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Ex Kap 25-30

Der Bau des heiligen Zeltes (24,12-31,11)


Sie sollen mir ein Heiligtum machen, dass ich unter ihnen wohne. Ex 25,8

Das gesamte heilige Zelt kann als ein bedeutungsvolles Bild vom Leib Christi betrachtet werden. In den folgenden Kapiteln wird genau beschrieben, wie dieses Heiligtum aussehen soll. An erster Stelle steht die Bundeslade. Schon der Name deutet auf ihre Wichtigkeit hin. Eine Lade ist dazu bestimmt, das, was man hineinlegt, unversehrt zu erhalten. Sie ist ein tragbarer Kasten, in den die Gesetzestafeln gelegt werden sollen. Ihren Platz erhält sie hinter dem Vorhang, der den innersten Raum des Heiligtums, das Allerheiligste, verdeckt.

Auch der Tisch für die geweihten Brote soll für die Wanderzeit als tragbares Gerät hergestellt werden. Auf ihm werden sinnbildlich Trank und Speise für Gott aufgetragen. Sowohl das Brot, wie auch der Tisch sind ein Bild für Christus. 

Als Nächstes folgt der Leuchter.  Dass es gerade sieben Lampen sind ist ein Ausdruck der Vollkommenheit des Lichts.


Wenn Aaron in das Heiligtum geht, trägt er die Namen der Israeliten auf seinen Schultern und ich, der Herr, werde dann stets an sie denken. Ex 28:12

Stellvertretend für das ganze Volk tritt der Hohepriester vor Gott. In Steine werden die Namen der zwölf Stämme Israels eingraviert. Der Priester trägt die Steine an seinem Herzen und somit vor Gott. Nun ist Jesus unser ewiger Hoherpriester. Wie ermutigend zu wissen, dass Gott uns immer nur auf dem Herzen Jesus sieht. Das verleiht uns einen tiefen, dauernden Frieden, der durch nichts erschüttert werden kann. Unsere Mängel mögen uns beständig vor Augen sein und wir mögen darüber manchmal so betrübt sein, dass wir kaum den Glanz der kostbaren Steine erkennen, in die unsere Namen eingegraben sind. Aber trotzdem sind sie da.


Wenn Aaron dann ins Heiligtum geht, trägt er die Steine mit den Namen der Stämme Israels an seinem Herzen. So werde ich immer an mein Volk erinnert. 2. Mose 28:29

Fürbitten sind im alten Testament vielfältig und zahlreich vorhanden. Eine sehr wichtige Stelle ist dabei der heutige Bibelvers. Da steckt viel drin. Fürbitte ist nicht einfach ne kurze Bitte an Gott, so wie ich im Supermarkt mal kurz eine Butter kaufe.  Im Alten Testament hatten die Priester die wichtige Aufgabe, das Volk vor Gott hinzutragen, ihn an sein Volk zu erinnern. Äußerlich sichtbar wurde das durch Steine, auf denen die Namen der Stämme Israels standen und die der Priester am Herzen trug. Durch deine Berufung zum allgemeinen Priestertum der Taufe darfst und sollst nun auch du Personen bzw. ihre Namen an deinem Herzen tragen, sie zu Gott hintragen, so dass er ihrer gedenkt.

Welche Namen trägst du heute auf deinem Herzen?


Lass täglich zwei einjährige Lämmer auf dem Altar verbrennen, eins am Morgen, das andere gegen Abend. Ex 29:38‭-‬39

Mit der Einrichtung des Heiligtums und der Stiftung des Opferdienstes ist das Ziel des Auszugs aus Ägypten erreicht. Das Morgen- und Abendopfer ist dabei Ausdruck der stetigen Verbundenheit zwischen Gott und seinem Volk. Seit Jesus Opfertod ist nun aber jegliches Tieropfer nicht mehr notwendig. Sich morgens und abends in besonderer Weise Gott zu zuwenden ist dagegen ein wichtiger Punkt in unserem geistlichen Leben.

Ja, ich selbst will euch begegnen und mein Heiligtum mit meiner Herrlichkeit erfüllen! Ex 29:43

Ich will bei euch wohnen und euer Gott sein. Ex 29:45