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02 Hoffnung +

Hoffnung

Vers 2: In Hoffnung, Gott, ich auf Dich bau.

In Hoffnung, Gott, ich auf Dich bau

Herr, du allein bist meine Hoffnung! Ps 39:8

Alles wird gut enden. Vieles, was geschieht, ist in unseren Augen schlimm oder gar böse. Und so machen wir uns Sorgen und Gedanken derart, dass wir keinen Frieden mehr finden. Ich kenne das nur zu gut. Dennoch: Alles wird gut enden. Sei deshalb gelassener und friedvoller in der Liebe und starre nicht unaufhörlich auf alle möglichen Stürme, die uns daran hindern, uns wirklich an Gott zu erfreuen. So beseelt uns vor allem jene Hoffnung, die aus dem Glauben kommt und die in der Zuversicht lebt, dass Gott in Jesus Christus sein endgültiges Ja zum Menschen gesprochen hat.

Sei kein Pessimist. Begreifst du nicht, dass alles, was geschieht und geschehen mag, zum Guten führt? Dein Optimismus muss notwendig aus deinem Glauben folgen. Josemaría Escrivá

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen! Jos 1,5

Deine Tugend der Hoffnung wird gestärkt, wenn du dich den Verheißungen Gottes aussetzt, die so zahlreich in der heiligen Schrift stehen z.B. dass er uns nicht verlässt. Hoffnung besteht in der Entdeckung der Liebe Gottes. Diese Verheißungen Gottes geben dir Mut zum Handeln in guten wie in schlechten Stunden. Die ersten Christen haben die Hoffnung als Anker dargestellt. In den Verheißungen Gottes können wir unser Leben fest machen. Gott verspricht nicht, dass im Leben alles glattgehen wird. Aber Gott sagt dir zu: Ich bin bei dir alle Tage bis ans Ende der Welt.

Ein Glaube, der nicht hofft, ist krank. Bonhoeffer

Als ich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, dachte ich an dich. Jona 2:8

Oftmals handeln wir ähnlich. Solange in unserem Leben alles gut geht, neigen wir dazu, Gottes Handeln als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Doch wenn wir die Hoffnung verlieren, schreien wir zu ihm. Diese Art einer Gottesbeziehung führt zu einem unbeständigen geistlichen Leben mit ständigem Auf und Ab. Eine dauerhafte, tägliche Verbindlichkeit gegenüber Gott fördert eine stabile Beziehung zu ihm. Wir wollen uns an Gott halten, sowohl in den guten wie auch in den schlechten Zeiten und wir werden sehen, dass unser geistliches Leben gestärkt wird.

Lasst den Mut nicht sinken. Hag 2:4

Früh am Morgen stehe ich auf und rufe zu dir um Hilfe, denn ich setze meine Hoffnung auf dein Wort. Ps 119:147

Der Mensch hat kleine (Ich hoffe, der Tag läuft gut) und große Hoffnungen (z.B. Ich hoffe, den Partner fürs Leben zu finden). Wenn diese Hoffnungen eintreten, zeigt sich jedoch, dass dies doch nicht alles war, dass es eine darüber hinausreichende Hoffnung braucht, dass nur etwas Unendliches genügen kann, das immer mehr sein wird als das, was wir je erreichen können. Diese grosse Hoffnung kann nur Gott sein, der das Ganze umfasst und der uns geben und schenken kann, was wir allein nicht vermögen. Die Hoffnung darf sich nicht auf diese Welt beschränken, sondern ist wesentlich auf die volle und ewige Gemeinschaft mit dem Herrn ausgerichtet.

All meine Hoffnung ruht in deinem reichen Erbarmen. Augustinus

Möge Gott, die Quelle der Hoffnung, euch im Glauben mit Freude und Frieden erfüllen, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes immer stärker wird. Röm 15:13

Christliche Hoffnung ist unerlässlich. Sie ist die Antriebskraft deines Lebens und erfüllt uns mit Leben. Christliche Hoffnung ist weder Vertröstung noch psychologischer Optimismus. Christliche Hoffnung ist das Rechnen mit dem Eingreifen Gottes! Die Auferstehung Christi ist das große Eingreifen Gottes und auch im Großen und Kleinen deines Lebens greift Gott ein. Wer mit diesem eingreifenden Gott in Kontakt steht, muss niemals hoffnungslos sein. Gott kennenlernen bedeutet Hoffnung empfangen

