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Ex Kap 01-03

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Exodus Kap. 1-3


So zwang man die Israeliten zur Sklavenarbeit Ex 1:11

Die Nachkommen Jakobs vermehren sich. Darum bekommt der Pharao Angst. Die Fremden sind bedrohlich. Er zwingt sie zu hartem Sklavendienst. Das Volk vermehrt sich dennoch. Darum weist er die hebräische Hebammen an, neugeborene männliche Israeliten zu töten. Doch diese durchkreuzen seinen Plan und machen es nicht. Ein neuer Befehl des Pharao lautet nun die neugeborenen Jungen in den Nil zu werfen.

Werft alle neugeborenen Jungen der Hebräer in den Nil, nur die Mädchen lasst am Leben! Ex  1:22


Als sie den Korb öffnete, sah sie den weinenden Jungen darin liegen. Sie bekam Mitleid und sagte: Das ist bestimmt eins von den hebräischen Kindern. Ex 2:6

Ein israelisches Paar bekommt einen Sohn und halten ihn drei Monate versteckt. Dann setzen sie das Kind in einem Binsenkästchen im Nil aus. Die Schwester des Babys verfolgt es heimlich. Sie sieht, wie die Tochter des Pharao es findet und Mitleid mit dem Jungen hat. Die Schwester des Baby kommt aus dem Versteck und fragt die Tochter des Pharao, ob sie eine hebräische Frau zum stillen holen soll. Die Tochter des Pharao bejaht. Die leibliche Mutter kommt und wird dafür bezahlt es zu stillen. Die Tochter des Pharaos nahm ihn als ihren Sohn an und gab ihm den Namen Mose. Die Rettung und der Lebensweg Mose zeigen die Güte und Größe Gottes, der sich in allen Zeiten einzelnen Menschenschicksalen zuwendet.

Interessant: das Binsenkästchen des Mose wird mit dem gleichen Wort bezeichnet wie die Arche, in dem Noah gerettet wurde. Wie Noah am Anfang einer neuen Menschheit steht, so steht Mose am Anfang der Geschichte Israels


Als er sich überzeugt hatte, dass niemand ihn beobachtete, schlug er den Ägypter tot und verscharrte ihn im Sand. Ex 2:12

Moses ist mittlerweile erwachsen. Da sieht er, wie ein Hebräer erschlagen wird und erschlägt darauf den Ägypter. Als er am nächsten Tag den Streit zwischen zwei Hebräern schlichten möchte, spricht dieser ihn auf seinen Mord an. Moses bekommt Angst. Auch der Pharao hört von dem Mord und möchte Moses töten lassen. Moses flieht in das Land Midian. Als er sich dort an einem Brunnen ausruht, kommen sieben Töchter eines Priesters, um Wasser zu holen. Als Hirten sie versuchen weg zu drängen, nimmt Moses sie in Schutz. Der Vater der Töchter lädt ihn darauf hin zu ihm ein. Moses bleibt bei ihm. Der Priester gibt ihm seine Tochter Zippora zur Frau und sie bekommen einen Sohn.

Der lud ihn ein, bei ihnen zu bleiben, und Mose willigte ein. Reguël gab ihm seine Tochter Zippora zur Frau. Ex 2:21


Dort erschien Moses der Engel des Herrn in einer Flamme, die aus einem Dornbusch schlug. Ex 3:2

Gott hatte die Israeliten nicht vergessen. Er wusste, was zu tun war. Dieses Tun beginnt mit Moses. Er kam beim Hüten der Schafe absichtslos zum Berg Horeb. Mose hört vollkommen unerwartet und unvorbereitet wie er gerufen wird und antwortet schlicht: Ja Herr! Kein Erschrecken über einen Dornbusch, der brennt und nicht verbrennt oder über die unheimliche Stimme aus dem Busch. Moses Antwort zeigt Spannung, Neugierde, Offenheit und Bereitschaft für die Stimme Gottes. Wir sollten uns beim Lesen der Bibel oder bei unerwarteten Begegnungen diese Haltung als Vorbild nehmen, um immer neu etwas von Gott zu erfahren und bereit zu sein, nach seinem Willen zu handeln.

