Tägliche Andacht mit Wochenthema und Bibelkommentar

8. Ich bin mit dir (15.6)

Eines Nachts sprach der Herr in einer Vision zu Paulus: Hab keine Angst! Predige weiter und schweige nicht! Ich bin bei dir, und niemand kann dir etwas anhaben. Apg 18:9-10

Von Athen aus ging Paulus nach Korinth. Eineinhalb Jahre wird er hier bleiben, um die Gemeinde zu stärken. Wie überall hat er es aber auch mit heftigsten Anfeindungen zu tun. Der Herr selbst begegnet ihm stärkend mit dem herrlichen Versprechen: Ich bin mit dir! Dass Jesus mit uns ist, bedeutet also nicht, dass wir keine Schwierigkeiten bekommen. Aber es bedeutet, dass er in den Schwierigkeiten zu uns steht und uns Kraft und Durchhaltevermögen gibt. Das sollten wir uns in den Schwierigkeiten unseres Lebens immer wieder bewusst machen. Dass Jesus nun tatsächlich mit uns ist, hat er uns fest versprochen. Wenn wir verstehen, was das bedeutet und wer es sagt, soll uns das genügen.

Gott nimmt Schweres nicht weg, sondern trägt uns durch. Philipp Mickenbecker

7. Gott ist jedem von uns ja so nahe! (14.6)

Das alles hat er getan, weil er wollte, dass die Menschen ihn suchen. Sie sollen mit ihm in Berührung kommen und ihn finden können. Und wirklich, er ist jedem von uns ja so nahe! Durch ihn allein leben und handeln wir, ja, ihm verdanken wir alles, was wir sind. […] Wir sind seine Kinder. Apg 17:27-28

Das sind einer der schönsten Verse der Apostelgeschichte. Gott möchte, dass du ihn suchst. Gott möchte mit dir in Berührung kommen. Gott möchte, dass du ihn findest. Gott ist dir so nah. Durch Gott lebst du. Durch Gott handelst du. Gott verdankst du alles. Du bist sein Kind. In Gott leben wir, bewegen wir uns und sind wir. Bei der Betrachtung dieser Wahrheit wirst du in deinem Herzen eine große Ehrfurcht vor Gott erwecken, der in dir so innig gegenwärtig ist.

Wir aber besprechen uns mit ihm jederzeit, so oft wir wollen, im heiligen Gebet, da wir all unser Leben, unsere Bewegung und unser Sein nicht nur mit ihm haben, sondern in ihm und durch ihn. Franz von Sales

6. Unbekannter Gott ist nun bekannt (13.6)

Als ich durch eure Stadt ging und mir eure Heiligtümer ansah, da habe ich sogar einen Altar gefunden, auf dem stand: Für einen unbekannten Gott. Diesen Gott, den ihr verehrt, ohne ihn zu kennen, möchte ich euch nun bekannt machen. Apg 17:23

Unser Herz strebt nach dem höchsten Gut. Wir gleichen hier den Athenern, die dem unbekannten Gott Opfer brachten bis endlich Paulus ihnen die Kenntnis von ihm brachte. So strebt und sehnt sich auch unser Herz in all seinen Handlungen nach Glückseligkeit, sucht sie überall, gleichsam hin- und hertastend, ohne zu wissen, wo sie wohnt bis der Glaube sie ihm zeigt. Hat unser Herz aber endlich jenen so lange gesuchten Schatz gefunden, welch großen Frieden fühlt dann dieses Herz, welche Freude, welch liebendes Wohlgefallen an ihm! Im Rückblick: Warum wußte ich nicht, wonach ich mich eigentlich sehnte, da doch alles, wonach ich strebte, mir keine Befriedigung gewähren konnte. Ich wollte lieben, wußte aber nicht, was ich lieben sollte. So war mein Leben ein echtes, mir aber dunkles Sehnen. Nun aber ist Christus uns ganz nah. Er hat sich gezeigt. Er selbst. Und nun ist der Weg zu ihm offen.

5. Christus ist unser König (12.6)

Sie behaupten, ein anderer sei König, nämlich Jesus. Apg 17:7

Diese Anklage in Thessalonich beinhaltet reines Evangelium. Jesus ist unser König! Dieser große König Jesus hat unser Herz zu seinem Sitz erwählt. Wer soll ihn daraus vertreiben? Der gute und gütige Jesus sei immerdar der König unserer Herzen. Legen wir unser Herz in die durchbohrte königliche Seite des Heilands. Wir müssen wahrlich ernsthaft unsere Herzen zu diesem unsterblichen König tragen und ganz allein für ihn leben. Franz von Sales hat ein schönes Gebet formuliert:

Mein guter Jesus, seliger König der ewigen Herrlichkeit, Dir wende ich mich zu; ich umfange Dich mit der ganzen Kraft meiner Seele. Ich bete Dich von ganzem Herzen an, ich erwähle Dich heute für immer zu meinem König. Dir will ich unverletzliche Treue bewahren. Ich gebe mich Dir ohne Widerruf hin und verpflichte mich zum Gehorsam gegen Deine heiligen Gesetze und Anordnungen.

