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04 Freude

Voll Freude, dass du an mich denkst!


Deine Nähe erfüllt ihn mit ungetrübter Freude. Ps 21:7

Wer Freude in der Bedürfnisbefriedigung sucht, begibt sich stets in Abhängigkeit von dem, was ihn glücklich sein lässt und ist darum rastloser Unruhe ausgesetzt. Versuche daher stets zufrieden zu sein mit dem, was ist. Wer Freude dagegen als zu pflegende Frucht erkennt, die aus dem Glauben, der Hoffnung und der Liebe entspringt, ist auf dem guten Weg. Freude folgt aus meiner vollständigen Hingabe an Gott, um ihn in allem, aber auch wirklich in allem (!) zu finden. So schreibt Josemaría Escriva: Wenn etwas gut gelingt, freuen wir uns und lobpreisen Gott, von dem alles Gelingen kommt. Geht etwas schlecht aus? Freuen wir uns und lobpreisen Gott, der uns an seinem sanften Kreuz teilhaben lässt.

Halten Sie Ihr Herz fest in der Freude. Franz von Sales


Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch! Phil 4:4

Sich zu jeder Zeit freuen, geht das überhaupt? Bei all den Belastungen, Ärgerlichem, Traurigem und Schwerem, das uns in unserem Leben begegnet. Es ist damit sicherlich nicht gemeint, dass du mit einem Dauergrinsen durch die Welt gehst. Es meint vielmehr den Grundton, die Grundstimmung deines Lebens, ob diese nun moll oder dur ist. Wie kannst du diese freudvolle Grundstimmung erreichen? Durch Vertrauen & Beziehung. Die zwei nachfolgenden Bibelverse zu Phil 4,4 geben einem letztlich das “Wie” an: Freut euch, denn der Herr ist nahe (Phil 4,5). Die Freude erwächst also durch die Nähe des Herrn. Und weiter: Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott“ (Phil 4,6). Das ist die beste Therapie gegen Gedrücktheit und Niedergeschlagenheit.


Der Herr selbst ist der Grund meiner Freude! Hab 3:18

Freude ist das Lebenselement des Christen. Christentum ist Freudentum. In über 300 Stellen in der Bibel ist die Freude Thema. Das sagt schon was aus. Freude ist etwas, dass wir alle erstreben, aber schwer zu fassen ist. Freude bedeutet nicht Fröhlichkeit. Fröhlichkeit ist abhängig von einem Zustand und somit flüchtig, sie kommt und geht. In Wikipedia wird Freude definiert als ein Gemütszustand oder Emotion, die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Und für uns als Christen: Was ist da diese angenehme Situation, auf die wir stets auch in schwierigen Lebenssituationen mit Freude reagieren können. Klar der Herr selbst ist der Grund deiner Freude. Freude ist eben diese innere Haltung und Einstellung deines Herzens.


Die Freude am Herrn ist eure Kraft. Neh 8,10

Der Herr ist der Grund meiner Freude und diese gibt dir Kraft, ermöglicht es dir auch in unerfreulichen Situationen ein inneres Gleichgewicht zu behalten und nicht in Trübsal zu verfallen. Triff die Entscheidung, dir deine Freude nicht nehmen zu lassen, wie die Umstände auch sein mögen. Damit soll keineswegs gesagt sein, daß Leid, Schmerz, Trauer und Tränen verdrängt werden müssen. Durch sie hindurch stoßen wir oft erst zur echten Freude vor.


Freut euch und seid fröhlich im Herrn, eurem Gott. Joel 2,23

Wir können es üben, mit der inneren Freude in Berührung zu kommen. Sie weitet unser Herz und beflügelt unsere Seele. Wenn wir die Freude in uns spüren, geht uns manches leichter von der Hand. Dann bekommt unser Leben einen anderen Geschmack. Und es ist heilsam für unser ganzes Leben, wenn die Freude den Raum in uns einnimmt, der ihr eigentlich zukommt. Freude beschwingt uns, sie lässt das Leben leichter werden. Und die Freude verbindet uns mit anderen Menschen. Freude drängt uns, sie mit anderen zu teilen. Geteilte Freude ist doppelte Freude, sagt das Sprichwort. Freude schafft Beziehung. Sie schenkt uns Lebendigkeit. Die Freude stärkt unsere Gesundheit.

