Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

7. Weg der Einfachheit (16.7)

Ihm allein sollst du dienen. Lk 4:8

Ich empfehle dir die Tugend der Einfachheit. Schaue auf den Weg vor dir und nicht auf die in weiter Ferne drohenden Gefahren. Es scheinen die ganze Armeen zu sein. Es sind doch nur zugestutzte Weiden. Während du auf sie schaust, könntest du leicht einen Fehltritt tun. Wir wollen nur die feste und allgemeine Absicht haben, Gott von ganzem Herzen und mit unserem ganzen Leben zu dienen. Ich lebe in diesem Augenblick und werde ihn mit Liebe füllen. Die Art und Weise, in der dies konkret wird, ist folgende: Nütze jeden Tag die Gelegenheit, um kleine Dinge in großartiger Weise zu erledigen.

Wenn man zu weit in die Zukunft schaut, läuft man Gefahr, den Mut zu verlieren. Johannes XXIII

6. Nochmals: Gegen die Sorge um das Morgen (15.7)

Sorgt euch also nicht um das, was morgen sein wird! Mt 6:34

Dieses Wort von Jesus bezieht sich nicht nur auf Nahrung und Kleidung, sondern auch auf unser geistliches Leben. Fragt euch also jemand: Was wollt ihr morgen tun?, dann sollt ihr antworten: Heute tu ich das, was mir für heute aufgetragen ist. Was ich morgen tun werde, weiß ich nicht, weil mir nicht bekannt ist, welchen Auftrag ich morgen erhalten werde. Wer das Morgen so ganz in die Hand Gottes legt und heute ganz empfängt, was er zum Leben braucht, der allein ist wahrhaft gesichert. Wo diese echte Gelassenheit herrscht, kann es keine Unzufriedenheit und keine Vergrämtheit geben.

Schiebe nicht die Wolken von morgen über die Sonne von heute. Arabisches Sprichwort

Gestern ist vorbei, morgen ist noch nicht da, und heute hilft der Herr. Hermann von Bezzel

5. Jeden Morgen neu (14.7)

Achtet also auf die Gelegenheiten, die Gott euch gibt. Röm 13:11

Worte von Frère Roger Schutz: Wenn der Mensch sein Augenmerk darauf richtet, was ihm das Morgen alles bringen könnte, wird er von Unruhe gepackt. Er kann den Tag, der ihm heute gegeben ist, nicht mehr gut leben, denn er wird hin und her gerissen zwischen den entgegengesetzten Blickrichtungen von Vergangenheit und Zukunft, er lebt wie mit gelähmten Gliedern. Wer aber das Heute des Evangeliums lebt und in der Frische eines jeden Morgens den anbrechenden Tag wie eine Blume pflückt, wird mit Mut und immer neuem Elan den Weg auf Christus hin gehen können.

4. Nur das Heute gut machen (13.7)

Morgen für Morgen sammelte nun jeder so viel er brauchte. Ex 16:21

Haben Sie doch keine Sorge um das Morgen. Denken wir nur daran, das Heute gut zu machen; und wenn der morgige Tag kommt, heißt auch er wieder heute und dann werden wir an ihn denken. Auch darin müssen wir großes Vertrauen und große Hingabe an die Vorsehung Gottes haben. Wir sollen Vorräte an Manna nur für einen Tag und nicht für länger anlegen und zweifeln wir doch nicht daran, Gott wird morgen und übermorgen und alle Tage unserer irdischen Wanderschaft neues Manna regnen lassen. Franz von Sales

Mögest du jene Geschenke bedenken, die du erhalten hast und die Liebe weiterleiten, die dir gegeben wurde. Teresa von Ávila

3. Die Gelegenheiten nutzen (12.7)

Nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt! Kol 4:5

Worte von Maximilian Kolbe: Wir müssen uns in jedem gegenwärtigen Augenblick heiligen, denn wir wissen nicht, ob wir über den nächsten Moment noch verfügen werden. Jetzt müssen wir uns heiligen. Denn wir sind nicht sicher, ob uns der Abend noch gehören wird. Je besser wir unsere Standespflichten erfüllen, desto besser geben wir Gott die Ehre. Dieser gegenwärtige Augenblick ist sehr kostbar, und wir müssen uns oft daran erinnern, dass wir uns in ihm heiligen müssen. Wenn unsere Seele sich jeden Augenblick heiligen will, fängt sie an, eine neue Welt zu entdecken, einen Schatz von Gedanken und Vollkommenheiten.

Jesus Christus wird dich tiefer und tiefer heiligen, bis Jesus dein Alles ist. Es ist ein Prozess täglich neuer Hingabe, täglicher Übung im Glauben und im Gehorsam. Corrie ten Boom

2. Wert des gegenwärtigen Augenblicks (11.7)

Betrachtet euch vielmehr als Sklaven des Christus, die Gottes Willen von Herzen gern tun. Eph 6:6

So viele Gedanken schwirren oft in unserem Kopf. Was könnte passieren? Was denken die anderen von mir? Was kommt noch alles auf mich zu? All diese Gedanken sind oft zu nichts nütze und ziehen uns darüber hinaus weg von dem, was jetzt da ist, was jetzt gelebt werden will. Der wichtigste Gedanke ist, zu wissen, dass nur der gegenwärtige Augenblick uns gehört. Wir leben voll und ganz den gegenwärtigen Augenblick, wenn wir den Willen Gottes tun und zwar in dem konkret vor mir liegenden Augenblick, der allein uns mit Gott verbindet.

Der Wert des gegenwärtigen Augenblickes hängt nicht davon ab, was wir tun oder wie wir es tun, sondern davon, ob wir aus Liebe zu Gott arbeiten oder aus Liebe zu uns selbst. Maximilian Kolbe

1. Die Bedeutung des Augenblicks (10.7)

Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit. Eph 5:16

Der Spruch „Carpe diem“ ist bekannt: übersetzt heisst er Pflücke bzw. Nutze den Tag. Um den Tag nicht einfach so dahin zu leben, ist es hilfreich, die Bedeutung des Augenblicks zu meditieren. Carpe momentum. Ein Tag besteht aus so vielen Augenblicken, die gelebt ja gepflückt werden wollen, wo wir bisweilen schlecht davon Gebrauch machen, aber immer wieder neu die Chance zum bestmöglichen Gebrauch haben. Jeder Augenblick, der vor uns liegt, kehrt nicht mehr zurück. Wenn er gut gelebt wird, kann er für die Ewigkeit zählen. Jeder Moment liegt in unserer Hand, aber wir vergessen es oft. Es gibt keinen Augenblick in unserem Leben, in dem wir nicht einen neuen Weg einschlagen könnten.

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Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste