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Umkehr

Umkehr


Umkehr zu Jesus

Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Mk 1,15

Jesus selbst nennt dich einen Freund !!! Denke im Laufe eines Tages immer wieder daran, dass Jesus bei dir ist, er – der Hirte hütet dich und schenkt dir Friede. Wenn du an ihn denkst, kehrst du dich zu ihm hin. Umkehr ist so dein täglicher Akt, der aus deiner innigen Jesusbeziehung erwächst. Umkehr ist deine Antwort auf die Frage: “Wie antworte ich auf dieses so große Geschenk der Nähe?” Umkehr in der Achtsamkeit bei deinen Gedanken, Worten und Taten, ja: “Achte auf Deine Gedanken, denn sie werden Deine Worte. Achte auf Deine Worte, denn sie werden Deine Taten.” (Talmud). Nur so werden wir uns nicht der Sünde, sondern Gott hingeben und als Kinder des Lichts in dieser Welt leben.

   


Aufgerufen zur Mitverantwortung

Lebt nach dem wichtigsten Gebot in Gottes Reich: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst! Wenn ihr das in die Tat umsetzt, handelt ihr richtig. Jak 2:8

Du hast Mitverantwortung in deinem Verhalten. Dein Verhalten bewirkt etwas in der Welt. “Wenn Du die Welt verändern willst, dann beginne bei dem Menschen, den Du jeden Morgen im Spiegel anschaust.” (Carl Gustav Jung). Du kannst dich verändern. Im Kleinen kannst du an dir arbeiten. Sei achtsam, dass durch dein Verhalten Positives in die Welt gebracht wird: zeige Verständnis, schenke Zeit, zeige, dass der andere willkommen ist, dass du ihn wahrnimmst u.v.m. so wirst du Stück für Stück die Welt um dich verändern. Ich bete morgens: “Heute gehe ich mit dir Gott in die Welt hinaus. Zeige mir Herr, wo ich die Liebe in Taten umsetzen kann.” So bringe ich Frucht, durch den, der in mir lebt: Christus.  


Umkehr Schritt für Schritt

Wer mein Jünger sein will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen. Lk 9:23

Die Nachfolge Jesu im Tun des Vaters Willen fordert uns gerade in seiner Alltäglichkeit heraus. Da geht es um Ausdauer, Beharrlichkeit, Treue, Geduld und vor allem um das Vertrauen darauf, dass dieser Gott alles lenkt und zum Guten führen wird. Diese umkehrende Nachfolge beginnt täglich neu. Bleibe beharrlich dabei, dich tapfer zu überwinden bei diesen kleinen täglichen Ärgerlichkeiten, die dir zustoßen. Ja: Wir müssen daran denken, dass wir jeden Tag mit unserem Fortschritt oder unserer Vervollkommnung wieder zu beginnen haben. Man wird niemals fertig damit; man muss immer wieder beginnen und zwar gerne wieder beginnen. Und das Schritt für Schritt:

“Wer einen hohen Berg erklimmen will, tut das nicht in Sprüngen, sondern schrittweise und langsam” (Gregor der Große).  


Umgang mit Gefühlen

Lass dich nicht von Zorn und Wut überwältigen. Ps 37:8

Umkehr beinhaltet den täglichen verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Gefühlen z.B. wie du mit Wut und Ärger umgehst. Wut darf nicht verdrängt werden. Das rächt sich. Aber Wut darf nicht unkontrolliert ausgelebt werden. Das rächt sich auch. “Denn im Zorn tun wir niemals, was Gott gefällt.” (Jak 1,20). Wut ist da, steigt in uns auf, da können wir kaum was tun. In unserer Verantwortung liegt es, ob wir uns davon überwältigen lassen. Wut darf nicht die Macht und Kontrolle über uns als Ganzes übernehmen. Dazu ein tiefgründiger Satz von Aristoteles: Jeder kann wütend werden, das ist einfach. Aber wütend auf den Richtigen zu sein, im richtigen Maß, zur richtigen Zeit, zum richtigen Zweck und auf die richtige Art, das ist schwer. Und vergiß nie: Auch in deiner Wut ist der Herr bei dir und hilft dir.  


Verantwortung für den anderen

Soll ich meines Bruders Hüter sein? Gen 4,9

Ja, das soll ich! Die Frage der Verantwortung für den nächsten bleibt bis heute, stellt sich immer wieder neu, wenn ich Menschen begegne, ihnen in die Augen schaue, ihre Worte höre, mich von ihnen treffen lasse. Am Ende des Tages frage ich mich: für wen war ich heute ganz konkret verantwortlich, wen habe ich gehütet? Auch: Wo habe ich etwas Gutes auch unterlassen. Bedenken wir: “Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.” (Molière). Das habe ich vor allem in meiner Ehe gelernt. Ich bin auch verantwortlich dafür, dass ich etwas unterlasse z.B. zu sagen, dass ich sie liebe, ihr es auch körperlich zeigen (Umarmung, Kuss etc.), ihr immer wieder eine kleine Überraschung machen (Blumen und anderes). Ja, es ist die Rose, die gepflegt werden will.

“Das wahre Glück besteht nicht in dem, was man empfängt, sondern in dem, was man gibt. (Chrysotomus).  


Verantwortung für dein Handeln

Wenn jemand deine Unterstützung braucht und du ihm helfen kannst, dann weigere dich nicht. Vertröste ihn nicht auf morgen, wenn du heute helfen kannst! Spr 3:27-28

Das Christentum ist schnell als Moralreligion zu mißzuverstehen. Tue dies, dann bist du gut, tue das, dann bist du böse. Das ist falsch verstanden. Die Bibel v.a. im Bild der Gemeinde als Leib mit Christus als Haupt will uns ins Herz legen: Hilfst du anderen, hilfst du dir selbst, liebst du andere, liebst du dich selbst, haßt du den anderen, haßt du dich selbst. Es geht um eine tief gehende Einheit zwischen uns Menschen und das Gespür für diese Einheit steht immer in Gefahr verloren zu gehen. “Die Welt ist immer so wie du: Ein Lächeln und sie lacht dir zu, ein wenig Trotz, ein wenig Zorn und statt der Rose blüht der Dorn.” (Simon Dach) . Das ist beim Gebot so wichtig, das uns Jesus gegeben hat: Liebe deinen Nächsten SO wie dich selbst!


Bei allem: Gott ist treu

Daran sollst du erkennen: Jahwe, dein Gott, ist der Gott; er ist der treue Gott. Dtn 7,9

Das ist eine wesentliche Grundbotschaft der Bibel: “Treu ist Gott, durch den ihr berufen worden seid zur Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus, unserem Herrn.” (1 Kor 1,9). Der Mensch bricht in seiner täglichen Umkehr immer wieder diese Treue. Gott hält dennoch unbeirrbar am Menschen fest. Auch wenn wir fallen, so sollen wir immer wieder umkehren, neu die Treue zu Gott bekennen und in seine Treue vertrauen. Treue ist gerade dann gefordert, wenn es schwer fällt, in unruhigen Zeiten.

Mein guter Jesus, seliger König der ewigen Herrlichkeit, Dir wende ich mich zu. Dir will ich unverletzliche Treue bewahren. Der Friede Gottes ist die Treue Gottes unserer Untreue zum Trotz” (Bonhoeffer) .