Ich aber will mich freuen in dem Herrn und frohlocken über den Gott meines Heils ! Hab 3:18


Der Herr selbst ist der Grund meiner Freude! Hab 3:18

Freude ist das Lebenselement des Christen. Christentum ist Freudentum. In über 300 Stellen in der Bibel ist die Freude Thema. Das sagt schon was aus. Freude ist etwas, dass wir alle erstreben, aber schwer zu fassen ist. Freude bedeutet nicht Fröhlichkeit. Fröhlichkeit ist abhängig von einem Zustand und somit flüchtig, sie kommt und geht. In Wikipedia wird Freude definiert als ein Gemütszustand oder Emotion, die als Reaktion auf eine angenehme Situation oder die Erinnerung an eine solche entsteht. Und für uns als Christen: Was ist da diese angenehme Situation, auf die wir stets auch in schwierigen Lebenssituationen mit Freude reagieren können. Klar der Herr selbst ist der Grund deiner Freude. Freude ist eben diese innere Haltung und Einstellung deines Herzens.


Die Freude am Herrn ist eure Kraft. Neh 8,10

Der Herr ist der Grund meiner Freude und diese gibt dir Kraft, ermöglicht es dir auch in unerfreulichen Situationen ein inneres Gleichgewicht zu behalten und nicht in Trübsal zu verfallen. Triff die Entscheidung, dir deine Freude nicht nehmen zu lassen, wie die Umstände auch sein mögen. Damit soll keineswegs gesagt sein, daß Leid, Schmerz, Trauer und Tränen verdrängt werden müssen. Durch sie hindurch stoßen wir oft erst zur echten Freude vor.


Schenke uns deine Liebe jeden Morgen neu! Dann können wir singen und uns freuen, solange wir leben! Ps 90:14

Freude als Gnade: Die Freude zählt zu den Früchten des heiligen Geistes. Deine Freude ist letztlich göttlichen Ursprungs. Im Griechischen heißt Freude „chara“ und ist verwandt mit dem griechischen Wort „charis“, was Gnade bedeutet.

Freude als Gabe: Freude ist Gabe und somit Aufgabe an uns. Freude ist beides, ein Geschenk von Gott sowie Antwort auf das Geschenk Gottes. Gott möchte diese Freude jeden Tag neu in unser Herz legen. An uns liegt es, unser Herz dafür zu öffnen, darin liegt unsere Verantwortung, unser Herz dahingehend zu bearbeiten. Tu es. Jetzt, heute und hier.


Freut euch zu jeder Zeit, dass ihr zum Herrn gehört. Und noch einmal will ich es sagen: Freut euch! Phil 4:4

▶ Sich zu jeder Zeit freuen, geht das überhaupt?

Bei all den Belastungen, Ärgerlichem, Traurigem und Schwerem, das uns in unserem Leben begegnet. Es ist damit sicherlich nicht gemeint, dass du mit einem Dauergrinsen durch die Welt gehst. Es meint vielmehr den Grundton, die Grundstimmung deines Lebens, ob diese nun moll oder dur ist.

▶ Wie kannst du diese freudvolle Grundstimmung erreichen?

Durch Vertrauen & Beziehung. Die zwei nachfolgenden Bibelverse zu Phil 4,4 geben einem letztlich das “Wie” an: Freut euch, denn der Herr ist nahe (Phil 4,5). Die Freude erwächst also durch die Nähe des Herrn. Und weiter: Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott“ (Phil 4,6). Das ist die beste Therapie gegen Gedrücktheit und Niedergeschlagenheit.


Freut euch über die Hoffnung, die ihr habt. Röm 12:12

▶ Es gibt genügend Gründe, nicht in der Freude zu wohnen: Streit in der Familie, Schmerzen, die nur mit Ibu 800 ertragbar sind, Anschläge, verfolgte Christen u.v.m. Hier bin ich auch immer wieder emotional gedrückt. Dies alles aber bezieht sich auf die menschliche Emotionalität. Hier können wir nie nonstop voll Freude sein. Wenn im Evangelium von der Freude geredet wird, meint das meist die christliche Freude, die in der Hoffnung und dem Glaube auf Christus gründet.

▶ Hierzu gibt es ein paar schöne Worte von Papst Franziskus:
Der Personalausweis des Christen ist die Freude, Freude des Evangeliums, Freude, von Jesus auserwählt zu sein, Freude, von Jesus gerettet zu sein, Freude, von Jesus neu geschaffen zu sein. Freude  jener Hoffnung darauf, dass Jesus uns erwartet, Freude,  die auch in den Kreuzen und Leiden dieses Lebens zum Ausdruck kommt: im Frieden und in der Gewissheit, dass Jesus uns begleitet, dass er bei uns ist.


Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben…. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Joh 15,10-11

Einer der Schlüssel zu deiner Freude, ist in Gehorsam zu Gott zu leben. Seine Freude ist dann in uns, wenn wir in seiner Liebe bleiben und seine Gebote halten. Ähnlich steht es im Psalm 73: Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf den Herrn, dass ich verkündige all dein Tun (Ps 73,28). Der Ursprung der Freude ist dabei die Beziehung zu Christus, denn “Christus ist die Freude” (Papst Paul VI). Wenn ich sagen kann: »Herr, ich will, wie Du willst«, dann ist der Weg für Gottes Freude frei (Guardini). Dient dem Herrn mit Freude. (Ps 100:2)

Ins Herz, das den Willen Gottes liebt, kehrt Traurigkeit nicht ein. (Faustina TB 886)


Jesus sagte zu ihnen: Murrt nicht! Joh 6,43

Fröhlich sein, nicht zu viel jammern, gerade auch über die berühmten großen Kleinigkeiten. Wir merken oft gar nicht, wie wir unsere Unlust zelebrieren, wie wir uns fixieren auf das Negative. Es gibt genügend Gründe, sich zu freuen. Ich war sehr lange Zeit sehr melancholisch veranlagt und ein kleiner Rest steckt sicherlich immer noch in mir drin. Durch meinen Glauben konnte ich immer mehr zu Freude finden. Das bedeutet nicht, dass wir auch mal Tage haben, wo wir mies drauf sind. Dennoch: “Tut alles ohne Murren und Zweifel” (Phil 2,14). Es ist wie mit einem Haus: da bröckelt es auch immer mal wieder hier und da. Aber das Fundament, auf dem das Haus steht, sollte die Freude darüber sein, dass wir unaussprechlich, unfassbar “Beschenkte” und “Geborgene” sind. Darum: Lasst uns fröhlich sein und jubeln und ihn ehren. Offb. 19,7  


Ewige Freude wird über ihrem Haupte sein. Jes 35, 10

Christliche Freude ist vollkommene, unzerstörbare, unbegrenzte und immerwährende Freude, die nicht an das Sichtbare gebunden ist, sondern Ausdruck einer tiefen Gotteserfahrung ist. Wer Gott erfährt, der hat in sich eine Freude, die durch äußere Leiderfahrungen zwar überdeckt, aber letztlich nicht genommen werden kann. Wenn ich bei Konflikten und Krisen mich in mich kehre in meine innere Zelle finde ich dort diese göttliche Freude, die mir keiner mehr nehmen kann. Freude ist Ausdruck des bewussten und erfüllten Lebens in Gott. Diese Freude ist immer schon in dir, selbst wenn äußere Wolken diese Freude verdunkeln.Werde dir heute dankbar dieser ewigen Freude in dir bewusst. Gott ist mit dir.    


Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!
Noch einmal sage ich: Freut euch! Phil 4,4

Gefühlsbetonte Freude ist nicht abrufbar. In diesem Vers geht’s allerdings um die christliche Freude als Ausdruck eines bewussten Lebens mit Gott in allen Höhen und Tiefen. Augustinus drückt das so aus: “Das eben ist das glückselige Leben, sich an Dir, nach Dir und Deinetwegen zu freuen; das ist’s und kein anderes.” Diese Freude aus dem bewussten Leben mit Gott kann ich nähren im Gebet, in tätiger Nächstenliebe und der Achtsamkeit: “Wir sehen etwas Schönes, wir hören etwas, das uns ergreift, packt, etwas kommt zum Blühen.” (Verena Kast). In dieser Hinsicht ruft der Vers zur Freude auf als ein Gegengewicht zur uns immer wieder überkommenden Erdenschwere.    


Mein Herz ist voll Freude über den Herrn. 1. Sam 2,1 

Gott ist der Gott der Freude. Die Freude ist also die rechte Frömmigkeitshaltung und damit Zeugnis für die Verlässlichkeit des Glaubens. “Wir müssen uns selbst zur Freude des Evangeliums bekehren, um andere zu Jesus führen zu können” (Mission Manifest). Christliche Freude wird so zur Mission in der Sehnsucht, die eigene Freude mit jemandem zu teilen. Ja: Eine große Freude will und möchte ich teilen, sonst ist es keine echte Freude. So ist die Dynamik des Weitergebens dieser Freude ein Bestandteil der Sendung, die Christus den Seinigen gegeben hat, jedem einzelnen von uns.  