Nicht unserer Hoffnungen werden wir uns einstmals zu schämen haben, sondern unserer ärmlichen und ängstlichen Hoffnungslosigkeit, die Gott nichts zutraut, die in falscher Demut nicht zugreift, wo Gottes Verheißungen gegeben sind. Bonhoeffer

Mein Geist bleibt mitten unter euch. Habt also keine Angst! Haggai 2:5

Das Licht kommt in die Dunkelheit. Gott selbst ist das Licht, die aufgehende Sonne. Diese letzten Verse des Alten Testaments sind voller Hoffnung. Unserer Glaube sagt uns, dass Gott diese Welt in seinen Händen hält und daß er trotz allen Dunkels siegt. Ganz gleich wie das Leben jetzt aussieht: Gott hält die Zukunft in der Hand und wird alles zum Guten wenden. Wir, die wir Gott geliebt und ihm gedient haben, freuen uns auf ein fröhliches Fest. Wir können diese Hoffnung haben, wenn wir Gott in Bezug auf unser Leben vertrauen.

Möge Gott, die Quelle der Hoffnung, euch im Glauben mit Freude und Frieden erfüllen, damit eure Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes immer stärker wird. Röm 15:13

Mit der Tugend der Hoffnung beschließe ich die Wochenreihe über die christlichen Tugenden. Christliche Hoffnung ist unerlässlich. Sie ist die Antriebskraft deines Lebens und erfüllt uns mit Leben. Christliche Hoffnung ist weder Vertröstung noch psychologischer Optimismus. Christliche Hoffnung ist das Rechnen mit dem Eingreifen Gottes! Die Auferstehung Christi ist das große Eingreifen Gottes und auch im Großen und Kleinen deines Lebens greift Gott ein. Wer mit diesem eingreifenden Gott in Kontakt steht, muss niemals hoffnungslos sein. Gott kennenlernen bedeutet Hoffnung empfangen

Nicht unserer Hoffnungen werden wir uns einstmals zu schämen haben, sondern unserer ärmlichen und ängstlichen Hoffnungslosigkeit, die Gott nichts zutraut, die in falscher Demut nicht zugreift, wo Gottes Verheißungen gegeben sind. Bonhoeffer

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen! Jos 1,5

Deine Tugend der Hoffnung wird gestärkt, wenn du dich den Verheißungen Gottes aussetzt, die so zahlreich in der heiligen Schrift stehen z.B. dass er uns nicht verlässt. Hoffnung besteht in der Entdeckung der Liebe Gottes. Diese Verheißungen Gottes geben dir Mut zum Handeln in guten wie in schlechten Stunden. Die ersten Christen haben die Hoffnung als Anker dargestellt. In den Verheißungen Gottes können wir unser Leben fest machen. Gott verspricht nicht, dass im Leben alles glattgehen wird. Aber Gott sagt dir zu: Ich bin bei dir alle Tage bis ans Ende der Welt. 

Ein Glaube, der nicht hofft, ist krank. Bonhoeffer

Abraham hat gegen Hoffnung auf Hoffnung geglaubt. Röm 4,18

Die Hoffnung geht mit der Geduld einher, die auch in der scheinbaren Erfolglosigkeit des Tun des Guten nicht nachläßt. Unserer Glaube sagt uns, dass Gott diese Welt in seinen Händen hält und daß er trotz allen Dunkels siegt. Genau das verwandelt unseren Zweifel und unsere Ungeduld in Hoffnungsgewißheit, die da lautet: Wenn niemand mehr zuhört, hört Gott mir immer noch zu. Wenn ich zu niemand mehr reden kann, zu Gott kann ich immer reden. Wenn niemand mehr helfen kann, er kann mir immer helfen.

Oh mein Gott, meine einzige Hoffnung, in dich habe ich meine ganze Hoffnung gelegt und weiß, dass ich nicht enttäuscht werde.

Früh am Morgen stehe ich auf und rufe zu dir um Hilfe, denn ich setze meine Hoffnung auf dein Wort. Ps 119:147

Der Mensch hat kleine (Ich hoffe, der Tag läuft gut) und große Hoffnungen (z.B. Ich hoffe, den Partner fürs Leben zu finden). Wenn diese Hoffnungen eintreten, zeigt sich jedoch, dass dies doch nicht alles war, dass es eine darüber hinausreichende Hoffnung braucht, dass nur etwas Unendliches genügen kann, das immer mehr sein wird als das, was wir je erreichen können. Diese grosse Hoffnung kann nur Gott sein, der das Ganze umfasst und der uns geben und schenken kann, was wir allein nicht vermögen. Die Hoffnung darf sich nicht auf diese Welt beschränken, sondern ist wesentlich auf die volle und ewige Gemeinschaft mit dem Herrn ausgerichtet. 

