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Arbeit

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Arbeit & Bestimmung

Ein Werkzeug entscheidet nicht, wo es arbeitet. Der Meister bestimmt, wo es gebraucht wird. Wir alle sind berufen, das Licht der Welt zu sein, wo Gott uns hinstellt. Corrie ten Boom

Ich bin fest davon überzeugt: Du und ich – wir alle haben einen Auftrag, eine Bestimmung, weshalb wir auf dieser Erde sind. Dein Beruf ist immer auch “Berufung”, d.h. du bist gerufen, um an diesem Ort zu wirken, dort “Licht der Welt” zu sein, wir sind alle “Werkzeuge Gottes”. So gehen wir mit einem ganz anderen Geist zur Arbeit, als wenn wir unsere Arbeit nur als “Gelderwerb” sehen. In allem und eben auch in der Arbeit können wir Gott verherrlichen.

Ob ihr also esst oder trinkt oder etwas anderes tut, tut alles zur Verherrlichung Gottes“ (1 Kor 10,31)


Arbeit & Freude

Arbeitet mit Freude als Christen, die nicht den Menschen dienen, sondern dem Herrn. Eph 6:7

Dienst du in deiner Arbeit Gott, so erfüllt dich das mit Freude, die ein Schutzwall ist, wenn du mal wieder zum Meckern und Jammern neigst. Deine Arbeit verliert den Charakter der Sklaverei, wenn du dich entschliesst, sie trotz aller Schwierigkeiten zu lieben. Meine Schüler würden sofort merken, wenn ich lustlos zur Arbeit käme. Begeistern kann nur der, der selbst begeistert ist oder um es mit Aristoteles zu sagen: “Freude an der Arbeit lässt das Werk trefflich geraten”. Also: auch wenn bei dir an der Arbeit einiges im Argen liegt, versuche jene Dinge ins Bewußtsein zu rücken, die dir Freude bereiten. Und denke daran:

Er wird euch ans Ziel bringen, euch Kraft und Stärke geben und dafür sorgen, dass ihr fest und sicher steht. (1. Petrus 5:10)


Arbeit & Ruhe

Sechs Tage sollst du deine Arbeit verrichten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag 2. Mose 20:9‭

Sowohl in der Wochenstruktur wie auch in der Tagesstruktur sind Ruhe und Pausen unerlässlich. Ich unterbreche meine Arbeit am Tag ganz bewusst, um mich in der Nähe Gottes zu erholen. Das können teilweise auch nur ein paar Sekunden sein, in denen sich mein Herz zu ihm hinwendet, ein einfaches “Ich liebe dich.” und am Sonntag natürlich die Messe. Zur Kunst der Arbeit gehört immer auch die Kunst des Ausruhens und sich nicht die Tages-Pausen oder den Sonntag voll zu stopfen, bewusst die Stille suchen. Also: achte ganz bewusst auf deine Pausen, auch damit ehrst du Gott.

Ich will den Herrn allezeit preisen; nie will ich aufhören, ihn zu rühmen. (Ps 34:2)


Arbeit & Zeugnis

Jeder Christ kann an seinem Arbeitsplatz Zeugnis geben – mit Worten, aber zuerst mit einem ehrlichen Leben. Papst Franziskus

Religion wird heute zu Tage gerne in den Privatbereich platziert. Unser Glaube hat jedoch im Kern eine öffentliche Dimension, hat uns Jesus doch mit gegeben, in die Welt zu gehen. Und in dieser Öffentlichkeit bei der Arbeit wird über die Glaubwürdigkeit des Evangeliums entschieden. Ich betreibe an meiner Arbeit jetzt keine offensive Mission, aber jeder weiß, dass ich religiös bin oder konkreter formuliert, dass Jesus mein Herr ist. Durch mein Verhalten gebe ich Zeugnis ab. Mit diesem Geist bin ich viel bewusster auf Selbstbeherrschung bedacht: zuerst denken, dann handeln, immer im Bewußtsein, dass man Gott mehr gehorchen muss als den Menschen (Apg 5,29)


Arbeit & Sinn

Das ist das Ziel meiner Arbeit, dafür kämpfe ich, und dafür mühe ich mich ab. Christus, der mit seiner Macht in mir wirkt, schenkt mir die Kraft dazu. Kol 1:29

Wir sind dann reich, wenn wir in unserer Arbeit etwas gefunden haben, dem wir uns mit Leib und Seele widmen können und sie nicht nur teilnahms- und seelenlos ableisten. Unter vielem anderen gibt eben auch deine Arbeit deinem Leben Sinn. Und Christus gibt dir die Kraft dazu. Zugleich ist es unerläßlich, daß du dich von der Arbeit nicht versklaven läßt, daß du sie nicht zum Götzen macht, indem du meinst, in ihr den letzten und endgültigen Sinn deines Lebens zu finden. Arbeit ist gut und notwendig, aber wenn sie im Leben einen Platz einnimmt, für den sie nie gedacht war, dann wird etwas an sich Gutes zu unserem Feind, der an uns zehrt und uns verzehrt.


Arbeit & Liebe

Wir können uns in der Arbeit abmühen bis zum Umfallen; wenn unsere Arbeit nicht mit Liebe durchwoben ist, ist sie unnütz. Mutter Teresa

Nicht die Menge meiner Arbeit, sondern die Motive machen mein Tun zu einem gesegneten. Es geht nicht um das, was wir tun oder wie viel wir tun, sondern darum, wie viel Liebe wir in das Tun legen, in die Arbeit, die er uns anvertraut hat. Ich persönlich spüre immer dann eine Traurigkeit und einen Frust in mir, wenn ich alles nur noch “ab-arbeite”. Das ist für mich das Zeichen, dass jetzt gerade was falsch läuft. Als Gegenmaßnahme konzentriere ich dann meist auf banalste Tätigkeiten, versuche diese aber möglichst bewusst, langsam und liebevoll zu tun. Das hilft mir. Und trotzdem gibts Tage, wo alles ein bissel zu viel wird, das gehört auch dazu.