Dient ihm mit Freuden. Psalm 100, 2

Das deutsche Wort Freude steht für bewegt, lebhaft und schnell. Freude schenkt dir Lebensenergie, Leichtigkeit und lässt dich zupacken. Sie neutralisiert deine Anstrengung, Überforderung und Erdenschwere. Freude tut deiner Seele gut. Zur Erinnerung: wir reden über die christliche Freude, nicht über die Gefühlsfreude, die heute mal da und morgen schon wieder dem Gefühl der Traurigkeit, der Unzufriedenheit und des Ungenügens weicht. Die Freude als Frucht des Heiligen Geistes hat ihre Quelle in Christus, der diese Freude das “Leben in Fülle” (Joh 10,10) nennt, dass er einem jeden zusagt, der an ihn glaubt, also auch dir! Den Christ sollte man an dieser Freude erkennen, an dieser unbekümmerten Freude und kindhaften Sorglosigkeit.  


Ein fröhliches Herz macht den Körper gesund; aber ein trauriges Gemüt macht kraftlos und krank. Spr 17:22

Freude stärkt deine Gesundheit, das ist wissenschaftlich bewiesen worden. Die Freude stärkt deine psychische und physische Widerstandskraft. Wenn du in der Freude lebst, unterstützt du somit deine Gesundheit. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, wenn du Freude teilst. Die geteilte Freude, die dich mit anderen Menschen verbindet und zur doppelten Freude wird, z.B. zehre ich noch jetzt von einem Bach-Kantaten-Gottesdienst, den ich mit meiner Frau und meinen Eltern erleben durfte.    


Einen fröhlichen Menschen erkennt man an seinem strahlenden Gesicht, aber einem verbitterten fehlt jede Lebensfreude. Spr 15,13

Jeder kann lächeln. Auch du! Es ist eines der schönsten Geschenke, das Gott dir gemacht hat. Ein Lächeln sorgt dafür, dass es Menschen gut geht. Ich hätte nie gedacht, dass Lächeln so eine ernste Sache ist, aber Gott hat mir gezeigt, welche verändernde Kraft ein einfaches Lächeln hat. Freude durch ein ruhiges, vergnügtes Lächeln auszudrücken bringt Gutes in dein Leben und wir teilen so die Freude und das Licht des Herrn mit anderen. Also: Bitte lächeln!


Ich verkünde euch eine Botschaft, die das ganze Volk mit großer Freude erfüllen wird. Lk 2:10

Es geht um die christliche und nicht um die von äußeren Umständen abhängende weltliche Freude. Im unserem Leben wird es immer Leid und Schwierigkeiten geben. Wenn wir in der christliche Freude wachsen, können wir diesem Leid in einer Weise begegnen, die uns nicht verbittern lässt. Wir erleben dann Not, ohne dass sie uns verhärtet. Wir erleben dann Kummer, ohne daran zu zerbrechen. Die Frage ist nicht: Wie kann ich den Schwierigkeiten entgehen? Sie lautet: Wie kann ich trotz oder sogar wegen dieser Schwierigkeiten in der wahren Freude leben? Die Art und Weise, wie wir all dem Negativen in unserem Leben begegnen und dabei ganz eng mit Jesus verbunden sind, ist enorm wichtig und entscheidend.


Von ganzem Herzen freut er sich über euch. Zef 3:17

Im Advent geht es nicht darum, sich auf das Kommen des Herrn am 25.12 vorzubereiten. Im Advent geht es darum, sich seines “Bei-uns-sein” neu und tiefer bewusst zu werden. Der Herr, euer Gott, ist in eurer Mitte! Das ist der tiefste Grund zur Freude. Es gibt keinen Grund zur Entmutigung, was auch immer die Situation sein mag, denn wir sind der Gegenwart des Herrn sicher. Das erfüllt uns mit Freude. Und diese Freude beruht in wunderbarer Weise auf Gegenseitigkeit. Wir sind eingeladen, uns zu freuen, aber auch der Herr freut sich über seine Beziehung zu uns.


