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Stille 1

Stille


Stille des Herzens

Die Stille gibt uns für alles eine neue Sicht. Wir brauchen die Stille, um die Herzen anzurühren. Gott spricht in der Stille des Herzens, und wir lauschen. Dann, aus der Fülle des Herzens sprechen wir, und Er lauscht. Und das ist Gebet. Mutter Teresa

Keine Stille ist so geheimnisvoll wie die des Herzens. Während wir bewusst schweigen können, um nichts zu sagen und während wir die Augen zu schließen vermögen, um nichts zu sehen, können wir nicht in gleicher Weise über unser Herz verfügen. Es ist hin und wieder schwer zu bändigen. Es passiert uns immer wieder, dass unser Herz im Wirrwarr des Lebens nicht den rechten Weg geht. Ich kenne diese Tage, wo ich meine innere Mitte verliere und das Herz einen unguten Weg geht. Das beste Heilmittel dagegen ist und bleibt für mich die Stille vor dem Herrn. “Beim stillen Innehalten hat es ein jeder von uns nötig, nicht nur den eigenen Herzschlag, sondern das Pochen einer verläßlichen Gegenwart in größerer Tiefe zu verspüren, die mit den Sinnen des Glaubens wahrnehmbar und dennoch weitaus wirklicher ist: die Gegenwart Christi, des Herzens der Welt” (Benedikt XVI). Nehme dir diese stille Zeit und seien es nur 1-2 Minuten, wo du einfach nur da bist und dich anschauen lässt von Gottes liebenden Blick ohne ein Wort auf deinen Lippen. Das ist eine große Kraftquelle!    


Diktatur des Lärms

Unsere Zeit ist in ständiger Bewegung, die oft den Zustand der Ruhelosigkeit erreicht, mit der Gefahr des Machens um des Machens willen. Johannes Paul II

Die moderne Gesellschaft kann nicht mehr ohne die Dikatur des Lärms auskommen. Ohne Lärm fällt der Mensch in eine dumpfe, quälende Unsicherheit. Er ist den ständigen Lärm gewohnt, der ihn einlullt und zugleich krank macht. Ohne Lärm ist der Mensch angespannt, gereizt und verloren. Und wenn dann doch mal kurz Stille ist, rattert es im Kopf gleich weiter. Dieser Nonstop Lärm macht uns krank und vor allem gelingt es uns dann kaum mehr die Stimme Gottes zu hören. Beim Thema Stille geht es um weit mehr als um eine kurze Besinnungspause, um auf zu tanken, sondern um die Sensibilisierung des Herzens, um die Worte des Lebens, die Stimme Gottes zu hören. “Pflegen wir die Stille, um das Wort des Herrn zu hören und darüber nachzudenken, damit es durch das Wirken des Heiligen Geistes alle Tage unseres Lebens immer neu in uns wohnt, in uns lebt und zu uns spricht.” (Benedikt XVI) Herr, lass unsere Herzen still werden, damit wir deine Stimme hören können!.  

Gebet der Stille

Wenn du betest oder Anbetung hältst, achte darauf, daß es immer lange Augenblicke gibt, wo du schweigst, um ganz auf Gott zu hören. Jesus von Léandre Lachance

Unsere Zeitgenossen meinen, das Gebet bestünde darin, Gott vollzutexten, zu heulen und vor Ihm zu zappeln. Doch das Gebet ist viel einfacher. Es besteht darin Gott, der leise in uns spricht, zuzuhören. Darum, mehr als alles andere liebe das Schweigen. Isaak der Syrer Unter den vielen Geboten der Lehre des Evangeliums hat der Herr stilles Gebet von uns gefordert, so daß wir schweigend und aus dem Verborgenen des Herzens beten, und daß dabei weniger die Stimme, als das Herz, beschäftiget seyn soll. Hilarius.  


Stille im Sturm des Alltags in Jesus

Jesus stand auf , wies den Wind in seine Schranken und befahl dem See: Schweig! Sei still! Da legte sich der Wind, und es trat eine große Stille ein. Mk 4:39

Dieser Vers ist für mich echt bedeutsam geworden, denn durch ihn habe ich erkannt, dass es nicht ich allein bin, der durch Mediationspraxis & Co in der Hektik meines Alltags die Ruhe bewahre. Ich bitte Jesus in jedem Morgengebet, dass er mich in seinem heiligsten Herzen wohnen lässt, denn dies ist das Schiff, dass jedem Sturm trotzt. In unserem Leben wütet es immer wieder. Damit uns der Wind nicht beliebig umher weht oder gar umwirft bedarf es der geistlichen Besinnung, deren wichtigstes Ziel ist, die Beziehung zu Jesus zu vertiefen, um so in seiner großen Stille zu wohnen. Wir haben diese Beziehungs-Zeit zu Jesus so bitter nötig. Jesus möchte uns das Wohnen in seiner inneren Stille schenken. Diese Stille ist eine Realität, die immer und überall ist, das erfahre ich täglich. Wir müssen uns ihr gegenüber nur öffnen, ihr Raum geben und sie bewusst wahrnehmen und genießen. Dir einen gesegneten Tag!  


Stille und Freude

Gott ist der Gott der Freude. Franz von Sales

“Wenn ich mich von den Konflikten und Widrigkeiten um mich herum immer wieder in den inneren Raum meiner Seele zurückziehe, werde ich die Freude wahrnehmen. Die Mystiker sprechen vom innersten Raum der Stille, von der inneren Zelle. Und dort erfahren sie in sich den Himmel, eine himmlische Freude.” (Anselm Grün). Du hast diesen innersten Raum der Stille. Ziehe dich dahin immer wieder zurück. Und bitte nicht zu kompliziert denken. Wenn’s mir mal im Schulalltag zu viel wird, ziehe ich für 1-2 Minuten in die Toilette zurück, atme tief durch und betrete diesen Raum und spüre dann bei allen gerade anwesenden Belastungen eine tiefe innere Freude. Jesus ist die Tankstelle die wir jederzeit, an jedem Ort, in jeder Situation anzapfen dürfen.