicherheit finden. Wer sich bemüht, in eine Beziehung zum Herrn zu kommen und Gott immer besser kennen zu lernen, ist noch nie enttäuscht worden. Der Mensch, der Gott sucht, hat ihn bereits gefunden. Christus offenbart den Vater allen, die an ihn glauben. Christus kennen heißt Gott kennen. Erkennen ist in der Bibel kein gedanklicher Vorgang, sondern ein vertrauter, persönlicher Umgang, aus dem heraus er uns hilft, gut und recht zu leben: „Aufrichtigen Menschen schenkt er Gelingen. Er hilft allen, die so leben, wie es ihm gefällt.“ Spr 2:7

Wir glauben, um zu erkennen; wir erkennen nicht, um zu glauben. Augustinus

Spr 2,9: Wenn du auf mich hörst, wirst du erkennen, was richtig, gerecht und gut ist.

Hören auf Gott: In den ersten zwei Kapiteln steht das Hören auf Gott im Mittelpunkt. Dieses Hören ist unser Wegweiser im Leben, zeigt uns was richtig und gut ist. Dieses Hören bedeutet, dass in allem Handeln unser Auge vertrauensvoll auf Gott ruht. Beten heißt hier, auf seine Wegweisung und seine Instruktionen hören, mit einem Herzen, das ihm zugewandt ist, indem wir die Heilige Schrift nicht auf akademische, sondern auf geistliche Weise lesen. So lernen wir, Jesus zu begegnen, der anwesend ist und zu uns spricht und zwar sehr konkret. Glauben heißt auf ihn hören, ihn erkennen, ihm vertrauen.

Spr 2,11: Deine Umsicht und Besonnenheit werden dich schützen.

Besonnenheit: Um auf Gottes Wort zu hören, reicht nicht allein der Vorsatz, sondern ich muss eine Haltung entwickeln, die dieses Hören und danach Handeln begünstigt. Die wichtigste Haltung ist hier die Besonnenheit. Handle ich zu schnell und impulsiv, gebe ich dem Wort Gottes keinen Raum, sich zu entfalten. Besonnenheit dagegen ist die überlegte, selbstbeherrschte Gelassenheit, die besonders auch in schwierigen Situationen den Verstand die Oberhand behalten lässt, um vorschnelle und unüberlegte  Entscheidungen  oder Taten zu vermeiden. Besonnenheit ist die Fähigkeit, zu überlegen, bevor man reagiert. Besonnenheit bedeutet einen Moment oder länger innezuhalten, um zu fragen: Gott, was willst du? Impulsives Verhalten dagegen schadet oft, besonders in zwischenmenschliche Beziehungen.

Drücke den Pfeil zu schnell nicht ab, der nimmer zurückkehrt! Glück zu zerstören, ist leicht, wiederzugeben so schwer. Johann Gottfried von Herder

Spr 2,20: Suche stattdessen nach guten Vorbildern, die dir zeigen, wie man ein rechtschaffenes Leben führt.

Vorbilder suchen: Die Zukunft ist das Zeitfenster, in dem wir uns immer wieder entscheiden können, die Dinge anders zu machen. Ich übernehme die Verantwortung für mich selbst. Kein anderer bestimmt, was ich denke, fühle und tue. Ich bin Gestalter meines Lebens und es ist meine Entscheidung, dies unter der Führung Gottes zu tun. Aber ich lebe nicht für mich allein, sondern immer in Gemeinschaft. Niemand ist eine Insel. Alles wirkliche Leben ist Begegnung. Soziale Netze geben emotionale Stabilität und können uns in unserem Verhalten positiv beeinflussen.  Der heutige Bibelvers rät uns, uns mit Menschen zu umgeben, die ebenso auf dem Weg des Guten gehen und uns so ein Vorbild sein können.

Wem bist du Vorbild? Wer ist dir ein Vorbild?

Kapitel 3

Spr 3,1;3: Vergiss meine Lehre nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote! Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens.

Gottes Gebote im Herzen: Die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Gottes Gebote im Herzen zu bewahren, bedeutet, dass die Liebe der Massstab all meines Handelns ist und mich führt. Das Gebot der Liebe binden wir uns um den Hals, d.h. die Liebe ist immer nah und wirkt und handelt in all unseren Facetten des Alltags. Sie bestimmt unser Denken, unser Leben und unser Handeln. Würde Sie dies nicht tun, wäre sie nur eine leere, lieb gemeinte Wortfloskel. Gottes Lehre sollen wir nicht vergessen, d.h. die Liebe kommt immer und zuerst von ihm. Zuerst Geliebte, dann Liebende sind wir. Darum beten wir: Gott, unser Vater, steh deinen Dienern bei und erweise allen, die zu dir rufen, Tag für Tag deine Liebe. 

