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Macht der Gedanken

Macht der Gedanken


Umgang mit Gedanken

Die Frau aber kam noch näher, warf sich vor ihm nieder und bettelte: Herr, hilf mir! Da sagte Jesus zu ihr: Dein Glaube ist groß! Was du willst, soll geschehen. Mt 15:25‭, ‬28

Die Bibelstelle der Frau aus Kanaäa fasst eindrücklich zusammen, worauf es Jesu ankommt: Glaube im Sinne eines kindlichen Vertrauens, wir hatten es ja schon letzte Woche davon bei Therese v.L. Dieses Vertrauen “fällt nicht einfach vom Himmel”. Gott schenkt uns die Freiheit und aus dieser Freiheit heraus entscheiden wir uns für das Vertrauen. Es gibt Kräfte in uns und außerhalb von uns, die uns von diesem hingebenden Vertrauen abbringen wollen. Bei den inneren Kräften ist es vor allem unser nicht endender Gedankenstrom, der teils schwer unter Kontrolle zu halten ist. Ohne es bewusst zu wollen, schleichen sich schnell verurteilende, dekonsruktive, mißtrauische, neidische u.v.m. Gedanken ein.


Deine Gedanken und ihre Macht

Der Verstand kann den Himmel zur Hölle machen und die Hölle zum Himmel. John Milton

Wir klagen häufig. Über Beziehungen, die Arbeit, uns selbst, die Lage des Christentums in Europa u.v.m. Unsere Gedanken kreisen dann unentwegt über das zu Beklagende, darüber dass das Wünschenswerte nnochnicht ist. Es gibt Beklagenswertes und ja, wir müssen uns damit auch beschäftigen, ansonsten hätten wir eine realitätsferne “rosa Brille” auf mit eingebauten Dauergrinsen. Wenn die Klage zum nonstop Dauerzustand wird, sind wir auf einem unguten Weg. Dann zentrieren sich unsere Gedanken um das Nicht-Haben und das Nicht-Sein. Dem gilt es willentlich entgegen zu steuern, sich auf das Sein zu konzentrieren, sich als Beschenkte zu erkennen, alles ist uns in Jesus Christus geschenkt. Unsere Gedanken haben die Macht und die Fähigkeit dies zu erkennen, wenn gleich wir sie dazu immer wieder auch mal “zügeln” müssen.

Sein Frieden, der alles menschliche Denken weit übersteigt, wird euer Innerstes und eure Gedanken beschützen, denn ihr seid ja mit Jesus Christus verbunden. (Phil 4:7)


Verantwortung für die eigenen Gedanken übernehmen

Wie eine Stadt mit zerstörter Mauer ist ein Mann, der seinen Geist nicht beherrscht. Spr 25:28

Macht und Verantwortung sind Geschwister. Ich habe die Verantwortung, die Gedanken nicht wie wild herum hüpfende Affen gewähren zu lassen. Selbstbeherrschung ist die Wurzel aller Tugenden. Das griechische Wort “egkrateia”, das als Selbstbeherrschung übersetzt wird, stammt von zwei anderen griechischen Begriffen ab – en und kratos. “En” bedeutet „in“ und “kratos” bedeutet „Kraft“ oder „Macht“. Aus diesen griechischen Wurzeln können wir sehen, dass egkrateia im Kern mit innerer Macht oder Kraft zu tun hat. Der Selbstbeherrschte ist in der Lage, seine Gedanken zu kontrollieren. Das funktioniert seltenst zu 100%. Ich mag den Vergleich mit dem Fitness-Studio. Die “Synapsen-Muskeln” müssen trainiert werden, täglich. Es ist immer wieder auch ein Kampf mit sich selbst, der Schweiß kostet. Aber dieser Kampf stärkt uns und bringt uns langfristig immer weiter zu einer inneren Ruhe in der Hingabe an Gott.

