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Geschenke des Auferstandenen

Geschenke des Auferstandenen


Der Auferstandene schenkt Frieden

Ja, meinen Frieden gebe ich euch – einen Frieden, den euch niemand sonst auf der Welt geben kann. Joh 14:27

Der auferstandene Herr, der selbst der Friede IST, mache überall seine Kraft des Friedens spürbar, lasse uns immer wieder in diesen seinen Frieden fallen. Manches versucht uns diesen Frieden zu rauben: Nervösität, Hektik, allgemeine Anspannung u.v.m. Diese von leichten bis nahezu unerträglichen Stresssituationen gehören zu unserem Alltag. Unser innerer von Christus geschenkter Friede hängt davon ab, wie wir mit solchen Situationen fertig werden. Wir können uns wie eine Amöbe verhalten und die Stimmung um uns herum förmlich aufsaugen, oder aber wir versuchen in Christus zu bleiben und hier gewissermaßen dem eine Grenze zu ziehen, das uns aus der Fassung bringen könnte. Unsere Sache soll es sein, diesen geschenkten Frieden zu bewahren. Wir müssen unser innerstes Wesen unter Kontrolle haben und nicht die Welt um uns herum.


Den Frieden bewahren

Keiner kann den Herrn beerben, wenn er sein Testament des Friedens nicht bewahrt; und keiner kann mit Christus im Frieden sein, wenn er mit den Christen im Streit liegt. Augustinus

Der Frieden Christi ist kein Selbstläufer, dem ich nichts hinzuzufügen hätte. Augustinus schreibt treffend, dass es um Bewahrung geht, hier liegt meine Verantwortung. Bewahrung beim Umgang mit mir selbst, aber auch im Umgang mit anderen. Was unser Herz einzig allein nährt ist das Leben mit Christus. Ein Spruch von Abba Poemen heißt: Gib dein Herz nicht dafür hin, was dein Herz nicht befriedigt. Geben wir unser Herz dem dann doch hin, verlieren wir den inneren Frieden. So appeliert auch Franz von Sales: Du darfst auf keinen Fall deinen inneren Frieden verlieren, auch dann nicht, wenn die Welt aus den Fugen zu geraten scheint. Gott segne dich und lasse dich im Frieden Christi wohnen und dich zum Verkünder seines Friedens in die Welt senden.


Der Auferstandene schenkt Freude

Der auferstandene Christus macht das Leben der Menschen zu einem ununterbrochenen Fest. Athanasius

Tod und Auferstehung Jesu zeigen, dass es nichts gibt, was Gott nicht wenden und verwandeln kann. Es gibt keinen Tod, der nicht ins Leben verwandelt werden kann, keine Dunkelheit, die nicht hell werden, keine Angst, die nicht zu Vertrauen werden, keine Trostlosigkeit, die nicht getröstet werden kann, keine Verlassenheit, die nicht in Geborgenheit und keine Verzweiflung, die nicht in Hoffnung verwandelt werden kann. Auferstehung rührt vielmehr unsere tiefste Sehnsucht nach, dass der Tod nicht das letzte Wort ist, dass die Liebe stärker ist als der Tod. So wird unser Leben in den Höhen wie auch in den Tiefen zu einem ununterbrochenem Fest. Freut euch, denn der Herr lebt.


In der Freude leben

Mein Herz ist voll Freude über den Herrn. 1. Samuel 2,1

„Gott ist der Gott der Freude“ (Franz von Sales). Das Leben bietet viele Möglichkeiten, die Freude bereiten. Es ist der Wille des Herrn, dass wir das auch genießen, vorausgesetzt wir vergessen nicht den Urgrund der Freude: Christus. Diesen Christus kann uns keiner mehr nehmen. Dazu ein schöner Spruch von den Wüstenvätern: „Ein Altvater lächelte immer. Als man ihn nach dem Grunde dieser seiner beständigen Fröhlichkeit fragte, antwortete er: Sie kommt daher, dass mir niemand meinen Christus nehmen kann.“ Diese Freude über Ostern hinterlässt in uns eine Spur, nimmt unentwegt Einfluss auf unser Leben, so dass wir stetig zum neuen Menschen (vgl. Röm 6,4) umgewandelt werden. In den freudigen wie in den traurigen Ereignissen des Lebens, in Arbeit, Beruf und Schule leben wir in dieser Osterfreude und lassen uns durch sie verwandeln. „Er ließ sein Volk ausziehen mit Freuden, mit Jubel seine Auserwählten.“ (Ps 105:43)