In unserer neuen Beziehung zu Gott als Seine Kinder stehen wir unter dem Gesetz der Liebe. Robert Cleaver Chapman

Spr 3,5: Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand.

Vertraue auf den Herrn: Das Wort Vertrauen bedeutet fest werden. Diese Festigkeit entsteht und wächst, indem du täglich neu das Vertrauen wagst, mögen deine Umstände und Lebenssituationen auch mal düster sein. Verliere trotzdem nicht das Vertrauen, sondern nehme im Gegenteil mit aller Kraft den Weg wieder auf. Christus geht dir voran und begleitet dich. Vertraue auf seine immerwährende Gegenwart. Das ist Glauben. Das ist Gebet als vertrauende Bitte des Kindes zum Herzen seines Herrn. 

Das Gebet ist niemals demonstrativ, weder vor Gott, noch vor uns selbst, noch vor anderen, sondern schlicht das vertrauende Hineinwerfen meiner Selbst in seine Güte, das Loslassen meiner Selbst, um mich in ihm neu zu finden. Bonhoeffer

Spr 3,6: Such ihn zu erkennen bei dem, was du tust, dann räumt er dir die Hürden aus dem Weg!

Gott im Leben erkennen: Viele glauben nicht an die göttliche Vorsehung, weil sie niemals eine Erfahrung mit ihr gemacht haben, aber sie machen keine Erfahrung von ihr, weil sie niemals den Sprung ins Leere wagen, diesen Schritt des Glaubens, sie lassen der Vorsehung niemals die Möglichkeit des Eingreifens: sie berechnen alles, treffen Vorsorge für alles, suchen alle Probleme allein zu lösen, wobei sie nur auf sich selbst zählen statt auf Gott. So lange ein Mensch, der mit einem Fallschirm springen soll, sich nicht ins Leere gestürzt hat, kann er nicht fühlen, ob die Stricke des Fallschirms ihn halten, denn dieser hatte ja noch nicht die Möglichkeit zu öffnen. Zuerst muss man springen, und erst dann kann man sich gehalten fühlen. Jacques Philippe

Spr 3,11-12: Mein Sohn, wenn der Herr dich zurechtweist, dann sei nicht entrüstet und sträube dich nicht, denn darin zeigt sich seine Liebe. Wie ein Vater seinen Sohn erzieht, den er liebt, so erzieht dich auch der Herr.

Erziehender Gott: Wer mit Gott lebt muss damit rechnen ermahnt zu werden. Das geschieht nicht auf harte Weise sondern meist durch die sanfte Stimme des Heiligen Geistes, dadurch, dass der innere Frieden erschüttert ist, oder man merkt „dass etwas nicht stimmt. 

Spr 3,23: Dann wirst du sicher auf deinem Weg gehen, und dein Fuß stößt nicht an.

Spr 3,26: Der Herr wird deine Zuversicht sein und deinen Fuß bewahren vor dem Fallstrick.

Zuversicht: Zuversicht kommt von sehen. Ich sehe zu, wie Gott alles lenkt und leitet, wie er alles zum Guten wendet. Die Zuversicht sieht mehr als das bloß Vorhandene. Sie sieht mehr als die Probleme. Sie sieht zusätzlich zu allem Äußeren die innnerste Wirklichkeit aller Dinge, sie sieht den Dingen auf den Grund. Sie vertraut auf Gott, der mit uns durch diese Welt geht. “Herr, du allmächtiger Gott, glücklich ist jeder, der sich auf dich verlässt!” (Ps 84:13). Dieses innere Sehen auf Gottes Lenkung ist eine Haltung. Das kennzeichnende an dieser Haltung ist, dass sie sich diese über eine längere Zeit entwickelt. Die Haltung der Zuversicht gilt es so täglich neu einzuüben. Ein großes Vorbild in dieser Haltung ist und bleibt Maria.

Wir dürfen wissen, daß Gott weiß, was wir bedürfen, ehe wir darum bitten. Das gibt unserem Gebet größte Zuversicht und fröhliche Gewißheit. Bonhoeffer

Spr 3,27: Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag.