All meine Hoffnung ruht in deinem reichen Erbarmen. Augustinus

Wir sind neu geboren, weil Jesus Christus von den Toten auferstanden ist und jetzt erfüllt uns eine lebendige Hoffnung. 1. Petr 1:3

Tragender Grund unserer Hoffnung ist das Kreuz und die Auferstehung Christi. Christ sein heißt: hinter uns liegt der Tod, er wartet nicht mehr auf uns. Auf uns wartet die Liebe, von der wir ein Teil werden. Die Folge ist eine Spannung zwischen „schon“ und „noch nicht“, in der wir auf dieser Welt leben. Diese Spannung lässt uns die gegenwärtige Wirklichkeit in einem anderen hoffnungsvollen Licht sehen. So beseelt uns nicht nur eine rein weltliche Hoffnung, sondern vor allem jene Hoffnung, die aus dem Glauben kommt und die in der Zuversicht lebt, dass Gott in Jesus Christus sein endgültiges Ja zum Menschen gesprochen hat und die erkennt: “Gottes Sehnsucht ist der Mensch” (Augustinus).

Auf Hoffnung hin sind wir gerettet. Röm 8,24

Durch unsere Hoffnung können wir die oft mühsame Gegenwart leben, weil das Ziel auf das wir hoffen groß ist. Durch diese Hoffnung können wir Gott selbst im Dunkeln trauen. Auch wenn wir in einer Zwischenzeit leben, in der dieses Bei-Christus-Sein mancherlei Mühsal und Leid verlangt, müssen wir mitgehen auf dem Kreuzweg Christi, damit die Auferstehung in uns voll zum Durchbruch kommen kann. Nur die große Hoffnungsgewißheit, daß trotz allen Scheiterns mein eigenes Leben es in einer unzerstörbaren Macht der Liebe geborgen, kann Mut zum Wirken und zum Weitergehen schenken.

Oft lebte ich in Hoffnung gegen alle Hoffnung und erhob mein Hoffen bis hin zum völligen Gottvertrauen. Faustina

Wer Gott liebt, gleicht einer immer grünen Palme. Ps 92:13

Im Psalm 92 steht das hoffnungsvolle Bild vom Palmbaum, das mich sehr beeindruckt hat. Der Palmbaum wächst nicht schnell, steht aber jahrhundertelang. So ist es auch in unserem geistlichen Leben. Bleibende Veränderungen vollziehen sich oft langsam. Gerade deshalb braucht es immer wieder die Hoffnung als Motor. Der Palmbaum wächst in der Wüste. Auch wir sollten stets dem Himmel entgegenwachsen, unabhängig äußerer Umstände, die oft einer Wüste gleichen, immer voll Hoffnung gegen alle Hoffnung. Der Palmbaum wächst im Sand, aber der Sand ist nicht seine Nahrung. Wasser holt er aus der Tiefe über die Wurzel Jesus Christus. Wer mit ihm verbunden bleibt, wird Frucht bringen. Die schönen Palmzweige sind ein Sinnbild des Sieges, den Jesus für uns errungen hat und diese fallen weder im Winter ab, noch bekommen sie im Sommer ein Feierkleid. Sie sind immer grün, grün wie die Hoffnung.  

Die Ruhe ist dem Himmel vorbehalten, wo die Siegespalme unser wartet. Auf Erden müssen wir immer wieder zwischen Furcht und Hoffnung kämpfen, wobei aber die Hoffnung immer stärker sei, in Anbetracht der Allmacht dessen, der uns beisteht. Franz von Sales

Der Herr selbst ist der Grund für deine Zuversicht. Spr 3:26

Am Jahresanfang machen wir uns oft Gedanken, was dieses Jahr alles passieren wird. Schöne und traurige Ereignisse warten auf uns. Das Wochenthema Zuversicht soll dir die richtige Haltung für diesen Weg mitgeben. “Das neue Jahr wird kein Jahr ohne Angst, Schuld und Not sein. Aber dass es in aller Angst, Not und Schuld ein Jahr mit Gott sei, dass unserem Anfang mit Christus eine Geschichte mit Christus folge, die ja nichts ist als ein tägliches Anfangen mit ihm, darauf kommt es an.” (Bonhoeffer). Und wir leben in der Zuversicht, dass er uns in welchen Situationen auch immer umsonst aus der Quelle lebendigen Wassers gibt. Bewahren wir diese Wort in unserem Herzen. Der Herr segne und behüte dich! Komme gut und behütet ins neue Jahr. Dein Joachim  

