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Heiliger Geist

Heiliger Geist


Tag 1: Geist – G wie gebrauche mich

Bei jedem zeigt sich das Wirken des Geistes auf eine andere Weise, aber immer geht es um den Nutzen der ganzen Gemeinde. 1. Kor 12:7

Gott wirkt und vollbringt seine Werke in dieser Welt vor allem durch Menschen. Über unsere Kindschaft hinaus beruft er uns. Der heilige Geist wirkt hier. Er will uns gebrauchen. Öffnen wir uns, damit er sich in uns entfalten kann und uns zu Mitarbeiter in Gottes neuer Welt werden lässt. Hört sich abgehoben und unkonkret an? ist es nicht. Wer mit offenen Augen und Herzen in seinem Alltag unterwegs ist und sich immer wieder im Kurzgebet an den Geist wendet „Was soll ich hier tun? Wie soll ich zum Wohl aller dienen?“, der wird sehr schnell diese Konkretheit des Wirkens des heiligen Geistes in seinem Leben heute erfahren.


Gebet: Komm, Schöpfer Geist, kehr bei uns ein, besuch das Herz der Kinder dein: Die deine Macht erschaffen hat, erfülle nun mit deiner Gnad. Amen


Tag 2: gEist – E wie erinnere mich

Diese Hoffnung aber geht nicht ins Leere. Denn uns ist der Heilige Geist geschenkt, und durch ihn hat Gott unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt. Röm 5:5

Manchmal kommt es über dich von jetzt auf nachher, teils mit, teils ohne Grund: Entmutigung, innere Leere, Frust, Traurigkeit, Wut über den Alltagstrott oder über andere Menschen. So geht’s mir auch. Das wirksamste Medikament dagegen ist die Erinnerung, was schön war und schön ist. La vie est belle. Das Leben ist schön. Im heiligen Geist zu wohnen, bedeutet nicht nur, mich von ihm gebrauchen zu lassen, sondern auch mich daran erinnern zu lassen, was gut und schön ist. Neben vielen individuellen Einzelheiten ist es im innersten Kern natürlich dies: Denn Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab. (Joh 3:16) Heiliger Geist, lass uns das nie vergessen.


Gebet: Der du der Tröster wirst genannt, vom höchsten Gott ein Gnadenpfand, du Lebensbrunn, Licht, Lieb und Glut, der Seele Salbung, höchstes Gut.


Tag 3: geIst – I wie Instruiere mich

Doch der Heilige Geist, den euch Christus gegeben hat, er bleibt in euch. Deshalb braucht ihr keine anderen Lehrer, der Heilige Geist selbst ist in allen Fragen euer Lehrer. Was er euch sagt, ist wahr und ohne Lüge. Haltet also an dem fest, was euch der Geist lehrt: Bleibt mit Christus verbunden. 1. Joh 2:27

Immer wieder gibt es kleine und große Entscheidungen und Fragen, wo einfach nicht klar ist, wie wir handeln sollen. Schon die Christen der ersten Stunde (Apg) haben in diesen Situationen den hl. Geist angerufen. Ich kann und soll in allen Angelegenheiten die Hilfe des hl. Geistes anrufen. Er instruiert mich. Manchmal unscheinbar, manchmal offensichtlich, manchmal nicht so, wie wir es erwartet hätten, aber er instruiert. Gerade vor schwierigen Gesprächen beispielsweise bete und bitte ich zum heiligen Geist: Gib du mir die richtigen Worte ein. Laß mich den anderen verstehen. Leite uns auf unserem Wege und lass das Band der Liebe nicht reißen. Amen


Tag 4: geiSt – S wie stärke mich

Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet. Eph 3:16

Zur Erinnerung: Der hl. Geist gebraucht mich zum Guten, er erinnert mich an das Gute und er instruiert mich im Tun des Guten und er stärkt mich bei alledem. Körperlich oder seelisch kostet das Leben in dieser Welt neben all den Freuden immer wieder Kraft. Auch in der Versuchung oder im Tun des Guten sind wir immer wieder schwach. Der heilige Geist stärkt uns sowohl in der Situation des Hinfallens und des Unvermögens, indem er uns wieder aufrichtet, wie auch in der Standhaftigkeit und dem Willen, dass wir gar nicht erst ins Trudeln kommen und mit Freude das Gute tun. Und auch in unseren körperlichen Gebrechen stärkt er uns, so dass wir sie tragen können, ohne daran zu zerbrechen.


Gebet: Zünd an in uns des Lichtes Schein, gieß Liebe in die Herzen ein, stärk unsres Leibs Gebrechlichkeit mit deiner Kraft zu jeder Zeit. Amen


Tag 5: geisT – T wie throne in mir

Oder habt ihr etwa vergessen, dass euer Körper ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt und den euch Gott gegeben hat? Ihr gehört also nicht mehr euch selbst. 1. Kor 6:19

Der heilige Geist in mir, das ist nicht pille palle. Er ist nicht das Sahnehäubchen in uns, irgendwie ein „der-ist-halt-auch-da“. Ich gehöre nicht mehr mir selbst. Das ist ein krasser Bibelvers , der aber in den innersten Kern trifft, nämlich, dass Gott in mir thront, d.h. da ist jemand ihn mir, der unvorstellbar größer ist als ich, der in mir thront und herrscht mit dem Geist der Liebe. Die Lebensübergabe an Gott ist nicht nur was für Mönche und Nonnen, sondern diese Entscheidung trifft jeden von uns und meint, dass ich diesem thronenden hl. Geist in mir mein “ Ja“ gebe.