Ich habe euch das gesagt, damit auch ihr von meiner Freude erfüllt werdet. Ja, eure Freude soll vollkommen sein! Joh 15:11

Die vollkommene Freude besteht darin, die Gemeinschaft mit Gott zu genießen. Nun ist Gott Liebe. Eine vollkommene Freude kann also nur derjenige haben, der in der Liebe ist, denn darin ist er in Gott. Christus möchte, dass diese Freude uns erfüllt. Jesus weiß aber auch um die Gefahr, denn der tiefste Grund der Freude des “Gott-mit-uns” steht Zeit unseres Lebens in Gefahr verschüttet zu werden, weil wir den weltlichen Hindernissen zu viel Macht einräumen oder das, was diese Freude stützt und fördert zu wenig pflegen. Über diese Stützen und Hindernisse der Freude soll es nun im Folgenden gehen.    


Vertraue dem Herrn deine Pläne an. Der Mensch plant seinen Weg, aber der Herr lenkt seine Schritte. Sprüche 16:3;9

Zu hohe Erwartungen an den anderen oder an einen selbst können die vollkommene Freude trüben, weil sie eben aufgrund ihrer Höhe nur schwer zu erfüllen sind. Es ist wichtig, ein klares Bild von unseren Möglichkeiten und Begrenztheiten zu haben und sich eben immer wieder auch runter zu schrauben und ebenso realistisch auch die Möglichkeiten des anderen sehen. Das ist eine gesunde Art das Leben an zu gehen. Auf dieser Basis plane ich dann und gehe die Dinge an und lege sie immer und jederzeit in Gottes Hand, der meine Schritte lenkt. Die vollkommene Freude ruht in mir, wenn ich immer tiefer erkenne, dass Gott der große Lenker meines Lebens ist.  

Versuche ergebnisoffen in den Tag zu gehen und alles aus Gott Hand zu nehmen, was er dir gibt.


Die Weisen stillen den Zorn. Spr 29:8

Jeder von uns ist mal wütend. Das ist nur menschlich. Aufpassen müssen wir, wenn wir merken, dass dies des Öfteren passiert, denn dann dringt diese Emotion so tief in unsere Seele, dass sie das Wachsen der vollkommenen Freude behindern kann. Daher: Wenn du Wut fühlst, dann bedenke stets, welch Folgen es haben kann, wenn du sie ungehindert raus lässt. Sie ist zu nichts nützlich und schädigt unser Immunsystem. Ein gesunder Geist ist ein ruhiger Geist. Versuche daher stets die Wut in den Griff zu bekommen. Denke zum Beispiel daran, dass auch der Mensch, auf den du gerade wütend bist, nach Gottes Ebenbild geschaffen sind.  

Bleibt bei all eurem Kummer froh und ergeben!  Schaut nach oben und lasst keinen  Zorn  aufkommen. Johannes XXIII


Trauer verändert den Menschen zum Guten. Pred 7:3

Um in der vollkommenen Freude zu leben, ist es enorm wichtig, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Trauer ist eines dieser wichtigen Gefühle, dass nicht unterdrückt, sondern gelebt werden muss. Wenn wir berechtigte Trauer über welche Wunde auch immer nicht zulassen, als sei sie nicht da, fängt sie an zu eitern. Ein oberflächlicher Aufruf zur Freude im Sinne von “Lach doch mal” ist zum Scheitern verurteilt. Es sind oft die schmerzhaften Zeiten, die uns in wahrer Trauer enger zusammenschweißen, die in uns Empathie und Mitgefühl entstehen lassen, die intensive Nähe zu Mitmenschen und zu Gott entstehen lassen und so paradoxerweise die Grundlage tiefer Freude bilden.  

Wird die Trauer verweigert, können Menschen innerlich erstarren. Anselm Grün


Diese Hoffnung aber geht nicht ins Leere. Röm 5:5

Hoffnung ist etwas tieferes als Optimismus, der von Gefühlen abhängig ist und daher leicht in Pessimismus umschlagen kann. Hoffnung geht tiefer, weil sie nicht von Gefühlen abhängig ist, sondern auf dem festen Grund von Überzeugungen steht und daher eben viel stabiler ist. Für diese Hoffnung braucht es Vertrauen: glaube mit unerschütterlichem Vertrauen, dass es nie eine Situation geben kann, die absolut und völlig hoffnungslos ist, allein weil wir in der Liebe Gottes leben. Diese Hoffnung lässt uns in der vollkommeneb Freude leben.  