Werft nun eure Zuversicht nicht weg! Heb 10:35

  Zuversicht kommt von sehen. Ich sehe zu, wie Gott alles lenkt und leitet, wie er alles zum Guten wendet. Die Zuversicht sieht mehr als das bloß Vorhandene. Sie sieht mehr als die Probleme. Sie sieht zusätzlich zu allem Äußeren die innnerste Wirklichkeit aller Dinge, sie sieht den Dingen auf den Grund. Sie vertraut auf Gott, der mit uns durch diese Welt geht. “Herr, du allmächtiger Gott, glücklich ist jeder, der sich auf dich verlässt!” (Ps 84:13). Dieses innere Sehen auf Gottes Lenkung ist eine Haltung. Das kennzeichnende an einer Haltung ist, dass sie sich diese über eine längere Zeit entwickelt. Die Haltung der Zuversicht gilt es einzuüben sowie Muskeln im Fitnessstudio langsam aufgebaut werden. Ein großes Vorbild in dieser Haltung ist und bleibt für mich Maria.

Denn nur wenn wir wirklich bis zuletzt an der Zuversicht festhalten, die der Glaube uns schenkt, gehören wir zu Christus. Heb 3:14

Ich liebe die Bildsprache der Bibel, die bis ins Tiefste meiner Seele vordringt. Zuversicht als Haltung fordert mich, ich kann diese Zuversicht wegwerfen (gestriger Bibelvers) oder ich kann sie festhalten (heutiger Bibelvers). Wenn du die Zuversicht festhälst, geht es nicht um nüchternen Optimismus oder Vertröstung (Marx: Religion als Opium für das Volk), sondern es geht um eine “Potenzierung der Hoffnung” (Benedikt XVI). Sich hoffend, zuversichtlich immer wieder neu zu besinnen, verändert unser Leben. Das Ich wird reif, wenn es sich im völligen zuversichtlichen Vertrauen in Gott verliert, sich hingibt. Wer loslässt, vertrauend, hoffend, zuversichtlich, der empfängt. Christoph Probst von der Weißen Rose notierte am Tag seiner Hinrichtung: “Vergiss nie, dass das Leben nichts anderes ist als ein Wachsen in der Liebe.” – Ein Wachsen in der Gottesliebe, der unsere Zuversicht IST!    

Voll Zuversicht hoffte ich auf den Herrn, und er wandte sich mir zu und hörte meinen Hilfeschrei. Ps 40:2

Auch dieses Jahr wird es Tage geben, an denen wir nieder geschlagen sind, sei es aufgrund von Beziehungsproblemen, Sorgen im Beruf, Krankheit u.v.m. Doch durch diese Erlebnisse begreifen wir, dass unser Leben nicht vollständig in unserer Hand liegt und werden auf Gott hin geworfen. In dunklen Stunden die Zuversicht nicht verlieren! Das meint nicht, die rosarote Brille auf zu setzen, um der Wirklichkeit aus dem Weg zu gehen. Ich erkenne, was ist. Aber ich resigniere nicht. Denn ich weiß, dass diese Welt in Gottes Hand ist!  Christus selbst durchbricht die dunkelste Nacht. Ein Hammer-Zitat von Edith Stein trifft dies genau auf den Punkt:  “Je dunkler es hier um uns wird, desto mehr müssen wir das Herz öffnen für das Licht von oben.”  Herr, sei uns nahe in unseren Kämpfen, in unseren Sorgen, in unseren Enttäuschungen und segne uns durch deine wohlwollende Gegenwart.  

Gott, mein Herz ist voller Zuversicht, ja, ich bin ruhig geworden im Vertrauen auf dich. Ps 57:8

Ein Psalm, den David in Todesangst in einer Höhle schrieb. Da bekommt so ein Vers gleich ein ganz anderes Gewicht. Es hilft dir, wenn du möglichst offen in die Zukunft blickst und dir nicht zu genau ausmalst, wie es nach deinen Wünschen am Besten kommen sollte oder dir negativ ausgrübelst, wie’s am Schlimmsten kommen kann. Einer meiner Lieblingssprüche ist: “Es ist wie’s ist. Es kommt wie’s kommt. Das Vertrauen auf Gott ist meine Stärke.” Wie sollten wir also leben? In lebendiger Offenheit gegenüber allen und allem. Egal wie’s kommt: Er ist da!  Oder wie es ein Wüstenväter-Spruch ausdrückt: “Hoffe nie, dass eine Sache so ausgeht, wie es dir am besten erscheint, sondern so, wie es Gott gefällt. Dann wirst du frei von Zwängen sein und darfst Gott im Gebet Dank sagen.” Dann kehrt die Ruhe in die ein, von der David spricht. Gott segne dich. Gehe offen in den Tag und in dein Leben.  

