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Gelingendes Leben

Impulse für ein gelingendes Leben


Schön langsam

Aufruf zur Langsamkeit: Wir müssen schleunigst entschleunigen. Walter Ludin

Langsam gehen, sich nicht antreiben lassen – durch nichts –, das lässt uns ganz im Augenblick sein, das führt zu intensivem Erleben und zu innerem Frieden. Langsamkeit hat eine eigene Schönheit. Langsamkeit will dich zu einem bewussten und achtsamen Leben anleiten und dich in die Kunst einweisen, dein Leben als beständiges Fest zu feiern, denn auch deine Seele braucht Zeit. _Du musst nur langsam genug gehen, um immer in der Sonne zu bleiben. (Der kleine Prinz)_ ⚠ versuche, beim Spazierengehen bewusst jeden Schritt zu spüren, versuche, langsam und bewusst deine Tasse in die Hand zu nehmen, versuche dich am Abend langsam auszuziehen. Du wirst sehen, wie dann alles zum Symbol wird, wie das Ablegen der Kleider zum Ablegen des Tages mit seiner Mühe werden kann. Versuche, dich morgens langsam zu waschen, das kalte Wasser zu genießen, das dich erfrischt. Und ziehe dich langsam an.    


Trau der Liebe

Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist die Liebe. 1.Joh 4,8

Lass dich in deinem Herzen von der Liebe berühren, die dir entgegenkommt oder die in dir aufflammt. Gott selbst berührt dich dabei und öffnet dich für das Geheimnis einer klaren und lauteren Liebe, die allen und allem gilt. In dieser Liebe bist du in Gott und in dieser Liebe wirst du erst ganz zum Menschen, so wie Gott ihn gedacht hat. In deiner Liebe, auch wenn sie noch so vermischt ist mit Besitzansprüchen und Habenwollen, leuchtet immer auch etwas auf von der spirituellen Liebe, die deine tiefste Sehnsucht nach Liebe erfüllt. Traue deiner Liebe, aber gehe deiner Liebe auch auf den Grund, damit du dort Gott findest als die eigentliche Quelle deiner Liebe. Und folge deiner Liebe bis zum Ende. Dann wird sie dich zu Gott führen, der die Liebe selber ist. Anselm Grün.    


Lebe mit allen Sinnen

Freut euch und seid fröhlich im Herrn, eurem Gott. Joel 2,23

Die Seele nährt sich von dem, woran sie sich freut. Augustinus

Wir können es üben, mit der inneren Freude in Berührung zu kommen. Sie weitet unser Herz und beflügelt unsere Seele. Wenn wir die Freude in uns spüren, geht uns manches leichter von der Hand. Dann bekommt unser Leben einen anderen Geschmack. Und es ist heilsam für unser ganzes Leben, wenn die Freude den Raum in uns einnimmt, der ihr eigentlich zukommt. Freude beschwingt uns, sie lässt das Leben leichter werden. Und die Freude verbindet uns mit anderen Menschen. Freude drängt uns, sie mit anderen zu teilen. Geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt das Sprichwort. Freude schafft Beziehung. Sie schenkt uns Lebendigkeit. Die Freude stärkt unsere Gesundheit..    


Lebe jetzt

Meine Vergangenheit kümmert mich nicht mehr, sie gehört dem göttlichen Erbarmen. Meine Zukunft kümmert mich noch nicht, sie gehört der göttlichen Vorsehung. Was mich kümmert und fordert, ist das Heute. Das aber gehört der Gnade Gottes und der Hingabe meines guten Willens. Franz von Sales

Einfach leben heißt, jetzt im Augenblick leben und alles Überlegen über das, was kommen mag, loszulassen. Wenn wir zu sehr nach dem Kommenden Ausschau halten, übersehen wir das, was jetzt für uns dran ist. Wenn wir uns über die Zukunft den Kopf zerbrechen, weichen wir den Herausforderungen des Augenblicks aus. Daher ist der beste Rat, das einfache Leben zu verwirklichen: „Lebe jetzt!“ Sorge nicht für morgen. Lebe jetzt in diesem Augenblick. Jetzt hast du genügend Kraft. Was morgen ist, das überlasse dem kommenden Tag. Oder aber überlasse es Gott, der dich auch morgen trägt.    


Vergib dir und den anderen

Vergebt einander, so wie Gott euch durch Jesus Christus vergeben hat. Eph 4,32

Vergebung ist keine einmalige Sache, Vergebung ist ein Lebensstil. Martin Luther King

Menschliches Miteinander kann nur aus der Vergebung heraus bestehen. Vergebung reinigt immer wieder die Atmosphäre und auch die Seele. So kann ich den andern wieder bedingungslos lieben, ohne inneren Vorwurf. Wenn Vergebung nicht geschieht, dann wächst die gegenseitige Aversion. Und irgendwann hat man den Eindruck, dass die Liebe in Hass umgeschlagen ist. Die Vergebung heißt zunächst, dass ich mich von der negativen Energie befreie, die durch die Verletzung in meiner eigenen Seele herumschwimmt und sie verunreinigt. Dann bedeutet Vergebung, dass ich die Verletzung beim andern lasse. Ich gebe sie weg. Ich kreise nicht mehr um sie. Ich benutze die Verletzung nicht als Vorwurf gegen den andern, sondern vergebe sie. Die Vergebung geschieht aber nicht aus einer Position des Stärkeren heraus. Immer vergebe ich zugleich mir selbst und dem andern. Nur dann geschieht die Vergebung so, dass der andere sie annehmen kann.  

 


Beten tut gut

Das Gebet ersetzt keine Tat, aber das Gebet ist eine Tat, die durch nichts ersetzt werden kann. (Hans von Keler)

Wir dürfen Gott um alles bitten, für uns oder für andere Menschen. Und manchmal dürfen wir auch erfahren, dass das Gebet etwas bewirkt, sodass es uns oder dem andern besser geht, dass eine Krankheit geheilt wird. Aber das ist nicht selbstverständlich. In jedem Gebet fügen wir hinzu: „Dein Wille geschehe!“ Wir können im Gebet Gott nicht zu etwas zwingen. Wir können ihn bitten. Im Bitten verwandelt sich schon unsere Situation. Und manchmal dürfen wir auch das Wunder erfahren, dass sich wirklich etwas wendet. Zumindest verwandelt das Gebet uns. Wenn ich für einen anderen bete, bekomme ich mehr Hoffnung ihm gegenüber und kann ihm so vertrauensvoller begegnen. Oft erkenne ich im Gebet, was ich dem andern sagen könnte. Das Gebet verändert mich und meine Beziehungen. Und ich darf vertrauen, dass Gott im andern neue Gedanken bewirkt, ihn mit Frieden und Zuversicht erfüll