Jesus allein ist das Leben, das immer neue  Freude  und  Hoffnung schenkt, uns und unserer Welt. Benedikt XVI


Ich vertraue Gott. Apg 27:25

Es gibt kein Leben in der vollkommenen Freude ohne Akzeptanz der Realität. In unserem Leben widerfahren uns stets im Kleinen und Großen Dinge, die unsere Seele belasten. Sie sofort und ganz zu akzeptieren geht selten. Sie müssen in einem Prozess verarbeitet und betrauert werden, um sie schließlich als Teil unseres Lebens anzunehmen. Kämpfen wir allerdings unentwegt dagegen an, rauben sie uns kostbare Energie und ziehen uns von der Freude weg. Akzeptiere, dass das, was passiert ist, schon passiert ist. Du kannst nichts tun, um die Vergangenheit zu ändern. Aber du kannst etwas tun, um auf eine andere Art und Weise mit ihr zu leben, immer im Vertrauen darauf, dass Gott dich lenkt. Dabei geht es nicht nur um große Lebenssituationen (Tod, Krankheit etc.), sondern auch um das Einerlei des Alltags (z.B. Stress in der Schule, wo bei mir gerade drei Mitarbeiter fehlen)


Die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Apg 4:32

Zuneigung und Warmherzigkeit sind wichtige Quellen der vollkommenen Freude. Wenn wir das Mitgefühl und die Warmherzigkeit pflegen und es in uns zur Haltung wird, wirkt sich das auf unsere Umgebung aus. Wenn wir uns dagegen zu sehr auf uns selbst beziehen, werden wir von den anderen getrennt und entfremdet und fühlen uns einsam. Ein offenes und warmes Herz ist das Gegengift für Einsamkeit und nährt die vollkommene Freude. Achten wir beim Lesen des Evangeliums mal besonders auf die mitfühlende Art und Weise, mit der Jesus dem Mensch begegnet. Das ist immer wieder beeindruckend!  

Viel Zeit brauchen wir nicht, um uns an der Schönheit der unscheinbaren Dinge zu freuen, aber ein offenes Auge, ein offenes Herz. Eva von Tiele-Winckler


Voller Freude und Dankbarkeit dachten sie an das Gute. 1. Kön 8:66

Dankbarkeit bedeutet, dass man aufhört, seine Lasten zu zählen, und anfängt, stattdessen das Gute zu zählen. Dankbarkeit erlaubt uns zu sehen, was gut ist, und nicht nur, was schlecht ist. Zähle die Dinge, mit denen du gesegnet bist. Wenn es dir zur Gewohnheit wird, Gott zu danken, wird die Freude an ihm dein Leben bestimmen.   Es handelt sich hier nicht um Psychotricks, im Sinne von: Wenn du das tust (Erwartungen normalisieren, Realität akzeptieren etc.), wirst du Freude bekommen. Diese Denkweise ist eine gefährliche Sackgasse. Nein. Nein. Nein. In und durch Jesus leben wir schon in seiner Freude, ist die vollkommene Freude tiefster Kern unserer christlichen Identität. Nur: wenn wir der Welt zu viel Macht über uns geben, kann diese Freude verschüttet werden. So muss der Satz lauten:  

Wenn du das alles tust, wirst du die vollkommene Freude nicht verlieren!!!!


Leid macht geduldig, Geduld aber vertieft und festigt unseren Glauben. Röm 5:3‭-‬4

Leben in der vollkommenen Freude bedeutet nicht, dass das Leben einfach oder schmerzlos ist. Das Leiden gehört zum Leben dazu und kann es verbittern. Es anzunehmen ist oft sehr schwer. Zugleich ist es aber immer auch Chance. Denn wenn wir akzeptieren, dass das Leben ist, wie es ist, und nicht, wie es unserer Ansicht nach sein sollte, festigt das unseren Glauben an den auferstandenen Herrn, der unser tiefster Freudensgrund ist. Ich bin mir bewusst, dass das eine wirklich harte Nuss ist, aber wir kommen nicht daran vorbei, hier einen Weg zu finden. Denn das Leid ist da. Bitten wir den Herrn um Kraft und Weisheit!  