Die Welt ist immer so wie du: Hilfst du anderen, hilfst du dir selbst, liebst du andere, liebst du dich selbst, haßt du den anderen, haßt du dich selbst. Verletzt du den anderen, verletzt du dich selbst. Es geht um eine tief gehende Einheit zwischen uns Menschen. Es liegt an uns, ein Gespür für diese Einheit zu nähren, denn es kann verloren gehen. Hilf uns dabei Herr, sind wir doch ein Leib in dir und mit dir als Haupt! 

Die Welt ist immer so wie du: Ein Lächeln und sie lacht dir zu, ein wenig Trotz, ein wenig Zorn und statt der Rose blüht der Dorn. Simon Dach

Spr 3,29: Ersinne nichts Böses gegen deinen Nächsten.

Sich um Frieden bemühen: Bewahrst du Frieden in dir, dann kannst du auch Frieden in anderen bewirken. Bemühe dich also zuallererst um deinen inneren Frieden. Denn wer mit sich selbst in Unfrieden lebt, den treibt es hin und her und dieser Unfrieden wirkt sich auch auf seine Umgebung aus. Dann sagen wir, was wir nicht hätten sagen sollen. Dann sehen wir immer auf das, was andere tun sollten und versäumen dabei zu sehen, wo es an uns liegt, etwas zu tun. Wenn also solche Gedanken über dich kommen, verrichte einen positiven Akt durch ein Herzensgebet, damit du wieder zu dir selbst kommst und so zum Herrn, der in dir wohnt und der dein wahrer Friede ist. 

Spr 3,30: Fange mit keinem Menschen ohne Ursache Streit an, wenn er dir nichts Böses zugefügt hat.

Kapitel 4

Spr 4,18-19: Wer aber Gott gehorcht, dessen Leben gleicht einem Sonnenaufgang: Es wird heller und heller, bis es lichter Tag geworden ist.

Leben als Sonnenaufgang: Die Sonne ist nicht plötzlich da. Sie geht langsam auf. Wir legen unseren alten Menschen nicht von jetzt auf gleich ab, es ist ein Prozess, der Schritt für Schritt vor sich geht. Wir brauchen Mut und Geduld, da wir immer wieder mit unseren vielfältigen Schwächen konfrontiert werden. Lebenslang. Das Bemühen um die Reinigung unserer Seele wird nur mit unserem Leben ein Ende finden. Jeden Tag arbeiten wir an uns, Stückchen für Stückchen. Wir dürfen niemals davon ausgehen, wir könnten an einem Tag all unsere Schwächen ablegen, aber halten wir im Bemühen und im Willen an unserem Weg fest, so werden wir heller und heller gleich dem Aufgang der Sonne.

Spr 4,29-21: Achte auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden! Bewahre sie im Innersten deines Herzens!

Achte auf Gottes Worte: Bitte Gott, dir eine neue Liebe für sein Wort zu geben. Tränke dein Herz und deine Gedanken jeden Tag mit seinen lebensspendenden Worten. In Christus ist Gottes Wort als Person da. Gottes Wort ist das eigentliche Licht, das der Mensch braucht. Dieses Wort ist in ihm, dem Sohn, gegenwärtig. Neige also dein Ohr. Das Beste und Herrlichste, wozu man in diesem Leben gelangen kann, ist, dass du schweigst und Gott wirken und sprechen lässt, so dass du immer tiefer zu Christus geführt wirst, um in ihm zu leben.

Das Wort Gottes, die Bibel enthält Worte, die heilsam sind für Körper, Geist und Seele. Es ist eine Medizin, die Heilung in deinem Körper, deiner Seele und deinem Geist bewirken kann. Einnahmeempfehlung: am besten täglich, Überdosierung ist nicht möglich Nebenwirkungen: Freude, Friede, Glaube, Hoffnung, Liebe, Ruhe, Mut, Freiheit u.v.m. Ulrike Puintner

Wie kann sich die Wirkung von Gottes Wort am besten entfalten? Ich sollte es so lange einnehmen, bis es in meinem Herzen angekommen ist. Wenn ich die Verse lese, sie aber nur Kopfwissen bleiben, nützen sie mir nicht. Ich sollte solange darüber nachsinnen, meditieren, sie in meinem Inneren bewegen, bis sie vom Kopf ins Herz gelangt sind und ich sie verinnerlicht habe und der heilige Geist mir die Wahrheit zeigt und offenbart. Mit meinem kleinen Verstand allein kann ich die Worte nicht begreifen, ich brauche die Führung vom heiligen Geist. Ulrike Puintner

Spr 4,23: Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.

Achte auf dein Herz: Dein Herz spielt eine wichtige Rolle in deinem täglichen Leben, denn alles, was du denkst, sagst, fühlst und tust, spiegelt dein Herz wider. Es zu behüten, bedeutet, dass wir achtsam auf seinen Zustand zu schauen: ist es ruhig und ausgeglichen, sprechen wir ein „Gott sei’s gedankt“, ist es aufgewühlt und unruhig, sprechen wir dies ebenso, denn Gott bedient sich dieser Unruhe unseres Herzens, um Gutes in uns zu bewirken. 

Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir unser Herz öffnen für das Licht von oben. Edith Stein

Spr 4,23: Achte auf deine Gedanken.

Achte auf deine Gedanken: Versuche stets ermutigend und beruhigend zu denken. Auch in schwierigen Situationen lassen sich stets positive Aspekte erblicken und sei es, dass wir innerlich daran wachsen. Wir werden hier auf der Erde nie frei sein von Stress und Druck, von Konflikten und Widrigkeiten, aber wir können daran arbeiten, mit diesen Problemen besser umgehen zu können. Bevor wir all zu schnell ins Jammern geraten, können wir unseren Blick darauf hin schulen, welcher Gewinn in einer Schwierigkeit steckt. 

Man muss sich durch die kleinen Gedanken, die einen ärgern, immer wieder hindurchfinden zu den großen Gedanken, die einen stärken. Bonhoeffer

Spr 4,24: Tue hinweg von dir die Falschheit des Mundes.

Sagen, was ich meine: Liebe kann sich nur in der echten Begegnung ereignen. Das erfordert immer wieder auch Mut zur Echtheit, zur Nähe, zur Auseinandersetzung u.a. Aufgesetzte Liebduselei verhindert Begegnung. Also habe Mut, das zu sagen, was du meinst und handele danach. Tut der andere das ebenso, dann besteht die Möglichkeit, dass echte Begegnung statt findet. Und nur in der echten Begegnung kann Liebe sich ereignen, aufblühen und Realität werden. Es gehört aber auch zur schmerzhaften Realität, dass der andere diese Möglichkeit der Begegnung für sich verneinen kann. Der Mensch ist in seinem Willen frei.

Der Ursprung allen Konfliktes zwischen mir und meinen Mitmenschen ist, dass ich nicht sage, was ich meine und dass ich nicht tue, was ich sage. Martin Buber

Spr 4,25: Lass deine Augen geradeaus schauen und deine Blicke auf das gerichtet sein, was vor dir liegt!

Achte auf deine Augen: Augen werden nicht satt und suchen immer neue Anregungen. Die Lust der Augen ist eine gefährliche Realität, die uns dazu bringen kann, die Welt mehr zu lieben als Gott. Wir wollen dann dies oder jenes kaufen, das Neueste wissen, die Anerkennung aller haben u.v.m. Wie wir für die Worte verantwortlich sind, die aus unseren Mund herauskommen, so auch für die Dinge, die durch unsere Augen in uns hineinkommen und unser Begehren wecken wollen. Unsere Augen müssen den geraden Weg im Blick behalten. Dieser gerade Weg ist Christus.

Die Augen sind die Fenster der Seele. Hildegard von Bingen

Spr 4,26: Wähle sorgsam deine Schritte und weiche nicht vom rechten Weg ab!

Schritt für Schritt mit Gott: In der Nachfolge Christi schreiten wir nicht unsere eigenen Wege, sondern folgen ihm nach und er führt uns. Wo hat dich Gott schon überall hingeführt? Gottes Weisungen für unser Leben befreien uns von den selbst gemachten Plänen und Konflikten. Sie machen unsere Schritte sicher und unseren Weg fröhlich, denn es sind ja Gottes Wege. Und hier und da gibt er uns klare Zeichen, dass er uns ganz eng begleitet. 

Gestern zum Beispiel fand ich auf der Heimfahrt von meiner Schwester, mit der ich u.a. über den Frieden mit sich selbst, mit dem nächsten und mit Gott sprach, eben nicht ganz zufällig, sondern gottgeführt einen Stein auf einer Autobahn-Raststätte mit den Worten: Frieden mit Gott durch Jesus Christus (Röm 5,1)

Spr 4,27: Schau weder nach rechts noch nach links und halte dich vom Bösen fern.

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Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste