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Gottessuche

Gottessuche


Gottesehrfurcht erleuchtet uns

Habt Ehrfurcht vor dem Herrn und dient ihm treu von ganzem Herzen! Vergesst nie, wie viel er schon für euch getan hat! 1. Sam 12:24

Eine spirituelle Erfahrung liegt darin, dass du dich berühren lässt von etwas, das viel größer ist als du selbst, das deinen Verstand überschreitet. Eine solche Erfahrung kann dich überkommen, wenn du eine schöne Musik hörst, einen Sonnenaufgang siehst, in der Bibel liest, ein Kind im Arm hälst u.v.m. Sobald du dich davon berühren lässt, wirst du offen für eine erweiterte Realität und empfindest Dankbarkeit. In dir entsteht Gottesehrfurcht. Die alten Wüstenväter sagen von dieser Gottesehrfurcht, dass wenn sie in dein Herz kommt, sie dich erleuchtet, dich in den Tugenden und den Geboten Gottes lehrt. Öffne dich für die Gottesehrfurcht.

Gott ist das, wovon etwas Größeres nicht gedacht werden kann. Anselm von Canterbury


Gottessuche endet nie

Gott ist so groß dass er es wohl Wert ist, von uns ein Leben lang gesucht zu werden. Teresa von Avila

Erst nach deinem Tod wird deine Sehnsucht ihre Aufgabe erfüllt haben, denn “unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in Gott.” (Augustinus). Gott hat Sehnsucht nach den Menschen, die er liebt. Und daher pflanzt er in jeden Menschen eine Sehnsucht ein, ihn zu suchen und zu finden. “Des Nachts auf meinem Lager suchte ich ihn, den meine Seele liebt.” (Hld 3,1-4). Gott ist so groß, dass all dein Sehnen nicht ausreicht um ihn schon in diesem Leben packen und nicht mehr loslassen zu können. Daher muss du ihn ein Leben lang stets von neuem suchen, denn “an Gott glauben heißt sehen, dass das Leben einen Sinn hat.” (Wittgenstein) Ja, ich weiß, o Gott, dass ich mir abhandenkomme, wenn ich Dich nicht suche.

Wenn ich meiner tiefsten Sehnsucht folge, werde ich frei, weil ich einem Du begegne, das mich ganz und gar bejaht und liebt, so wie ich bin. Edith Stein


Gottesoffenbarung in deinem Leben

Jede Generation soll von den mächtigen Taten Gottes hören, von allen Wundern, die er vollbracht hat. Ps 78,4

“Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt.“ (Benedikt XVI.) Deine Lebensgeschichte ist eine Geschichte von und über Gott. Wenn wir alle, die wir durch Jesus verändert worden sind, unsere Geschichten erzählen, erzählen wir damit, wer Gott ist. Ich wette, Gott hat in deinem Leben etwas getan, was uns die Haare zu Berge stehen ließe, wenn du uns davon erzählen würdest. Ich wette, die Geschichte, die Gott in deinem Leben und in deiner Familie geschrieben hat, gibt dem Evangelium ebenso sehr Stimme, Atem, Arme und Beine, wie es irgendeine Predigt je getan hat. Predigen ist wichtig, keine Frage. Aber wir dürfen nicht zulassen, dass das die einzige Art und Weise ist, wie Gottes Geschichte in unserer Mitte erzählt wird. Unsere Geschichten haben nichts Kleines oder Belangloses an sich. Im Grunde gibt es gar nichts Größeres.

Wie hat sich Gott in deinem Leben offenbart?


Gottesvertrauen befreit uns

Unsere Zukunft ist schweigendes Land, nicht Menschenwille pflügt es. Jeder Tag kommt aus Gottes Hand, und das zu wissen genügt. Peter Lippert

Dazu bedarf es Vertrauen – das ist so wichtig! Dabei gilt es wahrzunehmen, dass das Gottvertrauen mit Selbstvertrauen und dem Vertrauen zum anderen zusammenhängt. Du gewinnst Selbstvertrauen, nimmst dich selber an, wenn du darauf vertraust, dass du von Gott ganz angenommen bist, wenn du daran glaubst, dass dein wahres Selbst ein einmaliges Bild ist, dass Gott sich von dir gemacht hat. Wenn du mit diesem inneren Bild Gottes in Berührung bist, dann bist du frei von dem Zwang, dich bei allen beliebt machen zu müssen. Selbstvertrauen heißt dann nicht, dass du selbstsicher auftritst. Vielmehr besteht dein Selbstvertrauen in einer inneren Freiheit. Weil du nicht abhängig bist von dem, was Menschen von dir halten, hast du Selbstvertrauen, kannst du in die Begegnung mit Menschen treten ohne Angst, was sie von dir sagen und spürst immer tiefer, dass so vieles Gnade ist:

Alles musst du für Gnade halten, was dich nicht hindert, Gott, den Herrn zu lieben , auch alle Schwierigkeiten, die dir andere machen. Dass alles Gnade ist – das soll dich bestimmen in allem, was du willst und erstrebst. Franz von Assisi


Gottesanwesenheit überall

Im bin immer und überall bei Euch bis ans Ende dieser Welt. Mt 28,20.

Gott ist überall anwesend. Wie unsere Seele in unserem Leib ist, ohne dass wir sie sehen, so ist Gott in der Welt, ohne dass wir ihn sehen. Jeder kennt diese Wahrheit, sie zu erfassen ist immer wieder auch schwierig. Wir tun uns schwer, diese erhabene Wahrheit zu begreifen, dass Christus mit uns unterwegs ist, dass sein Ruf an uns sich täglich ereignet. Es hängt auch von uns ab, ob wir sensibel und bereit dafür sind, ihn und sein Wirken in der Banalität unseres Alltags, in unseren Beziehungen, in uns, in unserer Menschlichkeit, in der Schöpfung wahrzunehmen.  


Gotteshingabe täglich und in allen Dingen

Lass mich in Glück und Unglück treu zu dir stehen, im Glück demütig, im Unglück stark und ungebeugt. Nur was zu dir mich führt, soll meine Freude sein; nur was von dir mich trennt, soll mich betrüben. Thomas von Aquin

Was dich durcheinander bringt ist dein Grübeln, deine Unruhe und deine Besorgnis um eine Sache. All das sind Dinge, die der vollen Hingabe entgegenstehen. Wenn wir von Herzen und ganzer Überzeugung sagen “Dein Wille geschehe” oder “Sorge du”, dann greift Gott mit seiner ganzen Allmacht ein. Schließe die Augen deines Ichs und lass Gott wirken. Lege die Gedanken an die Zukunft wie bei einer Versuchung ab. Ruhe in Jesus! Überlasse dich ihm! Ihr werdet schlaflos, wenn ihr alles abschätzen und erwägen wollt, alles erforschen, an alles denken wollt. Dabei überlaßt ihr euch doch nur den menschlichen Kräften des eigenen Ichs oder noch schlimmer: Den Menschen schlechthin, indem ihr auf ihr Eingreifen vertraut. Wann immer du siehst, dass alles sich noch mehr verwickelt, spreche: “Jesus, sorge du.”