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08 Sprachbewusstsein

Ein gutes Wort gib mir zur Hand.


Du trügerische Zunge! Ps 52:6

Führe keine hitzigen Debatten. Für gewöhnlich erhellen sie nichts, weil die Leidenschaft alles verdunkelt. Das Gleiche kann man meist auch in einem anderen Ton sagen, nicht so verärgert. Deine Worte gewinnen dann an Kraft. Suche den, der Liebloses spricht, auf sanfte Art zu begegnen. Weißt du etwas Gutes über die Person, dann erzähle es. Wenn du nicht loben kannst, dann schweige. Beherrsche also deine Zunge. Übe so gut wie möglich keine negative Kritik. Sie bewirkt Unruhe, Verachtung der Mitmenschen, Hochmut, Selbstgefälligkeit und viele andere schädliche Folgen. Franz von Sales sagt: Wer die Sünden der Zunge hinwegnähme, der würde den dritten Teil der Sünden hinwegnehmen. 


Du musst mit den Folgen deiner Worte leben – seien sie nun gut oder böse … Darum ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich. Sprüche 18,20-21

Es wird viel, viel geredet. Und obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, vergreife ich mich hin und wieder im Ton, finde nicht die richtigen Worte. Mich für diese unschönen oder unnutzen Worte verantwortlich zu fühlen, bedeutet meinen Ausrutscher zu erkennen, ihn zu akzeptieren und dann, wenn möglich, es mit der anderen Person versuchen zu bereinigen. Jesus, lass mich verantwortungsvoll mit meiner Sprache umgehen, genau zu bedenken, was ich wie und wem sage.


In der glühenden Hitze der Wüste habe ich euch begleitet und bewahrt. Hosea 13:5

Viel Streit und Spaltungen rühren daher, dass wir zu schnell etwas sagen, unüberlegt. Gerade in der glühenden Hitze der Wüste verfehlen wir uns sprachlich. Gerade bei emotional aufgeheizten Situationen inne halten, innerlich einen Schritt zurück treten und darüber nachdenken, welche Worte zu wählen sind. Selbstkontrolle ist gefragt. Und dabei immer versuchen, darauf zu hören


Verbreite keine Lügen, vermeide jede Art von falschem Gerede! Spr 4:24

Der Klatsch ist wie Rost, der das Apostolat zerfrisst und behindert. Er verstößt gegen die Nächstenliebe, verbraucht Kräfte, raubt den Frieden und zerstört das innere Verhältnis zu Gott. Kennst du den Schaden, den du hervorrufen kannst, wenn du einen Stein mit verbundenen Augen wegwirfst? Ebensowenig kennst du den manchmal schweren Schaden, den du hervorrufen kannst, wenn du herabsetzende Bemerkungen, die dir harmlos erscheinen, ausstreust; denn deine Augen sind durch Rücksichtslosigkeit oder Leidenschaft verblendet.

Geschwiegen zu haben wirst du nie bereuen; gesprochen zu haben oft.


Seid immer sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Jak 1, 19

Um das richtige Wort zur rechten Zeit zu finden, ist es wichtig, mich empathisch in die Situation und in den anderen hinein zu fühlen. Bin ich mir bewusst, dass das Hören wichtiger ist als das Sprechen?  Ob nun in der Beziehung zu Gott oder zum Mitmenschen. Denn das Hören geht dem Sprechen voran. Hören darauf, was der andere denkt und fühlt. Hören darauf, was Gott  mir heute sagen möchte. Fragen sind dabei sehr hilfreich.

Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. Francois G. de Levis


Dann aber will ich den Völkern andere, reine Lippen geben, dass sie alle den Namen des Herrn anrufen und ihm einträchtig dienen. Zeph 3:9

Worte wirken. Worte sind wichtig. Worte bleiben. Es sind ja vor allem die Worte Jesu, die uns berühren. Mit Worten bete ich zu Gott. Mit Worten trete ich auch in den zwischenmenschlichen Dialog. Hier können sie positiv wie negativ wirken, verbinden oder spalten. Die Macht der Zunge ist wahrlich groß und Jesus mahnt uns mehrmals, auf die Wahl unserer Worte zu achten. Ja, Worte sind wichtig. Bitten wir daher mit Herzen darum, dass Gott unsere Lippen reinige.


Redet so, dass eure Worte euch nicht gegeneinander aufbringen , und lasst es nicht zu Spaltungen unter euch kommen. 1. Kor 1:10

Manche Worte und Botschaften bewegen uns. Manche verändern sogar unser Leben. Gordon MacDonald   Worte wirken. Worte sind wichtig. Worte bleiben. Es sind ja vor allem die Worte Jesu, die uns berühren. Mit Worten bete ich zu Gott. Mit Worten trete ich auch in den zwischenmenschlichen Dialog. Hier können sie positiv wie negativ wirken, verbinden oder spalten. Die Macht der Zunge ist wahrlich groß und Jesus mahnt uns mehrmals, auf die Wahl unserer Worte zu achten. Ja, Worte sind wichtig. Im folgenden Wochenthema werden unsere Worte und unsere Sprache im Mittelpunkt stehen.    


Worte des anderen wahrnehmen

Seid immer sofort bereit, jemandem zuzuhören; aber überlegt genau, bevor ihr selbst redet. Jak 1, 19  

Ich habe heute viele Gesprächstermine. Um das richtige Wort zur rechten Zeit zu finden, ist es wichtig, mich empathisch in die Situation und in den anderen hinein zu fühlen. Bin ich mir bewusst, dass das Hören wichtiger ist als das Sprechen? Ob nun in der Beziehung zu Gott oder zum Mitmenschen. Denn das Hören geht dem Sprechen voran. Hören darauf, was der andere denkt und fühlt. Hören darauf, was Gott mir heute sagen möchte. Fragen sind dabei sehr hilfreich. “Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten.” (Francois G. de Levis).

