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Angst

Angst


Der brennende Dornbusch

Da rief er ihm aus dem Busch zu: Mose! Ex 3:4

Mose begegnet Gott in einem brennenden Dornbusch. Wo sind deine Orte, wo du Gott begegnest? Sicher im Gebet, im Empfang der Sakramente, in der Stille einer Kirche u.v.m. Immer wieder geschieht Gottesbegegnung offensichtlich, manchmal unbemerkt auch an ganz anderen Orten. Gott lässt sich keine Grenzen setzen. Das Heilige ist überall, wenn wir die Augen dafür offen halten. So vieles kann zum brennenden Dornbusch werden u.a. eben auch deine Ängste. Gott gibt nicht nur Zeiten der Freude, sondern auch Zeiten der Angst, um darin unser Vertrauen zu stärken, sich darin uns zu offenbaren.    


Mut ist Angst, die gebetet hat

Mir ist angst und bange, nimm diese Last von meinem Herzen! Ps 25:17

Ängste sind vielfältig: Angst uns nahe Menschen zu verlieren, Angst Krebs zu bekommen, fianzielle Ängste, Angst vor Mißerfolg, Angst vor dem Alleinsein u.v.m. An deiner Angst kannst du sicherlich arbeiten, dennoch: Wir haben dieses Gefühl selten im Griff. Werde dir heute einer Angst ganz bewusst, die dich immer wieder begleitet. Denn wenn man seine Angst versteht, muss man vor nichts im Leben Angst haben. Denn wer die Angst annimmt, kann im Folgeschritt durch das Gebet Mut entwickeln. Mut ist Angst, die gebetet hat, denn gibst du dich immer wieder in die Hände Gottes, wirst du alle Furcht ablegen. Komme, was da wolle.    


Was sagen deine Ängste über deine Bedürfnisse?

Die Hauptsache im Leben ist, keine Angst vor der eigenen Menschlichkeit zu haben. Pablo Casals

Ganz wichtig: Angst verdrängen funktioniert nie. Es hilft dir, dich mit deinen Ängsten zu befassen. Manchmal wird dir dann einiges klarer. In der Angst kannst erkennst du dich selbst in deinen tiefsten Bedürfnissen. Beispiel meinerseits: Ich bin nervös, hin und wieder auch ängstlich, wenn ich vor vielen Menschen reden muss. Irgendwann erkannte ich, dass dahinter das Bedürfnis steckt, Anerkennung von anderen zu bekommen und vor allen gut dazustehen. Und da merkte ich, wie unrealistisch und dekonstruktiv das ist und kann nun in solchen Situationen der Angst entgegen steuern, meine innere Mitte wieder ins Lot bringen. Die Angst lädt mich ein, mich von übertriebenen Bedürfnissen zu verabschieden, zu meiner eigenen Menschlichkeit zu stehen. Welches Bedürfnis steht hinter deiner Angst?  

 


Denke deine Angst zu Ende

Hab keine Angst, ich bin dein Gott! Jes 41,10

Die Angst verweist mich letztlich auf Gott als den eigentlichen Grund meines Lebens. Beispiel: Es kann sein, dass ich z.B. Krebs bekomme. Was ist dann? Ja, es ist furchbar schlimm. Definitiv! Aber auch in meiner Krankheit werde ich in Gottes Hand sein und nicht aus ihr heraus fallen. Wir können unsere Ängste überwinden, indem wir uns die Frage stellen: Was kann mir schlimmstenfalls passieren? Die Angst lädt mich ein, in dem Vertrauen zu leben, dass ich immer in Gottes Hand bin. Alles geht vorrüber (Streß, Krankheit u.v.m.), aber Gott geht nicht vorrüber. Er bleibt und ist immer da. Gott allein genügt. Wer Gott hat, der hat alles. Und irgendwann werden wir in unaussprechlicher Art und Weise bei ihm sein.  


Angst und Gottvertrauen

Jesus antwortete ihnen: Warum habt ihr Angst? Vertraut ihr mir so wenig? Mt 8:26

Keiner hat nur Angst, keiner hat nur Vertrauen. Angst oder Mut, Zaghaftigkeit oder Vertrauen – manchmal muss ich täglich entscheiden, was ich wähle. Es ist häufig ein hin und her. Bitte Gott dir mitten in deiner Angst Vertrauen zu schenken. Die Angst führt uns zum Vertrauen, dass Gottes Gegenwart uns immer umgibt. Ist man von Gott gehalten, kann man Angst und Sorge aushalten. Die Angst so gesehen ist etwas ganz wichtiges bei deiner spirituellen Entwicklung! Doch gerade dann, wenn ich Angst habe, will ich mich dir anvertrauen.” (Ps 56:4)    


Bibelworte helfen in Angst

Hab keine Angst! Denn ich, der Herr, dein Gott, stehe dir bei, wohin du auch gehst. Josua 1:9

Mut bedeutet nicht, seine Gefühle zu kontrollieren, sondern sich von der Angst nicht unterkriegen zu lassen. Die Wüstenväter haben Angst verwandelt, indem sie Worte der Bibel in die Angst hineinsprachen: Der Herr ist mein Hirte, alle Sorge werfe ich auf ihn, Gott, der die Liebe ist. Der Herr ist mit mir. Ich fürchte mich nicht. Was können Menschen mir antun? Was sind deine wichtigsten stützenden Bibelverse in Angstsituationen? Mit einem einzelnen Bibelwort durch den Tag zu pilgern ist über das Thema Angst hinaus ein wichtiger Weg um in der Gotteserkenntnis und damit in der Gottesbeziehung zu wachsen. Ich schreibe mir täglich einen Bibelvers in die Innenhand, so dass ich immer wieder daran erinnert werde wie z.B. gestern Lk 11,5  

 


Gottesfurcht – eine Angst?

Fürchtet Gott. Mt 10,26

Fürchtet euch nicht vor den Menschen. Mt 10,28

Die Gottesfurcht meint nicht Angst vor Gott! Sie ist eine Gabe des heiligen Geistes, die Achtung und Respekt vor seiner Hoheit über das Leben und die Welt beinhaltet und letztlich zu einer frommen Lebensweise führt auf dem Grundsatz: “Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ (Apg 5,29). Diese Gottesfurcht löscht Lebensangst. Und dies alles drängt und vertieft die Liebe. Um’s mit Augustinus zu sagen: Gottesfurcht ist Arznei, Gottesliebe Gesundheit. Gott ist die Liebe. Um nichts anderes geht es.  

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