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Zur Osterwoche

Impulse zur Osterwoche von Franz von Sales


Einssein mit Jesus

Nun glaubte er, dass Jesus von den Toten auferstanden war. Joh 20:8

O Jesus, ich will nur mit Dir eins sein. Du bist der einzig Notwendige für meine Seele. O treuer Freund meines Herzens, vereinige meine arme einzige Seele mit Deiner ganz einzigen Güte. Herr Jesus, Liebhaber meiner Seele, ziehe mein Herz an Dich! Drücke, presse und füge auf immer meine Seele an Dein väterliches Herz! Versenke diesen Tropfen Geistes, den Du mir gegeben, in das Meer Deiner Güte, aus dem er hervorgeht! Ziehe mich und ich werde Deinen Lockungen folgen. Ich werde laufen, um mich in Deine Arme zu werfen und mich von dort nicht mehr wegrühren in alle Ewigkeit. Amen.


Einzige Vollkommenheit Gottes

Da fielen sie vor ihm nieder. Mt 28:9

Wir schreiben Gott viele vollkommene Eigenschaften zu: gerecht, barmherzig, allmächtig. In Wirklichkeit gibt es aber bei Gott keine Vielzahl von Vollkommenheiten, sondern er selbst ist eine alleinige einzigartig einzige Vollkommenheit. Die Sonne ist nur ein einziges, sehr klares und über jede Farbe erhabenes Licht, das alle Farben erst sichtbar macht. So hat auch Gott keine der Vollkommenheiten, die wir ihm zuschreiben, sondern nur eine einzige, über alle Vollkommenheit erhabene Herrlichkeit, die allem anderen, was vollkommen ist, Vollkommenheit verleiht. Kein Geschöpf vermag dieser höchsten Herrlichkeit den ihr gebührenden Namen zu geben.

Darum hat ihn Gott erhöht und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen steht. Phil 2:9


Die Augen des Jesus Christus

Mein Geliebter ist weiß und rot. Seine Augen sind wie Tauben. Hdl 5,10-11

Jesus ist strahlend weiß im Lichtgewand der Verklärung und der Auferstehung und rot im Blut des Kreuzestodes. Seine Augen sind wie Tauben, rein und voller Sanftmut. Diesen Blick Christi zu meditieren ist eine unerschöpfliche Quelle. Wer im Gebet den Blick Christi sucht und sich von ihm betrachten lässt, den erfüllt er mit dem lebendigen Wasser des Heiligen Geistes. Der einfache gegenseitige Blick ohne Worte ist ein tiefes Gebet, das uns umgestaltet und ihm ähnlich macht durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Ich habe den Herrn gesehen! Joh 20:18


Gepriesen sei dein Name

Es war Jesus. Lukas 24:31

Gott überreiche Güte erhält keinen Zuwachs an Gutem durch alle Lobpreisungen, die wir ihm spenden. Er wird dadurch weder reicher noch größer, weder zufriedener noch glücklicher. Die Seele wünscht daher wenigstens, daß sein Name mehr und mehr gepriesen und angebetet wird. Wie eine Biene von Blüte zu Blüte fliegt, so betrachtet die Seele Gottes Herrlichkeit. Damit lobt sie soviel sie kann, den Namen ihres Vielgeliebten. Je mehr das Herz lobt, um so mehr findet es Gefallen an dem Lob.

Dein Name ist wie ausgegossenes Salböl. Hdl 1:3


Die Hände Jesus Christus

Seht doch die Wunden an meinen Händen und Füßen! Ich bin es wirklich. Lk 24:39

Die Schönheit der Hände Christi betrachten, bedeutet bedenken, was diese Hände für uns getan haben. Durch die Auflegung seiner Hände hat er Kranke geheilt, mit ihnen hat er Aussätzige berührt und rein gemacht. Seine Hände hat er zum Gebet gefaltet. Mit seinen Händen segnete er die fünf Brote und zwei Fische. So vollbringt er mit seinen Händen göttliche Wundertaten, spendet Nahrung, Heilung und Leben. Schließlich nimmt er in seine Hände Brot und Wein als Zeichen seines Opfers. Er lässt seine Hände fesseln und sich abführen. Seine Hände werden an den Kreuzesbalken gebunden und durchbohrt. Den zweifelnden Jüngern sagt der Auferstandene: Seht meine Hände und Füße an!

Seine Finger sind wie Stäbe aus Gold. Hdl 5,14


Das Geschenk des Friedens

Das ist der Herr! Joh 21:7

Mit welchem Jubel aber, o Gott, mit welcher Freude wurde die Schar der Apostel erfüllt, als sie die heilige Menschheit des Erlösers nach der Auferstehung in ihre Mitte zurückkehren sahen, der in seinem Mund den Ölzweig eines heiligen und willkommenen Friedens trug: Friede sei mit euch! Er zeigte ihnen die untrüglichen Zeichen der Wiederversöhnung der Menschen mit Gott: Und er zeigte ihnen seine Hände und seine Füße. Ohne Zweifel waren ihre Seelen nun ganz vom Trost erfüllt: Die Jünger freuten sich, als sie den Herrn sahen.


Gestorben zum neuen Leben hin

Jesus lebt! Mk 16:11

Aus Raupen werden sie Schmetterlinge. Wir tun es ebenso, wenn wir geistliche Menschen sind. Wir geben unser menschliches Leben auf, um ein höheres Leben zu führen, ein Leben über uns selbst, indem wir dieses ganze neue Leben in Gott mit Jesus Christus verbergen, der es allein sieht, kennt und schenkt. Ihr lebt also nicht mehr in euch selbst und auch nicht innerhalb eurer natürlichen Lebensbedingungen. Eure Seele lebt nicht mehr nach ihrer eigenen Weise, sondern auf eine Weise, die sie übersteigt. Jesus Christus ist aber unsere Liebe und unsere Liebe ist das Leben unserer Seele. So ist unser Leben in Gott verborgen mit Jesus Christus.

Ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott. Kol 3:3