Die Auferstehung Christi macht offenbar, dass wir Zukunft haben. Leiden und Tod verlieren dadurch nichts von ihrer Bitterkeit, aber sie erscheinen in einem neuen Licht. Bonhoeffer


Wer Gott liebt, dem dient alles, was geschieht, zum Guten. Röm 8:28

Unsere Gefühle zu ändern ist schwer, größere Chancen haben wir dagegen bei der Veränderung unseres Blickwinkels. Umso weiter und flexibler dieser ist, umso besser, denn dann gelingt es uns, nicht immer nur das Negative zu sehen, sondern auch in allem Dunkel das Positive zu entdecken. Beispiele meinerseits: Die Pflege meiner Oma, eine harte Zeit, die mich aber in meiner Persönlichkeit unbeschreibar positiv beeinflusst hat. Oder: Das einjährige Zerwürfnis mit einer Mitarbeiterin, das mir mehr als viele Bücher die Wichtigkeit von Dialog und Versöhnung hat erkennen lassen. Oder: eine Bekannte, mit der ich vielleicht Zeit meines Lebens so meine Probleme habe zeigt mir wie schwach meine Liebe noch ist und bewahrt mich so in der Demut. Oder: die momentane eng bemessene Personalsituation an der Arbeit, die mich wieder neu erkennen lässt, wie wichtig es ist, Schritt für Schritt vorzugehen, damit die Seele keinen Schaden erleidet.  

Und nun du: Denk an etwas vergangenes oder aktuell Negatives und dann an das Gute, das sich daraus ergeben hat bzw. ergibt.


Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden! Röm 12:15

Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist. Er ist ein Mensch der Gemeinschaft. Nur gemeinsame Freude im Glauben ist vollkommene Freude. Darum lasst uns Gemeinschaft pflegen bei allen damit auch einhergehenden Schwierigkeiten. In Gemeinschaften menschelt es immer. Für ein gutes Miteinander hilft es, immer wieder die Perspektive anderer einzunehmen und so unsere Selbstzentriertheit zu überwinden. Sich bewusst in den anderen hinein versetzen, erkennen, dass sie alle ihre eigenen Sorgen und Ängste haben, einfach weil sie Menschen sind, ihnen Gottes Segen wünschen: das alles stärkt auch uns, lässt das ich zum du und zum wir werden, lässt uns nicht unentwegt nur um unseren eigenen Ärger kreisen.  

Die wichtigsten Reisen im Leben jedes Menschen sind die vom Ich zum Du. Ernst Ferstl


Seid bescheiden. Phil 2:3

Bescheidenheit ist die Erkenntnis, dass wir unsere Fähigkeiten allein von Gott empfangen haben. Es sind Geschenke Gottes, für die wir dankbar sein dürfen und die wir nach seinem Willen einsetzen dürfen. Das englische Wort für Bescheidenheit humility geht auf das lat. Humus zurück, was Erdreich oder Boden bedeutet. Bescheidenheit bedeutet auf dem Boden zu bleiben, nicht stets nach immer höher, mehr, besser usw. zu streben, sondern mit dem zufrieden zu sein, was man hat. Dabei geht es vor allem um die Bescheidenheit der Seele: die Demut  

Ein weiser Mensch ist bescheiden. Spr 11:2


Die Freude hört niemals auf. Jes 35:10 

Begreife: diese Verheißung hat sich in Christus erfüllt. So leicht lassen wir uns jedoch diese vollkommene Freude nehmen, wenn wir uns zu ernst und wichtig nehmen. Übe dich stets darin, über dich und deine Menschlichkeit zu lachen, wenn eben mal etwas nicht so perfekt gelaufen ist. Humor ist einer der besten Wege, um Konflikte zu beenden oder erst gar nicht beginnen zu lassen, wenn wir auf eine amüsante und humorvolle Art und Weise ja auch zu unseren Schwächen und Fehlern stehen. Das wirkt sich oft beruhigend auf die Umgebung aus. Versuche vieles, vieles, was dir im Alltag widerfährt mit Humor zu nehmen, so nimmst du diesen Ereignissen die Macht dir die Freude zu rauben. Vertraue allein Jesus, der unsere Freude ist.  

Ein fröhlicher Mensch strahlt über das ganze Gesicht, aber einem verbitterten fehlt jede Lebensfreude. Spr. 15:13


Seid voller Mitgefühl, liebt einander!  1. Petr 3:8

Mitgefühl für das Wohlbefinden anderer ist das Bindeglied zwischen dem Einfühlungsvermögen und Handlungen der Güte. Das fängt nicht gleich bei den großen Taten an. Man kann schlicht versuchen, nett zu sein, wenn man morgens unterwegs ist und guten Morgen zu den Leuten sagt, denen man begegnet oder man kann lächeln, wenn einem nicht danach ist. Du kannst jeden, den du begegnest, segnen. Das hilft dir dabei, weniger egozentrisch zu sein, sondern in einer Haltung des Mitgefühls zu leben. Das Leben in der Freude wird bewahrt, wenn wir uns auf andere konzentrieren. Anderen Freude zu schenken ist ein Weg, selbst in der Freude zu bleiben.


Als der Herr die Frau sah, ergriff ihn tiefes Mitgefühl. Lk 7:13

 Ich begegne einem Menschen, der leidet. Ich versuche ein Gefühl der Anteilnahme am Wohlergehen dieses Menschen zu empfinden und den Wunsch, dass sein Leiden aufhört oder gemildert wird. Beim Einatmen stelle ich mir vor, dass ich sein Leiden als dunkle schwarze Wolke in mich aufnehme. Beim Ausatmen stelle ich mir vor, dass aus mir Liebe, Stärke, Mut, Zuversicht und Freude zum anderen fließen. Nehmen den Schmerz als eine dunkle Wolke wahr, die sich im strahlenden Licht deines Herzens auflöst. Ich bleibe ganz ruhig, während mein Herz Freude und Liebe ausstrahlt.  

Wahre Nächstenliebe ist mehr als die Fähigkeit zum Mitleid, sie ist die Fähigkeit zur Zuneigung. Liebe zum  Nächsten ist der Schlüssel zur Lösung der Probleme unserer Welt. Martin Luther King


Ein fröhliches Herz macht den Körper gesund, aber ein trauriges Gemüt macht kraftlos und krank. Spr 17:22

Selbstmitgefühl hat viel mit Akzeptanz unserer eigenen Person zu tun. Es bedeutet grundsätzlich, dass wir Mitgefühl mit unseren menschlichen Schwächen haben und erkennen, dass wir wie jeder Mensch verletzlich und begrenzt sind. Ganz konkret bedeutet es auch eine gesunde Selbstsorge: sich ausruhen, wenn wir müde sind, grundlegende Bedürfnisse wie Schlaf, Nahrung und Bewegung nicht vernachlässigen u.v.m. Wenn wir keine echte Liebe und Güte zu uns selbst verspüren, wie sollen wir sie dann auf unsere Nächsten ausdehnen? Wenn wir das nicht beachten, wird ein Leben in der vollkommenen Freude nicht möglich sein.  

Bitte, bitte, bitte: Gott nimmt dich an. So nehme dich auch selbst an.


Geben macht glücklicher als Nehmen. Apg 20:35

Wir empfangen, wenn wir geben, sei es nun Geld oder Zeit oder sonst etwas. Morgens wenn ich aufwache, fasse ich meinen Vorsatz für den Tag: dass dieser Tag eine Bedeutung haben soll. Und seine Bedeutung ist, dass ich anderen, so gut es geht, diene und helfe, mich selbst mit meiner ganzen Person gebe. Dann hat der Tag eine Bedeutung. Dann bin ich Gebender. Wir sind allerdings nie nur Gebende, sondern auch Empfangende. Andere Menschen geben uns Dinge, die wir uns selbst nicht geben können, und wären wir noch so reich.  

Ehe wir den Menschen etwas geben, müssen wir zuerst selbst empfangen. Helmut ThielickeGott hat uns zwei Hände gegeben – eine zum  Empfangen und eine andere zum Geben. Billy Graham


Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn jemand euch Unrecht getan hat. Denn auch Christus hat euch vergeben. Kol 3:13

Jede Vergebung muss damit beginnen, dass man sich der Wahrheit stellt, d.h. man fasst ganz klar das zu Vergebende ins Auge und benennt auch den Schmerz dazu. Die weitere Fähigkeit zu vergeben beruht letztlich auf der Erkenntnis unserer gemeinsamen Menschlichkeit und auf dem Eingeständnis, dass wir einander, weil wir menschlich sind, unvermeidlich verletzen und voneinander verletzt werden. Nur wenn wir die Vergebung unserer Sünden durch Jesus annehmen, können wir auch anderen vergeben. Das gehört zutiefst zusammen. Nicht vergeben zu können ist wohl einer der mächtigsten Gegenspieler der vollkommenen Freude!  

Wenn wir über eine Sünde, nachdem wir Vergebung  erfahren haben, noch lange grübeln, rauben wir Jesus und uns selbst viel Freude. Corrie ten Boom