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Berufen sein

Berufen sein


Berufen von Gott

Ich bin nicht mehr in der Welt, aber sie sind in der Welt, und ich gehe zu dir. Joh 17,11

▶ In-der-Welt-sein: Wir sind in auf dieser Welt und wir haben hier eine Aufgabe, eine Berufung am Reich Gottes mitzuarbeiten. Berufungsgeschichten (Moses, David, Petrus, Paulus….) lassen mich erkennen: Gott hat auch mit mir etwas vor, einen Plan. Das erfüllt mich mit Freude und Staunen. Jeder hat seinen ganz individuellen Ruf von Gott. Daneben gibt es allgemeine Berufungen, zu denen jeder Christ berufen ist.

▶ 5 Berufungen nach R. Warren: Anhand des Buches “Leben mit Visionen” von Rick Warren werden fünf Berufungen, die auf jeden zutreffen als Wochenthema im Mittelpunkt stehen. Solange wir die begrenzte Zeit hier auf der Erde vollziehen, solange gehen wir diesen Berufungsweg, der am Ende in der Ewigkeit in den Armen des Vater endet.


Berufen zur Anbetung

Ihr sollt ihn von ganzem Herzen lieben, mit ganzer Hingabe, mit eurem ganzen Verstand und mit all eurer Kraft. Mk 12,31

▶ Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du ihn liebst: Du bist berufen zur Anbetung. Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen. Du wurdest erschaffen, um Gott Freude zu bereiten, deshalb ist es dein Lebensziel, Gott durch Anbetung zu lieben.

▶ Gott an erster Stelle: Zum Götzen wird alles, was in meinem Leben wichtiger ist als Gott. Setze Gott an erster Stelle deines Lebens, jeden Tag neu. Darum ist das Gebet unersetzlich, wahrlich, wir können sagen, wer betet ist Gott nahe, wer nicht betet, ist fern von Gott, auch wenn dieser ihm nahe bleibt. Darum bete ihn an! Dazu bist du gerufen. Mein Tagesanfang ohne mein Morgengebet zu Gott ist für mich persönlich unvorstellbar. Das gehört für mich genauso dazu wie jeden Morgen selbstverständlich die Sonne aufgeht.


Berufen zur Gemeinschaft

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Joh 15,5

▶ Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du ein Teil seiner Familie bist: Du bist berufen zur Gemeinschaft. Du wurdest als Teil von Gottes Familie erschaffen. Gemeinsam bilden wir allen den Leib Christi. (Röm 12,5)

▶ Gemeinschaft – ohne sie geht es nicht: Wir werden erst durch Begegnung mit anderen Menschen, die Person, die wir sind. Ich brauche andere Menschen in meinem Leben. Die Gemeinschaft mit andern Menschen verlangt persönlichen Einsatz. Wenn wir Gemeinschaft fördern wollen, erfordert das Ehrlichkeit, Demut, Freundlichkeit und Vertrauen. Vor allem die Demut ist für mich da sehr wichtig. Demut bedeutet nicht, gering von sich zu denken – es bedeutet einfach, weniger an sich selbst zu denken. Jedes mal, wenn du dich ernsthaft darum bemühst, die Gefühle des anderen zu verstehen, baust du Gemeinschaft auf. Im Leben dreht sich alles um Liebe in der Gemeinschaft, das habe ich nach diesem Hochzeits-Wochenende mit tiefstem Herzen wieder begriffen.


Berufen zur Nachfolge

Sie alle, die Gott im Voraus ausgewählt hat, die hat er auch dazu bestimmt, seinem Sohn gleich zu werden. Röm 8,29

▶ Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du ihm ähnlich wirst: Du bist berufen zur Nachfolge. Du wurdest erschaffen, um wie Jesus zu werden, deshalb ist es dein Lebensziel, durch Nachfolge geistlich zu reifen. Nach Jesu Bild sollen sie alle gestaltet werden, damit er der Erstgeborene unter vielen Brüdern und Schwestern ist.

▶ Jesu Spuren folgen: ….hier wirklich buchstäblich gemeint: hinter ihm hergehen, seinen Spuren folgen. In meinem Morgengebet bete ich: “Jesus, gehe du mir heute voran, um mir den Weg zu zeigen, den ich gehen soll.” Das Bekenntnis allein reicht nicht. Es braucht die Tat des Lebens, die Hingabe des Herzens.


Berufen zum Dienst

Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst. Mk 12,31

▶ Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du ihm dienst: Du bist berufen zum Dienst. Es ist letztlich das praktische Tätigwerden, dass aus der Berufung zur Anbetung, zur Nachfolge und zur Gemeinschaft entspringt.

▶ Täglich neu die Ego-Mauer durchbrechen: Durchbreche die Mauer deines eigenen Ego zum anderen hin. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Denke nicht nur an deinen eigenen Vorteil, sondern habe stets das Wohl der anderen im Auge, denn wer in Gottes Augen groß sein will, der soll allen anderen dienen. Es ist für mich einer der Aussagen Gottes in der heiligen Schrift, die mich ehrfürchtig Erstaunen lässt. Gott sagt: Ich bin in dir und ich bin im Nächsten. Gerade im Alltag begegnet mir Gott hier in den unterschiedlichsten Menschen auf unterschiedlichste Art und Weise und so kann der Dienst auch unterschiedlich aussehen: zuhören, praktisch helfen, Mut zusprechen, Zeit schenken, vergeben u.v.m.


Berufen zur Mission

Deshalb geht hinaus in die ganze Welt und ruft alle Menschen dazu auf, meine Jünger zu werden. Mt 28,19

▶ Gott hat dich erlöst und dich mit ihm versöhnt, damit du anderen von ihm erzählst: Du bist berufen zur Mission, anderen davon zu erzählen, was Gott dir in deinem Leben bedeutet. Sicherlich nicht aufdringlich oder gar gewaltsam, aber doch authentisch, mutig und frisch.

▶ Gottes Botschaft weiter erzählen: Ich danke Gott stets dafür, wenn er mir Situationen schenkt, in denen ich anderen von meinem Glauben erzählen darf. Der Glaube ist keine Privatsache fürs eigene Kämmerlein, sondern er drängt nach aussen. Was hält dich davon ab, anderen von Gott zu erzählen? Gott möchte, dass du die gute Nachricht dort verbreitest, wo du gerade bist. Er ist das Licht, dass daszu ruft, weitergegeben zu werden.


Wir sind Berufene

Am besten setzt man sein Leben für etwas ein, das es überdauert. William James

Nur das Reich Gottes wird alles überdauern. Alles andere wird vergehen. Deshalb musst du zielorientiert leben. Was andere Menschen von dir halten, spielt angesichts der Ewigkeit keine Rolle. Mein Lebensziel ist es, Jesus Christus mit meinem ganzen Herzen anzubeten, ihm mit all meinen Fähigkeiten zu dienen, mit seiner Familie Gemeinschaft zu pflegen, ihm ähnlich zu werden und seinen Auftrag in dieser Welt zu seiner Ehre zu erfüllen.