Gebet: Jesus, hilf uns zu hören und zu fragen damit wir die Mauer zwischen dem Du und Ich jeden Tag neu durchbrechen    


Worte haben Folgen

Du musst mit den Folgen deiner Worte leben – seien sie nun gut oder böse … Darum ist jeder für die Folgen seiner Worte verantwortlich. Sprüche 18,20-21  

Ich bin Lehrer, arbeite in einem großen Team, dann natürlich die Schüler, nicht zu vergessen die Eltern: da wird viel, viel geredet. Und obwohl ich mir wirklich Mühe gebe, vergreife ich mich hin und wieder im Ton, finde nicht die richtigen Worte. Mich für diese unschönen oder unnutzen Worte verantwortlich zu fühlen, bedeutet meinen “Ausrutscher” zu erkennen, ihn zu akzeptieren und dann, wenn möglich, es mit der anderen Person versuchen zu bereinigen. Es stimmt: “Nicht das, was in seinen Mund hineinkommt, verunreinigt den Menschen, sondern das, was aus seinem Mund herauskommt. (Mt 15,11)” Gebet:Jesus, lass mich verantwortungsvoll mit meiner Sprache umgehen, genau zu bedenken, was ich wie und wem sage


Aufbauende Worte

Die Worte mancher Leute sind wie Messerstiche; die Worte weiser Menschen bringen Heilung. Sprüche 12, 18

Neben dem belanglosen Small-Talk, haben wir jeden Tag Möglichkeiten, auch “Ausrufezeichen” in Gesprächen zu setzen. Paulus schreibt, unsere Worte sollen hilfreich sein und dem Mitmenschen wohl tun (vgl. Eph 4,29). In Gesprächen ist das für mich Reflexions-Grundlage: Welche hilfreichen, aufbauenden und wohltuende Worte kann ich dem anderen mitgeben? Am Anfang bedarf das etwas der Übung, aber mit der Zeit kommst du da immer besser rein, weil du bewusster die mögliche positive Wirkung deiner Worte bedenkst. Gebet, Jesus, hilf uns aufbauende Worte für den anderen zu finden.    


Worte können spalten und weh tun

Überlege deine Worte, und dir bleibt viel Ärger erspart! Sprüche 21:23  

Viel Streit und Spaltungen rühren daher, dass wir zu schnell etwas sagen, unüberlegt. Das Buch der Sprichwörter ist voll von solchen Hinweisen, z B. Eine überlegte, versöhnliche Antwort kühlt den Zorn ab, ein verletzendes Wort dagegen heizt den Streit an (vgl. Sprüche 15,1). Also gerade bei emotional aufgeheizten Situationen inne halten, innerlich einen Schritt zurück treten und darüber nachdenken, welche Worte zu wählen sind. Selbstkontrolle ist gefragt.Gebet:Jesus, schenke uns Besonnenheit, um in aufgeheizten Situationen die richtigen Worte zu finden.


Den Mund halten können

Wer den Mund halten kann, bewahrt sein Leben; wer ihn zu weit aufreißt, bringt sich ins Verderben. Sprüche 13, 3  

Fast jeden Tag stelle ich in der abendlichen Rückbesinnung fest, dass das ein oder andere Wort unnötig oder dekonstuktiv war. Hin und wieder ist es gut für dich zu schweigen. Worte beinhalten auch das Schweigen. Ja, du kannst auch durch dein bewusstes Schweigen sprechen. Die Zunge ist schwer zu kontrollieren. Worte sind schnell gesagt und stehen dann im Raum. Manchmal ist es einfach besser zu schweigen und nicht alles und jeden zu kommentieren, zu diskutieren, zu kritisieren u.a. Die Weisheit besteht wohl darin, zu erkennen …. wann es sinnvoll ist, zu schweigen und wann es aber unausweichlich ist, zu sprechen, denn es gibt auch das “furchtbare Schweigen der Guten” (Martin Luther King).

Gebet: Herr, schenk uns die Weisheit zu erkennen, wann wir reden und wann wir schweigen sollen.  

 


Glauben als Begegnung mit dem Wort

Am Anfang war das Wort. Das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott selbst. Von Anfang an war es bei Gott. Alles wurde durch das Wort geschaffen, und nichts ist ohne das Wort geworden. Von ihm kam alles Leben, und sein Leben war das Licht für alle Menschen. Joh 1, 1-4  

Mit “am Anfang” ist kein Zeitpunkt in der Vergangenheit gemeint, sondern eine Wirklichkeit, ein Seinszustand. Gott ist seinem Wesen nach ein Sprechender. Der eine Gott in drei Personen, die durch ihr Gespräch Einer sind. Auch wir Menschen als Ebenbild Gottes sind als Gespräch geschaffen, d.h. auf die lebendige Beziehung zu unseres gleichen angewiesen. Im Gespräch, im Wort, wird Leben vermittelt. Im Glauben geht es um die Begegnung mit diesem Wort, das Gott selbst ist. Neben dem Alltagsgebrauch der Worte und der Sprache, um die es diese Woche geht, ist dies für mich der noch tiefer gehende spirituelle Aspekt des “Wortes”.

Gebet: Jesus, du bist DAS WORT, das Leben schenkt.