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Psalm 001

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Psalm 1


Glücklich ist, wer nicht dem Rat gottloser Menschen folgt, wer nicht mit Sündern auf einer Seite steht, wer nicht mit solchen Leuten zusammensitzt, die über alles Heilige herziehen. Ps 1:1

Der erste Psalm ist die Pforte zum ganzen Psalmbuch. Das Lebens des gläubigen Menschen wird dem Leben des Ungläubigen gegenübergestellt. Er unterscheidet sich von den meisten Psalmen darin, dass hier kein einziges Wort an Gott gerichtet ist. vielmehr spricht der Dichter ausschließlich zum Leser. Wie die Bergpredigt (Mt 5,1) und wie das letzte Buch der Bibel (Offb 1,3) beginnt er mit einer Seligpreisung. Er eröffnet uns die beiden Wege, vor denen der Mensch steht und zwischen denen er zu wählen hat.


Glücklich zu preisen ist, wer Verlangen hat nach dem Gesetz des Herrn und darüber nachdenkt Tag und Nacht. Ps 1:2

Wer Lust, wer Freude hat am Gesetz des Herrn heißt es in anderen Übersetzungen. Gott zu folgen kann man lernen, indem man über sein Wort nachdenkt. Das bedeutet, sich Zeit zu nehmen, um in seinem Wort zu lesen und über das Gelesene nachzudenken. Es bedeutet zu fragen, in welchen Bereichen wir uns verändern müssen, um so zu leben, wie Gott es sich vorstellt. Gottes Wort zu kennen und darüber nachzudenken sind die ersten beiden Schritte, um sein Wort im täglichen Leben anzuwenden. Wer Gott folgen möchte, muss wissen, was er sagt.


Er ist wie ein Baum, der nah am Wasser gepflanzt ist, der Frucht trägt Jahr für Jahr und dessen Blätter nie verwelken. Was er sich vornimmt, das gelingt. Ps 1:3

Du bist kein wilder Baum. Du bist ein gepflanzter Baum, auserwählt von Gott, sein Eigentum, von ihm gepflegt. Das Wasser der Vergebung und der Gnade, der Verheißung und der Gemeinschaft mit Christus sind deine nie versiegende Quellen. Und du trägst Frucht. Wer aus Gott geboren ist, trägt die Frucht des Geistes. Diese Frucht wächst aber nur aus Gott, und darum müssen wir mit ihm verbunden sein, und das wiederum heißt, dass wir Tag und Nacht über Gottes Wort sinnen müssen. Wenn am Ende des Verses vom Gelingen die Rede ist, meint das nicht ein Leben ohne Schwierigkeiten, sondern ein Leben in Gott und seinem Willen.


Ganz anders ergeht es allen, denen Gott gleichgültig ist: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Ps 1:4

Spreu ist die äußere Hülle, die entfernt werden muss, um an die Getreidekörner im Innern zu kommen. Die Spreu wurde durch das Dreschen entfernt. Nachdem die Halme geschnitten waren, wurden sie zerkleinert und in die Luft geworfen. Da die Spreu sehr leicht ist, wurde sie vom leisesten Wind fortgetragen, während die Körner auf die Erde zurückfielen. Spreu ist ein Symbol für eine Lebensweise ohne Gott, für ein Leben, das sich ziellos treiben lässt. Das Korn dagegen ist ein Symbol für ein Leben im Glauben, das Gott benutzen kann. Anders als das Getreide kann jeder von uns selbst bestimmen, welche Richtung er einschlagen will.

Der Herr wacht über den Weg aller Menschen, die nach seinem Wort leben. Doch wer sich ihm trotzig verschließt, der läuft in sein Verderben. Ps 1:6