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Ex Kap 04-07

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Exodus Kap. 4-7


Was ist, wenn die Israeliten mir nicht glauben und nicht auf mich hören? Bestimmt sagen sie: Der Herr ist dir gar nicht erschienen! Ex 4:1

Welche Mühe kostet es den Menschen, sein Vertrauen auf Gott zu setzen! Der Herr schenkt Moses drei große Zeichen, die das Volk zum Glauben bringen soll. Zum einen sein Stab, der sich in eine Schlange verwandelte, wenn Moses ihn zum Boden warf. Ergreift er sie beim Schwanz wird sie wieder zum Stab. Zum anderen seine Hand, die aussätzig wurde, wenn er sie in sein Gewand steckte und ebenso wieder den Aussatz verschwinden lies. Zuletzt das Wasser aus dem Nil, dass zu Blut wurde, sobald er es auf den Boden goß.

Der Herr sagte: Tu dies vor den Augen der Israeliten! Dann werden sie dir glauben, dass ich, der Herr, dir erschienen bin. Ex 4:5


Herr ich bin noch nie ein guter Redner gewesen. […] Zum Reden habe ich einfach kein Talent, die Worte kommen mir nur schwer über die Lippen. Ex 4:10

Es ist gut, uns immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, dass, wenn der Herr mit uns ist, gerade unsere Mängel für ihn eine Veranlassung werden, seine Gnade und seine Geduld zu offenbaren. Paulus schreibt später: Daher will ich mich meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft des Christus über mir wohne. Diese Erkenntnis hätte Mose von seinem Misstrauen und seiner Furchtsamkeit befreien sollen. Wenn der Herr ihm versichert hatte, dass Er mit seinem Mund sein werde, so hätte er über den Mangel an Beredsamkeit völlig beruhigt sein sollen. Für den Glauben ist das einfach. Das zweifelnde Herz aber setzt sein Vertrauen weit lieber auf eine beredte Zunge als auf den, der sie erschaffen hat.

Darum geh jetzt! Ich bin bei dir und werde dir sagen, was du reden sollst. Ex 4:12


Mose bat: Ach, Herr, sende doch lieber einen anderen! Ex 2,13

Ist dies alles für uns nicht ein deutlicher Spiegel, in dem wir unser eigenes Bild sehen können? Wir sind alle vielmehr geneigt, unser Vertrauen auf irgendetwas anderes zu setzen, als auf den lebendigen Gott. Gestützt durch einen schwachen Menschen gehen wir mutig vorwärts. Aber wir zittern, zögern und zweifeln, wenn wir die Gunst Gottes zu unserer Ermutigung und seinen mächtigen Arm zu unserer Stütze haben. Das sollte uns tief vor dem Herrn demütigen und uns antreiben, ihn besser kennenzulernen, damit wir ihm immer tiefer vertrauen, bei ihm allein unsere Quelle finden und mit festerem Schritt unsern Weg gehen können

Ich weiß, dass dein Bruder Aaron, der Levit, sehr gut reden kann. Er ist schon unterwegs und kommt dir entgegen. Ex 4:14


Aaron teilte ihnen Wort für Wort mit, was der Herr zu Mose gesagt hatte, und Mose tat die Wunder vor aller Augen. Ex 4:30

Gott macht Mose klar, dass alles, was nun geschehen wird nach seinem Plan und Willen abläuft. Er prophezeit die Auseinandersetzung mit dem Pharao.
Wir befinden uns in der Gefahr, die Führung Gottes mit einem widerstandsfreien Weg zu verwechseln. Wenn wir Widerstände erleben, fangen wir schnell an, an der Führung Gottes zu zweifeln. Aron redet. Mose vollbringt Wunder. Wenn jemand befähigt ist, sich selbst als Boten Gottes zu betrachten, kann er wegen der Annahme seiner Botschaft völlig ruhig sein. Diese Gewissheit beeinträchtigt keineswegs seine liebevolle Sorgfalt im Blick auf die, an die er sich wendet. Im Gegenteil; sie bewahrt ihn vor jener Unruhe des Geistes, die nur dazu dienen würde, ihn zur Ablegung eines ruhigen, erhabenen und beharrlichen Zeugnisses unfähig zu machen. Der Bote Gottes sollte nie vergessen, wessen Botschaft er bringt.

