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Psalm 013

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Psalm 13

KLAGE UND VERTRAUEN IN GROSSER NOT

Der sich verbergende Gott

Wie lange, o Herr, willst du mich ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Angesicht vor mir? Ps 13:2

Kann Gott an Gedächtnisschwäche leiden? Kann Gottes Herz sein geliebtes Kind vergessen? Nein! Gott kann sein Antlitz verbergen und dennoch unser gedenken. Und dieses Sich-Verbergen ist nie für immer. Bedenke: Wie die Blumen beständigen Sonnenschein nicht ertragen würden, sondern auch der Nacht und des Schattens bedürfen, so kann es auch der Seele heilsam sein, wenn Christus sich eine Weile von uns fernhält. Und es liegt in diesem Fernhalten eine nährende Kraft. Es schärft den Hunger und lehrt mich, desto beherzter zu ihm zu dringen.

Wie lange soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer in meinem Herzen tragen Tag für Tag? Ps 13:3


Erleuchtete Augen

Erleuchte meine Augen. Ps 13:4

In vieler Hinsicht bedürfen wir der erleuchtenden Strahlen des Heiligen Geistes. Beten wir daher: Erleuchte meine Augen, lass das Auge meines Geistes hell sein, dass ich meinen Gott auch im Dunkeln sehen möge. Mache du, Herr, unsere Finsternis licht! Die leidvolle Situation hat sich vielleicht noch kein bisschen verändert, aber der Blick verändert sich. Das sind erleuchtete Augen. Sie sehen Gott wieder und seine Verheissungen. Sie vertrauen auf Gott in der Not und lassen uns unter keinen Umständen verzweifeln.


Vertrauen auf die Gnade

Ich aber vertraue auf deine Gnade. Mein Herz soll frohlocken in deinem Heil. Ich will dem Herrn singen, weil er mir wohlgetan hat! Ps 13:6

Gerade in der Not sprechen wir dieses “Ich aber vertraue”. Mag die Not und das Leid noch so gross sein. Verlieren wir trotzdem nicht das Vertrauen, sondern nehmen wir im Gegenteil mit aller Kraft den Weg wieder auf. Christus geht uns voran und begleitet uns. Wir zählen auf seine immerwährende Gegenwart. Er wirkt und tut Gutes an uns. Ja: Wohlgetan hat mir der Herr. Gedenke stets, was der Herr sowohl für dein inneres als auch dein äußeres Leben getan hat.