Er fürchtet sich nicht vor schlechten Nachrichten, sein Herz ist voller Zuversicht, denn er vertraut dem Herrn. Ps 112:7.

Mich spricht das Wort Zuversicht mehr an als der Begriff des Optimismus, weil in ihm stärker der Aspekt des Glaubens zum Tragen kommt, während der Optimismus doch näher am vielfach propagierten positiven Denken ist, was erstmal ja nicht schlecht ist, aber für mich häufig doch zu “gottentleert” ist und bei schlechten Nachrichten eher verzweifelt wirkt und nicht trägt. Andere Übersetzungen sprechen bei Ps 112,7 auch vom aufrechten, festen, nicht zu erschütternden Herz, das vertraut. Das trägt!  Zuversicht und Vertrauen gehören aufs Engste zusammen. Wenn jemand mit Zuversicht erfüllt ist, spricht er mit Vertrauen über seine Zukunft, gespeist aus dem was war, selbst wenn’s mal schlechte Nachrichten gibt, wie es Psalm 112,4 sagt: “Selbst in dunklen Stunden leuchtet ihm ein Licht.” Das ist doch noch mal Weihnachten pur!  Ohne zu wissen, wohin du geführt wirst, in dunkle und in helle Stunden – stets im Glauben weitergehen …. das ist es, worauf es ankommt.    

Daß doch unendliche Zuversicht meine Seele erfülle! Thomas von Aquin

Die Sterndeuter aus dem Osten folgen dem Licht des Sternes, Gott selbst leitet sie durch dieses Licht. Die weite Strecke nach Bethlehem zurück zu legen, dazu gehört mehr als nur ein bissel Zuversicht. Es geht um mehr als ein wenig, sondern es geht um eine Zuversicht, die unsere Seele bis ins Tiefste erfüllt. Das kann sie jedoch nur, wenn klar ist, worauf sie sich stützt. “Größer ist die Zuversicht, welche aus dem göttlichen Lichte herkommt, wie jene, welche sich auf das Licht der natürlichen Vernunft stützt” (Thomas v.A.). Am Ende der Reihe Zuversicht wünsche ich dir:

Der Herr segne dich und schenke dir die Haltung der Zuversicht vor allem in jenen Stunden dieses Jahres, in denen du durch ein dunkles Tal wandern musst.

Ich werde mich in Frieden niederlegen und schlafen; denn du allein, Herr, lässt mich sicher wohnen. Ps 4:9

Was mich angeht, mein Gott, bin ich so davon überzeugt, dass du über die wachst, die auf dich hoffen, und dass es einem an nichts fehlen kann, wenn er alles von dir erwartet. So habe ich mich entschlossen, künftig ohne jede Sorge zu leben und all meine Besorgnisse bei dir abzuladen: „Ganz und gar im Frieden lege ich mich nieder und schlafe ein; denn du allein, Herr, lässt mich in Sicherheit ruhen“ (vgl. Ps 4,9 Vulg.). Menschen können mich der Güter und der Ehre berauben; Krankheiten können mir die Kraft und die Möglichkeiten entziehen, dir zu dienen; durch die Sünde kann ich sogar deiner Gnade verlustig gehen; aber niemals werde ich meine Hoffnung verlieren; ich werde sie bis zum letzten Augenblick meines Lebens bewahren. Sollen doch alle Dämonen der Hölle in diesem Moment vergebliche Anstrengungen unternehmen, um sie mir zu entreißen: „Ganz und gar im Frieden lege ich mich nieder und schlafe ein“. Andere mögen in der Erwartung ihres Glücks, ihres Reichtums oder ihrer Talente sein; wieder andere mögen sich auf die Unschuld ihres Lebens oder auf die Strenge ihrer Bußübungen verlassen oder auf die Vielzahl ihrer Almosen oder auf die Glut ihres Gebets: „Du allein, Herr, lässt mich in Sicherheit ruhen.“ Herr, mein ganzes Vertrauen liegt für mich im Vertrauen selbst. Dieses Vertrauen hat noch niemanden getäuscht: „Wisset, dass niemand, der seine Hoffnung auf den Herrn gesetzt hat, jemals in seiner Hoffnung getäuscht worden ist“ Hl. Claude de la Colombière