Anmeldung ->

Gen Kap 12

Impulse, Auslegungen, Kommentare und Bibelzitate aus dem Buch Genesis Kap.  12


Der Herr sagte zu Abram: Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Gen 12:1

Zwei Seiten des Loslassens: Loslassen hat meist zwei Seiten – eine schöne und eine schwere. Einerseits kann es befreiend sein, eine grosse Verantwortung abzugeben, etwas Neues zu beginnen, Ballast abzuwerfen; andererseits ist da Ungewissheit, Angst oder der Schmerz des Abschieds.

Vertrauen und Zuversicht: Das was hier gefragt ist, ist Vertrauen. Der Sprung ins Ungewisse, mit der Zuversicht im Rücken: Gott trägt uns, er ist unsre Hilfe (Ps 68,20). Dann kann Loslassen gelingen. Immer wieder tut es gut, zurück zu blicken, wo dies dir schon gelungen ist. Heute will ich bewusst zurück blicken auf Lebenssituationen, wo mir das Loslassen gelungen ist.


Der Herr sagte zu Abram: Geh fort aus deinem Land, verlass deine Heimat und deine Verwandtschaft und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Gen 12:1

Damals war die Einbindung in die Sippe lebenswichtig. Der Ruf Gottes reißt Abram aus eben dieser Gemeinschaft und macht ihn zum Heimatlosen, allein auf den Beistand Gottes gestellt. Auch der Ruf Gottes an uns ist absolute Wirklichkeit oder gar nichts! Was aber ist im Kern der Ruf Gottes an uns? Der Ruf Gottes an uns ist die  Gemeinschaft mit seinem Sohn Jesus Christus. Abram hatte das noch zu zeigende Land nie gesehen. Ebenso haben wir Christus noch nie leibhaftig gesehen haben. Aber unser Glaube befähigt uns dazu, so wie Abram alles für ihn zu verlassen, auch wenn unsere Zukunft im Dunkeln liegt. Der Glaube sieht in dem Maße, in dem er vorangeht und in den Raum eintritt, den das Wort Gottes aufgetan hat.

Er zog aus, ohne zu wissen, wohin er kommen werde. Heb 11:8


Du sollst ein Segen sein. Gen 12,2

Segen sein: In der Fürbitte werde ich zum Segen für den anderen. Ein Segen sein, das heißt ich bin jemand, der segnet. Segnen kann jeder, der glaubt. Ziemlich egal, wo und wie uns Gott hingestellt hat, dort wo er uns unseren Platz zugewiesen hat, sind wir Gesandte Gottes und so im innersten durch ihn und in seiner Kraft dazu berufen, zum Segen für den anderen zu werden.

Segnen als Tun: Ein Segensgebet ist ein Gebet, das den Segen Gottes auf uns herab ruft. Von ihm geht aller Segen aus.  “Der Herr segne dich” ist der kürzteste Segenswunsch und gleichzeitig ein Fürbitt-Gebet. Fürbitte ist der kostbarste Dienst, den ich tun darf:. Wer selbst gesegnet wurde, der kann nicht anders, als diesen Segen weitergeben, ja, er muss dort, wo er ist, ein Segen sein.

Nur aus dem Unmöglichen kann die Welt erneuert werden. Dieses Unmögliche ist der Segen Gottes. Bonhoeffer


Abram gehorchte und machte sich auf den Weg. Gen 12:4

Von Gehorsam ist hier die Rede. Gehorsam auch dann, wenn nicht alles glatt läuft. Denn als Abram in das verheißende Land kam, waren dort die Kanaaniter. Das war eine Prüfung Abrams, ob er dennoch an der Zusage Gottes festhält. Er tat es. Er richtete seine Gedanken allein auf den Herrn und nicht auf das, was der Zusage des Landes scheinbar entgegenstand. Die Kanaaniter im Land stehen bildlich für alles was uns vom Glauben an Gottes Zusagen an uns abbringen will. Das beste Gegenmittel gegen diesen Zweifel: Anbetung Gottes. Sie stärkt Glauben und Hoffnung. Eben darum baute Abram dem Herrn einen Altar. So lasst nicht nach in der Anbetung Gottes und glaubt an seine Zusagen.

Er baute dort dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar. Gen 12:7


Im Land Kanaan brach eine schwere Hungersnot aus. Abram zog nach Ägypten, um während dieser Zeit dort Zuflucht zu suchen. Gen 12:10

Abrahams Fehltritt ist, dass er nach seinem Eigenwillen handelt. Kein Wort fällt darüber, dass er Hilfe bei Gott suchte. Die Folge: der Wegzug aus dem verheißenden Land Kanaan führt zu allerlei Schwierigkeiten. Aus Angst vor dem Pharao, gibt Abram seine Frau als seine Schwester aus. Als das ganze rauskommt, schickt ihn der Pharao wieder zurück. Gott hatte Abram in dieser Zeit zwar nicht verlassen, aber er ließ ihn seinen Fehltritt im Glauben spüren, um ihn zu läutern.

Was kann uns dies Geschehen sagen? Die Hungersnot ist ein Bild für unsere Schwierigkeiten und Probleme. Kommt eine Hungersnot in unser Leben, eine Schwierigkeit welcher Art auch immer, dann lasst uns allein Gott vertrauen, anstatt nach Ägypten zu gehen! Wenn uns dann aber ein Fehltritt passiert, dann lasst uns offen sein für Gottes Läuterung, mit der er uns noch fester an sich zieht.