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Christliche Symbole

Christliche Symbole


Der Altar

Wir haben einen Altar, das Kreuz, an dem Jesus seinen Leib als Opfer darbrachte. Heb 13:10 

Das lat. Wort adolere bedeutet verbrennen. Im Volke Israel gab es Altäre, auf denen dem einen Gott Opfer dargebracht und verbrannt wurden v.a. Tieropfer. Mit dem Kreuzestod Jesu Christi haben solche Opfer jedoch ihren Sinn verloren. Christus hat durch sein Opfer ein für allemal uns Menschen mit Gott versöhnt. Er ist der Mittler unseres Heils. Er selbst ist für uns der Priester, das Opfer und eben auch der Altar. Der Altar ist der Ort der Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers, ja er steht für Christus selbst: in der kath. Kirche küsst der Priester den Altar am Anfang der Messe. 

Glaube ist: die Selbstanbetung zu beenden und vor Gottes Altar zu kommen. Pamela Reeve


Die Dreifaltigkeit

Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Mt 28:19 

Gott existiert als einer in den Personen von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Es ist interessant, sich mal die Verschiedenheit der bildlichen Darstellungen der Dreifaltigkeit bewusst zu machen. Erstens sind da orthodoxe Ikonen, die sie als drei Männer oder Engel darstellen. Zweitens ist da das Dreieck, das mehr die Einheit betont. Drittens der Gnadenstuhl, bei dem Gott Vater Jesus am Kreuz in seinen Händen hält, darüber schwebt der Heilige Geist in Gestalt der Taube: wie die Taube immer zum Ursprung zurück findet, so bringt uns der Geist Gottes zu unserem Ursprung zurück, aus dem wir hervorgegangen sind. 

Dreieiniger Gott, mache mein Herz fest und gründe es allein auf dich und auf deine Hilfe. Dann ist mir geholfen und ich will dir danken. Bonhoeffer


Kirche als Schiff und Anker der Hoffnung

Diese Hoffnung ist für uns ein sicherer und fester Anker, der hineinreicht in den himmlischen Tempel, bis ins Allerheiligste hinter dem Vorhang. Heb 6:19 

Das Langhaus und die seitlichen Gänge einer Kirche werden als Schiff bezeichnet, weil das Schiff ein Symbol für die Kirche ist, d.h. für die Gemeinschaft der Glaubenden. Gemeinsam sind wir unterwegs im Meer der Zeit. Das Meer stand symbolisch für alles Bedrohliche. Unser Ziel ist der Hafen Gottes in der Ewigkeit. Mitreisender ist Christus. Der Mast symbolisiert sein Kreuz. Der Anker symbolisiert die Hoffnung, denn der Glaube gibt uns Halt und Stärke. Wie ein Anker gibt Gottes Liebe unserem Leben Halt. Auch wenn wir einmal sterben, bleiben wir mit Gott verbunden. Er hat einen Platz im Himmel für uns bereitet. Die kreuzförmige Ankerform ist Sinnbild für den Tod Jesu Christi am Kreuz, aus dem für uns Christen Hoffnung erwächst.

Auch im Sturm des Alltags bin ich gewiss, dass mein Lebensschiff einst sicher im Hafen der Ewigkeit ankommt. Peter Hahne 


Das Licht

Ich bin das Licht für die Welt. Joh 8:12

So wie das Auge ohne Licht nichts sehen kann, so kann der menschliche Geist ohne das Licht des Geistes Gottes nichts erkennen. Licht ist Zeichen für seine Gegenwart. Sein Licht ist stärker als die tiefste Dunkelheit. Die Sonne als Ursprung des irdischen Lichts wird so zum Zeichen für Jesus. Daher sind die meisten Kirchen geostet, so dass der Gottesdienst in Richtung der aufgehenden Sonne gefeiert wird.  Der Tod am Ende unseres Lebens ist nach Franz von Assisi das Tor zum Licht am Ende eines mühsam gewordenen Weges. Dorthin gehen wir als unser Lebensziel. 

Du machst die Finsternis um mich hell, du bist mein Licht. 2. Sam 22:29


Herz & Drache

Uns ist der Heilige Geist geschenkt, und durch ihn hat Gott unsere Herzen mit seiner Liebe erfüllt. Röm 5:5 

Das Herz ist ein Symbol für das Leben. Aus ihm entspringt das Gute und das Böse. Im Glauben und im Gebet erbitten wir, dass Gott unser Herz mit Liebe erfüllt, damit wir Kraft haben gegen alles zu kämpfen, was uns vom Guten abbringen will. Symbolisch wird dagegen häufig der Drache als Sinnbild des Bösen dargestellt, der uns vom Guten abbringen will. In fast keiner Kirche fehlt dieses Motiv. Der Drache wird zum Motiv des christlichen Kampfes gegen das Böse. Der Drache aber wird nicht als Sieger, sondern als Besiegter dargestellt. Auch wenn das Bild vom besiegten Drachen dem ein oder anderen befremdlich scheinen mag, es ist ein Bild dafür, dass wir schlechte und böse Gedanken aus unserem Herzen heraus werfen müssen, damit es mit der Liebe Gottes gefüllt werden kann. 


Lamm und Kreuz

Seht, das ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt trägt. Joh 1,29

Das Lamm als Symbol für Christus zählt zu den ältesten christlichen Symbolen überhaupt. Im Alten Testament wird von einem Brauch berichtet, ein Lamm zur Vergebung der Sünden zu opfern. Die Christen erkannten in Jesus Christus das Lamm Gottes, so dass das Bild des Lammes zu einem Symbol für die Erlösung wurde, ebenso wie das Kreuz: Das Kreuz ist das wichtigste Symbol des Christentums, weil es an den Kreuzestod Jesu und damit an das zentrale Element des christlichen Glaubens erinnert.

Der Gott, der Lamm wurde, sagt es uns: Die Welt wird durch den Gekreuzigten und nicht durch die Kreuziger erlöst. Die Welt wird durch die Geduld Gottes erlöst und durch die Ungeduld der Menschen verwüstet. So muß es eine Haupteigenschaft des Hirten sein, daß er die Menschen liebt, die ihm anvertraut sind. Benedikt XVI


Die Hand

Du öffnest deine Hand und sättigst deine Geschöpfe. Allen gibst du, was sie brauchen. Ps 145:16 

Die Hand ist ein vielfältiges Symbol. Meine Hände stehen für das Empfangen. Im Gebet öffne ich sie “dem Geber aller Güter, dem frommen Menschenhüter (Gerhardt), um seine Gaben für den Tag dankbar anzunehmen. Beim Friedensgruß im Gottesdienst dagegen drückt die Hand Versöhnung und Gemeinschaft aus. Hand und Hand berühren sich und es entsteht eine zugewandte Beziehung zum Nächsten. Die Hand Gottes zuletzt wird in den frühchristlichen Fresken von oben, aus dem Himmel kommend, dargestellt, die gibt und uns sättigt. 

Aus Gottes Hand empfing ich mein Leben, unter Gottes Hand gestalte ich mein Leben, in Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück. Augustinus