4. Bekehrung des Gefängnisaufsehers (11.6)

Plötzlich bebte die Erde so heftig. […] Alle Türen sprangen auf, und die Ketten der Gefangenen fielen ab. Apg 16:26

Geöffnete Türen, angefallene Ketten: Gott greift ein. Damals wie auch jetzt bei uns. Paulus muss den Gefängnisaufseher vom Selbstmord abhalten, der dachte dass alle geflohen seien. Aber sie waren noch da. Überwältigt von den Ereignissen bekehrt sich der Gefängnisaufseher. Wichtig ist seine Frage: Was soll ich tun, dass ich gerettet werde? Paulus Antwort: Nicht durch dein Tun, sondern durch deinen Glauben an Christus wirst du gerettet. Aber: Wo der Glaube an Christus ist, da folgt heraus ein neues Tun. Der Gefängnisaufseher, der sie davor bewachte, reinigt nun ihre Wunden. So setzt er den für ihn neuen Glauben sogleich in die Tat der Liebe um. Für uns: Wir bemühen uns, allerlei Gutes am Tage zu tun, aus der Liebe Christi heraus, nicht, um uns diese Liebe zu verdienen, sondern aus einem dankbaren Herzen aus, dass diese Liebe Christi unsere Rettung ist.

Und er führte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Apg 16:30

3. Freude und Frieden in Krisenzeiten (10.6)

Im Namen von Jesus Christus befehle ich dir: Verlass diese Frau. In demselben Augenblick verließ der Dämon die Sklavin. Apg 16:18

Paulus begegnet mehrmals einer wahrsagenden Sklavin, die ihrem Besitzer viel Geld brachte. Beim Anblick von Paulus schrie sie jedes Mal: Diese Männer sind Diener des höchsten Gottes und zeigen euch, wie ihr gerettet werden könnt! Als Paulus dies nicht mehr ertragen wollte, befiehlt er dem wahrsagenden Dämon, die Frau zu verlassen. Für den Besitzer der Sklavin ging somit eine beträchtliche Einnahmequelle verloren. Voller Zorn wird eine Verfolgung von Paulus & Begleitern ausgelöst. Paulus und Silas werden misshandelt, gefesselt und ins Gefängnis geworfen.

Und was machen Paulus und Silas im Gefängnis? Sie lobten Gott mit Liedern. Ihr Frieden und ihre Freude war nicht gebunden an diese heftigen Umstände. Was für ein Beispiel für uns, das wir in jeglicher dunklen Situation unseres Lebens nachahmen sollten! Jeder kann unter angenehmen Umständen glücklich sein, aber wahre Freude kommt nur von innen und ist ein Geschenk, das Christen jederzeit zur Verfügung steht. Nichts kann uns von der Liebe Christi trennen.

2. Geöffnetes Herz (9.6)

Und eine gottesfürchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatira, hörte zu und der Herr tat ihr das Herz auf, sodass sie aufmerksam achtgab auf das, was von Paulus geredet wurde. Apg 16:14

Aspekt 1: Paulus will nach Asien, wird aber von Gott selbst nach Mazedonien gerufen. Gott führt uns oft andere Wege, wie wir sie im Kopf haben. Jeder von uns hat sein Mazedonien, wo der Herr ihn brauchen will. Wo ist dein Mazedonien? In Mazedonien ensteht nun die erste Gemeinde auf europäischen Boden.

Aspekt 2: Hervorgehoben wird die Bekehrung der Lydia. Ihr Herz öffnete sich. Sie öffnete ihr Herz nicht selber. Ihre Gebete taten es nicht. Paulus tat es nicht. Der Herr selbst öffnete ihr Herz, so dass sie die gute Nachricht aufnehmen konnte. Gott selbst ist der Schöpfer und Herr unseres Herzens. Das erste sichtbare Zeichen des geöffneten Herzen von Lydia war ihr Gehorsam. Sie ließ sich taufen. Das zweite Zeichen war die tätige Liebe. Sie nahm Paulus in ihr Haus und damit in ihr Herz auf.

1. Die Trennung von Barnabas (8.6)

Sie stritten so heftig miteinander, dass sie sich schließlich trennten. Apg 15:39‭-‬40

Paulus weigert sich Johannes Markus noch einmal auf seine zweite Missionsreise mitzunehmen. Über diesen Konflikt trennt er sich sogar vom engsten Begleiter Barnabas. Franz von Sales schreibt dazu: Sagt doch, dürfen wir uns dann noch über die Fehler, die unter uns vorkommen, aufregen, wenn die Apostel auch Fehler begangen haben, wie hier, da sie an ihrer Meinung starrköpfig festhielten und jeder recht behalten wollte? Gott aber wendete diesen Streit zum Guten, denn so predigte jeder an einem anderen Ort und sie streuten den Samen des Wortes Gottes in verschiedenen Gegenden aus. Glauben wir doch nicht, daß wir uns in diesem Leben frei von Unvollkommenheiten oder gar von läßlichen Sünden halten können! Das ist unmöglich, weil wir alle Menschen sind. Es ist notwendig, daß wir uns dessen bewußt bleiben.

Infos zum Impuls 

– Start mit dem Wort Gottes in den Tag

– Kurzimpuls

– es gibt stets ein Wochenthema

– täglich nur 1x

– entweder über

   * Whatsapp

   * Facebook-Seite

   * Telegram

– ca. zwischen 6-7 Uhr 

– hier geht´zur Anmeldung

Tägliche Andacht

Mein Name ist Joachim Brenner. Ich arbeite als Lehrer für Kinder und Jugendliche mit einer körperlichen Behinderung. Den täglichen christlichen Impuls schreibe ich seit 2014.

Ich in der Wüste