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1. und 2. Chronik – Auslegungen

1. Chronik

1. Chronik 1,1: Gott liebt jeden Einzelnen

Dies ist das Verzeichnis von Adams Nachkommen. 1. Chronik 1:1

Die lange, lange Aufzählung der Namen zeigt, dass Gottes Interesse nicht nur dem Volk gilt, sondern auch Einzelnen. Obwohl seit Adam Milliarden von Menschen gelebt haben, kennt Gott ihre Gesichter alle und erinnert sich an den Namen jeder einzelnen Person. Jeder von uns ist mehr als nur ein Name auf einer Liste. Wir sind individuelle Menschen, die Gott kennt und liebt. Wenn wir seine Liebe erkennen und annehmen, entdecken wir sowohl unsere Einzigartigkeit als Individuen als auch unsere Solidarität mit dem Rest der Familie Gottes.

Gott liebt jeden einzelnen von uns so, als gäbe es außer uns niemanden, dem er seine Liebe schenken könnte. Augustinus

1. Chronik 16,1: Bundeslade und Maria

Die Leviten trugen die Bundeslade in das Zelt, das David für sie errichtet hatte, und stellten sie auf den vorgesehenen Platz in der Mitte. 1. Chronik 16:1

Die Bundeslade ist ein Vorausbild Mariens: Klein und unscheinbar wie die Bundeslade hüllt Mariens Leib den kommenden Gottessohn ein, sie trägt ihn durch ihre kleine Welt, zuerst zu ihrer Verwandten Elisabeth, dann nach Betlehem. Darauf dann nach der Geburt trägt sie ihn nach Ägypten und wieder zurück. Wahrlich ein wandernder menschlicher Tempel, der das Gottes Gegenwart in Fleisch und Blut birgt und beschützt. So wird Maria zum menschlichen Inbild und Sinnbild der Gegenwart des Lebens, das von Gott kommt.

1. Chronik 16,8: Mit Psalmen anbeten

Preist den Herrn und rühmt seinen Namen. 1. Chronik 16:8

Alle, die seine Nähe suchen, sollen sich freuen! (16:10) Wendet euch immer wieder an ihn! (16:11) Auf der ganzen Welt hat er das letzte Wort. (16:14) Verkündet jeden Tag: Gott ist ein Gott, der rettet! (16:23) Seine Stärke und Freude erfüllen den Ort, wo er wohnt. (16:27) Werft euch vor ihm nieder. (16:29) Der Herr allein ist König! (16:31) Er ist gut, und seine Gnade hört niemals auf. (16:34)Betet zu ihm: Rette uns, Gott, du allein kannst uns helfen! (16:35)

1. Chronik 28,15: Nur Gast auf Erden

Wir sind vor dir nur Gäste auf dieser Erde. […] Unser Leben ist vergänglich wie ein Schatten. Dem Tod können wir nicht entfliehen. 1. Chronik 29:15

Mein Leben ist Geschenk und Aufgabe. Nicht immer scheint die Sonne und weite Strecken ist es mühsam. Es ist ein Unterwegs sein mit mancherlei Beschwerden. Das Leben ist flüchtig. Nichts ist von Dauer. Betrachte dich als einen Gast auf Erden. Halte dir dein Herz frei und richte es empor zu Gott. Denn du hast hier keine bleibende Stätte. Nur in der Beziehung mit Gott können wir etwas Bleibendes finden. Obwohl wir Gast sind, richten wir uns ein. Bei allen Beschwerden hängen wir sehr an unserem Leben und können uns nur schwer vorstellen, dass wir wieder gehen müssen. Doch unser Weg führt nicht ins Nichts. Er führt uns heim.

2. Chronik

2. Chronik 16,9: Ungeteiltes Herz

Die Augen des Herrn durchlaufen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. 2. Chronika 16,9

Der Herr möchte, dass wir ein ungeteiltes Herz für Ihn haben. Er hat uns zuerst geliebt. Darum gehört Ihm unsere volle Liebe, unser ganzes Herz. Wenn wir Ihm den ersten Platz geben, bekommt auch alles andere die richtige Priorität und wir folgen Ihm mit Freude nach. Deshalb fordert Er uns auf: «Gib mir, mein Sohn, dein Herz!» (Sprüche 23,26). Das bedeutet, dass wir uns ganz dem Herrn Jesus ausliefern und uns seiner Autorität beugen, damit Er über unser Leben bestimmen und uns segnen kann.

