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Stress – Was tun

Stress – Was tun


Der Zwang des Ja-sagens Du darfst Nein sagen!

Da rief einer aus der Menge: Lehrer, sag doch meinem Bruder, er soll unser Erbe gerecht mit mir teilen. Aber Jesus wies ihn zurück: Bin ich etwa euer Richter oder euer Vermittler in Erbstreitigkeiten? Lk 12,13-14

Auch Jesus hat hier und da ein nein ausgesprochen. Auch du darfst “Nein” sagen. Das innere “Ich muss”, um mir oder anderen gerecht zu werden, frisst dich auf. Es geht nicht ohne dich? Quatsch! Das merkst du dann, wenn du krank bist und es trotzdem läuft. Wenn du zu häufig das “Muss” und “Sollte” in deinem Kopf hast, ist das definitiv ein Warnsignal. Wenn du merkst, dass du immer häufiger das Wort sollte gebrauchst, ist das ein Zeichen, dass du dich in deinem Leben immer weiter von dem “Leben in Fülle” entfernst, dass Jesus für dich bereit hält. Du lebst dann für irgendwelche anderen Maßstäbe oder Bestätigungen, von denen du dir erwartest, dass sie dich glücklich machen. Sollte macht niemanden glücklich. Also: Du darfst auch Nein sagen.

“Wie viel ist schon gewonnen, wenn nur einer aufsteht und Nein sagt” (Brecht)    


Der Zwang des Mehr und Gleichzeitig

Was du vorhast , wird dir nicht durch die Macht eines Heeres und nicht durch menschliche Kraft gelingen: Nein, mein Geist wird es bewirken! Sacharja 4:6

Weiter, höher, schneller ….ist im Alltag die Vorstufe zum Burnout. Multitasking ist Gift für dein Leben in und mit Jesus. Nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun, sondern sich ganz bewusst auf den Augenblick konzentrieren. Und dennoch wirst du bisweilen von einer zu großen To-Do-Liste überwältigt, kommst in ein übertriebenes Machen und in die Hektik. Auch wenn´s schwer fällt, ein “Stop” ist dann vonnöten, um sich zu besinnen, auf wen wir uns wirklich verlassen dürfen, von dem unsere Macht kommt, von unserem Herrn. Reduzierung und Entschleunigung und sei es nur minimal helfen dir, weg von diesem Zwang zu kommen, immer mehr zu machen. Aktives und kontemplatives Leben müssen ein Gleichgewicht behalten.  


Der Zwang des Perfektionismus

Man muss andere ertragen, aber zuerst sich selber, und man muss Geduld mit seinen eigenen Unvollkommenheiten haben. Franz von Sales

Für mich ist es immer verändernd berührend, wenn ich sehe, wie Jesus klassische Imperfektionisten beruft, sich imperfekten Menschen zuwendet. Das sollte uns zu denken geben. Der eigene Perfektionismus kann einem erheblich inneren Druck manchen. Und glaubt mir: ob nun als Ehemann, Sohn, Bruder, Freund oder Kollege ….ich bin in all diesen Beziehungen nicht perfekt. Geduld mit seinen eigenen Unvollkommenheiten zu haben ist das Gegengift. Lange Zeit habe ich unter diesen Unvollkommenheiten gelitten, mich dadurch gestresst. Mittlerweile habe ich mich durch Gottes Annahme auch selbst angenommen. Nimm dich selbst an in deinen imperfekten Seiten: Aussehen, Persönlichkeit, in der Familie und bei der Arbeit.    


Zwang des Erfolgs

Gott hat mich nicht aufgerufen, erfolgreich zu sein. Er hat mich aufgerufen zu glauben. Mutter Teresa

Was ist denn unsere Mitte? Christus, klar! Wir leben “sonntäglich” (Ignatius). Der Sonntag ist nicht nur bloße Unterbrechung der üblichen Tätigkeiten, sondern wirkt auf die ganze Woche „Sonntäglich leben heißt, im Bewußtsein der von Christus gebrachten Befreiung zu leben und das eigene Dasein zu entfalten als Selbsthingabe an Gott, damit sein Sieg durch ein von innen her erneuertes Verhalten allen Menschen gänzlich offenbar werde.” (Benedikt XVI). Häufig stehen wir vor gewaltigen Aufgaben. Aber wenn wir uns vom Zwang des weltlichen Erfolgs befreien und unsere Mitte in Christus suchen, können wir uns Aufgaben zuwenden, ohne den Anspruch an uns zu haben, es ein für allemal und mit abolsuten Erfolg zu lösen. Lebe sonntäglich!

     


Zwang der religiösen Verboten

Das Christentum ist nicht eine Ansammlung von Verboten, sondern eine positive Option. Papst Benedikt

Wir ächzen und stöhnen, um Gott zu beeindrucken, wir machen uns Stress, um uns selbst wieder in Ordnung zu bringen. Wie viele Jahre war dieses religiöse “Du sollst” in meinem Kopf? Wie viele Jahre dachte ich, die Liebe Gottes verdienen zu müssen? Wie viele Jahre habe ich den Glauben als Last empfunden? Streß pur! Zu lange! In Christus ist mir Freiheit geschenkt worden und im Kleinen und Großen kann und darf ich mich immer neu entscheiden für die positive Option, die da heißt “Fülle des Lebens”. Liebe wo Haß, Vertrauen wo Mißtrauen, Freude wo Traurigkeit, Hoffnung wo Verzweiflung hingebend an das Herz Jesu.      


Rezepte gegen Streß

Kommt mit mir an einen einsamen Ort, und ruht dort ein wenig aus. Mk 6,31

Bester Schutz vor Bournout ist es regelmäßig seinen Akku mit Wohlfühleinheiten aufzuladen. Am Ende dieser Reihe eine persönliche Auflistung meiner Wohlfühleinheiten. Wie sehen deine persönlichen Wohlfühleinheiten aus? – beten
– Pausen machen
– spazieren gehen,
– Musik hören
– lesen
– Mittagssschlaf
– ein Käffchen am Nachmittag
– usw ….