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Innerer Frieden

Innerer Frieden 


Wünsche und Erwartungen loslassen

Glückselig sind die geistlich Armen , denn ihrer ist das Reich der Himmel! Mt 5:3

Wir haben alle Wünsche, wie das Leben laufen sollte. Das betrifft den einzelnen Tag, wie auch die großen Lebensspuren. Wir wollen dies, wir wollen das. Wenn wir zu krampfhaft an diesen Wünschen festhalten und nicht offen bleiben für andere Richtungen, dann erzeugen diese Wünsche eine innere Unruhe. Und erfüllen sich unsere Erwartungen dann nicht, neigen wir zu Traurigkeit oder Zorn. Immer wieder gilt es darum Inventur zu ziehen, was fesselt und bindet, wo sollten wir lernen los zu lassen. Denn in einem Herzen, das sich an äußere Dinge verliert, ist kein Frieden. Darum lasst uns ärmer in unserem Wünschen werden. Der Arme im Geist lebt im Frieden des Herzens.  

Wünsche, an die wir uns zu sehr klammern, rauben uns leicht etwas von dem, was wir sein sollen und können. Bonhoeffer


Innerer Frieden durch inneren Kampf

Seht die Rettung des Herrn, der mit euch ist!  2. Chr 20:17

Bauen wir auf Gottes Gnade. Er hilft uns. Er hält nicht alles von uns fern. Immer wieder gibt er uns Gelegenheit zum geistigen Kampf, vor allem und häufig in den kleinen Dingen, wo es im Alltag ein wenig Geduld braucht, ein wenig Sanftmut, ein wenig Ertragen, ein wenig Liebe. Dadurch wachsen wir, indem wir mit Gottvertrauen und Beharrlichkeit das Gute üben. Sind wir hier nachlässig und murren schon über kleinste Unannehmlichkeiten, die uns das Leben z.B. durch andere Menschen zumutet, wie wollen wir da wohl inneren Frieden erlangen?  Inneren Frieden erlangen wir nur im inneren Kampf mit uns selbst, unseren Schwächen und Leidenschaften mit dem Wissen, dass wir nicht für uns allein kämpfen, sondern den Herrn an unserer Seite haben, der unsere Rettung ist.    

Halte dich fest an Gott! Mach’s wie der Vogel, der doch nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat. Johannes Bosco


Innerer Frieden durch Setzung der richtigen Priorität

Richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht. Kol 3:2

Inneren Frieden gewinnt der, wer sich nicht unnötig um alles kümmert, was andere sagen und tun. Inneren Frieden gewinnt der, der seine Gedanken immer wieder auf Gottes himmlische Welt ausrichtet. Der Christ hat in den himmlischen Dingen seine Ruhestätte, denn die irdische Welt vergeht. Ja, wir leben in dieser irdischen Welt und wir dürfen sie auch mit allen Sinnen und Gottes Geschenken darin genießen, aber wir sollten nicht zu sehr darin verhaftet sein. Schon morgen könnte unser Leben vorbei sein. Dann sind wir vergangen. Darum in der Welt leben, aber mit den Gedanken stets bei dem Allerhöchsten sein, nicht nachlässig im Gebet und verbunden mit Christus, dem Erlöser.


Innerer und äußerer Frieden

Wer Böses ausheckt, betrügt sich selbst damit, denn Freude erfährt nur, wer sich für Frieden einsetzt. Spr 12:20

Bewahrst du Frieden in dir, dann kannst du auch Frieden in anderen bewirken. Bemühe dich also zuallererst um deinen inneren Frieden. Denn wer mit sich selbst in Unfrieden lebt, den treibt es hin und her und dieser Unfrieden wirkt sich auch auf seine Umgebung aus. Dann sagen wir, was wir nicht hätten sagen sollen. Dann sehen wir immer auf das, was andere tun sollten und versäumen dabei zu sehen, wo es an uns liegt, etwas zu tun. Wenn also solche Gedanken über dich kommen, verrichte einen positiven Akt durch ein Herzensgebet, damit du wieder zu dir selbst kommst und so zum Herrn, der in dir wohnt und der dein wahrer Friede ist.  

Ich sah auf Jesus, und die Taube des Friedens flog in mein Herz. Corrie ten Boom


Innere Frieden durch Gottesliebe

Das Auge wird nicht satt vom Sehen, das Ohr nicht satt vom Hören. Koh 1, 8

Es ist schädlich, vergängliche Reichtümer zu suchen und auf sie unsere Hoffnung zu setzen. Auch wenn es gut tut, ist es schädlich allein nach Lob und Anerkennung von Menschen zu verlangen. Ebenso tut es nicht gut allerlei körperlichen Bedürfnissen gleich nachzugeben. Auch der Wunsch nach einem langen Leben hat jeder, wenngleich es noch wichtiger ist, sich um ein gutes Leben zu bemühen. Denn ungut ist es, nur auf das gegenwärtige Leben zu achten und für die Zukunft kein Auge zu haben. Lieben wir nicht das Flüchtige, sondern jenes Gut, das ewige Freude bringt. Sei also darauf bedacht, dein Herz von der Liebe zum Sichtbaren zu lösen und dich zum Unsichtbaren zu erheben.  

Ich werde mein Herz befreien und leer machen von allen Dingen. Mit meinem ganzen Wollen werde ich Gott lieben. Alles hängt von diesen wenigen Worten ab: Ich will dies oder Ich will dies nicht.


Innerer Frieden und das Kreuz

Nehmt euch ein Beispiel an den Propheten, die im Auftrag des Herrn gesprochen haben. Wie vorbildlich und mit welcher Geduld haben sie alle Leiden ertragen! Jak 5:10

Der Weg zum inneren Frieden beinhaltet immer auch den Weg des Kreuzes. Du wirst meist an etwas zu leiden haben, ob es dir recht ist oder nicht. Immer wirst du das Kreuz finden. Entweder hast du körperlich zu leiden oder du fühlst dich seelisch bedrängt. Einmal fühlst du dich von Gott verlassen, ein andermal vom Nächsten geplagt und oft bist du dir selber die größte Last. Unterwerfe dich in allem Leid immer ganz Gott und wachse durch das Leid in der Demut. Überall aber musst du Geduld und Mut im Leid bewahren, wenn du inneren Frieden möchtest.    

In Mühen und Schwierigkeiten sein Herz weiten und seinen Mut vergrößern, denn dazu schickt Gott sie und lässt er sie zu. Franz von Sales


Gott der Fels unseres Heils (Ps 95)

Kommt, lasst uns dem Herrn zujubeln und jauchzen dem Fels unsres Heils! Ps 95:1

Gott ist der Fels unseres Heils. In ihm und bei ihm finden wir felsenfest inneren Frieden, solange wir unser Herz nicht verhärten und auf seine Stimme hören. Wenn wir Gott in Demut nahen und innerlich uns vor ihm verneigen, niederfallen und niederknien, dann nimmt er uns an die Hand und kümmert sich um uns, wie ein Hirte um seine Herde. Gerate ich in Zweifel, Gott bleibt fest wie ein Fels. Schwanke ich, Gott steht unerschütterlich. Werde ich untreu, Gott bleibt treu.  

Gotteskind heißt an Gottes Hand gehen, Gottes Willen, nicht den eigenen Willen tun, alle Sorgen und alle Hoffnung in Gottes Hand legen, sich nicht mehr um sich selbst und seine Zukunft sorgen. Darauf beruhen die Freiheit und Fröhlichkeit des Gotteskindes. Edith Stein