Die Augen des Herrn durchstreifen die ganze Erde, um sich mächtig zu erweisen an denen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. 2. Chronik 16:9

Die Augen Gottes sind stets offen. Immer ist er auf der Suche nach dir und mir. Er verlangt danach, dass unser Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist, dass wir ihm alles übergeben, uns voll und ganz auf ihn stützen. Ja, Gott liebt uns, und gerade deshalb wartet er darauf, daß wir zu ihm zurückkehren, daß wir das Herz für seine Liebe öffnen, daß wir unsere Hand in die seine legen und uns daran erinnern, daß wir seine Kinder sind. In das Herz des Menschen ist unauslöschlich die Hoffnung eingeschrieben, da Gott, unser Vater, das Leben ist, und für das ewige und selige Leben sind wir geschaffen.

Mein Gott, ich übergebe Dir alles, was mir an diesem Tag geschehen wird.

2. Chronik 17,6: Mut gewinnen

Sein Herz gewann Mut auf den Wegen des Herrn. 2. Chr 17,6

Auf unserem Lebensweg begegnen uns Ereignisse, die Angst machen oder uns erschüttern. Angst darf sein, ist aber nicht das letzte Wort. Der Mutige hat sehr wohl Angst. Mut aber ist Angst, die gebetet hat. Und auf den Wegen des Herrn machen wir stets die Erfahrung, dass er uns hilft und dass lässt Zuversicht und Mut in uns wachsen. Nur eines ist wichtig: Gott zu vertrauen, ihn mehr handeln zu lassen.

Der Herr ist gut, in dessen Dienst wir stehn, wir dürfen ihn gar Abba, Vater nennen; wenn wir nur treu auf seinen Wegen gehen, so lernen wir die ewge Liebe kennen. Dies Wort gibt uns im Kampfe Kraft und Mut: Der Herr ist gut. Johann Jakob Rambach

2. Chronik 20,17: Rettung durch Gott

Seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist! 2. Chr 20:17

Bauen wir auf Gottes Gnade. Er hilft uns. Er hält nicht alles von uns fern. Immer wieder gibt er uns Gelegenheit zum geistigen Kampf, vor allem und häufig in den kleinen Dingen, wo es im Alltag ein wenig Geduld braucht, ein wenig Sanftmut, ein wenig Ertragen, ein wenig Liebe. Dadurch wachsen wir, indem wir mit Gottvertrauen und Beharrlichkeit das Gute üben. Sind wir hier nachlässig und murren schon über kleinste Unannehmlichkeiten, die uns das Leben z.B. durch andere Menschen zumutet, wie wollen wir da wohl inneren Frieden erlangen? Inneren Frieden erlangen wir nur im inneren Kampf mit uns selbst, unseren Schwächen und Leidenschaften mit dem Wissen, dass wir nicht für uns allein kämpfen, sondern den Herrn an unserer Seite haben, der unsere Rettung ist.

2. Chronik 36,19: Vernichtung Jerusalems

Sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder. 2. Chronik 36:19

Die Babylonier verschleppen die jüdische Oberschicht. Der Tempel und Jerusalem werden zerstört. Die tief einschneidende Erfahrung des Exils beginnt (597 – 539 v. Chr.). Äußerlich bestanden für die Juden in Babylon komfortable Lebensumstände. Sie konnten ohne Zwang Handel, Landwirtschaft und Häuserbau betreiben. Die Juden assimilierten sich recht schnell. So fand man in Schriftzeugnissen Namen, die belegen, dass Juden im Hofstaat und Militär von Nebukadnezar II. Karriere machen konnten.

Den Überrest derer aber, die dem Schwert entkommen waren, führte er nach Babel hinweg 2. Chronik 36:20