Der Auferstandene schenkt Barmherzigkeit

O Menschheit, weshalb denkst du so wenig daran, dass Gott wahrhaftig unter uns ist. Faustina

Am Sonntag feiern die Katholiken das Fest der göttlichen Barmherzigkeit. Die Botschaft dieses Festes ist allerdings für alle gültig: Gott ist Barmherzigkeit! Dazu Worte von Jesus an Faustina: Ich bin lauter Liebe und Barm­herzigkeit. Die glücklichste Seele ist jene, die sich Meiner Barmherzigkeit an­vertraut, denn Ich Selbst kümmere Mich um sie. Für sie habe Ich Blut vergossen; sie sollen sich nicht fürchten, sich Mir zu nä­hern; sie brauchen Meine Barmherzigkeit am nötigsten. Auch wenn die Seele wie eine verwesende Leiche wäre und eine Belebung, menschlich gesehen, ausgeschlossen und alles schon verloren – so ist es anders bei Gott. Das Wunder der Barmherzigkeit Gottes belebt die Seele vollends. Ich habe Mein Herz als lebendige Quelle der Barmherzigkeit geöffnet. Mögen alle Seelen aus ihm Leben schöpfen.


Seine Barmherzigkeit weitergeben

Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist. Lk 6, 36

Auch wenn uns das viel zu oft schwer fällt, ist es die Zielrichtung, der Kompaß: sich dem Nächsten barmherzig zuzuwenden, indem man vergibt. Der Ausdruck der Barmherzigkeit wird nirgendswo anders so deutlich, wie in der Bereitschaft zur Vergebung. Das bedeutet nicht, die Grenzen von Gut und Böse wegen falsch verstandener Toleranz zu verwischen!!! Der barmherzige Christ weiß sehr wohl, was falsch und richtig ist. Das Fehlverhalten (Sünde) wird klar benannt und angeprangert, der Mensch (Sünder) aber kommt eine neue Chance. Der barmherzige Christ zeigt seinen Mitmenschen, dass sie bei ihm immer willkommen sind, auch wenn sie irgendwann einmal einen schweren Fehler begangen haben.


Sonntag der Barmherzigkeit 

Es kommt also nicht darauf an, ob der Mensch etwas will oder ob er sich abmüht. Sondern es kommt allein auf Gottes Erbarmen an. Römer 9,16

In Johannes 3,27 heißt es: Ein Mensch kann nichts nehmen, wenn es ihm nicht vom Himmel gegeben ist.“ Für unser Leben bedeutet dass weiter, dass ein Mensch auch nichts geben kann, was ihm nicht vom Himmel gegeben ist. Tugenden sind Geschenke Gottes an die Menschen. In Bezug auf die letzte Woche heißt das:1. Gott schenkt Friede.
2. Gott schenkt Freude 
3. Gott schenkt BarmherzigkeitWir tragen den Frieden zum Nächsten, schenken anderen diese Freude und sind barmherzig mit unserem Nächsten, gerade auch dann wenn’s mal schwierig ist und es Streit gab.


Der Auferstandene schenkt Berührung 

Dann wandte er sich an Thomas: Leg deinen Finger auf meine durchbohrten Hände und sieh sie dir an! Joh 20:27

Das alles hat er getan, weil er wollte, dass die Menschen ihn suchen. Sie sollen mit ihm in Berührung kommen und ihn finden können. Und wirklich, er ist jedem von uns ja so nahe! Apg 17:27

Gestern war ich 10 km im Wald laufen. In der Schöpfung begegne ich Gott. Noch intensiver und tiefer begegne ich ihn allerdings in der Kommunion, hier darf ich ihn wirklich berühren und so wie Thomas meine Hand in seine Seite legen. Der Auferstandene schenkt mir diese Berührung mit ihm. Der Glaube an Christus ist in erster Linie persönliche Begegnung mit dieser Person, die sich nicht in Theorien einzwängen lässt. Tun wir dies doch, so besteht die Gefahr, dass wir dem Leben ausweichen, nur Floskeln oder Dogmen aufsagen. Auferstehung erfahre ich nur, wenn ich in Berührung komme und mich berühren lasse. Lass dich von ihm berühren beim Mahl der Herrn und in der Begegnung mit den Nächsten in deinem Alltag. Werde dir seiner Nähe heute immer wieder bewusst. Gott nahe zu sein ist mein Glück. Ps 73,28


