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11 Freundlichkeit

In Freundlichkeit soll es geschehn.


Seid aber gegeneinander freundlich. Eph 4:32

Nicht jedem können wir in überschwänglicher Liebe zugetan sein. Freundlichkeit können wir aber jedem erweisen. Darum halte ich die Freundlichkeit für so unersetzlich wichtig in einem Alltag, wo wir so allerlei Menschen begegnen. Ein freundliches Wort oder eine freundliche Tat kostet nichts und kann doch alles verändern. Der freundliche Mensch macht in aller Einfachheit den Menschen durch sein Verhalten deutlich, dass sie für ihn eine besondere Würde besitzen. Der freundliche Mensch verhält sich deshalb so, weil ihm klar ist, dass sein Gegenüber, egal um wen es sich dabei handelt, ein Ebenbild Gottes ist und daher eine große Würde besitzt. Freundlichkeit macht deutlich: Du bist für mich wertvoll. Wie wirst du heute anderen freundlich begegnen?


Wer freundlich zu anderen ist, hilft sich selbst damit. Spr 11:17

Dieses Leben ist ein Wandern zum ewigen Leben. Zürnen wir einander nicht auf dem Weg, gehen wir ruhig, friedlich und freundlich miteinander um. Freundlichkeit ist eine Eigenschaft, die sich in Wort und Tat ausdrückt. Durch sie spiegeln wir die Persönlichkeit unseres warmherzigen, großzügigen Gottes wider.


Mit Freundlichkeit und Liebe wollte ich sie ihren Weg führen. Ich habe ihnen ihre Last leicht gemacht. Hos 11:4

Gott führt in Freundlichkeit uns auf unserem Weg. In der Nachfolge Christi folgen wir ihm in dieser Tugend nach. Oft ist das nicht leicht. Gerade dann, wenn wir schlecht behandelt werden, merken wir ganz schnell, dass wir von uns aus niemals zu dieser Person aus tiefstem Herzen freundlich sein können. Genau in diesen Momenten tritt die übernatürliche Freundlichkeit auf, die wir nur mit Hilfe des Heiligen Geistes praktizieren können. Mögen wir Gott heute nochmals neu darum bitten, dass wir mit Hilfe des Heiligen Geistes seine Freundlichkeit leben, damit hierdurch andere Menschen um uns herum Veränderung erfahren dürfen, weil sie sehen, dass wir anders sind.


Liebe ist geduldig und freundlich. 1. Kor. 13,4

Erwählt, um freundlich zu sein. Freundlichkeit ist nicht ein künstliches, oberflächliches Nett-sein. Freundlichkeit ist eine geistliche Eigenschaft, die aus der geistlichen Kraft und Reife entspringt. Die Freundlichkeit einer Person wird nicht auf die Probe gestellt, solange alles gut läuft. Der Test der Freundlichkeit kommt erst dann, wenn uns etwas oder jemand in die Quere kommt. Wir wachsen also in dieser christlichen Eigenschaft, wenn uns etwas Schwieriges oder Bösartiges begegnet und wir freundlich bleiben. Ein freundlicher Mensch wird dabei immer die Gefühle von anderen im Blick haben.


Er sieht uns freundlich an. Ps 118:27

Gott ist nicht erst freundlich zu Menschen, die nett zu ihm sind, die gut mit ihm umgehen, die auf das hören, was er sagt, die sich seinem Willen unterordnen, die ihn lieben, sondern Gott ist freundlich unabhängig davon, was die Menschen machen. Denn wenn Gott nur zu denen Menschen freundlich wäre, die auch zu ihm freundlich wären, hätten die Menschen ein großes Problem. Im Lichte der Freundlichkeit Gottes heißt das für uns, dass wir unabhängig von dem, wie andere uns behandeln, egal ob gut oder böse, wir ihnen mit Freundlichkeit begegnen sollen.

Nichts trägt soviel Zinsen wie Freundlichkeit und gute Laune, dabei sind die Anschaffungskosten so gering.


Liebt das Gute. Amos 5:15

Das Gute ist vielerlei, doch in der Mitte steht die Liebe. Freundlichkeit ist ein Ausdruck von Liebe. Freundlichkeit etwas ganz Besonderes. Freundlichkeit wirkt wie ein kleines wärmendes Feuer. Sie verbreitet sich und sorgt für ein gutes Gefühl. Ein kleines Lächeln, ein kurzes Hallo, ein nettes Wort, jemanden die Tür aufhalten u.a. ….das alles dürfen wir im Streben nach Tugenden nicht unterschätzen.

Freundlichkeit ist unwiderstehlich, wenn sie ernst und nicht gespielt ist. Mark Aurel