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Psalm 012

Psalm 12: Der Herr steht auf Seiten der Armen

Die Hilfe Gottes

Hilf, Herr. Ps 12:2

Dies ist ein kurzes, aber kräftiges Gebet. Das hebräische Wort, das hier mit helfen übersetzt ist, wird sehr vielseitig gebraucht. Es heißt retten, helfen, befreien, erlösen, unterstützen und schützen. So beinhaltet diese kurze Bitte viel in sich. Wenden wir uns stets zu unserem allvermögenden Helfer, zum Herrn, der uns nie seinen Beistand verweigert und dessen Hilfe genug ist für jede Not. Machen wir uns dieses Stoßgebet im Alltag zu eigen, ein Stoßgebet, dass wir in jeder Lage zum Himmel senden können.


Er hört unser Seufzen

Weil die Elenden unterdrückt werden und die Armen seufzen, so will ich mich nun aufmachen, spricht der Herr. Ich will den ins Heil versetzen, der sich danach sehnt! Ps 12:6

Wenn der Glaube von der Liebe zu Gott erfüllt ist, der als guter Vater erkannt wird, so wird das Gebet beharrlich, eindringlich, es wird ein Seufzen des Geistes, ein Schrei der Seele, der in das Herz Gottes dringt. Auf diese Weise wird das Gebet die stärkste Kraft, die die Welt verwandelt. Wir wissen ja: Der Herr empfindet mit uns. Unser Leiden dringt an sein Herz. Er hört unser Seufzen und es bewegt ihn. Darum verlieren die Demütigen auch in der äußersten Not die Hoffnung nicht. Der Herr schaut auf sie und hilft ihnen.


Reine Worte des Herrn

Die Worte des Herrn sind reine Worte. Ps 12:7

Unsere Worte sind häufig Ja und Nein zugleich. Gottes Worte dagegen sind rein. Die Worte des Herrn sind ohne Fehler. Sie sind vollkommen und absolut zuverlässig. Sie sind ein klares Ja und Amen. Sind nun Gottes Worte rein, so sollten es auch unsere Worte werden. Wollen wir Christus immer ähnlicher werden, so müssen wir unsere Zunge hüten und mit Sorgfalt darauf achten, dass in unserem Sprechen die Wahrheit und Reinheit gewahrt wird. Sprechen wir stets aufrichtig und nehmen wir die reinen Worte des Herrn in unser Herz auf, so wird er uns bewahren.

Du, o Herr, wirst sie bewahren. Ps 12:8