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Quellen des Lebens

Aus was heraus leben wir


Lebe nicht vom Applaus

Wenn du vom Applaus der Menschen lebst, wirst du an ihrer Kritik sterben. Johannes Hartl

Dieses Zitat begleitet mich seit zwei Wochen, hat Spuren hinterlassen. Es trifft bei mir einen wunden Punkt, gewissermaßen ein Lebensthema, evtl. auch für dich. Jeder will und genießt Anerkennung, Lob und dergleichen. Das ist nicht schlimm. Spirituell kritisch wird es dann, wenn das Erlangen dieser Anerkennung (=Applaus) mein zentrales Handlungsmotiv ist: Ich tue etwas, um Applaus zu bekommen. Dann steht nicht Gott und sein guter Wille an erster Stelle, sondern der Nächste und seine Meinung über mich. Mein Herr und mein Gott, ich lebe allein aus dir.    


Lass dich nicht von der Angst bestimmen

Menschenfurcht bringt zu Fall; wer sich aber auf den Herrn verlässt, wird beschützt. Sprüche 29,25

Gestern ging es darum, die Anerkennung durch andere nicht an erste Stelle deiner Handlungsmotive zu setzen. Heute ist es der andere Pol. Auch die Angst vor Verurteilung, Kritik und dergleichen darf dich nicht bestimmen, so dass du Gutes unterlässt. Für “Harmoniestrebende” (der ich einer bin) nicht leicht. Die Angst vor der Meinung der anderen versklavt dich. Das ist nicht gut.

Christus hat euch freigekauft; ihr gehört jetzt allein ihm. Lasst euch nicht wieder von Menschen versklaven! 1. Kor 7:23  

 


Gutes tun, weil es gut ist

Das Gute nicht um des Lobes willen tun noch es aus Menschenfurcht unterlassen. Kardinal von Galen

Das heutige Zitat fasst die zwei letzten zusammen. Frage stets nach Gottes Wille, er ist dein alleiniger Maßstab. Er ist dein ruhender Pol aus dem heraus du der Welt begegnest. So wirst du unabhängiger vom Lob und Kritik deiner Aussenwelt. Wir dürfen Lob genießen, angemessene Kritik anzunehmen ist sogar wichtig, aber nochmal: Wir dürfen unser Handeln nicht danach ausrichten, Lob zu bekommen und Kritik zu vermeiden. Alles für Jesus!  


Leben in Ehrfurcht vor Gott

Glücklich ist, wer dem Herrn in Ehrfurcht begegnet und große Freude hat an seinen Geboten! Psalm 112:1

Ehrfurcht vor Gott bedeutet für mich, ihn an erste Stelle zu setzen, mich nach seinen Weisungen aus zu richten. Frieden, Nächstenliebe, Spiritualität, Glück etc. ohne Gott ist wie das Feiern einer Geburtstagsfeier auf der das Geburtstagskind fehlt: kann alles sehr schön sein, aber das “Eigentliche” fehlt. Die Ehrfurcht vor Gott, das “Ihn-an-erste-Stelle-setzen” ist der Ausgangspunkt jeglichen Handelns, so wie es im heutigen Evangelium steht:

Wer mein Jünger sein will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen.” (Mk 8:34)

 


Leben aus Gottes Gegenwart

Du, Herr, bist bei mir. Psalm 23:4

Immanuel Kant hat gesagt, dass er trotz des Lesens vieler guter Bücher, in ihnen nichts gefunden hat, was sein Herz so still und froh gemacht hat, wie die vier Worte aus dem Psalm 23 “Du bist bei mir”. Dem kann ich 100% zustimmen. Aus Gott heraus zu handeln bedeutet letztlich mit ihm handeln, zu glauben, dass er DA ist. “Wer nämlich zu Gott kommen will, muss darauf vertrauen, dass es ihn gibt.” (Heb11:6). Wir tragen Gott selbst in die Welt, weil wir seine Kinder sind und er als Vater uns auf eine unvorstellbare Weise begleitet. Welch Gnade. Welch Geschenk! Ja, Herr: DU BIST BEI MIR!