Sich von anderen berühren lassen 

Darin besteht die Liebe: dass sich zwei Einsame beschützen und berühren und miteinander reden. Maria Rilke

Wenn wir ein gutes Gespräch führen, dem andern darin wirklich begegnen, sagen wir: Ich berühre den andern. Ich bin in Berührung gekommen mit ihm. Er hat mich berührt. Und in dieser Berührung rühren wir an das Geheimnis des Menschen und darin an das Geheimnis der Auferstehung. Viele Menschen weichen dieser Berührung aus, indem sie sich über einen Menschen eine Theorie machen und sagen „Der IST ist so oder so“, kreieren Schubladen. Diese Theorien und Schubladen verhindern echte menschliche, berührende Begegnung. Stellen wir uns nur Mal vor, Jesus würde uns so „Schubladen-mäßig“ behandeln und uns nicht in unserer Einmaligkeit wahrnehmen. Nehmen wir uns den Auferstandenen zum Vorbild – Lassen wir uns berühren, auch wenn dies oft Kraft und Anstrengung bedeutet, aber nur darin kommen wir mit dem Leben und der Liebe in Kontakt.

Welcher Mensch berührt mich heute?


Der Auferstandene schenkt sich im Wort Gottes 

Das Wort Gottes ist lebendig. Hebr 4,12

„Die Bibel ist mein edelster Schatz, ohne den ich elend wäre“ (Kant). Im Wort Gottes begegnen wir dem Auferstandenen. „Die Schrift nicht kennen, heißt Christus nicht kennen“ (Hieronymus). Ja: „Um erwachsene Christen zu werden, müsst ihr euch mit der Schrift vertraut machen.“ (Chrysostomus). Sie muss für uns vom Lesebuch zum Lebensbuch werden. Dieses Wort des Lebens Christus soll in unserer Seele wirken, wie der stete Tropfen, der den Stein immer an der gleichen Stelle höhlt. Zu einem Ende werden wir nie kommen, denn „die Bibel gleicht einem Acker, der nie abgeerntet werden kann und deshalb nie öde und leer daliegt. Sie gleicht einer Quelle die beständig fließt und um so reichlicher strömt, je mehr man daraus schöpft.“ (Ephräm der Syrer)

Welches Wort der Bibel spricht mich momentan an?


Den Auferstandenen einverleiben

Die Worte des Evangeliums durchwalken uns, verändern uns, bis sie uns sozusagen sich einverleiben. Madeleine Delbrêl

Das Wort Gottes ist nicht nur Information sondern vor allem Transformation !!!!! Soll heißen, das Wort Gottes vermittelt nicht nur Wissen über ein Geschehen (informare). Es ist transformatio, d.h. Verwandlung in das Urbild, wie Gott uns gedacht hat. Es legt in uns das Urbild frei, nach dem wir geschaffen sind. So werden wir nach dem Bilde Christi gestaltet. Edith Stein schreibt dazu: Gut ist es, den Gekreuzigten im Bild zu verehren. Aber besser als Bilder aus Holz oder Stein sind lebendige Bilder, Seelen nach dem Bilde Christi. Eine Bibelstelle, die mich sehr verwandelt hat ist 1. Petrus 2,25: Denn ihr wart wie Schafe, die sich verlaufen haben. Jetzt aber seid ihr zu eurem Hirten, dem Hüter eurer Seelen zurückgekehrt.

Welche Bibelstelle hat dich auf deinem Lebensweg verwandelt?


Der Auferstandene schenkt sich im Heute

Achtet darauf, dass ihr ruhig und besonnen lebt. 1. Thes 4,11

„Was mich kümmert und fordert, ist das Heute“ (Franz von Sales). Achtsamkeit ist die Tugend, die mir Gottes Gegenwart bewusst macht. Achtsamkeit als Kunst, ganz im gegenwärtigen Augenblick zu verweilen ohne an etwas Anderes zu denken, auch nicht an Zukünftiges oder Vergangenes. Hektik herrscht dann, wenn deine Gedanken immer schon sieben Schritte voraus sein müssen, anstatt da zu sein, wo du bist. So viele von uns haben die Nase gestrichen voll von dieser Hetze. Entschleunigen ist angesagt, zurück zum Anfang gehen, innehalten. Dennoch wissen wir alle, dass es mächtige Ablenkungen gibt. Aber ich entferne mich geschickt davon und gehe ganz allmählich wieder davon weg, wie jemand, der sich aus einer großen Menschenmenge zurückzieht. Das zu tun, ist ein großes Geheimnis im inneren Leben. Wenn man es anders macht, verliert man seinen Frieden in Jesus und die Gnade, die der gegenwärtige Augenblick und die anstehende Tätigkeit enthält.

