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Sprüche Kap. 03

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate zum Buch der Sprüche Kap. 3


Gottes Gebote im Herzen bewahren

Vergiss meine Lehre nicht, und dein Herz bewahre meine Gebote! Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens. Spr 3:1;3

Hier wird gefordert, dass wir uns eine Kette mit den Geboten Gottes machen, so dass wir sie immer bei uns haben, sie unser Denken, unser Leben, unser Handeln bestimmen lassen. Gottes Wort, seine Gebote sind mir so wichtig, dass ich sie immer dabei haben will. Dass sie ein Teil von mir werden sollen! Es beschreibt die Wichtigkeit, Gottes Wort, seinen Willen für unser Leben zu kennen, zu bewahren und dann natürlich auch im Alltag anzuwenden. Darum: lest die Bibel! Setzt euch Gottes Wort aus. Und der nächste Schritt wäre dann zu überlegen, was es für uns heute bedeuten kann.


Vertraue auf den Herrn

Vertraue auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand. Spr 3:5

Das Wort Vertrauen bedeutet fest werden. Vertrauen hat mit Festigkeit zu tun und mit Treue. Vertrauen will jeden Tag neu gewagt werden. Beende dein Gebet stets  immer mit Gottvertrauen. Laut Bonhoeffer ist das Gebet nicht ein fromme Handlung oder Übung, sondern es ist die vertrauende Bitte des Kindes zum Herzen des Vaters. Darum ist das Gebet niemals demonstrativ, weder vor Gott, noch vor uns selbst, noch vor anderen, sondern schlicht das vertrauende Hineinwerfen meiner Selbst in seine Güte, das Loslassen meiner Selbst, um mich in ihm neu zu finden.


Gott im Leben erkennen

Erkenne Ihn auf allen deinen Wegen, so wird Er deine Pfade ebnen. Sprüche 3:6

Viele glauben nicht an die göttliche Vorsehung, weil sie niemals eine Erfahrung mit ihr gemacht haben, aber sie machen keine Erfahrung von ihr, weil sie niemals den Sprung ins Leere wagen, diesen Schritt des Glaubens, sie lassen der Vorsehung niemals die Möglichkeit des Eingreifens: sie berechnen alles, treffen Vorsorge für alles, suchen alle Probleme allein zu lösen, wobei sie nur auf sich selbst zählen statt auf Gott. So lange ein Mensch, der mit einem Fallschirm springen soll, sich nicht ins Leere gestürzt hat, kann er nicht fühlen, ob die Stricke des Fallschirms ihn halten, denn dieser hatte ja noch nicht die Möglichkeit zu öffnen. Zuerst muss man springen, und erst dann kann man sich gehalten fühlen. Jacques Philippe

Dann wirst du sicher auf deinem Weg gehen, und dein Fuß stößt nicht an. Spr 3:23


Zuversicht

Der Herr wird deine Zuversicht sein und deinen Fuß bewahren vor dem Fallstrick. Spr 3:26

Zuversicht kommt von sehen. Ich sehe zu, wie Gott alles lenkt und leitet, wie er alles zum Guten wendet. Die Zuversicht sieht mehr als das bloß Vorhandene. Sie sieht mehr als die Probleme. Sie sieht zusätzlich zu allem Äußeren die innnerste Wirklichkeit aller Dinge, sie sieht den Dingen auf den Grund. Sie vertraut auf Gott, der mit uns durch diese Welt geht. “Herr, du allmächtiger Gott, glücklich ist jeder, der sich auf dich verlässt!” (Ps 84:13). Dieses innere Sehen auf Gottes Lenkung ist eine Haltung. Das kennzeichnende an einer Haltung ist, dass sie sich diese über eine längere Zeit entwickelt. Die Haltung der Zuversicht gilt es einzuüben sowie Muskeln im Fitnessstudio langsam aufgebaut werden. Ein großes Vorbild in dieser Haltung ist und bleibt für mich Maria


Gutes tun

Weigere dich nicht, dem Bedürftigen Gutes zu tun, wenn deine Hand es vermag. Sprüche 3,27

Das Christentum ist schnell als Moralreligion zu mißzuverstehen. Tue dies, dann bist du gut, tue das, dann bist du böse. Das ist falsch verstanden. Die Bibel v.a. im Bild der Gemeinde als Leib mit Christus als Haupt will uns ins Herz legen: Hilfst du anderen, hilfst du dir selbst, liebst du andere, liebst du dich selbst, haßt du den anderen, haßt du dich selbst. Es geht um eine tief gehende Einheit zwischen uns Menschen und das Gespür für diese Einheit steht immer in Gefahr verloren zu gehen. “Die Welt ist immer so wie du: Ein Lächeln und sie lacht dir zu, ein wenig Trotz, ein wenig Zorn und statt der Rose blüht der Dorn.” (Simon Dach) . Das ist beim Gebot so wichtig, das uns Jesus gegeben hat:  Liebe deinen Nächsten SO wie dich selbst!

Verweigere keine Wohltat dem, welchem sie zukommt, wenn es in der Macht deiner Hände liegt, sie zu erweisen! Sprüche 3:27


Sich um Frieden bemühen

Ersinne nichts Böses gegen deinen Nächsten. Spr 3:29

Bewahrst du Frieden in dir, dann kannst du auch Frieden in anderen bewirken. Bemühe dich also zuallererst um deinen inneren Frieden. Denn wer mit sich selbst in Unfrieden lebt, den treibt es hin und her und dieser Unfrieden wirkt sich auch auf seine Umgebung aus. Dann sagen wir, was wir nicht hätten sagen sollen. Dann sehen wir immer auf das, was andere tun sollten und versäumen dabei zu sehen, wo es an uns liegt, etwas zu tun. Wenn also solche Gedanken über dich kommen, verrichte einen positiven Akt durch ein Herzensgebet, damit du wieder zu dir selbst kommst und so zum Herrn, der in dir wohnt und der dein wahrer Friede ist. 

Fange mit keinem Menschen ohne Ursache Streit an, wenn er dir nichts Böses zugefügt hat. Sprüche 3:30