Der Herr sah, dass Mose sich dem Feuer näherte, um es genauer zu betrachten. Da rief er ihm aus dem Busch zu: Mose, Mose! Ja, Herr,  antwortete er. Ex 3:4


Da rief er ihm aus dem Busch zu: Mose! Ex 3:4

Mose begegnet Gott in einem brennenden Dornbusch. Wo sind deine Orte, wo du Gott begegnest? Sicher im Gebet, im Empfang der Sakramente, in der Stille einer Kirche u.v.m. Immer wieder geschieht Gottesbegegnung  offensichtlich, manchmal unbemerkt auch an ganz anderen Orten. Gott lässt sich keine Grenzen setzen. Das Heilige ist überall, wenn wir die Augen dafür offen halten. So vieles kann zum brennenden Dornbusch werden u.a. eben auch deine Ängste. Gott gibt nicht nur Zeiten der Freude, sondern auch Zeiten der Angst, um darin unser Vertrauen zu stärken, sich darin uns zu offenbaren. Gott segne dich und diesen Tag.


Komm nicht näher! befahl Gott. Zieh deine Schuhe aus, denn du stehst auf heiligem Boden! Ex 3:5

Um nach außen für Gott wirken zu können, muss ich innerlich bei ihm sein. Wenn ich nicht in dem verborgenen Heiligtum seiner Gegenwart bin, werde ich bald in meinem Dienst ermatten. Viele scheitern an dieser Klippe. Wir sind immer der Gefahr ausgesetzt, im Getriebe unseres Verkehrs mit den Menschen und in der Aufregung der Diensttätigkeit aus dem Ernst und der Ruhe der Gegenwart Gottes herauszutreten. In diesem Punkt ist sorgfältige Wachsamkeit nötig. Wenn wir diese heilige Geistesstimmung verlieren, die in den „unbeschuhten Füßen“ ihren Ausdruck findet, so wird unser Dienst sehr bald geistlos und fruchtleer werden. Wenn wir unserer Arbeit erlauben, sich zwischen unser Herz und den Herrn zu drängen, so wird sie von geringem Wert sein. Nur wenn wir Christus genießen, werden wir ihm in wirksamer Weise dienen können. Nur wenn das Herz in seiner Nähe bleibt, sind die Hände fähig, seinem Namen in wohlgefälliger Weise zu dienen.

Ich bin der Gott, den dein Vater verehrt hat, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs.« Mose verhüllte sein Gesicht, denn er hatte Angst davor, Gott anzuschauen. Ex 3:6


Geh nach Ägypten, Mose! Ich sende dich zum Pharao, denn du sollst mein Volk Israel aus Ägypten herausführen! Ex 3:10

Ob Gott jemand sendet oder ob ein Mensch ungesandt seinen Lauf beginnt, das sind zwei sehr verschiedene Dinge. Wenn ich allein auf mich schaue, werde ich nichts ausrichten. Wenn ich aber auf Christus blicke, so vermag ich alles. Als daher Mose aus Misstrauen und Furchtsamkeit die Frage stellte: Wer bin ich? antwortete Gott: Ich werde mit dir sein. Das hätte ihm genügen sollen. Wenn Gott mit mir ist, dann ist es überhaupt nicht wichtig, wer ich bin oder was ich bin. Wenn Gott sagt: Ich will dich senden und Ich werde mit dir sein, dann ist der Diener reichlich mit göttlicher Autorität und Kraft versehen, und er sollte daher freudig und zufrieden seine Straße ziehen.

Mose erwiderte: Ich soll zum Pharao gehen und die Israeliten aus Ägypten herausführen? Wer bin ich schon? Gott antwortete: Ich stehe dir bei. Ex 3:11-12


Gott antwortete: Ich bin, der ich bin! Darum sag den Israeliten: “Ich bin” hat mich zu euch gesandt. Ex 3:14

Der Name drückt Gottes Wesen aus. Er nennt sich „Ich bin“ und der Glaube darf seine Bedürfnisse neben diesen kostbaren Namen schreiben. Brauchen wir Leben, Christus sagt: Ich bin das Leben. Brauchen wir Gerechtigkeit. Er ist unsere Gerechtigkeit. Brauchen wir Frieden. Er ist unser Friede. Jesus sagt: Ich bin das Brot des Lebens. (Joh 6,48). Ich bin das Licht der Welt. (Joh 8,12). Ich bin der gute Hirte. (Joh 10,11). Ich bin die Auferstehung und das Leben. (Joh 11,25). Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.(Joh 14,6). Ich bin der wahre Weinstock (Joh 15,1). Ich bin das Alpha und das Omega (Off 22,13). Ich bin der glänzende Morgenstern (Off 22,16) Oh Tiefe und Fülle dieses Namens “Ich bin”!

Ja, der Herr hat mich geschickt, der Gott eurer Vorfahren, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. – Denn das ist mein Name für alle Zeiten. Alle kommenden Generationen sollen mich so nennen. Ex 3:15