Was lenkt mich vom Leben in und mit Jesus heute ab und wie kann ich dem entgegenwirken?


Der Auferstandene schenkt sich im heutigen Nächsten

Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz. Mt 6,21

Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeiten genommen; Mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen; Der Augenblick ist mein, und nehm ich den in Acht, so ist der mein, der Jahre und Ewigkeit gemacht. Dieser ist Christus, der Auferstandene, der mir im Nächsten begegnet. Darum sind das die entscheidenden Fragen: Wo ist HEUTE mein Herz? WIE begegne ich HEUTE den Menschen? „Du musst den, der in dir gegenwärtig ist, durch die liebende Aufmerksamkeit bezeugen, mit der du dich diesem Mensch zuwendest.“ (Mutter Theresa). Gott segne dein Leben und lass dich zum Segen werden für die Menschen, in denen du HEUTE Christus, dem Auferstandenen begegnest.

Wer ist HEUTE mein Nächster?


Der Auferstandene schenkt uns seine Beharrlichkeit

Ich bin in die Welt gekommen, um für die Wahrheit einzustehen. Joh 18:37

Jesus hält beharrlich an seinem Auftrag fest, weswegen er das Fleisch annahm. Der Auferstandene hält auch beharrlich an dir fest. Er lässt dich nicht fallen, gibt dir immer wieder neu die Chance zur Umkehr. Vertrauen wir nicht auf unsere Stärke, sondern auf den Glauben. „Im Licht des Glaubens bin ich stark, standhaft und beharrlich, im Licht des Glaubens hoffe ich: Das lässt mich nicht schwach werden auf dem Weg, und ohne dieses Licht ginge ich in der Finsternis.“ (Katharina von Siena). Gerade auch in Glaubenskämpfen, in den vielen Garten Getsemanies der Seelen dieser Welt, wo wir mit Entscheidungen ringen, am Glauben zweifeln, gilt es vertrauend auszuharren. Wer ausharret, wird gekrönt. Halten wir uns beharrlich vertrauend an den Herrn, der beharrlich an uns fest hält.

Gibt es bei mir Momente des Zweifels?


Beharrlichkeit als menschliche Tugend

Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet. Eph 3:16

Beharrlichkeit meint Standhaftigkeit und Durchhaltevermögen. Ohne sie hätte keine Entscheidung Sinn, da immer Schwierigkeiten folgen. Die Beharrlichkeit ist wegen der Flatterhaftigkeit unseres menschlichen Geistes am schwersten zu erfüllen. Folgen wir jedem unserer Geisteseinfälle, dann erleben wir nichts als fortwährende Veränderungen. In unserer Zeit wird ständig Neues produziert und Altes verworfen. Man kann immer nur noch kurz bei einer Sache verharren, weil es so viele andere Dinge gibt, die man erleben möchte. Reizüberflutung! Folge ist Stress und ständige Unzufriedenheit, weil nichts wirklich gelingt oder vollendet wird. Die Tugend der Beharrlichkeit steht dem entgegen. Sie hilft Entscheidungen umzusetzen und Schwierigkeiten zu meistern. „Was immer ich beginne, ich halte es durch, ich bleibe beharrlich treu.“ (Hildegard von Bingen) Seien wir wie ein Baum, verwurzelt im Glauben, beharrlich festhaltend am Herrn und an guten Werken.


Der Auferstandene als Quelle der Dankbarkeit

Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Joh 11, 41

Der Auferstandene ist die Quelle deiner Dankbarkeit. In der Eucharistie schenkt er sich dir in unaussprechlicher Weise. Eucharistie heißt übersetzt Dankeschön. Der Christ ist somit ein dankbarer Mensch und damit zugleich ein demütiger Mensch, denn der dankbare Mensch weiß, dass es kein verdientes Gut gibt. „Dankbarkeit ist die eigentliche Demut Gott gegenüber.(Wüstenväter). Diese demütige Dankbarkeit wird für dich zur Quelle. „Der Mund, der unaufhörlich Dank sagt, empfängt den Segen Gottes. In dem Herzen, das stets Dankbarkeit erweist, verbleibt die Gnade.“ (Isaak der Syrer) Dankbarkeit sucht über der Gabe den Geber, in der Eucharistie sind diese deckungsgleich.

Habe ich eine dankbare Haltung gegenüber der Eucharistie?