Die versammelten Israeliten glaubten ihnen. Als sie hörten, dass der Herr ihr Elend gesehen hatte und ihnen helfen wollte, warfen sie sich nieder und beteten ihn an. Ex 4:31


Lass mein Volk ziehen! Es soll mir zu Ehren ein Fest in der Wüste feiern! – Wer ist denn dieser Herr?, fragte der Pharao. Ich kenne den Herrn nicht und lasse sein Volk bestimmt nicht frei! Ex 5:1‭-‬2

Mose und Aaron gehen zum Pharao. Sie wollen dass er sie ziehen lässt. Er macht es nicht. Im Gegenteil. Die Not wird größer. Sie müssen sich in ihrer Sklavenarbeit das Stroh für die Ziegel selber suchen. Der Pharao reagiert mit Verschärfung der Arbeitsbedingungen. Faul seid ihr, nichts als faul, rief er. Der Pharao zeigt Unkenntnis und Ungehorsam. Wenn man Gott nicht kennt, so kann man ihm nicht gehorchen, denn Gehorsam gründet sich auf Erkenntnis. Die Israeliten machen Moses und Aaron Vorwürfe. Jetzt hasst uns der Pharao noch mehr. Die Handlungsweise des Pharao zeigt Wirkung: Das Volk steht nicht mehr ungeteilt hinter Mose und Aaron. Moses klagt Gott an. Anklagend hält Mose dem Herrn den Misserfolg seiner Sendung vor.

Da wandte sich Mose an den Herrn und sprach: Herr, warum lässt du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt? Ex 5:22


Ich will euch aus ihrer Knechtschaft erretten und will euch erlösen. Ex 6:6

Gott kündigt sein Eingreifen an. Er antwortet : Jetzt wirst du sehen was ich mit dem Pharao mache.  Gott lässt sich nicht auf Moses Anklage ein, sondern lenkt den Blick auf das, was er tun wird: Du wirst sehen!Nichts ist mehr geeignet, ein zweifelndes Herz auf einen sicheren Boden zu stellen, als das Bewusstsein, dass Gott sich unser angenommen hat, gerade so wie wir sind. Seine Liebe ist unveränderlich.Eine Befreiung konnte nur von außen kommen. Das Volk konnte einzig und allein nach oben schauen. In Gott war sein Zufluchtsort. 


Ich habe dich als meinen Botschafter eingesetzt. Wenn du zum Pharao gehst, ist das so, als würde ich selbst zu ihm sprechen! Ex 7:1

Gott ist nicht auf menschliche Fähigkeiten angewiesen. Schwachheit oder Selbstzweifel können geradezu Fähigkeiten sein, die Gottes Wirken sichtbar werden lassen. Wen Gott bevollmächtigt, der hat etwas zu geben und zu sagen, auch wenn das scheinbar nichts bewirkt wie bei dem Pharao.  Gott hat ihn zum Pharao gesandt. Unsere Berufung erfordert ein sensibles Hören auf das, was Gott will. Dieses “Hin-Hören” ist immer unsere erste Aufgabe. Dann wollen wir reden, was Gott sagt, und tun, was er uns zeigt. Denn wir werden nicht von uns selbst geschickt, sondern von Gott.


Ich will das Herz des Pharao verhärten, damit ich meine Zeichen und Wunder im Land Ägypten zahlreich werden lasse. Ex 7:3

Zehn Plagen lässt der Herr über Ägypten kommen: das Wasser des Nils wird zu Blut, Fröscheplage, Stechmücken-Plage, Fliegenplage, Pest, Geschwüre, Hagel, Heuschrecken, Finsternis und zuletzt die Tötung aller Erstgeborenen. Diese letzte Plage wird sogar öffentlich angekündigt: die Tötung aller männlichen Erstgeborenen. Aber das Herz des Pharao bleibt verhärtet.

Der Pharao wird nicht auf euch hören. Das soll so sein, damit ich in Ägypten viele mächtige Wunder tun kann. Ex 11:9