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Christus ähnlich

Christus ähnlich


Christus ähnlicher werden – durch dein Ja

Wen Gott nämlich auserwählt hat, der ist nach seinem Willen auch dazu bestimmt, seinem Sohn ähnlich zu werden, damit dieser der Erste ist unter vielen Brüdern und Schwestern. Röm 8:29

Du und ich wurden geschaffen, um Christus ähnlich zu werden. Das ist unser höchstes Lebensziel, lebenslanger Prozess. Ansonsten wäre das Christentum eine reine Moralreligion, wo ich jeden Tag versuche, “gut” zu leben. Ich bete jeden Morgen, dass ich Christus in mir und im anderen immer mehr erkenne. Das macht uns aus, wir sind ein Leib, ein großes “Wir”, Christus das Haupt. Hauptantrieb in diesem Prozeß ist der hl. Geist, der aber DEIN JA braucht, um zu wirken, denn Gott achtet unsere Freiheit. Gib Gott täglich neu DEIN JA, damit er in dir wirkt und du Christus immer ähnlicher wirst.    


Christus ähnlicher werden durch Veränderung des Denkens

Laßt euch von Gott umwandeln, damit euer ganzes Denken erneuert wird. Röm 12,2

Gott möchte, dass du wächst. Du wächst hin zur “Christusähnlichkeit”, wenn du Entscheidungen im Sinne Jesu triffst. Geistliches Wachstum fängt mit der Erneuerung deines Denkens an. Deine Veränderung beginnt in deinem Kopf. Dein Denken bestimmt dein Fühlen und das bestimmt dein Handeln. Das griechische Wort für Umkehr ist “metanoia” und bedeutet “Veränderung des Denkens”. Wenn Jesus zur Umkehr aufruft, ruft er also zu einer Gedankenveränderung auf, bei der er selbst, das Alpha und Omega, im zentrischen Mittelpunkt steht.  

 


Christus ähnlicher werden – durch die hl. Schrift, die Bibel

Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und Leben.” (Joh 6,63)

Die Bibel als das Wort Gottes ist sooo wichtig für deinen Prozess, Christus ähnlicher zu werden, ist doch Christus selbst der Mittelpunkt der Schrift. Deine Gedankenveränderung vollzieht sich zum großen Teil durch die Beschäftigung mit der hl. Schrift: selbst lesen, Impulse empfangen usw. Das Wort Gottes ist nicht nur Beiwerk oder eine interessante Lektüre, sondern Kompaß auf deinem Prozeß des geistlichen Wachstums. Ich persönlich nehme immer genau ein Bibelvers mit in den Tag, der mit einem Vorsatz verbunden ist.    


Christus ähnlicher werden – durch deine Probleme

Gott wollte, dass wir uns nicht auf uns selbst verlassen, sondern auf ihn, der die Toten zu neuem Leben erweckt. 2. Kor 1:9

Probleme führen nicht automatisch zu geistigem Wachstum. Viele Menschen werden verbittert. Es ist wichtig, dass du Gottes Plan im Blick behälst und dich nicht zentrisch auf deine Probleme konzentrierst. Genau das tat Jesus im Leben bis hin am Kreuz. Die intensivsten Erfahrungen mit Gott machst du häufig in den dunklen Stunden deines Lebens. Im Schmerz hast du keine Kraft mehr für oberflächliche Gebete. Schwierigkeiten zwingen dich, deinen Blick auf Gott zu richten und auf ihn zu vertrauen statt auf dich selbst. Unsere Hoffnung baut in schwierigen Zeiten auf Gott, der einen Plan hat. So werden wir Christus in und durch unsere Probleme ähnlicher.    


Christus ähnlicher werden – durch Versuchungen

Danach wurde Jesus vom Geist Gottes in die Wüste geführt, wo er den Versuchungen des Teufels ausgesetzt sein sollte. Mt 4:1

“Meine Versuchungen waren die Reifeprüfung meines Lebens” (Luther). Jede Versuchung stellt für dich eine Gelegenheit dar, richtig zu handeln. Handelst du richtig, wirst du ein wenig mehr wie Jesus, der selbst auch in Versuchung geführt worden ist. Gott bringt die Frucht des hl. Geistes (Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit ….) in deinem Leben hervor, indem er dir erlaubt, in Situationen zu geraten, in denen du in Versuchung kommst, genau das Gegenteil auszuleben (Haß, Traurigkeit, Unfrieden.. ..). Zum Beispiel lehrt Gott uns Liebe, indem er einige wenig liebenswerte Menschen in unser Umfeld stellt. Mittlerweile bin ich für diese Menschen sogar dankbar, sie sind für mich zu “Übungsplätzen der Liebe” geworden.  

 


Christus ähnlicher werden – es braucht Zeit

Jedes Ereignis, alles auf der Welt hat seine Zeit: Prediger 3:1

Zum Abschluß der Wochenreihe “Christus ähnlich werden” sind mir noch drei Dinge wichtig zu erwähnen: Erstens, es ist ein lebenslanger Prozess, es braucht Zeit, es geht nicht im Hauruck-Verfahren, zweitens, es geht um ein absolutes Vertrauen in Gott, “der beides in euch bewirkt: Er schenkt euch den Willen und die Kraft, ihn auch so auszuführen, wie es ihm gefällt” (Phil 2:13). Drittens: letztlich geht es um ein Schauen auf Jesus.

Wenn sie auf die Welt schauen, verzweifeln sie. Wenn sie auf sich selbst schauen, werden sie depressiv, aber wenn sie auf Jesus schauen, werden sie Ruhe finden. Corrie ten Boom