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Ex Kap 31-34

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Exodus Kap.31-34


Bundesbruch + Erneuerung  (31,12-34,35)

Schärfe den Israeliten ein, dass sie den Sabbat als Ruhetag achten! Ex 31:13

Der Sabbath wurde nach der Auferstehung Christi vom Tag des Herrn abgelöst. Dieser erste Tag der Woche nimmt im NT einen besonderen Platz ein. Es ist deshalb ganz natürlich, wenn er auch im Leben eines Christen eine besondere Bedeutung erhält. Er ist in seiner Bedeutung klar vom Sabbath zu trennen. Der Sabbat war der siebte Tag, während der Tag des Herrn der erste Tag der Woche ist. Der Sabbat gehörte der alten Schöpfung an, während der Tag des Herrn der neuen angehört.

Nachdem der Herr dies alles zu Mose gesagt hatte, übergab er ihm auf dem Berg Sinai die beiden Steintafeln, auf denen die Gesetze des Bundes festgehalten waren. Gott selbst hatte die Worte auf diese Tafeln geschrieben. Ex 31:18


Mach uns einen Gott, der vor uns hergehe! Ex 32,1

Mose ist schon 40 Tage auf dem Berg. Das Volk verliert die Geduld. Mose ist fort und mit ihm auch Gott. Ein neuer Gott muss her, der sichtbar und greifbar ist. Der Mensch  liebt etwas, was er wahrnehmen kann, was seinen Sinnen entspricht und sie befriedigt. Sie machen sich ein goldenes Stierbild und opfern ihm. Doch ein selbst gemachter Gott hilft nicht, bewahrt nicht und rettet nicht. Während sie anstelle des Herrn ein Kalb verehrten, sind wir in Gefahr, denselben Geist zu offenbaren. Unser einziges Bewahrungsmittel ist, viel in der Gegenwart Gottes zu sein. Nur der Glaube vermag standhaft zu bleiben, als sähe er den Unsichtbaren (Heb 11,27).

Er nahm den Schmuck entgegen, schmolz ihn ein und goss daraus ein goldenes Kalb. Als es fertig war, schrien die Israeliten: Das ist unser Gott, der uns aus Ägypten befreit hat! Ex 32:4


Sei nicht länger zornig über dein Volk! Ex 32:12

Mose verhandelt mit Gott auf dem Boden seiner eigenen Herrlichkeit und wirft das Volk auf ihn zurück.  Da lenkte der Herr ein. Mose verliert sich selbst ganz und gar aus dem Auge. Seine ganze Seele ist erfüllt mit der Herrlichkeit Gottes und mit dem Volk Gottes. Welch ein Diener! Wie wenige gleichen ihm! Und doch, wie unendlich weit war er selbst in diesem Dienst von unserem Herrn Jesus entfernt!

Bitte, vergib ihnen! Wenn du ihnen aber nicht vergeben willst, dann streich auch mich aus deinem Buch, in dem du die Namen der Menschen aufgeschrieben hast, die zu dir gehören. Ex 32:32


Als Mose sich dem Lager näherte, sah er das Volk um das Goldene Kalb tanzen. Da packte ihn der Zorn, er schleuderte die Tafeln fort und zerschmetterte sie am Fuß des Berges. Ex 32:19

Der Bund ist noch nicht richtig in Kraft, da liegt er schon am Boden. Er liegt in Scherben, weil das Volk ihn längst gebrochen hat. Auf den Tafeln stand Gottes guter Wille für ihr Leben. Doch sie haben ihren Willen über seinen gestellt. Und das ist tödlich. Nicht nur Mose, vor allem Gott wird zornig. Das passt nicht in unser Bild von Gott. So wie auch der ferne Gott auf dem Berg nicht in Israels Bild gepasst hat. Dann wollen wir doch lieber einen angenehmen, goldig-goldenen Gott. Aber wir wollen uns hüten, dass wir nicht unser Bild von Gott über Gott selbst stellen – auch wenn er fern und fremd ist! Denn selbst im Zorn Gottes gibt es die Chance zur Umkehr. Die Israeliten legen als Zeichen ihrer Demut ihren Schmuck ab. Den Schmuck nicht anzulegen ist Zeichen der Trauer.

Da legten die Israeliten am Berg Horeb ihren Schmuck ab. Ex 33:6


Der Herr sprach von Angesicht zu Angesicht mit Mose, so wie Freunde miteinander reden. Ex 33:11

Moses drängt es in der Erkenntnis Gottes voran zu schreiten. Er möchte Gottes Pläne erkennen und verstehen. Der Herr antwortete: Ich selbst werde dir vorangehen und dich zur Ruhe kommen lassen! Auf die Bitte seine Herrlichkeit sehen zu dürfen, antwortet Gott: Ich will an dir vorüberziehen, damit du sehen kannst, wie gütig und barmherzig ich bin. Meinen eigenen Namen “Herr” werde ich vor dir aussprechen.

Ich erweise meine Gnade, wem ich will. Und über wen ich mich erbarmen will, über den werde ich mich erbarmen. Ex 33:19


Er zog an Mose vorüber und verkündete: Ich bin der Herr, der barmherzige und gnädige Gott. Meine Geduld ist groß, meine Liebe und Treue kennen kein Ende! Ex 34:6

Der Text beschreibt eine Ausnahmesituation. Mose zieht sich ganz zurück. Er ist bei Gott und nichts soll ihn ablenken. Das Leben wird unterbrochen. Mose nimmt nicht einmal Brot und Wasser zu sich. Mose kommt mit Gottes Weisungen zurück. Neue Tafeln werden gehauen, denn Gottes Wort zerbricht nicht, auch nicht an unserem Ungehorsam. Mose muss sein Gesicht verhüllen. Die Haut von Moses Gesicht strahlte. Der Mensch, der in Gottes Licht tritt, wird zu einem Spiegel seiner Herrlichkeit.

Vierzig Tage und Nächte blieb Mose auf dem Berg in der Gegenwart des Herrn . Während dieser Zeit aß und trank er nichts. Er schrieb auf die Steintafeln die Zehn Gebote, auf die sich Gottes Bund mit den Israeliten gründete. Ex 34:28