Christlicher Glaube heißt: Heiterkeit, innere Ruhe und Hingabe an Gott.” (Johannes XXIII)

   


Stärke gedanklich die positiven Kräfte

Du musst energisch dagegen angehen, dich zu negativem Denken hinreißen zu lassen, zu der Überzeugung, du hättest es mit einer Invasion feindlicher Kräfte zu tun. Denn genau das ist es, womit du zu tun hast. Maxwell Maltz

Das Leben ist eine fortwährende Erfahrung im Umgang mit zwei entgegen gesetzten Kräften. Die eine Kraft ist schöpferisch, die andere destruktiv. Einerseits haben wir Erfolge und erreichen persönliche Ziele, andererseits erleben wir Niederlagen und Misserfolge. Wenn wir glauben, unser Leben endlich in Ordnung gebracht zu haben, taucht sogleich eine andere Unordnung auf. Es gibt Kräfte, die uns stützen, und solche, die uns bedrücken. Wohlwollende Freunde, die Großzügigkeit unter Menschen, unser eigenes, positives Handeln – das sind die schöpferischen Kräfte in unserem Leben. Die zerstörerischen zeigen sich in Form alter Gewohnheiten, in Unglück, Unfällen und in negativen Gedanken. Wir müssen uns entscheiden, welcher Seite wir unsere Energie schenken wollen. Heute will ich mit Gottes Gnade die Seite wählen, die die positiven Kräfte in mir stärkt.  


Schwäche die negativen Gedanken

Doch was aus dem Mund herauskommt, kommt aus dem Herzen. Das macht den Menschen unrein. Mt 15:18

Worte schaffen Erwartungen, denen wir uns unterwerfen.   👉 Ich sage “Ich kann nicht” und gebe damit meinem Unterbewußtseins den Befehl hilflos zu sein. Stattdessen kann ich bei der Anstrebung eines Zieles sagen: “Es ist schwer, aber ich tue mein Bestes.”   👉 Ich sage “Du Idiot! Alles machst du falsch!”, wenn ich einen Fehler gemacht habe und bringe mir damit bei, ein Versager zu sein, statt zu sagen: Ja das war ein Fehler, den ich der unerschöpflichen Barmherzigkeit Gottes übergebe.   Es gehört zu unserer Verantwortung, uns selbst mit respektvollen und ehrlichen Worten zu unterstützen. Wir dürfen uns nicht länger einer verächtlichen und zynischen Sprache bedienen, denn unsere Sprache besitzt hypnotische Wirkung auf uns selbst und auf unsere Mitmenschen. Unseren Schwierigkeiten können wir mit Stärke und Geduld begegnen, innerlich gefestigt durch Gott. Heute will ich Bilder und Worte benutzen, die meinen Respekt vor mir selbst und vor anderen zum Ausdruck bringen.  

 


Gedanken & Seele

Die Seele hat die Farbe unserer Gedanken. Mark Aurel

Stärken wir positive Gedanken, die an Christus ausgerichtet sind und schwächen wir unsere negativen Gedanken, so prägt uns das langfristig, verändert unsere Haltung grundlegend. Unsere Gedanken prägen unsere Seele. Gedanken und Seele sind nicht getrennt zu sehen, sie sind eins. Denken wir häufig helle Gedanken, wird auch unsere Seele hell und zum Licht für andere. Denken wir häufig schlechte Gedanken, wird auch unsere Seele dunkel. Die tägliche Bibellese, das Beschäftigen mit Gottes Wort ist so essentiell wichtig, weil es unsere Gedanken hell macht. Auch das bewusste Leben in der Gegenwart, der konstante innere Kontakt zu Christus unserem Herrn erhellen unsere Gedanken, denn ER ist ja das Licht. Welche Farbe hat meine Seele heute Abend?


Gedanken und deren Ergebnisse

Unser Leben bringt immer die Ergebnisse unserer vorherrschenden Gedanken zum Ausdruck. Sören Kierkegaard

Wir müssen bewusst sein, was wir denken, denn das sind wir. Welche Gedanken auch immer vorherrschend sein mögen: sie erzeugen notwendig die Qualität unseres alltäglichen Daseins. Wenn wir zulassen, dass unsere Gedanken von den furchtbaren und negativen Geistern der Vergangenheit verzehrt werden, dann haben wir über den Zustand unserer Gegenwart den Spruch gefällt – denn unsere Gedanken bestimmen unsere Wirklichkeit. Als Menschen, die den Weg nach innen, zu sich selbst, eingeschlagen haben, müssen wir uns entscheiden, ob wir an etwas anderes denken wollen. Unsere stärksten Gedanken formen die äußeren, konkreten Verhältnisse unseres Lebens. Gott segne dich und deine Gedanken