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Gottes Geschenke

Gottes Geschenke


Gottes Geschenke: Trinken und Essen

Die wichtigste Lektion, die ich gelernt habe, ist: Wenn du frisches Wasser und etwas zu essen hast, bist du bereits glücklich. (Rickenbacker)

Nächsten Sonntag feiern wir Erntedank, ein Fest der Dankbarkeit für Gottes Geschenke. Um diese unterschiedlichsten Geschenke wird es in dieser Woche gehen. Das Grundlegendste ist wohl das Essen und Trinken. Rickenbacker, von dem das heutige Zitat stammt, trieb 21 Tage auf einem Floß im Pazifischen Ozean. Diese Erfahrung lehrte ihm, das Leben mit anderen Augen zu sehen, denn ihm wurde dabei klar, dass etwas zu essen und zu trinken bereits genügt, um glücklich und zufrieden zu sein. Gerade hier im reichen Europa nehmen wir oft zu selbstverständlich hin. Das Tischgebet ist eine gute Angewohnheit dem entgegen zu wirken. Bleib bescheiden und dankbar! Wäre das Wort ›Danke‹ das einzige Gebet, das du je sprichst, so würde es genügen.“ (Meister Eckhart)


Gottes Geschenke: Die Natur

Die Himmel verkünden die Herrlichkeit Gottes, und das Himmelsgewölbe zeigt, dass es das Werk seiner Hände ist. Ps 19:2

Wer die Schöpfung in ihrer Schönheit wahrnimmt, findet den Schöpfer in ihr. Beeindrukende Worte fand ich bei Anne Frank, die versteckt von den Nazis auf einem dunklen Dachboden einen winzigen Blick durch einen Ritz auf den Himmel hatte: „Solange es das noch gibt, und ich es erleben darf, diesen Sonnenschein, diesen Himmel, an dem keine Wolke ist, so lange kann ich nicht traurig sein.“ Die Natur kann Trost spenden. Anne Frank schreibt weiter, dass jeder, der Angst hat, einsam oder unglücklich ist, am besten hinausgehen sollte, irgendwohin, wo man ganz allein sein kann mit dem Himmel, der Natur und Gott. Danke Gott für das große Geschenk der Natur. „Die Liebe Gottes umgibt uns von allen Seiten. Seine Liebe ist das Wasser, das wir trinken, die Luft, die wir atmen, und das Licht, das wir schauen.“ (Ernesto Cardenal)


Gottes Geschenke: Bitte und Danke

Man muss wenigsten so viel Zeit aufwenden, Gott für seine Wohltaten zu danken, als man gebraucht hat, ihn darum zu bitten. Vinzenz von Paul

Jeder macht dies anders. Immer wieder: Rituale sind wichtig! Das Morgengebet beinhaltet neben der Anbetung bei mir vor allem Bittgebete. Das Abendgebet, dass ich spazierend gehend verrichte ist vor allem durch Worte der Dankbarkeit gefüllt. Zuerst zähle ich konkrete Dinge des Tags auf, für die ich dankbar bin (Essen, Trinken, ein geglückter Gespräch). Danach die großen Geschenke Gottes (meine Frau, meine Eltern, mein Beruf, Gesundheit…). Meine Erfahrung: diese tägliche Dankbarkeit erzeugt einen unaussprechlichen Frieden in der Seele. Und ja, auch das ist ein Geschenk Gottes, dass wir bitten und danken dürfen in einer väterlichen Zuwendung als seine Kinder.


Gottes Geschenke: Die Musik

Nehmt Gottes Melodie in euch auf. Ignatius von Antiochien

Die Schönheit der Musik erfreut die Seele. Sie spendet Kraft, weckt Gefühle u.v.m. Gerade im religiösen Bereich gibt es wunderschöne Lieder. Bei „Großer Gott wir loben dich“ bekomme ich immer Gänsehaut. Musik kann uns helfen, uns herzvoll mit Gott zu verbinden. Und Musik schafft Beziehung. Gerade in meiner Arbeit mit behinderten Kindern erlebe ich das jeden Tag. Auch Gott hat eine Melodie. In unserer Gottesbeziehung geht es darum, dieser Melodie nach zu spüren. Musik kann uns dabei helfen. Danke Gott für das große Geschenk der Musik. Welche Lieder, welche Musik sensibilisiert dich für Gott?


Gottes Geschenke: Engel

Denn Gott wird dir seine Engel schicken, um dich zu beschützen, wohin du auch gehst. Psalm 91:11

Die Engel, dein Schutzengel, er weilt Tag und Nacht bei dir, zu jeder Zeit an jedem Ort, von Gott selbst geschickt. Er holt dich zurück aus dem so gern erinnerten Gestern. Er holt dich zurück aus dem lebhaft vorgestellten Morgen. Und er stellt dich in das so wertvolle Heute, beschützend, fürsorglich. Mit all meinem Stress bei der Arbeit oder in der Familie oder auch meiner Einsamkeit begleitet er mich. Er setzt die Zusage Gottes um: „Ich dein Gott bin bei dir. Ich sende dir meine Engel, um dich zu leiten und zu schützen.“ Sprich heute Mal wieder bewusst mit deinem Schutzengel und bedanke dich bei Gott, dass er da ist. Gott segne dich und diesen Tag, deine Gedanken, Worte und Werke.


Gottes Geschenke – Umfassende Fürsorge für uns

Die göttliche Vorsehung regiert alles, und was wir für ein Übel halten, ist Arznei. Hieronymus

Es gibt immer Möglichkeiten zu danken! Wenn du nicht dankbar sein kannst für das, was du erhältst, dann sei dankbar für das, dem du entronnen bist. Oder versuche auch die möglichen Früchte eines sog. Übels zu erforschen. Persönliches Beispiel: Die Pflegebedürftigkeit meiner Oma war eine harte Zeit für meine Familie. Trotz der Härte dieser Zeit, hat es mich auch sehr positiv geprägt auf meinem Lebensweg, mehr noch als eine Pilgerfahrt oder die noch so erhabendste Liturgie. Zweifelsohne gibt es im Leben Dinge, die hart sind, doch dieses harte Leben bietet auch Gutes, ungeahnte Früchte – selbst wenn ich die Ereignisse überhaupt nicht begreife. „Er, der Lebendige, bleibt an der Seite eines jeden von uns wie ein Armer, ein Unbekannter. Selbst in den fragwürdigsten Ereignissen, in der Zerbrechlichkeit des Daseins, ist er uns nahe.“ (Frère Roger)


Erntedankfest

Die Völker sollen dir danken, Gott! Ja, alle Völker sollen dich preisen! Das Land brachte eine gute Ernte hervor, unser Gott hat uns reich beschenkt. Ps 67:6‭-‬7

Heute will ich dankbar sein! Das Leben hat viele schöne Seiten, die wir aber nur sehen, wenn wir dazu bereit sind. Auf keinen Fall dürfen wir uns immer wieder vorsagen: „Unser Leben ist schwer“, sondern dürfen auch die schönen und von Gott geschenkten Seiten spüren. Das Leben ist sicher mitunter auch hart, aber selbst dann ist es bereichernd. Ich will spüren, dass das Leben gut ist und Gott für mich ein Leben in Fülle bereit hält. Was hat sich heute, gestern, letzten Monat oder im letzten Jahr ereignet, von dem ich sagen kann, dass es gut war u