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Gnade

Gnade


Verurteilung führt von Gott weg.

Wer sollte uns verurteilen? Christus Jesus selbst ist ja für uns gestorben. Röm 8, 34

Für die Sicht auf uns selbst bedeutet das: Ja, wir sind Sünder. Das darf aber nicht in einer non-stop Selbstverurteilung Ausdruck finden, die letztlich egozentrisch ist und von Gott weg führt und im Selbstmitleid endet. Schuldbewußtsein Ja – Selbstverurteilung Nein. Für die Sicht auf andere bedeutet das: Schuld, Sünde und unrechtes Verhalten klar benennen, aber liebevoll, achtsam, ohne Verurteilung der Person = eine Herausforderung, weil bei Kritik häufig sehr schnell die “Türen” zugemacht werden.  


Gnaden-Bewußtsein führt zu Gott hin.

Ich will den Herrn loben und nie vergessen, wie viel Gutes er mir getan hat. Psalm 103:2

Sündenvergebung funktioniert nur, wenn ich mir meiner Schuld bewusst bin. Gewissenserforschung ist wichtig in der persönlichen Gottesbeziehung. Wichtiger allerdings ist, sich Gottes Gnade bewusst zu machen. Was heißt das konkret? Egal, was wir getan haben oder noch tun werden: Wir sind IN CHRISTUS gerecht! Also gibt es jetzt für die, die zu Christus Jesus gehören, keine Verurteilung mehr. Römer 8:1 BANG! WOW! STAUNEN! DANK Konzentriere dich auf dieses Gerechtsein in der Gnade. Das ist nicht abstrakte, abgehobene Theologie, sondern will und kann im Alltag gelebt werden, indem wir z.B. täglich neu Gott danken und loben, für sein Handeln und “Erscheinen” in meinem Leben, nicht nur allgemein, sondern dieses Gute auch vor ihm konkret benennen: Was tut der Herr DIR Gutes? Sprich es aus und Danke Gott für diese Gnade.  

 


Billige Gnade – nein danke!

Soll das nun etwa heißen, dass wir bedenkenlos sündigen können, weil uns ja Gottes Gnade gilt? Röm 6:15

Sowohl Bonhoeffer wie Benedikt XVI haben eindringlich darauf hingewiesen, dass wir Christen in der heutigen Zeit in Gefahr stehen einem “billigen” Gnadenverständnis zu folgen: “Der liebe Gott, der schon alles vergeben wird.” “Billige Gnade” meint Tolerierung der Sünde. Gott ist aber nicht tolerant! Er will nicht, dass wir sündigen. Gnade ist kein Freibrief für ein Leben nach eigenem Gutdünken. Mach was du willst, Gott vergibt alles. “Billige Gnade ist Predigt der Vergebung ohne Buße.” (Bonhoeffer). Gottes Gnade aber ist teuer und kostbar, muss gepaart sein mit Buße, d.h. der immer wieder neuen Ausrichtung an Gott und seinem Willen.  


Gnade: Bekenntnis, Vergebung, Reinigung und Umkehr

Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, dann erfüllt Gott seine Zusage treu und gerecht: Er wird unsere Sünden vergeben und uns von allem Bösen reinigen. 1. Joh 1:9

Wenn wir Gottes teure Gnade empfangen, indem wir unsere Sünden bekennen und er sie vergibt, dann machen wir uns stets neu auf den Weg, werden verändert, gereinigt von alldem, was uns von Gott trennt. Das ist die Buße, die Jesus von uns fordert: Kehrt um zu Gott und glaubt an die rettende Botschaft! (Mk 1:15) Vergebung und Buße/Umkehr gehören zutiefst zusammen. Die tägliche “Um-kehr” hin zu Gott gehört wesenhaft zur Identität des Christen. Ein erforschender Rückblick auf den Tag (Was lief gut? Was lief schlecht) kann dabei helfen und sei er noch so kurz.    


Gottes Gnade – ein Segen

Ich wünsche euch Gnade und Frieden von Gott, unserem Vater, und von Jesus Christus, unserem Herrn. 1. Kor 1:3

Die reiche Gnade Gottes (Eph 1,7) die uns in Jesus Christus erschienen ist, begleite dich heute und allezeit ewig (Psalm 106,1). “Ich wünsche dir aber, dass dich immer wieder etwas berührt, das ich dir nicht recht beschreiben kann. Es heißt Gnade. Es ist ein altes Wort, aber wer sie erfährt, für den ist sie wie ein Morgenlicht. Man kann sie nicht wollen und erzwingen, aber wenn sie dich berührt, dann weißt du: Es ist gut.” (Sabine Naegeli)